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Einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel

Title: Einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexander Schwalm (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics

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In dieser Arbeit möchte ich besonders auf die Bedeutung des Spiels in der Pädagogik eingehen. Denn hier wird das Spiel zunächst vor allem als Lernmittel angesehen, durch welches Kinder sich bereits sehr früh die ersten Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen. Aus dieser Sicht wird dem Phänomen des Spiels somit von Anfang an auf den Grund gegangen, da „...die Pädagogik seit langem das Spiel in die Organisation der Erziehung eingebaut [hat]“ (Prange 2006, S.116). Natürlich regte sich im Laufe der Zeit, wie fast überall, auch hier wieder Kritik an dieser Auffassung. Das Spiel solle nicht nur als Mittel zum Zweck des Lernens angesehen werden. Der ursprüngliche freie und ungezwungene Charakter des Spiels soll erhalten bleiben, denn eines der wichtigsten Merkmale des Spiels an sich ist, dass es von Natur aus „… eine freie Handlung dar[stellt]…“ (ebd., S.118). Deshalb ist es wichtig, dass abgeklärt werden muss, welche Merkmale das Spiel besitzt, um zu verstehen wie es sinnvoll als pädagogisches Mittel eingesetzt werden und welche Ziele und Aufgaben es haben kann. Vor allem aber in unserer heutigen, vom Konsum geprägten Zeit nimmt das Spiel wieder eine wichtige Rolle ein. Allerdings bleibt die Frage, ob die heutige immer stär-ker werdende Kommerzialisierung des Spiels mit dem traditionellen Kinderspiel vereinbar ist oder ob Sie zum Aussterben des letzteren führt. Ebenfalls ist das Spiel ganz besonders heutzutage nicht mehr auf die Kindheit begrenzt. Durch vielfältiges Spielzeug, Videospiele und andere Medien gewinnt das Spiel über eine große Lebensspanne hinweg immer mehr an Bedeutung für die Freizeitgestaltung. Zudem hat gerade die Freizeitgestaltung selbst heute einen sehr hohen Stellenwert bei Menschen aller Altersgruppen, was das Interesse an Spielmöglichkeiten natürlich zu-nehmend weckt. Doch auch hier stellt sich dann wieder die Frage, ob dieses konsumorientierte Spielen dann überhaupt noch etwas mit dem ursprünglichen, im Menschen angelegten Merkmal des Spiels zu tun hat. Außerdem sollte man untersuchen, ob sich das Spiel in dieser Weise noch mit den pädagogischen Absichten vereinbaren lässt. Betrachtet man schließlich Johan Huizingas Theorie des „Homo Ludens“, so kommt sogar der „Ursprung der Kultur aus dem Spiel“ (Huizinga 1937/1956, zitiert nach Prange 2006, S.118). Dies zeigt, wie wichtig das Spiel für den Menschen und sein Leben ist und warum man es früher wie heute auch in der Pädagogik aus mehreren Sichtweisen betrachten sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Spiel – Ein Merkmal menschlichen Lebens

2. Ursprüngliche Spieltheorie

2.1 Das Spiel als Lernmittel

2.2 Zweckentfremdung des Spiels durch Stilisierung zum Lernmittel?

2.3 Die ideale Gestaltung des Spiels

3. Das Spiel im Wandel der heutigen Zeit

3.1 Spiel als Freizeitaktivität

3.2 Die Kommerzialisierung des Spiels

3.2.1 Kommerzielles vs. Traditionelles Spiel

3.2.2 Das Videospiel

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielschichtige Bedeutung des Spiels als pädagogisches Mittel und beleuchtet kritisch den Spagat zwischen dem freien, entwicklungsorientierten Kinderspiel und der zunehmenden Kommerzialisierung und Didaktisierung von Spielangeboten in der modernen Gesellschaft.

  • Spieltheorien und die pädagogische Funktion des Spiels
  • Die Abgrenzung von freiem Spiel und zweckorientiertem Lernmittel
  • Der Wandel des Spielbegriffs in der heutigen Freizeitgestaltung
  • Einfluss der Kommerzialisierung und Videospielkultur auf die kindliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.2 Zweckentfremdung des Spiels durch Stilisierung zum Lernmittel?

Durch die Nutzung des Spiels für pädagogische und didaktische Zwecke wird dieses immer mehr ein Mittel zum Zweck, nämlich zum vielseitig einsetzbaren Lernmittel. Doch dies muss kritisch hinterfragt werden. Darf das Spiel zum Lernmittel stilisiert werden? Hat das Spiel von Natur aus nicht eine ganz andere Bedeutung? Bei diesen Fragen ist es sinnvoll sich erst einmal die grundlegenden Eigenschaften und Merkmale des Spiels anzusehen. Geht man dem näher auf den Grund, wird man oft feststellen, „…dass [das] Spiel leicht zu erkennen, aber sehr schwer zu definieren ist“ (van der Kooij, in Roth 2001, S. 295). Allerdings ist eine der wichtigsten Eigenschaften des Spiels, dass es eine freie Handlung, eine Freitätigkeit darstellt. Das finden wir bei Huizinga, Fröbel und auch schon bei Schiller, welcher den freien Charakter des Spiels als Vorraussetzung für die Kunst sieht: „Nur wo der Mensch nicht dem Zwang der Naturtriebe unterworfen ist und auch nicht dem Zwang des Sittengesetzes, der ‚praktischen Vernunft’ – nur dort ist er wirklich frei: im Bereich des Schönen nämlich, der Künste und des Spiels“ (Flitner 2004, S. 17). Des Weiteren hat das Spiel nach Fröbel noch andere wichtige Merkmale: Zum einen besitzt das Spiel an sich keinen ökonomischen Nutzen. Zum andern ist es aber die beste Art soziale Kontakte zu knüpfen, so stellt das Spiel Gemeinschaftsverbände her und erhält diese auch. Außerdem gehören zum Spiel auch immer ein bestimmter Raum, in dem das Spiel stattfindet sowie eine bestimmte Zeit, in der gespielt wird. Zudem braucht es meist bestimmte Regeln, damit das Spiel ordnungsgemäß ablaufen kann. Schließlich bleibt noch der „Als-Ob-Charakter“, welcher das Spiel vor allem von der Realität und dem Ernst abgrenzt. Und genau hier wird die entscheidende Differenz sichtbar. Das Spiel steht für Freiheit außerhalb der Notwendigkeit. Hier kann man sich zurückziehen, der Bedrängnis des Alltags entfliehen und seinen Freiraum ohne Last genießen. Lernen und Arbeiten hingegen bestehen aus Last und Notwendigkeit sowie Ernst und Unfreiheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Spiel – Ein Merkmal menschlichen Lebens: Einführung in die historische und anthropologische Bedeutung des Spiels als grundlegende menschliche Ausdrucksform und pädagogischer Gegenstand.

2. Ursprüngliche Spieltheorie: Untersuchung der Entwicklung des Spiels als pädagogisches Lernmittel, der Kritik an dieser Funktionalisierung und der Suche nach einer idealen Spielgestaltung.

3. Das Spiel im Wandel der heutigen Zeit: Analyse der veränderten Rolle des Spiels in der modernen Freizeitgestaltung unter Berücksichtigung von Kommerzialisierungsprozessen und Videospielen.

4. Schlussbemerkung: Fazit zur Notwendigkeit, das freie Spiel trotz didaktischer und kommerzieller Anforderungen als essenziellen Bestandteil kindlicher Entwicklung zu bewahren.

Schlüsselwörter

Pädagogik, Spieltheorie, Kinderspiel, Lernmittel, Freizeitgestaltung, Kommerzialisierung, Videospiele, Kindesentwicklung, Spielzeug, Didaktik, freie Handlung, Spielindustrie, Mediennutzung, Erziehung, Homo Ludens

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert den Einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel und hinterfragt, inwieweit die Funktionalisierung des Spiels dessen ursprünglichen freien Charakter beeinträchtigt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die pädagogische Spieltheorie, die Didaktisierung des Spiels, die Kommerzialisierung durch Spielzeugindustrie und Medien sowie das Videospiel als modernes Phänomen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pädagogen den Spagat zwischen der Nutzung des Spiels zur Lernförderung und der Erhaltung des freien, zwecklosen Kinderspiels bewältigen können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der klassische und moderne spieltheoretische Ansätze und Fachliteratur zueinander in Bezug gesetzt und kritisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Spiels, die Auseinandersetzung mit Lernspielen, die Bedeutung des Spiels als Freizeitaktivität und eine kritische Betrachtung der Kommerzialisierung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pädagogik, Kommerzialisierung, Freispiel, Lernmittel und Entwicklung beeinflusst.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Videospielen in der Pädagogik?

Der Autor sieht Videospiele als etabliertes Mittel der modernen Freizeitgestaltung, warnt jedoch vor einer einseitigen Nutzung und Gewaltverherrlichung und betont die Notwendigkeit einer differenzierten pädagogischen Begleitung.

Welche Bedeutung kommt dem "Als-Ob-Charakter" des Spiels zu?

Der "Als-Ob-Charakter" ist ein wesentliches Merkmal, das das Spiel von der realen, ernsthaften Arbeit abgrenzt und dem Kind einen notwendigen Freiraum zur Entfaltung bietet.

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Details

Title
Einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel
College
University of Augsburg  (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Grundformen pädagogischen Handelns
Grade
1,3
Author
Alexander Schwalm (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V168820
ISBN (eBook)
9783640867493
ISBN (Book)
9783640868056
Language
German
Tags
Pädagogik Pädagosches Mittel Einsatz Spiel Spielzeug
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Schwalm (Author), 2010, Einsatz des Spiels als pädagogisches Mittel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168820
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