Die Arbeit untersucht das häufig diskutierte Demokratiedefizit der Europäischen Union vor dem Hintergrund der Europawahlen 2024. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern die institutionelle Struktur der EU den demokratischen Anforderungen moderner politischer Systeme gerecht wird. Auf Basis demokratietheoretischer Ansätze, insbesondere der Input-, Output- und Throughput-Legitimation nach Fritz Wilhelm Scharpf, werden zentrale Defizite der europäischen Demokratie analysiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle des Europäischen Parlaments, der geringen Wahlbeteiligung sowie dem Second-Order-Election-Modell, das Europawahlen als Nebenwahlen nationaler Politik erklärt. Darüber hinaus werden politische Krisen wie die Euro- und Flüchtlingskrise als Katalysatoren für eine zunehmende Politisierung und Legitimitätskrise der EU betrachtet. Abschließend diskutiert die Arbeit Reformperspektiven zur Stärkung der demokratischen Legitimation, darunter institutionelle Reformen, transnationale Wahllisten und eine stärkere Einbindung der europäischen Öffentlichkeit. Die Arbeit richtet sich an Studierende der Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften und Europastudien sowie an Leserinnen und Leser mit Interesse an europäischer Demokratie und politischer Integration.
- Arbeit zitieren
- Kiomarz Takhari (Autor:in), 2024, Die Europawahlen 2024. Das Demokratiedefizit der Europäischen Union. Ursachen, Kritik und Reformperspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1692293