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"Vergangenheit, die nicht vergehen will" - Günter Grass und das 'Dritte Reich'

Titel: "Vergangenheit, die nicht vergehen will" - Günter Grass und das 'Dritte Reich'

Masterarbeit , 2010 , 98 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Lisa Sofie Mros (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Das wird nicht aufhören, gegenwärtig zu bleiben; unsere Schande wird sich weder verdrängen noch bewältigen lassen […] Auschwitz wird […] nie zu begreifen sein. Soviel Zeit seitdem vergangen ist, bei aller Beflissenheit einiger Historiker, Vergleichbares herbeizuzitieren, um einer, wie man sagt, unglücklichen Phase deutscher Geschichte historischen Stellenwert zu unterschieben, was immer auch eingestanden, beklagt, sonstwie aus Schuldbewußtsein gesagt wird […], das Ungeheure, auf den Namen Auschwitz gebracht, ist, weil eben nicht vergleichbar, weil durch nichts historisch zu unterfüttern, weil keinem Schuldgeständnis zugänglich, unfaßbar geblieben und dergestalt zur Zäsur geworden […]."

Dieser Auszug entstammt einer Rede des Schriftstellers Günter Grass, die den Titel Schreiben nach Auschwitz trägt. Er setzt sich darin mit der deutschen Schuld an der nationalsozialistischen ‘Endlösung’ der NS-Zeit auseinander und folgert, dass sich die historische Schuld der Deutschen durch einen gegenwärtigen Charakter auszeichne sowie dass die Verdrängung oder Bewältigung der aus dem Verbrechen resultierenden Schande ausgeschlossen sei. (...)Die immanente Kritik in Grass’ Rede muss im Kontext des sogenannten ‘Historikerstreits’ von 1986 betrachtet werden. Im Fokus der Mediendebatte um den zukünftigen „gesellschaftspolitischen und historiographischen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit“ stand die Frage nach der Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Judenvernichtung. (...) Grass erweist sich offensichtlich als Gegner einer solchen Historisierung der NS-Vergangenheit: Die Beschäftigung mit seiner Persönlichkeit und seinen Werken scheint prädestiniert, um einen Eindruck über ein gegenteiliges Konzept im Umgang mit dem Nationalsozialismus zu gewinnen gewinnen.

INHALT:
1. Einleitung
2. Stand der Grass-Forschung
3. Vorbemerkung zur Auswahl der Grass-Texte
4. „Schreiben gegen das Vergessen“
4.1 Günter Grass u. die NS-Vergangenheit
4.2 Vergegenwärtigung des Vergangenen
5. Das ‘Dritte Reich’ u. die Deutschen: Eckpunkte in Grass’
Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit
5.1 Die Unfähigkeit der Deutschen zur Auseinandersetzung
5.1.1 Ausgebliebene Aufarbeitung u. Schuldverdrängung
5.1.2 Die Schuld der Mitläufer
5.2 „Das hört nicht auf. Nie hört das auf“: Das Nachwirken der
Vergangenheit
5.2.1 Streben nach Einheit
5.2.2 Radikalismus von rechts
6. Fazit u. Ausblick

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stand der Grass-Forschung

3. Vorbemerkung zur Auswahl der Grass-Texte

4. „Schreiben gegen das Vergessen“

4.1 Günter Grass und die NS-Vergangenheit

4.2 Vergegenwärtigung des Vergangenen

5. Das ‘Dritte Reich’ und die Deutschen: Eckpunkte in Grass’ Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit

5.1 Die Unfähigkeit der Deutschen zur Auseinandersetzung

5.1.1 Ausgebliebene Aufarbeitung und Schuldverdrängung

5.1.2 Die Schuld der Mitläufer

5.2 „Das hört nicht auf. Nie hört das auf“: Das Nachwirken der Vergangenheit

5.2.1 Streben nach Einheit

5.2.2 Radikalismus von rechts

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentralen Motive, die Günter Grass dazu bewegen, sich fortwährend mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen, und analysiert sein schriftstellerisches Konzept der Vergegenwärtigung sowie das Nachwirken dieser Zeit in der deutschen Nachkriegsgesellschaft.

  • Analyse des Verhältnisses von Günter Grass zur NS-Vergangenheit.
  • Untersuchung des schriftstellerischen Konzepts der „Vergegenwärtigung“.
  • Analyse der Schuldthematik und Schuldverdrängung in der deutschen Nachkriegsgesellschaft.
  • Betrachtung der deutschen Einheitsfrage im Kontext der nationalsozialistischen Historie.
  • Untersuchung der Radikalisierungstendenzen als wiederkehrendes Muster.

Auszug aus dem Buch

4.1 Günter Grass und die NS-Vergangenheit

„Keines meiner Bücher war frei oder leichtfüßig genug, um das den Deutschen bis heute anhängende Verbrechen – die Vernichtung von sechs Millionen Juden – zu umgehen.“115 Mit dieser Aussage bekennt sich Günter Grass zum zentralen Gegenstand seiner Literatur; die NS-Vergangenheit. Dass diese Beschäftigung die Grenzen seiner schriftstellerischen Arbeit bei Weitem überschreitet, wurde ansatzweise in den Abschnitten 2 und 3 dargelegt. Aufschluss über sein Verhältnis zum Nationalsozialismus kann demzufolge ausschließlich eine Analyse der Person Grass, seines Selbstverständnisses als Schriftsteller und Bürger Deutschlands sowie seiner Biografie geben.

Als Schriftsteller immer auch Zeitgenosse lautet eine Rede des Autors aus dem Jahr 1986, in der er seine Arbeit als „von zeitgeschichtlichen Belastungen und politischer Dreinrede“116 geprägt beschreibt: „Ein Schriftsteller […] ist jemand, der gegen die verstreichende Zeit schreibt.“ (XVI, 257) Die zentralen Anliegen von Grass’ „Konzept der Zeitgenossenschaft“117 sind das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sowie das frühzeitige Aufzeigen negativer Strukturen und Entwicklungen in der Gegenwart, die aus Vergangenem resultieren und deren Wiederholungen zu vermeiden sind.118 Thematisch befassen sich seine Werke mit dem Verlauf von „deutscher Vergangenheit und ihrer Folgelast“119.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der NS-Vergangenheit im Werk von Günter Grass und Einordnung in den Historikerstreit.

2. Stand der Grass-Forschung: Überblick über existierende Forschungsarbeiten zum Verhältnis von Günter Grass zum Nationalsozialismus und zu seinen Werken.

3. Vorbemerkung zur Auswahl der Grass-Texte: Erläuterung der Auswahl an Primärtexten und politischen Reden, die als Grundlage für die Analyse dienen.

4. „Schreiben gegen das Vergessen“: Analyse des Konzepts der Zeitgenossenschaft und der Motivation von Grass, sich literarisch mit der NS-Zeit zu befassen.

5. Das ‘Dritte Reich’ und die Deutschen: Eckpunkte in Grass’ Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit: Detaillierte Untersuchung der Schuldproblematik, des Mitläufertums sowie der politischen Folgen wie das Streben nach Einheit und Rechtsradikalismus.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Erinnerungskultur ohne Zeitzeugen.

Schlüsselwörter

Günter Grass, NS-Vergangenheit, Nationalsozialismus, Schuldverdrängung, deutsche Identität, Zeitgenossenschaft, Historikerstreit, Mitläufertum, Rechtsextremismus, Vergangenheitsbewältigung, Danziger Trilogie, Holocaust, deutscher Idealismus, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit primär?

Die Arbeit analysiert die fortwährende literarische und politische Auseinandersetzung des Schriftstellers Günter Grass mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Schuld und Schuldverdrängung, das Verhältnis der Deutschen zur eigenen Geschichte, die Identitätskonstruktion sowie die Gefahr des Rechtsradikalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Motive aufzudecken, die Günter Grass dazu veranlassen, die NS-Vergangenheit in seinen Werken ständig zu „vergegenwärtigen“, anstatt sie als abgeschlossen zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer motivorientierten Literatur- und Diskursanalyse unter Einbeziehung von Essays, Reden und zentralen Werken (wie der Danziger Trilogie und Im Krebsgang) von Günter Grass.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der „Unfähigkeit der Deutschen zur Auseinandersetzung“ (einschließlich Schuldverdrängung und Mitläufertum) sowie das „Nachwirken der Vergangenheit“ in Form von Einheitsstreben und Rechtsradikalismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Vergangenheitsbewältigung“, „Schuldverdrängung“, „Zeitgenossenschaft“, „Identitätslosigkeit“ und das Konzept der „Stunde Null“.

Wie bewertet Grass die deutsche Wiedervereinigung?

Grass steht der schnellen Vereinnahmung der DDR durch die BRD kritisch gegenüber und warnt vor einem Einheitsstaat, der erneut auf den alten, problematischen Strukturen deutscher Machtansprüche fußen könnte.

Was bedeutet „Oskarnismus“ im Werk von Grass?

„Oskarnismus“ beschreibt die Fähigkeit der Figur Oskar Matzerath, durch das Trommeln verdrängte Erinnerungen an das NS-Verbrechen in das Bewusstsein der Menschen zurückzuholen und somit eine Art therapeutische Wirkung zu erzielen.

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Vergangenheit, die nicht vergehen will" - Günter Grass und das 'Dritte Reich'
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Master-Abschlussmodul
Note
1,3
Autor
M.A. Lisa Sofie Mros (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
98
Katalognummer
V168808
ISBN (eBook)
9783640869145
ISBN (Buch)
9783640869664
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Günter Grass Nationalsozialismus Vergangenheitsbewältigung Historikerstreit Walser-Bubis-Debatte Adorno Martin Walser Ernst Nolte Mitläuferschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Lisa Sofie Mros (Autor:in), 2010, "Vergangenheit, die nicht vergehen will" - Günter Grass und das 'Dritte Reich', München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168808
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Leseprobe aus  98  Seiten
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