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Auswirkungen der Brandrodung tropischer Wälder auf das globale Klima am Beispiel des Kongobeckens in Afrika

Titel: Auswirkungen der Brandrodung tropischer Wälder auf das globale Klima am Beispiel des Kongobeckens in Afrika

Studienarbeit , 2001 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Oliver Thaßler (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die in der Atmosphäre vorhandenen Stoffe wie Methan, Kohlendioxid, Stickstoffoxide, Ozon und Nicht- Methan - Kohlenwasserstoffe sind neben Wasserstoff jene Spurengase, die teilweise direkt auf das Klima einwirken oder durch chemische Reaktionen in der Atmosphäre in sekundäre Produkte umgewandelt werden, die klimarelevant sind. Die Konzentration dieser Gase bedingt den für das Klima der Erde wichtigen Treibhauseffekt. „Dieser natürliche Treibhauseffekt ist die Ursache dafür, dass die auf der Erde beobachtete Durchschnitts-temperatur gegenwärtig 15 °C beträgt. Er ermöglicht erst das Leben in der Form wie es auf der Erde existiert (ENQUETE- KOMMISSION 1990)."

Bei der Brandrodung tropischer Wälder werden große Mengen dieser Gase emittiert und steigern durch deren erhöhte Konzentration in der Atmosphäre den Treibhauseffekt (zusätzlicher Treibhauseffekt), bei dem die von der Erdoberfläche abgestrahlte, langwellige Wärme-strahlung noch stärker als vor der Industrialisierung beim Austritt in den Weltraum gehindert wird.

Diese Studienarbeit behandelt die besonderen, naturräumlichen Bedingungen des Kongobeckens und verdeutlicht anhand der Ursachen für Brandrodung die besondere Brisanz dieser Landnutzung für den globalen Klimahaushalt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Brandrodung als Teilursache eines Klimawandels

2. Globale Konsequenzen der Tropenwaldvernichtung

3. Ursachen und Verursacher der Regenwaldvernichtung durch Brandrodung

4. Lösungsmöglichkeiten zum Schutz der Regenwälder des Kongobeckens

5.Einschätzung der Entwicklung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die klimatischen Auswirkungen der Brandrodung tropischer Wälder mit einem besonderen Fokus auf das Kongobecken in Afrika. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen der Waldvernichtung, den resultierenden Treibhausgasemissionen und deren Beitrag zum globalen Klimawandel analysiert sowie Strategien zum Schutz der betroffenen Ökosysteme diskutiert.

  • Zusammenhang zwischen Brandrodung und Treibhauseffekt
  • Regionale Bedeutung des Kongobeckens als „Tropenwaldmassiv“
  • Ursachenanalyse der Waldvernichtung (agroindustrielle vs. subsistenzwirtschaftliche Nutzung)
  • Lösungsansätze für einen nachhaltigen Schutz der Regenwälder
  • Notwendigkeit politischer und sozioökonomischer Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

1. Brandrodung als Teilursache eines Klimawandels

Die in der Atmosphäre vorhandenen Stoffe wie Methan, Kohlendioxid, Stickstoffoxide, Ozon und Nicht- Methan - Kohlenwasserstoffe sind neben Wasserstoff jene Spurengase, die teilweise direkt auf das Klima einwirken oder durch chemische Reaktionen in der Atmosphäre in sekundäre Produkte umgewandelt werden, die klimarelevant sind. Die Konzentration dieser Gase bedingt den für das Klima der Erde wichtigen Treibhauseffekt. „Dieser natürliche Treibhauseffekt ist die Ursache dafür, dass die auf der Erde beobachtete Durchschnittstemperatur gegenwärtig 15 °C beträgt. Er ermöglicht erst das Leben in der Form wie es auf der Erde existiert (ENQUETE- KOMMISSION 1990)."

Bei der Brandrodung tropischer Wälder werden große Mengen dieser Gase emittiert und steigern durch deren erhöhte Konzentration in der Atmosphäre den Treibhauseffekt (zusätzlicher Treibhauseffekt), bei dem die von der Erdoberfläche abgestrahlte, langwellige Wärmestrahlung noch stärker als vor der Industrialisierung beim Austritt in den Weltraum gehindert wird. Es resultierte daraus eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur in Bodennähe in den vergangenen 100 Jahren um 0,6 °C, wobei nach Klimamodellrechnungen die globale Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2030 um 3 °C steigen wird, wenn sich die Konzentration von Kohlendioxid gegenüber dem vorindustriellen Wert verdoppelt (ENQUETE KOMMISSION 1990). Die UNEP (1998) geht von einem Anstieg des Kohlendioxid von jetzt 360 parts per million by volume (ppmv) in der Atmosphäre auf 500 - 900 ppmv bis zum Jahr 2100 aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Brandrodung als Teilursache eines Klimawandels: Erläutert die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts und wie Brandrodung durch die Freisetzung klimarelevanter Gase zur globalen Erwärmung beiträgt.

2. Globale Konsequenzen der Tropenwaldvernichtung: Analysiert die ökologischen Folgen der Entwaldung, wie den Meeresspiegelanstieg, Wetterveränderungen und die Beeinflussung der globalen Wärmezirkulation durch das Kongobecken.

3. Ursachen und Verursacher der Regenwaldvernichtung durch Brandrodung: Identifiziert die vielfältigen Treiber der Entwaldung, darunter Wanderfeldbau, agroindustrielle Nutzung, Rohstoffabbau sowie politische und ökonomische Rahmenbedingungen.

4. Lösungsmöglichkeiten zum Schutz der Regenwälder des Kongobeckens: Stellt Strategien für eine nachhaltige Bewirtschaftung sowie Schutzkonzepte vor, die soziale Aspekte und die Interessen der lokalen Bevölkerung integrieren.

5.Einschätzung der Entwicklung: Reflektiert die globale Bedeutung des Kongobeckens und betont, dass effektiver Schutz nur durch eine Kombination aus finanzieller Unterstützung und politischem Willen gelingen kann.

Schlüsselwörter

Brandrodung, Kongobecken, Tropischer Regenwald, Klimawandel, Treibhauseffekt, Kohlendioxid, Methan, Entwaldung, Biodiversität, Nachhaltigkeit, Landnutzung, Klimaschutz, Waldschutz, Umweltproblematik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die klimatischen Auswirkungen der Brandrodung im Kongobecken und deren globale Konsequenzen für das Weltklima.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Emission von Treibhausgasen durch Waldverbrennung, den sozioökonomischen Ursachen der Vernichtung und den Ansätzen zum Schutz dieser vitalen Ökosysteme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Rolle des Kongobeckens im globalen Klimasystem aufzuzeigen und Strategien zu benennen, die eine weitere Zerstörung verhindern können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf Berichten internationaler Organisationen (wie UNEP, Enquete-Kommission) und wissenschaftlichen Atlanten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Klimawirkung, die Folgen der Waldvernichtung, die Untersuchung der Verursacher sowie die Diskussion möglicher Schutzmaßnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Kernbegriffe sind Brandrodung, Kongobecken, Klimawandel, Treibhauseffekt, Entwaldung und nachhaltige Bewirtschaftung.

Welche Rolle spielt die Tse-Tse Fliege bei der Waldnutzung?

Sie fungiert als natürlicher Schutzfaktor, da ihr Auftreten die Viehwirtschaft in bestimmten Gebieten des Kongobeckens begrenzt und somit den Druck auf den Wald reduziert.

Warum ist das Kongobecken eine „Wärmequelle“ für die Atmosphäre?

Durch aufsteigende feuchte Luftmassen (Walker-Kreislauf/Hadley-Zelle) trägt das Kongobecken zur Stabilisierung der globalen Zirkulationsprozesse bei, was besonders für die polaren Regionen wichtig ist.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkungen der Brandrodung tropischer Wälder auf das globale Klima am Beispiel des Kongobeckens in Afrika
Hochschule
Fachhochschule Eberswalde  (Fachgebiet Landschaftsnutzung und Naturschutz)
Note
1,3
Autor
Oliver Thaßler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
12
Katalognummer
V168795
ISBN (eBook)
9783640867394
ISBN (Buch)
9783640868230
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen brandrodung wälder klima beispiel kongobeckens afrika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Thaßler (Autor:in), 2001, Auswirkungen der Brandrodung tropischer Wälder auf das globale Klima am Beispiel des Kongobeckens in Afrika, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168795
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Leseprobe aus  12  Seiten
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