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Die Spiritualenbewegung im Franziskanerorden bis zum Konzil von Vienne

Title: Die Spiritualenbewegung im Franziskanerorden bis zum Konzil von Vienne

Term Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M. A. Bettina Henningsen (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Das ursprüngliche Charakteristikum des Franziskanerordens ist die absolute Armut, wie sie Franz von Assisi in seinem Testament „Exivi de saeculo“ festhielt, demnach identisch mit der von Christus den Aposteln vorgeschriebenen Armut. Doch was bedeutet "absolute Armut"? Diese Frage wurde zum Kernpunkt einer der größten Glaubensauseinandersetzungen inner- und außerhalb der Kirche des Mittelalters, in deren Verlauf die radikalen Armutsanhänger des Franziskanerordens exkommuniziert und als Ketzer verfolgt wurden.

Doch wie kam es zu den Verfolgungen der so genannten Spiritualen? Um diese Fragen zu klären, bedarf es einer genaueren Untersuchung der innerparteilichen Kämpfe im Franziskanerorden, welche in den folgenden Kapiteln erörtert werden. Des weiteren geht es um die Charakterisierung von Kommunität und der auf der andern Seite stehenden Spiritualenbewegung. Von Bedeutung hierbei sind insbesondere die Perönlichkeiten, die maßgebend die Spiritualen beeinflußten und gründeten, vor allem im Hinblick auf den Armutsstreit, der nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des Franziskanerordens zum Thema wurde. Zum anderen wird der Versuch unternommen, anhand der Entwicklung der Spiritualenverfolgung während des 13. Jahrhunderts herauszufinden, ob und inwiefern die franziskanischen Spiritualen und ihr Festhalten am Armutsideal zu einer Reformbewegung inner- und außerhalb des Ordens beitrugen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Petrus Johannes Olivi und der „usus pauper“

3. Spiritualistische Gruppierungen in Frankreich und Italien

4. Raymund Gaufridi und die Reformpartei

5. Der Kampf gegen die Spiritualen unter Papst Bonifaz VIII.

6. Das Vienner Konzil

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Verfolgung der Spiritualenbewegung innerhalb des Franziskanerordens im 13. Jahrhundert bis hin zum Konzil von Vienne. Dabei wird analysiert, inwiefern das Festhalten am ursprünglichen Armutsideal des heiligen Franz von Assisi in Konflikt mit den organisatorischen und rechtlichen Anpassungen des wachsenden Ordens geriet und welche Rolle Persönlichkeiten wie Petrus Johannes Olivi in diesen innerkirchlichen Auseinandersetzungen spielten.

  • Das Armutsideal und der "usus pauper"
  • Die Spaltung des Franziskanerordens in Spiritualen und Kommunität
  • Die kirchenpolitische Rolle des Papsttums, insbesondere Bonifaz VIII.
  • Der Einfluss joachimistischer Zukunftserwartungen auf die Reformbewegungen
  • Die rechtlichen und organisatorischen Veränderungen im Orden

Auszug aus dem Buch

2. Johannes Petrus Olivi und der „usus pauper“

Die Frage nach dem Armutsideal beschränkte sich keineswegs auf Franziskus und seine Anhänger. Johannes Petrus Olivi machte später auf Mißstände innerhalb des Ordens aufmerksam. Der aus Serignon in der Laguedoc stammende Olivi trat bereits mit 12 Jahren in den Franziskanerorden ein, erhielt in den Jahren 1261-1270 eine wissenschaftliche Ausbildung in Paris. Der Generalminister des Ordens, Hieronymus von Ascoli, ließ einige seiner provokanten Schriften verbrennen und auch Jahre später beim Vienner Konzil sollten vier seiner Questionen verbrannt werden. Olivis Lehre vom „usus pauper“ wandte sich „gegen die bequeme Auffassung, daß die vorbildliche evangelische Armut des Ordens gewissermaßen dadurch gewährleistet sei, daß das Papsttum das Eigentumsrecht an allen Mobilien und Immobilien der Minoriten übernommen hatte“.

Die Bulle „ Ordinem vestrum“ von Papst Innozenz IV. aus dem Jahre 1245 besagt, daß alles bewegliche und unbewegliche Gut der Franziskaner in das Eigentum des apostolischen Stuhles überging. Auch übernahm nun der so genannte Nunctius die Verwaltung dieser Güter.

Diese Entwicklung trug dazu bei, daß sich der Franziskanerorden zunehmend den anderen Orden annäherte. Der Vorwurf der strengen Franziskanerpartei war, daß diese scheinbare Armut jediglich juristische Fiktion wäre und somit dem Ideal einer reinen Armut nicht entspräche. Olivi jedoch forderte die wörtliche Regelbeobachtung und gestand minderen Brüdern nur den usus pauper zu, d. h. der Besitz von Gütern sollte sich nur auf das Notwendige beschränken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet das ursprüngliche Armutsideal des Franziskanerordens und zeigt auf, wie der Zuwachs und die notwendige Organisation des Ordens zu internen Spannungen führten.

2. Petrus Johannes Olivi und der „usus pauper“: Das Kapitel behandelt die Rolle Olivis als Kritiker der Ordensentwicklung und definiert seinen zentralen Begriff des „usus pauper“ im Kontext der joachimistischen Geschichtstheologie.

3. Spiritualistische Gruppierungen in Frankreich und Italien: Hier wird die Entstehung der verschiedenen spirituellen Gruppierungen und deren radikale Haltung gegenüber der offiziellen Ordensführung beschrieben.

4. Raymund Gaufridi und die Reformpartei: Dieses Kapitel analysiert die Wahl und Amtszeit von Raymund Gaufridi, der als Vermittler zwischen den Spiritualen und der Ordensführung agierte.

5. Der Kampf gegen die Spiritualen unter Papst Bonifaz VIII.: Es wird der politische und rechtliche Konflikt zwischen den Spiritualen und dem Papsttum unter Bonifaz VIII. nach dem Rücktritt Cölestins V. dargestellt.

6. Das Vienner Konzil: Dieses Kapitel erörtert die Rolle des Konzils bei der Auseinandersetzung mit der Spiritualenbewegung und der allgemeinen Reform der Kirche.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse zur Entstehung der Bewegung und den weitreichenden kirchenpolitischen Folgen der Armutsstreitigkeiten.

Schlüsselwörter

Franziskanerorden, Spiritualen, Armutsstreit, Petrus Johannes Olivi, usus pauper, Franz von Assisi, Papst Bonifaz VIII., Kommunität, Armutsideal, Reformpartei, Joachim von Fiore, Vienner Konzil, Apostolische Armut, Ordensreform, Kirchenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der Spiritualenbewegung im Franziskanerorden, die eine strenge Einhaltung der ursprünglichen Armutsregel forderte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der Armutsstreit, die interne Spaltung des Ordens, das Wirken von Petrus Johannes Olivi und die politische Verfolgung der Spiritualen durch die Kurie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Spiritualenverfolgung im 13. Jahrhundert nachzuzeichnen und zu prüfen, ob die Spiritualen durch ihr Festhalten am Armutsideal maßgeblich zu einer Reformbewegung innerhalb der Kirche beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Fachliteratur, zeitgenössischen Schriften, päpstlichen Bullen und Konzilsberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schlüsselpersönlichkeiten wie Olivi, die Rolle von Generalministern wie Gaufridi und die direkte Auseinandersetzung mit den Päpsten Bonifaz VIII. und Clemens V.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „usus pauper“, „Spiritualen“, „Franziskaner“, „Armutsideal“ und „Kommunität“ geprägt.

Warum war die Lehre von Petrus Johannes Olivi für die Kirche so problematisch?

Nicht seine Lehre vom „usus pauper“ selbst, sondern die Verknüpfung mit joachimistischen apokalyptischen Vorstellungen, die Bonifaz VIII. als Antichristen interpretierten, machten Olivi und seine Anhänger zu einer Gefahr.

Welche Rolle spielte der Rücktritt von Papst Cölestin V. für die Spiritualen?

Der Rücktritt und die anschließende Wahl von Bonifaz VIII. führten zum Wegfall des Schutzes für die Spiritualen, da Bonifaz die Privilegien seines Vorgängers für die Eremiten für ungültig erklärte.

Wie endete der Konflikt für prominente Spiritualen wie Jacopone da Todi?

Jacopone da Todi wurde aufgrund seiner Unterstützung der Colonna exkommuniziert und inhaftiert; er wurde erst unter Papst Benedikt XI. begnadigt und freigelassen.

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Details

Title
Die Spiritualenbewegung im Franziskanerorden bis zum Konzil von Vienne
College
Free University of Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Course
Die Franziskaner und der Armutsstreit
Grade
2,0
Author
M. A. Bettina Henningsen (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V168344
ISBN (eBook)
9783640853069
ISBN (Book)
9783640853335
Language
German
Tags
Franziskaner Spirituale Armutsstreit Konzil von Vienne Gaufridi Bonifaz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Bettina Henningsen (Author), 2001, Die Spiritualenbewegung im Franziskanerorden bis zum Konzil von Vienne, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168344
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