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Die Liebenden an Markes Hof

Analyse des Konflikts von Liebe und Gesellschaft in „Tristrant und Isalde“ Eilharts von Oberg

Titel: Die Liebenden an Markes Hof

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Rebecca Tille (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Eilharts von Oberg Tristan-Dichtung stellt sich die Frage, wie eine ausschließliche Liebe wie des Helden Tristrant zu Isalde, der rechtmäßigen Ehefrau Markes, innerhalb des Gefüges höfischer Verhaltensnormen und entgegen der sozialen Gesellschaftsordnung überhaupt funktionieren kann.
Thema der vorliegenden Hausarbeit soll es sein, den Konflikt von Liebe und höfischer Gesellschaft im Tristrant und Isalde Eilharts von Oberg eingehend zu untersuchen. Begonnen wird mit der Analyse des Verhältnisses von Liebe und Verrat. Isoliert betrachtet mag die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten ein harmonisches Bild aufweisen, doch mit der Geschichte sind ebenso unlösbar Betrug und Verrat verbunden. Die wohl moralisch verwerflichste Tat stellt Isaldes Mordanschlag auf ihre Dienerin und Vertraute, Brangene dar.
Des Weiteren gilt es die höfischen Normen und Ideale im Kontext der Liebe zu skizzieren. Im Roman wird häufig darauf aufmerksam gemacht, dass Tristrant und Isalde höfische Eigenschaften und Tugenden besonders herausragend repräsentieren. Doch was ist mit dem Ehebruch, der bereits in der Hochzeitsnacht begann? Erhebt der Autor die Ehebrecher und Verräter etwa zu Trägern gesellschaftlicher Ideale?
Monika Schausten behauptete, dass Tristrant und Isalde in ihrer eigenen, von ihrer Liebe bestimmten Welt leben. Sie stellte diese Welt der Liebenden der Welt des Hofes gegenüber. Ob diese beiden Welten sich gegenseitig durchdringen oder welche Konsequenzen sich aus einer möglichen wechselseitigen Wirkung ergeben könnten, soll im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit analysiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis von Liebe und Verrat

2.1. Der Mordanschlag auf Brangene

3. Höfische Normen und Ideale im Kontext der Liebe

3.1. Der Ehebruch innerhalb der höfischen Gesellschaft

4. Spannungen zwischen Liebe und Gesellschaft

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Konflikt zwischen der leidenschaftlichen Liebe der Protagonisten Tristrant und Isalde und den geltenden Normen und Idealen der höfischen Feudalgesellschaft in Eilharts von Oberg "Tristrant und Isalde". Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Raum, wie eine exklusive, die soziale Ordnung negierende Liebe innerhalb der Strukturen des mittelalterlichen Hofes überhaupt existieren kann und wie der Erzähler den damit einhergehenden Verrat legitimiert oder sanktioniert.

  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Minne und feudaler Treue
  • Die ethische und moralische Bewertung von Verrat und Ehebruch
  • Die Rolle von Ehre (êre) als handlungsweisendes Motiv
  • Untersuchung der Wahrnehmung der Liebenden am Markehof versus Artushof
  • Soziale Isolation und die "Zwei-Welten-Theorie" der Liebenden

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Mordanschlag auf Brangene

Das wohl schlimmste Vergehen der Liebenden betrifft Isaldes Vertraute, Brangene. Isalde kam nicht als Jungfrau in Markes Königreich und versuchte deshalb Brangene zu überreden, in der Hochzeitsnacht mit ihr den Platz zu tauschen, um ihre Ehre zu bewahren (Vgl.: v. 2845 ff.). Erst nach einem langen und lebhaften Dialog willigt Brangene ein. Doch Isalde scheint ihr gar keine andere Wahl zu lassen: „Brangenen sprach: ‚ich hilff úch uss der noᵛt, / doch hett ich ee lieber den toᵛd? / dann ich daß tät, / ob ich die kur het‘“ (v. 2911-2914). Um ihr eigenes Ansehen zu wahren, ist sie bereit die Ehre Brangenes zu opfern. Weiterhin besteht die Annahme, dass Brangene ihre aufgetragene Pflicht nicht allein aus Loyalität gegenüber ihrer Herrin erfüllt, sondern ebenso aus Schuld. Schließlich hat sie auf den Liebestrank nicht gut aufgepasst und sich somit an der Lage der Liebenden mitschuldig gemacht.

Tristrant schafft anschließend die letzte Voraussetzung für die geplante List, indem er Marke von dem angeblichen Landesbrauch, nach welchem in der Hochzeitsnacht kein Licht brennen darf, überzeugt. Marke vertraut auf Tristrants Rat und ernennt ihn sogar zum Kämmerer, der alles herrichten soll (Vgl.: v. 2930 ff.). Hiermit bietet sich ihm sogar die Möglichkeit Brangene heimlich ins königliche Schlafgemach zu bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Tristan-Dichtung ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Vereinbarkeit von leidenschaftlicher Liebe und den sozialen Normen der Feudalgesellschaft.

2. Das Verhältnis von Liebe und Verrat: Das Kapitel analysiert, wie Betrug und Verrat integrale Bestandteile der Liebesgeschichte werden und wie die Protagonisten ihr Handeln gegenüber ihrem Umfeld rechtfertigen.

2.1. Der Mordanschlag auf Brangene: Hier wird das moralisch verwerflichste Handeln Isaldes beleuchtet, die bereit ist, ihre Vertraute zu opfern, um ihre eigene höfische Ehre zu wahren.

3. Höfische Normen und Ideale im Kontext der Liebe: Dieser Abschnitt untersucht, warum Tristrant und Isalde trotz ihres Ehebruchs im Text als Repräsentanten höfischer Tugenden geschildert werden.

3.1. Der Ehebruch innerhalb der höfischen Gesellschaft: Es wird dargelegt, wie unterschiedlich der Ehebruch am Markehof (als existenzielle Bedrohung) und am Artushof (als ritterliche Leistung) bewertet wird.

4. Spannungen zwischen Liebe und Gesellschaft: Das Kapitel erörtert die "Zwei-Welten-Theorie" und zeigt auf, wie die Liebenden sukzessive aus der höfischen Gesellschaft in eine asoziale Existenzform gedrängt werden.

5. Schluss: Die Zusammenfassung resümiert, dass der Erzähler die schändliche Liebe durch die Abwertung der höfischen Gegner positiv zu legitimieren versucht, während die Liebenden letztlich an ihrem Konflikt mit der Gesellschaft scheitern.

Schlüsselwörter

Tristrant und Isalde, Eilhart von Oberg, höfische Gesellschaft, Minne, Verrat, Ehebruch, Feudalgesellschaft, Ehre, Konfliktbewältigung, Liebestrank, Heldenstatus, soziale Isolation, höfische Ideale, Mittelalter, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert den Konflikt zwischen der leidenschaftlichen Liebe der Protagonisten Tristrant und Isalde und den gesellschaftlichen Normen der höfischen Welt in Eilharts Roman.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Liebe und Verrat, die Rolle der höfischen Ehre, die Rechtfertigung sündhaften Handelns und die unterschiedliche Wahrnehmung der Liebenden an verschiedenen Höfen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie die exklusive Liebe zwischen den Liebenden innerhalb des starren Gefüges höfischer Verhaltensnormen und entgegen der sozialen Ordnung überhaupt funktionieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf Basis von Primärliteratur und einschlägiger Forschungsliteratur (wie etwa der von Monika Schausten) durchgeführt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Betrugs- und Verratsmotiven, die Analyse höfischer Normen, das ethische Versagen der Liebenden (speziell gegenüber Brangene) und die daraus resultierende gesellschaftliche Isolation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind: Tristan-Dichtung, höfische Gesellschaft, Verrat, Minne, soziale Ordnung, Ehre, Ehebruch und Konfliktbewältigung.

Warum erscheint der Ehebruch am Artushof in einem anderen Licht?

Am Artushof wird die Unterstützung des Paares als höfische Leistung gewertet, da die dortige Gesellschaftsstruktur das ritterliche Können Tristrants höher bewertet als die moralischen Implikationen seiner Affäre.

Welche Bedeutung kommt der Figur Brangene im Kontext der Analyse zu?

Der Mordanschlag auf Brangene dient als zentrales Beispiel für die Rücksichtslosigkeit der Liebenden, verdeutlicht jedoch auch die ritualisierte Sühne und Konfliktbewältigung im Eilhart-Roman.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Liebenden an Markes Hof
Untertitel
Analyse des Konflikts von Liebe und Gesellschaft in „Tristrant und Isalde“ Eilharts von Oberg
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für germanistische Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Eilhart von Oberg, ‘Tristrant und Isalde‘
Note
2,3
Autor
Rebecca Tille (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V168451
ISBN (eBook)
9783640854271
ISBN (Buch)
9783640854301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tristrant und Isalde Eilhart von Oberg höfische Gesellschaft Verrat Marke Liebe Gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rebecca Tille (Autor:in), 2011, Die Liebenden an Markes Hof, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168451
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Leseprobe aus  20  Seiten
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