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Zur Shop-Startseite › Theologie - Praktische Theologie

Fremd kommen - fremd bleiben?

Studien zu einer theologischen Kriteriologie der Integration

Titel: Fremd kommen - fremd bleiben?

Forschungsarbeit , 2011 , 161 Seiten

Autor:in: Florian Mayr (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Migration und Integration stehen als politische und wissenschaftliche Begriffe in vielen Räumen gesellschaftlichen Denkens, selten werden sie allerdings inhaltlich gefüllt, noch seltener theologisch reflektiert. Die vorliegende Studie beschäftigt sich daher mit der Frage, welche Anfragen sich aus der Perspektive einer Theologie des Anders-Seins an ausgewählte soziologische und politische Konzepte von Integration ergeben, d.h. welche notwendigen Kriterien der Herangehensweise an den Komplex Integration eine theologische Reflexion aufzeigt und sowohl in Richtung Politik und Gesellschaft, als auch in Richtung Kirche und der eigenen wissenschaftlich-theologischen Forschungspraxis formulieren kann.
In einem ersten Schritt werden dazu einerseits die statistischen Erhebungen des österreichischen Innenministeriums im Zuge der Studie „Integration in Österreich“ sowie andererseits die politischen Integrationskonzepte der Städte Salzburg und Wien analysiert. Forschungsleitend ist dabei die Frage, ob und wie Immigrantinnen und Immigranten selbst zur Sprache kommen und welche Asymmetrien zwischen ansässiger Mehrheitsgesellschaft und den zu Integrierenden im Bezug auf ihre Befragung sowie in konkreten Modellen zu Tage treten.
In einem zweiten Schritt wird – basierend auf den Erkenntnissen der empirischen Untersuchung – versucht, den Begriff Integration aus sozialwissenschaftlicher und theologischer Perspektive zu beschreiben und zu reflektieren, um die Ziele einer praktisch-theologischen Auseinandersetzung und Reflexion aufzuzeigen und zu formulieren. Dazu wird zunächst eine Begriffsklärung und -schärfung auf grundsätzlicher Ebene vorgenommen, anhand derer Missverständnisse, Missbräuche und prinzipielle Probleme des Begriffs Integration aufgezeigt und für den weiteren Diskurs reflektiert werden. Diese Problematisierung des Begriffs wird schließlich durch eine migrationssoziologische Fundierung ergänzt. Aus theologischer Perspektive wird schließlich danach gefragt, welche praktisch-theologischen Kriterien sich aus einer biblischen, systematischen und fundamentalethischen Reflexion für die politische und gesellschaftliche sowie für die theologische und kirchliche Beschäftigung mit Integration ergeben.
In einem dritten und letzten Schritt wird schließlich versucht, diese Anfragen an Politik, Gesellschaft, Theologie und Kirche konkret zu formulieren und abschließende Visionen einer an theologisch reflektierten Kriterien ausgerichteten Integrationspolitik zu beschreiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung und Zugänge

0.1. Warum theologisch von Integration sprechen?

0.2. Forschungsfrage und Grundoption

0.3. Gliederung und methodische Struktur der Arbeit

I. Kairos: Integration in Österreich

1.1. Die Perspektive der Immigrantinnen und Immigranten

1.2. Die Perspektive der (Mehrheits-)Gesellschaft

1.2.1. Grundsätzliche Vorbemerkungen

1.2.2. Integration zwischen Eingliederung und Diversität

1.2.2.1. Das Integrationskonzept der Stadt Salzburg

1.2.2.2. Das Integrationskonzept der Stadt Wien

1.3. Machtmomente des Integrationsdiskurses

II. Was ist „Integration“?

2.1. Integration – ein problematischer Begriff

2.1.1. Die problematischen Voraussetzungen gängiger Integrationsbegriffe

2.1.1.1. Die homogene (Mehrheits)Gesellschaft

2.1.1.2. Die gesellschhaftliche „Leitkultur“

2.1.2. Die problematischen Zuschreibungen gängiger Integrationsbegriffe

2.1.2.1. Das „Gegenüber“: Identität, Fremdheit und Andersheit

2.1.2.2. Ausländer/innen, Migrant/innen und Asylant/innen

2.1.3. Die problematischen Ansprüche gängiger Integrationsbegriffe

2.1.3.1. Inklusion und Exklusion

2.1.3.2. Reinheit und Hybridität

2.2. Sozialwissenschaftliche Fundierungen

2.2.1. Sozialintegration und Systemintegration

2.2.2. Assimilation als einzig mögliche Sozialintegration?

2.2.3. Immigration – Versuch einer Typologie

2.3. Theologische Zugänge

2.3.1. Die biblische Perspektive: Fremdheit und Fremdsein im Alten und Neuen Testament

2.3.1.1. Fremde und Fremdsein im alttestamentlichen Israel

2.3.1.2. Fremde und Fremdsein im Licht des Neuen Testaments

2.3.1.3. Die Biblische Hermeneutik der Fremdheit

2.3.2. Die systematische Perspektive: Die trinitarische Gemeinschaft als communio der Verschiedenheit

2.3.3. Die fundamentalethische Perspektive: Der Ort des Anderen

2.3.4. Der Fremde und der Andere – Versuch einer Typologie

2.4. Grundlinien theologischer Rede von Integration

2.4.1. Zuwendung zu und Ausgang von den Anderen/Fremden

2.4.1.1. Die Zuwendung zum Anderen/Fremden

2.4.1.2. Der Ausgang vom Anderen/Fremden

2.4.2. Eine Theologie der Konvivenz

2.5. Beiträge zu einer theologisch fundierten Kriteriologie

2.5.1. Drei biblisch inspirierte Imperative (J. B. Metz)

2.5.1.1. Das Öffnen der Augen

2.5.1.2. Die eigene Fremdheit

2.5.1.3. Die Hermeneutik der Verständigung

2.5.2. Drei ethische Grundprämissen (M. Heimbach-Steins)

2.5.2.1. Gegenseitige Anerkennung

2.5.2.2. Gemeinsame Teilhabe

2.5.2.3. Identitätsbildende Differenz

III. Anfragen an eine Praxeologie

3.1. Anfragen an Politik und Gesellschaft

3.2. Anfragen an Theologie und Kirche

3.3. Visionen von Integration

3.3.1. Diversität als communio

3.3.2. Differenz als Bereicherung

3.2.3. Identität als Fremdheit

3.3.4. Subjekte als Menschen

3.3.5. Integration als Problem?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Anfragen sich aus der Perspektive einer Theologie des Anders-Seins an aktuelle soziologische und politische Integrationskonzepte ergeben, um daraus Kriterien für eine theologisch verantwortete Kriteriologie der Integration zu entwickeln.

  • Die kritische Analyse gängiger Integrationsbegriffe und ihrer machtkritischen Voraussetzungen.
  • Die pastorale und theologische Grundlegung einer Option für die Anderen und das Anders-Sein.
  • Die Untersuchung kirchlicher und gesellschaftlicher Handlungsmodelle im Kontext von Migration.
  • Die Entwicklung einer praktisch-theologischen Kriteriologie für eine gelingende Konvivenz.

Auszug aus dem Buch

0.1. Warum theologisch von Integration sprechen?

Ein Blick in die mediale Vermittlung könnte eine schnelle Antwort geben – Integration wird gefordert und gefördert, vorausgesetzt oder kritisiert; in Parolen genauso wie in Diskussionen, auf Plakaten wie in Kommentaren. Das theologische Interesse an der Auseinandersetzung mit Integration speist sich allerdings nicht (nur) aus der gesellschaftlichen Öffentlichkeit, die der Begriff scheinbar genießt – es wäre sonst ein bloßes Nachtraben hinter sozialen und politischen Entwicklungen, die längst ohne einen theologisch reflektierten Beitrag geschehen sind. Vielmehr hat sich die Theologie seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil verstärkt einem locus theologicus zugewandt, der bisher in Differenz zur Kirche einfach als Gesellschaft bezeichnet wurde. Mit dem Konzil wurde nicht nur diese konstatierte Innen-Aussen-Differenz zumindest ansatzweise aufgehoben, es hat auch die Subjekte eben dieser Gesellschaft in den Mittelpunkt eines theologischen Redens gestellt: Die konkret in ihr lebenden Menschen – vor allem aber jene an den Rändern sozialer und ökonomischer Existenz, wie es die Dokumente von Medellin und Puebla in den Begriffen der Option für die Armen und der Option für die Anderen deutlich gemacht haben.

Dadurch erhält die Kirche ihren Auftrag und – weil die diakonia einer ihrer Grundvollzüge ist – auch ihre Legitimation im Blick auf die Lebens- und Leidensrealitäten der Menschen in den verschiedensten Sphären verschiedenster Gesellschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung und Zugänge: Einführung in die thematische Relevanz der Integration aus theologischer Sicht und Darstellung der methodischen Struktur der Arbeit.

I. Kairos: Integration in Österreich: Empirische Betrachtung der Integrationssituation in Österreich und der politischen Integrationskonzepte der Städte Salzburg und Wien.

II. Was ist „Integration“?: Theoretische und theologische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Integration sowie Erarbeitung einer theologischen Kriteriologie.

III. Anfragen an eine Praxeologie: Synthese der Kriterien aus den vorangegangenen Analysen als Anfragen an Politik, Gesellschaft, Theologie und Kirche zur Entwicklung einer optimierten Praxis.

Schlüsselwörter

Theologie, Integration, Migration, Anders-Sein, Pastoraltheologie, Fremdheit, Diversität, communio, Konvivenz, Option für die Anderen, Ethik, Inklusion, Exklusion, Gesellschaftsethik, Subjekthaftigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die theologische Reflexion und Kriteriologie des Integrationsbegriffs in einer durch Migration geprägten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Sozialwissenschaftliche Grundlagen von Integration, biblisch-theologische Zugänge zum Fremdsein und die praktische Anwendung durch pastorale Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ein Beitrag zur praktisch-theologischen Kriteriologie, um Integrationsthemen jenseits bloßer machtpolitischer Zuschreibungen diskursfähig zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt der pastoraltheologischen Methodik in drei Schritten: Kairologie (empirische Analyse), Kriteriologie (theoretische Reflexion) und Praxeologie (Synthese/Synthese).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben einer kritischen Analyse gesellschaftlicher Leitbilder werden theologische Grundlagen (Trinitätstheologie, biblische Hermeneutik der Fremdheit) erarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Integration, Anders-Sein, Pastoraltheologie, Fremdheit und Diversität.

Welche Rolle spielt die "Option für die Anderen"?

Sie fungiert als Grundoption, die den diakonischen Blick weg von einer rein funktionellen Hilfe hin zur Subjekthaftigkeit der betroffenen Menschen lenkt.

Wie bewertet der Autor die Integrationskonzepte von Wien und Salzburg?

Er hinterfragt sie kritisch hinsichtlich ihrer "Top-Down"-Dynamik und mangelnden Partizipation der Betroffenen, ohne dabei die guten Ansätze zur Diversität (Wien) oder Einbeziehung (Salzburg) zu leugnen.

Ende der Leseprobe aus 161 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fremd kommen - fremd bleiben?
Untertitel
Studien zu einer theologischen Kriteriologie der Integration
Hochschule
Universität Wien
Autor
Florian Mayr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
161
Katalognummer
V169109
ISBN (eBook)
9783640873579
ISBN (Buch)
9783640873630
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integration Theologie Pastoraltheologie Praktische Theologie Migration Politische Theologie Fremdheit Fremdsein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Mayr (Autor:in), 2011, Fremd kommen - fremd bleiben?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169109
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