Im Rahmen dieser Ausarbeitung werden Optionen von Value Added Services (Mehrwertleistungen,VAS) in der Logistik beschrieben und nach ihrem Realisierungspotential für den Logistikdienstleister (LDL) bewertet.
Nachdem im ersten Kapitel das Ziel genau definiert und der Aufbau geklärt wird, werden grundlegende Begrifflichkeiten grob erklärt und auf weiterführende Literatur zu den einzelnen Teilbegriffen hingewiesen.
Das zweite Kapitel stellt den aktuellen Stand der Thematik dar und beschreibt die Basis, auf der diese Arbeit aufbaut. Hierzu werden wichtige Quellen herangezogen, in denen dieser Themenbereich bereits durchleuchtet wurde. Es wird eine Typologie der logistischen Mehrwertleistungen vorgenommen.
Anschließend wird im dritten Kapitel die Methodik beschrieben, die hier Anwendung findet. Mit Hilfe von Chancen- und Risikoanalysen werden einzelne Optionen, die zu den Mehrwertdiensten zählen, bewertet.
Im vierten Kapitel werden ausgewählte VAS-Optionen, die in der Logistik vorkommen, unter Zuhilfenahme der in Kapitel drei beschriebenen Methode analysiert. Aus den in Kapitel zwei beschriebenen Unterbereichen werden jeweils Optionen ausgewählt und nach ihrem Realisierungspotential untersucht.
Danach wird in Kapitel fünf das Untersuchungsergebnis präsentiert und eine Rangfolge aufgestellt. Zudem wird das Resultat kritisch gewürdigt und auf Besonderheiten hingewiesen. Anschließend wird eine kurze Schlussfolgerung gezogen.
Gegen Ende der Projektarbeit werden in Kapitel sechs das Ziel, die Durchführung und das Ergebnis allgemein zusammengefasst. Das letzte Kapitel gibt Auskunft über Quellen und zusätzliches Material.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Projektarbeit
1.3 Begrifflichkeiten
1.3.1 Logistik
1.3.2 Logistik-Outsourcing
1.3.3 Kontraktlogistik
1.3.4 Value Added Services (Mehrwertleistungen)
2 Grundlagen
2.1 Materialfluss
2.2 Informationsfluss
2.3 Finanz- und Rechtefluss
3 Untersuchungsmethodik
3.1 Chancen der VAS-Optionen
3.2 Risiken der VAS-Optionen
4 Analyse der Optionen von VAS
4.1 VAS-Optionen des Materialflusses
4.1.1 Just-in-Time
4.1.2 Behältermanagement
4.1.3 Postponement
4.1.4 Reparaturen
4.2 VAS-Optionen des Informationsflusses
4.2.1 Bedarfsplanung
4.2.2 Supply Chain Event Management
4.2.3 Auftragsmanagement
4.2.4 Logistiknetzwerk-Design
4.3 VAS-Optionen des Finanz- und Rechteflusses
4.3.1 Bestandsfinanzierung
5 Untersuchungsergebnis
5.1 Besonderheiten
5.2 Kritische Würdigung des Ergebnis
5.3 Schlussfolgerung
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Realisierungspotential verschiedener Value Added Services (VAS) für Logistikdienstleister durch eine systematische Chancen- und Risikoanalyse zu bewerten, um als Entscheidungshilfe für die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios zu dienen.
- Grundlagen der Logistik, des Outsourcings und der Kontraktlogistik
- Klassifizierung logistischer Mehrwertleistungen in Material-, Informations-, Finanz- und Rechteflüsse
- Methodik zur Bewertung von Chancen (Ertrag, Kundenbindung, Skaleneffekte, Positionierung)
- Analyse spezifischer VAS-Optionen (z.B. Just-in-Time, SCEM, Behältermanagement)
- Bewertung und kritische Würdigung des Potenzials für Logistikdienstleister
Auszug aus dem Buch
1.3.4 Value Added Services (Mehrwertleistungen)
Die einzelnen Optionen, die in dieser Projektarbeit in Betracht gezogen werden, sind den VAS zugeordnet. Jan Frohn legt in seiner Dissertation über Mehrwertleistungen in der Kontraktlogistik (2006, S. 38 f.) eine umfangreiche Definition für Value Added Services bzw. (logistische) Mehrwertleistungen fest: „Logistische Mehrwertleistungen sind über Basisleistungen in den Bereichen Transport, Umschlag und Lagerhaltung (TUL) hinausgehende auf Mandanten oder Segmente zugeschnittene logistische Aufgaben, deren externe Erbringung durch spezialisierte Dienstleister eine Netto-Wertsteigerung im Vergleich zu internen Erbringung durch den Mandanten schafft. Durch eine zweckmäßige Zuordnung von Design-, Planungs-, Monitoring- und Fulfillmentaufgaben im Logistiknetzwerk können Material-, Informations-, Finanz- und Rechteflüsse verbessert werden.“ Hier wird Mehrwert als die Wertdifferenz zwischen zwei Stufen im Wertschöpfungsprozess verstanden.
Wie in der Definition deutlich wird, spielen bei Mehrwertdienstleistungen zwei wesentliche Akteure eine Rolle. Zum einen der Kunde bzw. Mandant, der die Mehrwertdienste in Anspruch nimmt und zum anderen der Logistikdienstleister, der die VAS-Optionen im Rahmen seines Portfolios anbietet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, den Aufbau und die zentralen Begrifflichkeiten wie Logistik und Mehrwertdienste.
2 Grundlagen: Beschreibt die theoretische Basis und typisiert logistische Mehrwertleistungen entlang der Material-, Informations-, Finanz- und Rechteflüsse.
3 Untersuchungsmethodik: Erläutert den theoretischen Bewertungsansatz mittels Chancen- und Risikoanalysen anhand einer numerischen Skalierung.
4 Analyse der Optionen von VAS: Untersucht ausgewählte VAS-Optionen detailliert auf ihr Realisierungspotenzial für Logistikdienstleister.
5 Untersuchungsergebnis: Präsentiert die Analyseergebnisse, würdigt die Methodik kritisch und zieht eine Schlussfolgerung.
6 Zusammenfassung: Fasst die gesamte Arbeit, das methodische Vorgehen und die wesentlichen Erkenntnisse über das Potenzial der VAS zusammen.
Schlüsselwörter
Logistikdienstleister, Value Added Services, Kontraktlogistik, Outsourcing, Materialfluss, Informationsfluss, Finanzfluss, Chancenanalyse, Risikoanalyse, Just-in-Time, Behältermanagement, Postponement, Bedarfsplanung, Supply Chain Event Management, Auftragsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung von Mehrwertleistungen (Value Added Services) in der Logistik und deren Potenzial für Logistikdienstleister.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt Bereiche wie Material- und Informationsfluss, Finanz- und Rechteflüsse sowie deren Optimierung durch spezialisierte Logistikdienstleistungen ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch Chancen- und Risikoanalysen zu ermitteln, welche VAS-Optionen ein hohes Umsetzungspotenzial für Logistikdienstleister bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine qualitative Analyse durchgeführt, bei der Chancen und Risiken einzelner Optionen auf einer Skala bewertet und zu einer Kennzahl für das Erfolgspotenzial aggregiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Optionen wie Just-in-Time, Behältermanagement, Postponement, Reparaturen, Bedarfsplanung, Supply Chain Event Management, Auftragsmanagement und Logistiknetzwerk-Design.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Logistikdienstleister, Value Added Services, Kontraktlogistik, Outsourcing und Supply Chain Management definiert.
Warum ist das SCEM eine bedeutende VAS-Option?
Weil es eine unternehmensübergreifende Überwachung der Supply Chain ermöglicht und somit hohe Potenziale in der Nutzenrealisierung und Kundenbindung bietet.
Welche Rolle spielt die Bestandsfinanzierung in der Arbeit?
Sie wird als relevante Option im Finanz- und Rechtefluss analysiert, um die Liquidität des Mandanten durch innovative Finanzierungsmodelle zu verbessern.
Warum schneiden die untersuchten Reparaturdienste eher schwach ab?
Da die Reparaturen oft stark an mandantenspezifisches Fachwissen gekoppelt sind und eine geringe Kundenbindung sowie hohe Risiken aufweisen.
Welches Fazit zieht der Autor für Logistikdienstleister?
Alle untersuchten Optionen stellen gute Diversifizierungsmöglichkeiten dar, wobei besonders die Informationsfluss-Optionen hohe Erfolgspotenziale bieten.
- Arbeit zitieren
- Andreas Möhnen (Autor:in), 2011, Optionen von VAS in der Logistik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168788