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Sprachwandelmuster: semantischer vs. grammatischer Wandel

Titel: Sprachwandelmuster: semantischer vs. grammatischer Wandel

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Joachim Golly (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die gesprochene Sprache ist im Vergleich zur geschriebenen Sprache stets im
Wandel und unterzieht sich stets Veränderungen. Der Sprachwandelprozess an und für
sich ist schwierig zeitlich einzugrenzen. Gibt es einen Anfang einer Sprache? Wo liegt er?
Sicherlich hat sich die Sprache parallel zur Evolution den Menschen und ihrer
Umgebung angepasst. Im Laufe der Zeit haben sich immer neue Wörter gebildet, denen
eine bestimmte Bedeutung zuzuordnen ist. Auf der anderen Seite gibt es heute
bestimmte Wörter nicht mehr, die einmal alltäglich waren. Oder es gibt heute Wörter,
die in ihrer Erscheinungsform anders auftreten, als noch in ihrer eigentlichen
Ursprungsform. Signifikat und Signifikant, um hier Saussures exemplarische und
allgemeingültige Darstellung eines Wortes zu erwähnen, wie wir es in seiner Bedeutung
und in seiner Form erkennen, sind ständig im Wandel.
In der vorliegenden Hausarbeit soll an Hand von Beispielen zunächst untersucht
werden, was semantischer und was grammatischer Wandel ist, also die Bedeutung eines
Wortes und auf der anderen Seite die Grammatikalisierung eines Wortes.Die
Ergebnisse werden im Anschluss gegenübergestellt und in ihrer Abhängigkeit zu
einander untersucht. Der Frage, ob es eine gewisse Reihenfolge in der Abfolge des
Wandels gibt, soll ebenso im Verlauf der Arbeit nachgegangen werden.
Die Forschung über Wandelprozesse in der Sprachwissenschaft ist vor allem durch
Eugenio Coserius Untersuchungen geprägt, der in seinen Forschungen der
Sprachwissenschaft ein leitendes Bild ausmacht. Im Juni 2010 veröffentlichte Professor
Christian Lehmann, Professor für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft der
Universität Erfurt, auf seiner Homepage (s.u.) seine Forschungsergebnisse zu den
Bereichen grammatischer und semantischer Wandel. Die Untersuchungen zu
semantischen oder grammatikalischen Sprachwandelprozessen ist jedoch meines
Erachtens vor allem Paul Gévaudan gelungen, der in seinem Buch Typologie des
lexikalischen Wandels. Bedeutungswandel, Wortbildung und Entlehnung am Beispiel der
romanischen Sprachen, das in Deutschland 2007 erschien, an verschiedenen Beispielen
deutlich macht, wie sich Sprachwandel in semantischer und grammatikalischer Hinsicht
vollzieht. Er bezieht sich in seinen Forschungen, wie man es dem Titel leicht entnehmen
kann, ausschließlich auf die romanischen Sprachen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Vom Lateinischen ins Spanische

2. Bedeutungswandel

3. Wortbildung

4. Entlehnung

III. Semantischer Wandel

1. Definition

2. Die Ullmannsche Theorie

3. Aktuelle Definition nach Lehmann

4. Bedeutungsschwund, Bedeutungsinnovation und Polysemie

5. Tropen

a. Metapher

b. Metonymie

c. Generalisierung

d. Spezialisierung

IV. Grammatischer Wandel

1. Aktuelle Definition nach Lehmann

2. Beispiele für grammatischen Wandel

3. Bedingen sich semantischer und grammatischer Wandel?

4. Motiviertheit des Wandels

V. Schluss

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Prozesse des sprachlichen Wandels mit einem Fokus auf die Differenzierung zwischen semantischem und grammatischem Wandel, insbesondere innerhalb der romanischen Sprachen. Ziel ist es, die Mechanismen hinter der Bedeutungsentwicklung und der morphologischen Veränderung von Wörtern aufzuzeigen und deren wechselseitige Abhängigkeit sowie die Rolle des Dialogs zwischen Sprecher und Rezipient zu analysieren.

  • Grundlagen des Sprachwandels: Semantik vs. Grammatik
  • Die Rolle von Bedeutungsinnovation und Bedeutungsschwund
  • Analyse rhetorischer Tropen (Metapher, Metonymie, Generalisierung, Spezialisierung)
  • Grammatikalisierungsprozesse am Beispiel des Spanischen
  • Der Einfluss von Sprecher und Rezipient auf Sprachwandel

Auszug aus dem Buch

III. Semantischer Wandel

Nun soll untersucht werden, wie man semantischen Wandel definiert und wie sich dieser Wandel erkennen lässt. Hierzu haben bereits im Jahre 1997 Geeraerts und Blank gezeigt, dass semantischer Wandel dann vorliegt, wenn eine morphologische Kontinuität besteht, so auch im Beispiel (B) altsp. rodilla ‚Kniescheibe‘ ← sp. rodilla ‚Knie‘. Und auch Gévaudan sagt, dass man „unter Bedeutungswandel (...) eine Kombination von semantischer Innovation und morphologischer Kontinuität [versteht].“ Ein Wort wird demnach in seiner Erscheinungsform im Laufe der Zeit weitertradiert, jedoch wird ihm eine neue Bedeutung zugeschrieben. Das Signifikat verändert sich.

Allerdings behauptete noch im Jahre 1957 Ullmann, dass sich ein semantischer Wandel dann vollzieht, wenn einem neuen Wort eine bereits vorhandene Bedeutung zugeordnet wird: „Semantic change will occur whenever a new name becomes attached to a sense and/or a new sense to a name.“ Als Beispiel nennt er Folgendes: (E) Fr. capitale ‚Hauptstadt‘ ← fr. ville capitale ‚Hauptstadt‘.

Nach Gévaudans, Geeraerts und Blanks Auffassung ist hier der umgekehrte Fall zu erkennen. Morphologische Diskontinuität steht der semantischen Kontinuität gegenüber. Ullmann jedoch erkennt in (E) die Ellipse und zeigt, dass sich die Erscheinungsform des Wortes, also das Signifikant zwar gewandelt hat, die Bedeutung jedoch, das Signifikat gleich geblieben ist. ‚Hauptstadt‘ wird durch capitale anders beziehungsweise vollkommen neu bezeichnet. Das Signifikat von capitale ist nun ein neues, das es so in der vorliegenden Form vorher nicht gegeben hat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Problematik des Sprachwandels und Vorstellung der Forschungsbasis unter Einbeziehung von Modellen von Saussure, Lehmann und Gévaudan.

II. Hauptteil: Untersuchung konkreter Beispiele für lexikalischen Wandel vom Lateinischen zum Spanischen, unterteilt in die Kategorien Bedeutungswandel, Wortbildung und Entlehnung.

III. Semantischer Wandel: Analyse der Definitionen von Bedeutungswandel, kritische Auseinandersetzung mit Ullmanns Theorie und Erläuterung der Rolle von Tropen wie Metapher und Metonymie.

IV. Grammatischer Wandel: Untersuchung der Grammatikalisierung und Modifikation grammatischer Systeme durch Beispiele wie Pronomina und Artikel, sowie die Frage nach der Abhängigkeit vom semantischen Wandel.

V. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, dass Sprachwandel stets Zeit benötigt und durch das Zusammenspiel von Sprecher und Rezipient geprägt ist.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Semantischer Wandel, Grammatischer Wandel, Grammatikalisierung, Bedeutungsinnovation, Bedeutungsschwund, Polysemie, Signifikat, Signifikant, Tropen, Metapher, Metonymie, Romanische Sprachen, Sprachwissenschaft, Eugenio Coseriu

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Sprachwandelprozesse, insbesondere die Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen semantischem und grammatischem Wandel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der etymologischen Entwicklung von Wörtern, der Theorie des Bedeutungswandels, rhetorischen Figuren sowie der Grammatikalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen der Sprachentwicklung am Beispiel romanischer Sprachen zu illustrieren und die Rolle der Kommunikationsteilnehmer bei diesem Prozess herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender sprachwissenschaftlicher Literatur und der Untersuchung diachroner Beispiele basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Beispiele aus dem Lateinischen und Spanischen analysiert, um Mechanismen wie Bedeutungsinnovation, Entlehnung und Grammatikalisierung zu verdeutlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Sprachwandel, Semantik, Grammatik, Signifikat, Signifikant, Polysemie und Grammatikalisierung.

Inwiefern beeinflusst der Rezipient den Sprachwandel?

Der Rezipient spielt eine Schlüsselrolle, da er durch das Erkennen und Dekodieren des Gesagten bestimmt, ob eine sprachliche Neuerung oder ein Wandel in das System übernommen wird.

Gibt es eine Abhängigkeit zwischen semantischem und grammatischem Wandel?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass beide Wandelsarten weitgehend eigenständig ablaufen und nicht zwingend wechselseitig voneinander abhängig sind.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachwandelmuster: semantischer vs. grammatischer Wandel
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Hauptseminar Sprachwissenschaft, Sprachwandelprozesse
Note
2,0
Autor
Joachim Golly (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V169297
ISBN (Buch)
9783640875580
ISBN (eBook)
9783640875641
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semantik Grammatik Wandel Spanisch Sprachwandelprozess Sprachwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joachim Golly (Autor:in), 2010, Sprachwandelmuster: semantischer vs. grammatischer Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169297
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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