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Schizophrenie - Eine Gegenüberstellung der offiziellen Klassifikation und der subjektiven Wahrnehmung der Krankheit

Title: Schizophrenie - Eine Gegenüberstellung der offiziellen Klassifikation und der subjektiven Wahrnehmung der Krankheit

Term Paper , 2010 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alice Herwig (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention

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Summary Excerpt Details

Die Schizophrenie ist eine Krankheit, bei der die professionelle Klassifizierung mit ihrer reinen Beschreibung von Symptomen und Ursachen das persönliche Erleben der Betroffenen an vielen Stellen nicht ausreichend wiedergibt oder sogar einen falschen Eindruck davon vermitteln kann. Um aber mit Schizophreniepatienten auf einer möglichst vertrauensvollen Ebene arbeiten zu können, sollte man in der Lage sein, Verständnis für ihre Krankheit und die damit verbundenen Denkweisen aufzubringen und auszudrücken.
Inhalt dieser Arbeit ist die Gegenüberstellung der wissenschaftlichen und der subjektiven Sicht auf das Krankheitsbild der Schizophrenie.

Wenn ein Träumender in seinem wachen Leben so handelte und dächte, wie in seinen Träumen, dann wäre er schizophren. (Carl G. Jung)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ursachen und Pathogenese

2.1 Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell

2.2 Die Theorie der angeborenen genetischen Stoffwechselstörung

2.3 Störung des dopaminergen Systems

3 Klassifikation und Krankheitsbild

3.1 Offizielle Kriterien und Symptome

3.2 Beobachten und Verstehen der Symptome

3.3 Die subjektive Wahrnehmung während einer schizophrenen Psychose

4 Behandlung

4.1 Neuroleptika

4.2 Psychotherapie

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine Brücke zwischen der wissenschaftlich-klinischen Sichtweise auf die Schizophrenie und dem subjektiven Erleben der Betroffenen zu schlagen, um ein tieferes Verständnis für die menschliche Komponente hinter den Symptomen zu fördern.

  • Multifaktorielle Genese und Ursachenmodelle der Schizophrenie
  • Differenzierung zwischen Positiv- und Negativsymptomatik
  • Die hermeneutische Betrachtung scheinbar irrationaler Denkmuster
  • Das subjektive Erleben von Wahn und Isolation
  • Kombination von neuroleptischer Therapie und psychotherapeutischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3.3 Die subjektive Wahrnehmung während einer schizophrenen Psychose

Wie erlebt ein Mensch, der an einer schizophrenen Psychose leidet, den Beginn und den Verlauf? Man kann versuchen, sich in die Situation eines solchen Menschen hinein zu versetzen. Man hat das Gefühl, etwas Fremdes, Bedrohliches oder Außergewöhnliches läge in der Luft. Nichts geschieht mehr zufällig, jedes kleine Ereignis, jeder Blick eines anderen Menschen, hat etwas ganz Bestimmtes zu bedeuten. Vielleicht ist man ein Auserwählter Gottes oder der Menschen. Man hat das Gefühl, von einer Person oder vielleicht auch einer Gruppe verfolgt zu werden. Auch die Nachrichten im Radio oder Fernsehen sind nur für einen selbst gemacht und übermitteln geheime Botschaften, die eigenen Gedanken liegen scheinbar für Außenstehende offen. Man hat das Gefühl, von Sendern „angepeilt“ oder mit Wanzen abgehört zu werden, deshalb sucht man seine Wohnung gründlich nach solchen ab. Fremdartige Stimmen unterhalten sich über einen oder geben Befehle. Man fühlt sich bedroht. Aus Angst vor Verfolgern verlässt man seine Wohnung nicht mehr. Mit Freunden und Verwandten kann man nicht darüber sprechen, weil die Stimmen dies verbieten, außerdem hielten einen dann alle für verrückt (Hahlweg & Dose, 2005).

Lori Schiller (1996) berichtet in ihrem Buch von ihrer eigenen Erkrankung und beschreibt die Symptome und ihre Empfindungen sehr eindrucksvoll. Der Krankheitsbeginn zeigt sich durch eine allmähliche Stimmungsänderung. Negative Gedanken vermehren sich und es manifestiert sich ein negatives Selbstbild. Recht schnell kommen Stimmen dazu, die sich über Lori lustig machen und ihr negatives Selbstbild vorantreiben. Sie glaubt sich an schlimme Taten zu erinnern, die sie aber in Wirklichkeit nie begangen hat. Bald beginnt eine Paranoia, Lori geht nicht mehr ans Telefon und glaubt, dass die Nachrichtensprecher im Fernsehen geheime Botschaften und wichtige Aufgaben für sie haben und mit dieser Verantwortung kann Lori nicht umgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Arbeit stellt die medizinisch-wissenschaftliche Klassifikation der Schizophrenie dem subjektiven Erleben der Patienten gegenüber.

2 Ursachen und Pathogenese: Es werden verschiedene biologische und genetische Erklärungsansätze, wie das Vulnerabilitäts-Stress-Modell und dopaminerge Störungen, untersucht.

3 Klassifikation und Krankheitsbild: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Diagnosekriterien und setzt diese in den Kontext der subjektiven, oft als irrational wahrgenommenen Lebenswelt von Betroffenen.

4 Behandlung: Hier wird der Nutzen von Neuroleptika zur Symptomlinderung der Kombination mit psychotherapeutischen Interventionen zur Stärkung der sozialen Kompetenz gegenübergestellt.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Empathie und ein besseres Verständnis für das Patientenleben essenzielle Bestandteile eines erfolgreichen therapeutischen Prozesses sind.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Dopamin, Neuroleptika, Psychotherapie, Wahn, Halluzinationen, Positivsymptomatik, Negativsymptomatik, Krankheitsverständnis, Compliance, ICD-10, Patientenperspektive, Psychose, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erkrankung Schizophrenie und vergleicht die objektiven medizinischen Klassifikationssysteme mit der subjektiven Realität und Wahrnehmung der Betroffenen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Ursachenforschung (Genetik/Biochemie), die klinische Symptomatik nach ICD-10 sowie moderne Behandlungsansätze durch medikamentöse und psychotherapeutische Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine reine Symptombeschreibung nicht ausreicht, um Patienten zu verstehen, und dass ein empathischer Zugang für eine gelungene Behandlung unabdingbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu Ursachen und Therapie zusammenzuführen und ergänzt diese durch Fallbeispiele, insbesondere von Lori Schiller.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biologische Pathogenese, die klinische Symptomlehre sowie die praktische Umsetzung der Behandlung von der Pharmakotherapie bis hin zu kognitiv-verhaltenstherapeutischen Kurzinterventionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Schizophrenie, Dopaminhypothese, Wahnphänomene, Patientencompliance, neuroleptische Behandlung und das subjektive Krankheitserleben.

Warum ist laut der Arbeit die Außenperspektive auf Patienten oft problematisch?

Da Symptome aus der Sicht Außenstehender oft als irrational oder unlogisch wahrgenommen werden, kann dies zu einer bevormundenden Haltung führen, die das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient gefährdet.

Welche Rolle spielt die Compliance im Therapieprozess?

Die Compliance, also die Mitarbeit des Patienten, ist eng mit der gegenseitigen Akzeptanz und dem Verständnis des Personals für die subjektive Not des Patienten verbunden; mangelndes Verständnis kann zu Behandlungsboykott führen.

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Details

Title
Schizophrenie - Eine Gegenüberstellung der offiziellen Klassifikation und der subjektiven Wahrnehmung der Krankheit
College
University of Hildesheim  (Psychologie)
Course
Psychopathologie
Grade
1,7
Author
Alice Herwig (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V168481
ISBN (eBook)
9783640855506
ISBN (Book)
9783640855612
Language
German
Tags
Schizophrenie Psychopathologie Stimmen hören Psychose Paranoia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alice Herwig (Author), 2010, Schizophrenie - Eine Gegenüberstellung der offiziellen Klassifikation und der subjektiven Wahrnehmung der Krankheit , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168481
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