Konflikte stehen einerseits für Fortschritt und konstruktive Veränderung, andererseits bedeuten sie Unannehmlichkeiten, Stress, Leistungsverlust und Zerstörung. Konflikte sind in unserer Gesellschaft überwiegend mit negativen Erfahrungen verbunden.
Aber nicht nur in der Erwachsenenwelt kommt es zu Konflikten. Gerade in der Welt von Kindern und Jugendlichen sind in der heutigen Zeit vermehrt streitige Auseinandersetzungen festzustellen.
Aus diese Grunde beschäftigt sich diese Arbeit zunächst mit der Frage, was einen Konflikt im Allgemein auszeichnet und welche Ursachen ihm zugrunde liegen können, um dann im Weiteren auf die Probleme von Konflikten in der Schule einzugehen. Im Zusammenhang
mit der Frage, wie mit Konflikten in der Schule umgegangen wird werde
ich abschließend in einer kurzen Ausführung die Mediation als Konfliktlösungsmöglichkeit vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition Konflikt
2.1 Eskalationsstufen
2.2 Konfliktursachen
3 Konflikte in der Schule
3.1 Konfliktentstehung in der Schule
3.2 Erscheinungsformen und Häufigkeit
3.3 Konfliktparteien
3.4 Seelische Faktoren in sozialen Konflikte
4 Mediation in der Schule
4.1 Peer-Mediation
4.2 Ablauf einer Mediation
5 Konflikt als Chance
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Konflikten im schulischen Umfeld, analysiert deren Ursachen und Erscheinungsformen und evaluiert die Mediation als konstruktive Methode zur gewaltfreien Konfliktbewältigung.
- Grundlagen der Konfliktdefinition und Eskalationsmodelle
- Ursachen und Dynamiken von Konflikten an Schulen
- Statistische Auswertung zu Konflikthäufigkeiten und -arten
- Die Rolle von Mediation und Peer-Mediation im Schulalltag
- Konflikte als Chance zur persönlichen und sozialen Entwicklung
Auszug aus dem Buch
4.2 Ablauf einer Mediation
Jamie Walker benennt in seinem Buch „Mediation in der Schule“ nach einem Vorlauf sechs Schritte zum Ablauf einer Mediation:
Bei dem Vorlauf handelt es sich um eine Art Vorbereitung. Es geht darum, die Konfliktparteien zunächst zu beruhigen und einen Termin für die Mediation zu vereinbaren.
Zu Beginn der Mediation ist es zunächst oberstes Gebot eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, eine passende Sitzordnung zu finden und vor allem Regeln für das Gespräch aufzustellen.
Im nächsten Schritt bekommt jede Partei die Möglichkeit den Konflikt aus seiner Perspektive zu erläutern, wo bei die andere Partei kommentarlos zuhören muss.
Wichtig hierbei ist die subjektive Wiedergabe der jeweiligen Konfliktparteien.
Für den dritten Schritt ist das bereits oben erwähnte Eisberg-Modell hinzuzuziehen. Denn um den Konflikt besser zu verstehen ist es unabdingbar, die unterhalb des sichtbaren Konflikts versteckten Gefühle sowie Meinungen und Ängste zur Sprache zu bringen.
Aufgabe des Mediators ist es in diesem Fall, die geäußerten Gefühle zu spiegeln und noch mal zu wiederholen, um sie zu verdeutlichen und der anderen Konfliktpartei verständlich zu machen.
Im folgenden Schritt geht es darum, dass die Parteien gemeinsam versuchen eine Lösung für den Konflikt zu finden. Dies kann beispielsweise durch aufschreiben aller möglichen Lösungsideen verwirklicht werden. Der Mediator hat die Aufgabe ein gewisses Gleichgewicht zwischen den Parteien zu wahren.
Ist eine Lösung gefunden, so wird diese im fünften Schritt fixiert (schriftlich oder mündlich).
Der sechste und letzte Schritt dient dazu zu überprüfen, ob die Mediation erfolgreich war. Hierfür wird ein Termin in absehbarer Zukunft vereinbart, um sich noch mal zu treffen und die Lösungen zu reflektieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Konflikte als Teil des Alltags ein und stellt die Notwendigkeit von Konfliktlösungskompetenzen in der Schule dar.
2 Definition Konflikt: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Konflikt theoretisch und beleuchtet verschiedene Eskalationsstufen sowie allgemeine Ursachen.
3 Konflikte in der Schule: Hier wird der Fokus auf die spezifische Entstehung, Erscheinungsformen und Beteiligten von Konflikten innerhalb der Institution Schule gelegt.
4 Mediation in der Schule: Dieses Kapitel stellt das Verfahren der Mediation sowie spezielle Ansätze wie die Peer-Mediation vor und erläutert den methodischen Ablauf.
5 Konflikt als Chance: Hier wird dargelegt, inwiefern die konstruktive Bewältigung von Konflikten zur persönlichen Entwicklung und zum Erwerb sozialer Kompetenzen bei Jugendlichen beiträgt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der gewaltfreien Konfliktlösung zusammen und betont, dass konstruktiver Umgang mit Konflikten eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunft ist.
Schlüsselwörter
Konflikte, Schule, Mediation, Peer-Mediation, Eskalationsstufen, Konfliktbewältigung, Sozialkompetenz, Erziehung, Konfliktparteien, Eisberg-Modell, Gewaltprävention, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entstehung, Dynamik und Bewältigung von Konflikten im schulischen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Konflikten, deren Ursachen, die Spezifika des schulischen Raums sowie das Mediationsverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konflikte im schulischen Alltag gewaltfrei durch Mediation gelöst und sogar als Chance zur Entwicklung genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und der Analyse von Konfliktmodellen, ergänzt durch die Auswertung einer empirischen Befragung zur Häufigkeit von Konflikten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition, die Untersuchung schulischer Besonderheiten bei der Konfliktentstehung und die detaillierte Darstellung des Meditationsprozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Konfliktbewältigung, Schule, Mediation, Peer-Mediation, Kommunikation und soziale Kompetenz.
Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten Eisberg-Modell?
Es beschreibt, dass ein Konflikt meist nur an der Oberfläche sichtbar ist, während die tieferliegenden Ursachen wie Gefühle, Interessen und Werte oft verborgen bleiben und durch Mediation offengelegt werden müssen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Konfliktparteien so wichtig?
Die Identifikation der Beteiligten – etwa zwischen Schülern untereinander oder Schülern und Lehrern – ist essenziell, um die Machtverhältnisse und die spezifische Ebene des Konflikts für eine erfolgreiche Mediation richtig einzuschätzen.
- Arbeit zitieren
- Steffen Weber (Autor:in), 2008, Konflikte in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168413