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Die Urkunde - Eine Quellengattung des Mittelalters

Titel: Die Urkunde - Eine Quellengattung des Mittelalters

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Hüfner (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dem Leser von Darstellungstexten zu mittelalterlichen Urkunden, dem Thema also, welches sich diese Hausarbeit widmen möchte, fällt sofort ins Auge, dass ihre Autoren oftmals die Wichtigkeit dieser Quellengattung für die Erforschung des Mittelalters betonen. So bezeichnet Brandt Urkunden „als die häufigsten und wichtigsten Quellen zur mittelalterlichen Geschichte“. Auch Goetz unterstreicht gleichfalls, dass „neben Historiographie und Hagiographie Urkunden zu den wichtigsten mittelalterlichen Quellen [zählen]“. Warum Urkunden ohne Zweifel die hier erwähnte Wichtigkeit einnehmen, wird spätestens am Schluss dieser Hausarbeit offensichtlich geworden und daher in einem kurzen Fazit nochmaliger Gegenstand sein.

Umso erstaunlicher ist es dennoch, dass die letzte große deutschsprachige Gesamtdarstellung zur Urkundenlehre vor 79 Jahren erschienen ist. Diesem berühmten 'Handbuch der Urkundenlehre' von Harry Breslau folgten bisher lediglich kürzere Darstellungen, u.a. von Santifaller, Vogtherr, Frenz sowie den bereits oben erwähnten Autoren.

Die Zahl der überlieferten mittelalterlichen Urkunden ist groß. In der Diplomatareihe der MGH sind alle erhaltenen Urkunden der fränkischen und deutschen Könige ediert. Ein Überblick über andere verschiedenartige Urkundeneditionen, die beispielsweise Urkunden von nichtköniglichen Verfassern enthalten, wurde durch Schieffer erstellt. Tafelwerke hingegen, z.B. von Sybel und Sickel, helfen einen Einblick in das ursprüngliche Erscheinungsbild der Urkunden zu bekommen.

Das zentrale Anliegen der hier vorliegenden Arbeit ist die quellenkritische Betrachtung der Urkunde als mittelalterliche Quellengattung. Im ersten Teil dieser Arbeit wird sich dem Thema Urkunde mittels einer Begriffsdefinition sowie ihren Einteilungsmöglichkeiten genähert. Es soll auch ein Blick auf ihre Wissenschaft, der Diplomatik, geworfen werden, so dass im zweiten Teil ein quellenkritischer Zugang zur Urkunde gefunden werden kann. Die äußere und innere Quellenkritik hilft dabei vor allem den Quellenwert der Urkunde zu bestimmen. Um die Ausführungen zur Quellengattung der Urkunde letztendlich zu unterstreichen und abzurunden, soll am Ende und somit im dritten Teil der Arbeit ein konkretes Urkundenbeispiel, nämlich das durchaus sehr interessant erscheinende und vielfach umstrittene Privilegium Ottonianum, analysiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Urkunde und Diplomatik: Eine allgemeine Betrachtung

2.1 Einordnung und Charakterisierung der Urkunde als Quellengattung

2.1.1 Begriffsdefinition

2.1.2 Urkundenarten

2.2 Diplomatik

3. Die Urkunde als Quelle: Eine quellenkritische Annäherung

3.1 Äußere Quellenkritik

3.2 Innere Quellenkritik

4. Urkundenbeispiel: Privilegium Ottonianum

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung der Urkunde als mittelalterliche Quellengattung. Das primäre Ziel ist eine quellenkritische Betrachtung, bei der durch die Anwendung der Diplomatik und die Differenzierung zwischen äußerer und innerer Quellenkritik der Quellenwert dieser Dokumente bestimmt werden soll. Anhand des Privilegium Ottonianum wird exemplarisch aufgezeigt, wie komplex die Echtheitsprüfung und die historische Einordnung solcher Schriftstücke in der Praxis sind.

  • Grundlagen der Urkundenlehre und Definition von Urkunden
  • Die Wissenschaft der Diplomatik und ihre Entwicklung
  • Methoden der äußeren Quellenkritik (Material, Schrift, Beglaubigung)
  • Methoden der inneren Quellenkritik (Formeln, Rechtsinhalt, Kontext)
  • Fallstudie: Analyse des Privilegium Ottonianum

Auszug aus dem Buch

3.1 Äußere Quellenkritik

Wie bereits durch den Namen angedeutet, bezieht sich die äußere Quellenkritik auf die äußerlich sichtbaren Merkmale der Urkunde, d.h. Aspekte, die unabhängig vom eigentlichen Rechtsinhalt der Urkunde daherkommen. Dazu zählen vordergründig „alle Gesichtspunkte wie Beschreibstoff, Tinte, Schrift, Linierung, Faltung und Verschluss sowie Beschaffenheit des Siegels […]“. Im Folgenden soll dabei das Augenmerk insbesondere auf den Beschreibstoff, auf das Layout, die Schrift, grafische Zeichen und die Beglaubigungsmittel gerichtet werden. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann, da die Betrachtung eines jeden hier zu benennenden Aspekts immer auch andere historische Hilfswissenschaften mit einbezieht. Wichtig soll an dieser Stelle vielmehr sein, einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit eines Diplomatikers zu geben. Wenn eine Urkunde tatsächlich auf ihre Echtheit hin überprüft werden soll, dann würden die folgenden Ausführungen nur eine erste Orientierungshilfe geben.

Für den Beschreibstoff, also das Material auf dem der Urkundentext geschrieben wurde, kommen theoretisch drei Stoffe in Frage: Papyrus, Pergament und Papier. Praktisch allerdings ist das Pergament der am häufigsten auftretende Stoff, da bei den merowingischen Königsurkunden der Papyrus nämlich bereits um 670 verschwindet, bei den päpstlichen Urkunden im 11. Jahrhundert. Parallel wird aber auch schon in der päpstlichen Kanzlei hin und wieder auf Pergament geschrieben. Papier findet im Spätmittelalter bei königlichen Urkundenausstellern nur sehr zögerlich Verwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung betont die Bedeutung von Urkunden als zentrale historische Quellen und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit unter Verwendung der quellenkritischen Analyse.

2. Urkunde und Diplomatik: Eine allgemeine Betrachtung: Dieses Kapitel definiert Urkunden als Rechtszeugnisse, klassifiziert sie nach verschiedenen Kriterien und führt in die Grundlagen der Diplomatik ein.

3. Die Urkunde als Quelle: Eine quellenkritische Annäherung: Hier werden die methodischen Ansätze der äußeren Merkmalsanalyse und der inhaltlichen, formelgebundenen Prüfung von Urkunden detailliert dargelegt.

4. Urkundenbeispiel: Privilegium Ottonianum: Das Kapitel bietet eine Fallstudie zum Privilegium Ottonianum, in der die Echtheitsdebatten und der historische Kontext der Urkunde praktisch angewendet und analysiert werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Urkunden unverzichtbare, authentische Zeugen mittelalterlicher Lebensrealität sind, deren Interpretation jedoch stets eine kritische wissenschaftliche Distanz erfordert.

Schlüsselwörter

Urkunde, Diplomatik, Mittelalter, Quellenkritik, Privilegium Ottonianum, Äußere Quellenkritik, Innere Quellenkritik, Rechtsgeschichte, historische Hilfswissenschaften, Urkundenlehre, Schriftkunde, Siegelkunde, Fälschungsprüfung, Kanzlei, Rechtsgeschäft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Untersuchung mittelalterlicher Urkunden und erläutert, wie diese als historische Quellen methodisch analysiert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Kategorisierung von Urkunden, die Prinzipien der Diplomatik sowie die Techniken der äußeren und inneren Quellenkritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den hohen Stellenwert von Urkunden für die Geschichtswissenschaft zu verdeutlichen und einen quellenkritischen Zugang zu ihrer Analyse zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die diplomatische Methode verwendet, die insbesondere die äußere Materialprüfung und die innere Analyse von Formeln und Rechtsinhalten umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Diplomatik, Methodenkapitel zur Quellenkritik sowie eine praktische Fallstudie zum Privilegium Ottonianum.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Typische Begriffe sind Urkunde, Diplomatik, Quellenkritik, mittelalterliche Rechtsgeschichte und historische Hilfswissenschaften.

Warum wird das Privilegium Ottonianum als Fallbeispiel gewählt?

Es dient als komplexes Beispiel, um zu illustrieren, dass Urkunden aufgrund von Problemen wie fehlenden Originalen oder strittigen Entstehungszusammenhängen einer kritischen wissenschaftlichen Untersuchung bedürfen.

Was besagt die "Konglomeratsthese" in Bezug auf das Ottonianum?

Die These besagt, dass das Privilegium Ottonianum ein Konglomerat aus verschiedenen, älteren Verträgen ist, was das Verhalten Ottos I. gegenüber dem Papst historisch plausibler erscheinen lässt.

Welche Rolle spielt die äußere Quellenkritik bei der Urkundenanalyse?

Sie dient dazu, das Dokument physisch zu prüfen, etwa durch Analyse von Beschreibstoff, Siegeln und Schriftbild, um Hinweise auf Echtheit oder Fälschungen zu finden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Urkunde - Eine Quellengattung des Mittelalters
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Hilfswissenschaftliches Hauptseminar: Quellenkunde des Mittelalters
Note
1,3
Autor
Katharina Hüfner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V169296
ISBN (Buch)
9783640875269
ISBN (eBook)
9783640875450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Urkunde Quellengattung Privilegium Ottonianum Quellenkritik Diplomatik Hilfswissenschaften Urkundenarten Otto I.
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Hüfner (Autor:in), 2010, Die Urkunde - Eine Quellengattung des Mittelalters, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169296
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Leseprobe aus  25  Seiten
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