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Die Förderung von hochbegabten Schülern

Title: Die Förderung von hochbegabten Schülern

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Oehlenberg (Author)

Pedagogy - School Pedagogics

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Wenn es um die Förderung von hochbegabten Schülern geht, ist es immer wieder erstaunlich, dass für viele Personen die erste Frage, die sie sich dabei stellen, nicht „Wie kann ich Begabte am besten fördern?“ lautet, sondern: „Ist es prinzipiell sinnvoll, dass begabte Schüler gefördert werden?“ Sie gehen davon aus, dass Begabte den anderen Schülern gegenüber schon genug Vorzüge genießen und es überflüssig ist, ihnen noch zusätzlich Zeit, Aufmerksamkeit und Engagement zu widmen.
Nach meiner Meinung ist dies der falsche Ansatz. Viel zu häufig kann man an deutschen Schulen beobachten, dass der Unterricht für einen imaginären Durchschnittsschüler konzipiert wird. Dabei sind alle Anstrengungen nur darauf gerichtet, den Schülern, deren Leistungen diesen Anforderungen nicht gerecht werden, zu helfen, dieses Durchschnittslevel zu erreichen. Wenn man sich Staaten ansieht, die traditionell über einen sehr hohen Bildungsstandard verfügen und bei der PISA-Studie regelmäßig die obersten Plätze belegen, wie etwa Schweden und Finnland, so wird man feststellen, dass dort versucht wird, jeden Schüler nach seinen Begabungen optimal zu fördern, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen lernbehinderten, einen hochbegabten oder einen durchschnittlich begabten Schüler handelt.

In dieser Arbeit soll gezeigt werden, auf welche Art und Weise die Förderung von begabten Schülern gelingen kann. Zu diesem Zwecke wird zunächst knapp geklärt, was man unter dem Begriff „Begabung“ zu verstehen hat und welche Methoden benutzt werden, um eine Begabung zu diagnostizieren. Danach werden die am häufigsten angewandten Methoden der Förderung, also die Akzeleration, das Enrichment sowie die innere und äußere Differenzierung, theoretisch erklärt. Zuletzt wird an den Beispielen des Elsa-Brändström-Gymnasiums und der Laborschule Bielefeld gezeigt, wie die theoretischen Grundlagen dort praktisch in die Tat umgesetzt werden.

Als primäre Literaturgrundlage dienen die Werke „Begabungsförderung in heterogenen Lerngruppen. Materialien zur Diagnostik, Förderpläne und Anregungen für die Unterrichtspraxis“, herausgegeben von Katrin Höhmann (2005), „Heterogenität in Schule und Unterricht. Handlungsansätze zum pädagogischen Umgang mit Vielfalt“, herausgegeben von Sebastian Boller, Elke Rosowski und Thea Stroot (2007) und „Unser Kind ist hochbegabt“ von Franz J. Mönks und Irene H. Ypenburg (1998).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Begabung

3. Die Diagnose von Begabung

3.1. Methoden der Diagnose

3.2. Die Fehldiagnose

3.3. Underarchiever

4. Anforderungen an den Lehrer

5. Arten der Förderung

5.1. Akzeleration

5.2. Enrichment

5.3. Äußere Differenzierung

5.4. Innere Differenzierung

6. Das Elsa-Brändström-Gymnasium in Oberhausen

6.1. Vereinbarung zum Bündnis für Erziehung und Lernen

6.2. Das Drehtürmodell

7. Die Laborschule Bielefeld

7.1. Heterogenität an der Laborschule

7.2. Das Stufenmodell

8. Fazit: Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der praktischen Begabtenförderung des Elsa-Brändström-Gymnasiums und der Laborschule Bielefeld

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht Strategien zur Förderung hochbegabter Schüler im deutschen Schulsystem. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Begabung diagnostiziert und durch theoretische Konzepte sowie praktische Schulumsetzungen optimal unterstützt werden kann, um eine individuelle Potenzialentfaltung zu ermöglichen.

  • Grundlagen der Hochbegabungsdiagnostik und deren methodische Herausforderungen.
  • Differenzierung zwischen theoretischen Förderansätzen (Akzeleration, Enrichment).
  • Rolle und Anforderungen an Lehrkräfte bei der Begabtenförderung.
  • Praxisbeispiel: Das Drehtürmodell am Elsa-Brändström-Gymnasium.
  • Praxisbeispiel: Das Stufenmodell der Laborschule Bielefeld.

Auszug aus dem Buch

3.1. Methoden der Diagnose

Nun stellt sich die Frage, an welchen Kriterien zu erkennen ist, ob ein Kind hochbegabt ist oder nicht. Wie unter Punkt 2 zu sehen war, ist die Art und Weise, wie eine Begabung ausgeprägt sein kann, höchst vielfältig. Dies erschwert das Erkennen einer Begabung. Wenn eine Begabung mit dem Auftreten herausragender schulischer Leistungen zusammenfällt, ist es nicht schwer, diese zu diagnostizieren. Aber häufig genug ist dies nicht der Fall, wie Sabine Platzer dies beschreibt:

„Es gibt Jungen, die zwar ständig originelle Einfälle habe, aber ziemlich chaotisch und nicht zum Arbeiten zu bewegen sind. Es gibt sehr begabte Mädchen, die aber schüchtern sind und sich in ihren Leistungen an die anderen Mädchen ihrer Klasse anpassen um nicht aufzufallen. Es gibt zynische Kritiker, die alles infrage stellen, was Lehrkräfte verlangen, anstatt einfach einmal mitzuarbeiten.“

Besonders, das Gefühl des „anders sein“ und die Angst, von Gleichaltrigen nicht akzeptiert zu werden, läßt viele hochbegabte Kinder ihre Begabung unterdrücken und verstecken.

Um eine Begabung zu belegen, werden in der Praxis viele unterschiedliche Verfahren angewandt. Man unterscheidet dabei zwischen „subjektiven“ und „objektiven“ Diagnoseverfahren. Diese Unterteilung soll keine Wertung über die Qualität der Methoden abgeben, sondern lediglich die unterschiedlichen Verfahrensweisen beschreiben. Unter objektiven Diagnoseverfahren versteht man solche, deren Ergebnisse sich eindeutig messen und mit anderen in Bezug setzten lassen, also v.a. genormte Leistungs- und Intelligenztests. Subjektive Verfahren beinhalten Methoden wie die Checkliste, die Beobachtung, das Gespräch oder auch die Peernominations, also Verfahren, die sich dazu eignen, vom Lehrer im Schulalltag durchgeführt zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung hinterfragt die Notwendigkeit der Begabtenförderung und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die verwendete Literatur.

2. Definition von Begabung: Es werden zentrale Begabungstheorien wie das Modell der triadischen Interdependenz und das Münchner (Hoch-)Begabungsmodell vorgestellt.

3. Die Diagnose von Begabung: Dieses Kapitel behandelt diagnostische Kriterien, subjektive wie objektive Testverfahren sowie die Risiken von Fehldiagnosen.

4. Anforderungen an den Lehrer: Die Rolle der Lehrkraft wandelt sich hierbei vom Wissensvermittler zum Berater, der diagnostische Kompetenz und Offenheit benötigt.

5. Arten der Förderung: Die theoretischen Förderansätze Akzeleration und Enrichment werden detailliert sowie in ihre Differenzierungsformen unterteilt erläutert.

6. Das Elsa-Brändström-Gymnasium in Oberhausen: Hier wird die praktische Umsetzung der Begabtenförderung durch Vereinbarungen und das Drehtürmodell beschrieben.

7. Die Laborschule Bielefeld: Die Laborschule wird in ihrem pädagogischen Kontext mit Fokus auf das Stufenmodell und den Umgang mit Heterogenität dargestellt.

8. Fazit: Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der praktischen Begabtenförderung des Elsa-Brändström-Gymnasiums und der Laborschule Bielefeld: Ein vergleichender Rückblick auf die verschiedenen Förderansätze der beiden untersuchten Schulen.

Schlüsselwörter

Hochbegabung, Begabtenförderung, Akzeleration, Enrichment, Differenzierung, Diagnostik, Elsa-Brändström-Gymnasium, Laborschule Bielefeld, Drehtürmodell, Underarchiever, Leistungsheterogenität, Schulentwicklung, Förderplan, Individualisierung, Begabungsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Herausforderung, hochbegabte Schüler an Regelschulen gezielt zu fördern, anstatt sie lediglich am Durchschnitt zu orientieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Begabung, diagnostische Methoden, Anforderungen an das pädagogische Personal sowie konkrete Förderstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Förderung gelingen kann und wie zwei spezifische Schulen dieses theoretische Wissen in die Praxis übertragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der vergleichenden Darstellung pädagogischer Konzepte an zwei ausgewählten Schulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Diagnostik und Förderung sowie detaillierte Fallbeispiele zu schulischen Modellen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Akzeleration, Enrichment, Differenzierung, das Drehtürmodell und das Konzept der Heterogenität.

Was unterscheidet die Begabtenförderung des Elsa-Brändström-Gymnasiums von der Laborschule?

Während das Gymnasium stark auf Akzelerationsmodelle wie die „Drehtür“ setzt, fokussiert die Laborschule stärker auf die Beibehaltung der Leistungsheterogenität und den Verzicht auf klassische Noten.

Warum wird im Text vor der alleinigen Nutzung von Checklisten gewarnt?

Checklisten können Begabung nur oberflächlich erfassen; sie sollten daher stets nur ergänzend zu anderen diagnostischen Verfahren eingesetzt werden.

Welche Bedeutung kommt dem „Underarchiever“ zu?

Der Underarchiever verdeutlicht, dass bei fehlender Förderung oder negativem Selbstkonzept selbst begabte Schüler in ein Leistungstief abrutschen können.

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Details

Title
Die Förderung von hochbegabten Schülern
College
University of Potsdam  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Umgang mit Heterogenität in der Schule
Grade
1,3
Author
Peter Oehlenberg (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V168826
ISBN (eBook)
9783640867509
ISBN (Book)
9783640868179
Language
German
Tags
förderung schülern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Oehlenberg (Author), 2008, Die Förderung von hochbegabten Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168826
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