Krebsbedingte Müdigkeit (Cancer-related Fatigue, CRF) ist eine der häufigsten und belastendsten Nebenwirkungen einer Krebsdiagnose und -behandlung. CRF reduziert erheblich die Lebensqualität und verursacht hohe gesamtgesellschaftliche Kosten. Von Betroffenen, die sich aktuell in Therapie befinden, sind 30-89 % und bei Langzeitüberlebenden 24.4-42 % von CRF betroffen. Die Prävalenz bei Kindern und Jugendlichen liegt bei 10.9-73 %.
Studienergebnisse weisen darauf hin, dass gesunde Lebensstilfaktoren (LSF) das Auftreten und die Schwere von kurz- und langfristiger CRF reduzieren können. Die niedrigen Adhärenzen für gesunde LSF drücken aus, dass für alle Betroffene, unabhängig vom Alter, als Krebsüberlebender oder im akuten Krankheits- und Behandlungsverlauf, gesunde LSF eine Herausforderung bedeuten. In verschiedenen Kontexten wirkt sich Motivational Interviewing (MI) positiv auf Verhaltensänderungen, Veränderungsmotivation und Adhärenz aus.
Die hohen Prävalenzen von CRF und damit verbundene Folgen zeigen die Relevanz, Betroffene mit CRF für gesunde LSF zu motivieren, sowie bisherige Behandlungskonzepte zu verbessern. Wieweit MI hier unterstützend wirken kann, ist die Fragestellung dieser Hausarbeit.
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- Ursula Klang (Author), 2025, Einfluss von Motivational Interviewing auf gesunde Lebensstilfaktoren bei krebsbedingter Müdigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1684665