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Referenzmodellierung und Business Process Management

Business Engineering Labor

Titel: Referenzmodellierung und Business Process Management

Forschungsarbeit , 2010 , 31 Seiten

Autor:in: B.Sc. Sabrina Brück (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund des hohen Innovationsbedarfs richtet sich das Hauptinteresse der Forschung immer mehr auf die Bereitstellung von verschiedenen Konzepten, die Konstruktionsprozesse unterstützen können. Einen viel versprechenden Ansatz zur Unterstützung dieser Konstruktionsprozesse stellt die Entwicklung von Referenzmodellen dar. Durch die Möglichkeit, ganze Modelle beliebig oft zu verwenden ohne sie stark zu verändern oder gar neu zu erschaffen, haben sich völlig neue Erkenntnisse entwickelt. In der Theorie sollten Referenzmo-delle somit so konstruiert werden, dass sie wiederverwendbar und zugleich einfach modifizierbar sind. Allerdings ist die Umsetzung in der Praxis nicht immer ohne Probleme zu bewältigen. Für ein Unternehmen ist es meist nicht möglich, direkt ein „passendes“ Referenzmodell zu finden, dass auf ihre Situa-tion zutrifft.
Diese Arbeit wird nun näher auf die Thematik der Referenzmodellierung eingehen, aktuelle Software und Prototypen betrachten und auch Beziehungen zu anderen Gebieten, wie beispielsweise die Geschäftsprozessmodellierung, herstellen. Die Einordnung dieser Arbeit in den Rahmen des Forschungsprojektes, welches sich mit Business Process Management (BPM) und dessen Tools beschäftigt, geschieht insofern, dass die Hauptaufgabe der Arbeit in der Definition von Anforderungen besteht, die ein BPM-Tool erfüllen muss, damit es die Referenzmodellierung unterstützen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Entwicklung

3. Grundkonzepte

3.1 Wiederverwendbarkeit

3.2 Referenzmodelle

3.3 Referenzmodellierung

4. Untersuchungsansatz

4.1 Review

4.2 Vorgehensweise

5. Erweiterte Konzepte

5.1 Überblick

5.2 Modellierungssprachen

5.3 Modellierungswerkzeuge

5.4 Modellierungsmethoden

6. Aktuelle Entwicklungen und offene Probleme

6.1 Entwicklungen

6.2 Offene Probleme

7. Aktuelle Software

7.1 Überblick

7.2 SAP R/3 Referenzmodell

7.3 ARIS Value Engineering (AVE)

7.4 PROMATIS BPM Appliance

8. Erweiterung des Bezugsrahmens

8.1 Überblick

8.2 Referenzmodelle und BPM

8.3 Umsetzung von Referenzmodellen in BPM-Software

9. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Referenzmodellierung für Unternehmen und analysiert, wie diese in modernen Business Process Management (BPM) Tools unterstützt und integriert werden kann. Das primäre Ziel besteht darin, Anforderungen an BPM-Software zu definieren, damit diese eine effiziente Nutzung und Anpassung von Referenzmodellen ermöglichen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Referenzmodellierung
  • Methodik der Literaturanalyse (Review) im wissenschaftlichen Kontext
  • Erweiterte Konzepte wie Modellierungssprachen, Werkzeuge und Methoden
  • Analyse aktueller Softwarelösungen wie SAP R/3, ARIS und PROMATIS
  • Ableitung von Anforderungen an BPM-Software zur Unterstützung der Referenzmodellierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Wiederverwendbarkeit

Wiederverwendbarkeit ist ein in Unternehmen häufig gebrauchter und wichtiger Begriff. Sie stellt ein Qualitätsmerkmal von Softwarebausteinen dar. Jeder Baustein, auf den das Attribut „wiederverwendbar“ zutrifft, kann nicht nur im Rahmen des jeweiligen Projektes, für das er geschaffen wurde, eingesetzt, sondern auch in anderen Projekten eingebaut werden. Diese Projekte müssen nicht zwingend in direktem Zusammenhang mit dem ursprünglichen Projekt stehen (beispielsweise eine Weiterentwicklung), sondern können auch ganz unabhängig davon sein Allerdings müssen die jeweiligen Problemstellungen hinreichend ähnlich oder sogar gleich sein, damit der Baustein mehrfach verwendet werden kann.

Das Einsatzgebiet eines solchen Bausteines hängt von seiner Beschaffenheit ab. Je allgemeiner er programmiert wurde, desto häufiger kann er wiederverwendet werden, je spezifischer und komplexer der Baustein geschaffen wurde, desto unwahrscheinlicher wird es, dass der Begriff der Wiederverwendbarkeit auf diesen Baustein zutrifft.

Die Möglichkeit der Wiederverwendung kam erst mit der modularen und objektorientierten Programmierung. Diese enthalten Techniken, mit denen es möglich wurde, Generizität, d.h. Anwendung des gleichen Codes auf verschiedene Problemstellungen, zu erreichen. Moderne objektorientierte Programmiersprachen haben zur Unterstützung dieses Ziels eingebaute Sprachkonstrukte, so genannte Generics (Java) bzw. Templates (C++).

Mithilfe der Wiederverwendung können Codewiederholungen vermieden werden. Dadurch beginnt der Entwicklungsprozess nicht immer wieder von vorne sondern man kann direkt am eigentlichen Projekt einsteigen. Dies führt zu weniger Aufwand bei der Entwicklung und im Ergebnis bessere, also qualitativ hochwertigere und zuverlässigere, Produkte. Ein Paradebeispiel für die Anwendung der Wiederverwendbarkeit sind Referenzmodelle. Diese werden im Folgenden genauer betrachtet, erläutert und analysiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die steigende Bedeutung der Referenzmodellierung zur flexiblen Unternehmensführung und definiert die Forschungsaufgabe hinsichtlich der Anforderungen an BPM-Tools.

2. Historische Entwicklung: Zeichnet die Entstehung der Referenzmodellierung beginnend mit dem Kölner Integrationsmodell (KIM) in den 70er Jahren bis zur Etablierung des Forschungsgebiets um 1990 nach.

3. Grundkonzepte: Erläutert die theoretischen Fundamente, insbesondere den Begriff der Wiederverwendbarkeit, das Wesen von Referenzmodellen und die Referenzmodellierung als Arbeitsgebiet.

4. Untersuchungsansatz: Beschreibt die angewandte Review-Methode nach Cooper sowie die Vorgehensweise bei der Literatursuche, Analyse und Interpretation der Forschungsdaten.

5. Erweiterte Konzepte: Vertieft die Betrachtung von Modellierungssprachen, -werkzeugen und -methoden als essenzielle Bestandteile der Referenzmodellierung.

6. Aktuelle Entwicklungen und offene Probleme: Analysiert aktuelle Trends wie die geschäftsregelorientierte Systementwicklung sowie bestehende Herausforderungen wie Redundanzen und Anpassungsschwierigkeiten.

7. Aktuelle Software: Bewertet marktführende Lösungen wie das SAP R/3 Referenzmodell, ARIS Value Engineering und die PROMATIS BPM Appliance hinsichtlich ihrer Unterstützung von Referenzmodellen.

8. Erweiterung des Bezugsrahmens: Verknüpft Referenzmodelle mit dem BPM-Lifecycle und leitet allgemeine sowie spezifische Anforderungen für die Implementierung in BPM-Software ab.

9. Resümee: Führt die Ergebnisse zusammen und prognostiziert ein engeres Zusammenrücken von Referenzmodellierung und Geschäftsprozessmanagement in der Zukunft.

Schlüsselwörter

Referenzmodellierung, Wiederverwendbarkeit, Geschäftsprozessmanagement, BPM, Modellierungssprachen, Modellierungswerkzeuge, SAP R/3, ARIS, PROMATIS, Systementwicklung, Prozessmodellierung, Unternehmensmodellierung, Softwarearchitektur, Effizienzsteigerung, Modellrepository

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Feld der Referenzmodellierung in Unternehmen und untersucht, wie diese Modelle effektiv gestaltet und in moderne BPM-Systeme integriert werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Wiederverwendbarkeit, die methodische Vorgehensweise bei der Literaturanalyse, der Einsatz von Modellierungswerkzeugen und die Analyse spezifischer Softwarelösungen wie ARIS und SAP.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Definition konkreter Anforderungen, die ein BPM-Tool erfüllen muss, um die Anwendung und den Nutzen von Referenzmodellen innerhalb von Unternehmen optimal zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Review-Methode nach Cooper, bei der vorhandene Primäruntersuchungen und Literatur systematisch analysiert, integriert und zusammengefasst werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Einordnung, die Untersuchung von Modellierungskonzepten sowie die Evaluierung aktueller Softwareprodukte und deren Eignung für das Referenzmodell-Management.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Referenzmodellierung, Wiederverwendbarkeit, Geschäftsprozessmanagement (BPM), Modellierungssprachen und Prozessmodellierung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Arten von Referenzmodellen?

Die Autorin unterscheidet primär zwischen Vorgehens-Referenzmodellen, die kurzfristig bei der Optimierung helfen, und Unternehmens-Referenzmodellen, die dauerhaft wiederkehrende Situationen abbilden.

Warum ist die Integration von Datenbanken in BPM-Suiten laut der Arbeit so wichtig?

Eine Datenbank ist essenziell, um das in Referenzmodellen enthaltene Prozesswissen effizient zu verwalten, Suchanfragen zu beschleunigen und redundante Datenbestände zu minimieren.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Referenzmodellierung und Business Process Management
Untertitel
Business Engineering Labor
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Institut für Wirtschaftsinformatik)
Veranstaltung
Forschungsprojekt
Autor
B.Sc. Sabrina Brück (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V168241
ISBN (Buch)
9783640851867
ISBN (eBook)
9783640852130
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Referenzmodell Referenzmodellierung BPM Business Process Management Geschäftsprozessmanagement Geschäftsprozess Review Modellierungssprachen Modellierungswerkzeuge Modellierungsmethoden Referenzmodell Software ARIS SAP/R3 Promatis Sabrina Brück Brück
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Sabrina Brück (Autor:in), 2010, Referenzmodellierung und Business Process Management, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168241
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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