Die Hausarbeit beleuchtet die außenpolitischen Entscheidungsprozesse des Post-Apartheid-Staates Südafrikas unter Thabo Mbeki im Rahmen einer qualitativen Einzelfallstudie. Hierbei wird Thabo Mbekis Renaissance Doctrine im Lichte der (Neo-) liberalen Theorie der Außenpolitik analysiert und abschließend bewertet.
Die Außenpolitik Südafrikas war nach dem Ende des Apartheit-Regimes von tiefgreifenden Neuerungen geprägt, die durch die Formulierung normativer Bekenntnisse in Form der African Renaissance Doctrine unter Präsident Thabo Mbeki ab 1996 ihren ersten Ausdruck fanden. Die Doktrin zur ‚Wiedergeburt‘ Afrikas zielte auf die internationale Neupositionierung des Kontinenten und die Überwindung wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheiten ab. Mit ihr sollte die Selbstbestimmung der (süd-) afrikanischen Außenpolitik innerhalb der internationalen Ordnung gefördert und das Land zu einem regionalen Vorreiter entwickelt werden.
Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit soll Mbekis Renaissance als ‚Normung‘ außenpolitischer Präferenzen im Lichte der liberalen Theorie betrachtet werden. Anhand der Durchführung einer qualitativen Einzelfallstudie sollen hierbei strukturelle und akteurszentrierte Faktoren untersucht werden – unter anderem ökonomische Richtlinienpapiere, sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure – die einen wegweisenden Einfluss auf die südafrikanische Außen- und Wirtschaftspolitik hatten.
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- Felix Drechsler (Author), 2025, Zwischen Theorien und Realität. Südafrikas Renaissance Doctrine im Spannungsfeld des Liberalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1692271