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Euro auf Erfolgskurs - Hatten die Maastricht-Kritiker Unrecht?

Titel: Euro auf Erfolgskurs - Hatten die Maastricht-Kritiker Unrecht?

Bachelorarbeit , 2009 , 43 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Lukas Brinkmann (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Europäische Union hat im Jahr 1999 mit der Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion ihr ehrgeizigstes Integrationsziel in ihrer langen Geschichte vollbracht. Dieser historische Schritt wurde lange und viel in der Literatur diskutiert und es entstanden einige kontroverse Meinungen. Auf der einen Seite gab es die Euro-Skeptiker, welche zwei Manifeste, 1992 und 1998, zusammenfassten. Sie argumentierten, dass der Euro zu einer politischen Zerreißprobe führen kann sowie zu früh kommt aufgrund der wirtschaftlichen Heterogenität. Auf der anderen Seite gab es Befürworter, welche die Skepsis für haltlos empfanden. Diese wissenschaftliche Arbeit wird daher der Leitfrage nachgehen, ob die Maastricht-Kritiker Unrecht hatten.
Mit der Einführung des Euro in der EU schließen sich erstmals mehrere souveräne Staaten zu einer Währungsunion zusammen. Historische Beispiele wie die Lateinische Münzunion, 1865-1927 oder die Skandinavische Münzunion, 1873-1914 sind gescheitert, können aber mit der heutigen Konzeption der WWU nicht verglichen werden. Dennoch waren Währungen in der Geschichte meist mehr als ein Zahlungsmittel. Sie bildeten ein Stück gemeinsame Identität und förderten wirtschaftliche und soziale Stabilität.
Um die EWU zu schaffen mussten sich die verschiedenen Nationalstaaten auf das Verhältnis, also den Wechselkurs einigen, indem die nationalen Währungen gegeneinander getauscht werden. Fernerhin musste abgeschätzt werden, ob der Wechselkurs auch in Zukunft stabil bleiben würde, da Auf- und Abwertungen wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen. Allein die Folgen dieser unwiderruflichen Festlegung brachten einige Probleme mit sich.
In dieser Arbeit wird ich in Kapitel 2.1. auf die Entstehungsgeschichte des EWS eingegangen. Diese Entstehungsgeschichte ist elementar, um zu verstehen, warum sich auf ein solch beispielloses Experiment verständigt wurde. In Kapitel 2.2. werden der Maastrichter Vertrag und die damit aufgestellten Konvergenzkriterien erläutert, bevor die Erwartungen an die monetäre Integration aufgezeigt werden.
Im dritten Kapitel werden zuerst die Thesen der Maastricht-Kritiker beschrieben. In den folgenden Unterkapiteln werden dann die Anforderungen an die gemeinsame Zentralbank sowie an die einzelnen Fiskalpolitiken analysiert.
Kapitel 4 befasst sich mit der Frage, ob die EU aus theoretischer Sicht ein optimaler Währungsraum ist.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Weg zu einer einheitlichen Währungsunion

2.1. Entstehung des EWS

2.2. Der Maastrichter Vertrag

2.3. Erwartungen an die monetäre Integration

3. Voraussetzungen einer gem. funktionierenden Währungspolitik

3.1. Was haben die Maastricht-Kritiker gesagt?

3.2. Homogenität der Bedürfnisse

3.3. Anforderungen an die gemeinsame Zentralbank

3.4. Fiskalpolitik in der EWU

4. Ist Europa ein optimaler Währungsraum?

4.1. Analyse mithilfe der exogenen Theorie optimaler Währungsräume

4.2. Analyse mithilfe der endogenen Theorie optimaler Währungsräume

5. Erfolgsanalyse der EWU

5.1. Die Stabilität des Euro

5.2. Der Einfluss auf Handel

5.3. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt

5.4. „Does One Size Fit All?”

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die historische Einführung der Europäischen Währungsunion (EWU) und prüft kritisch, inwieweit die damaligen Bedenken der sogenannten Maastricht-Kritiker angesichts der praktischen Erfahrungen nach zehn Jahren Bestand haben. Das primäre Ziel ist es, eine differenzierte Erfolgsanalyse der gemeinsamen Währung unter Einbeziehung ökonomischer Theorie und empirischer Daten zu leisten.

  • Historische Herleitung und Konzeption der Wirtschafts- und Währungsunion
  • Analyse der Voraussetzungen für eine funktionierende gemeinsame Geldpolitik
  • Theoretische Einordnung mittels der Theorie optimaler Währungsräume (OCA)
  • Empirische Untersuchung der Preisstabilität und der Handelseffekte des Euro
  • Kritische Bewertung des Stabilitäts- und Wachstumspakts und der fiskalischen Disziplin

Auszug aus dem Buch

3.1. Was haben die Maastricht-Kritiker gesagt?

Die Währungsunion wurde 1999 durch die Euro-11 gestartet. Dazu gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Diese politische Entscheidung implizierte jedoch nicht, dass diese Ländergruppe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für eine einheitliche Währung geeignet war. Zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten der Währungsunion gab es vor dem Start der Währungsunion beispielsweise im BIP pro Kopf (gemessen in KKS) erhebliche Unterschiede.

Die in Kapitel 2.2. genannten Konvergenzkriterien sollten u.a. den Nachweis erbringen, dass die nationalen Politiken vor und nach der Aufnahme in die EWU eine stabilitätsorientierte Haushaltsdisziplin verfolgen und homogener werden. Die Maastricht-Kritiker hielten diese Kriterien für weit und lax ausgelegt. Einschneidend ist auch der Fakt, dass durch den Eintritt in die Währungsunion ein Land die wichtigen Kompetenzen der Geld- und Wechselkurspolitik abgibt und somit wesentlich schwieriger auf exogene Schocks reagieren kann. Die gegründete Währungsunion ist für die beteiligten Länder so nur zu rechtfertigen, wenn durch die gemeinsame Währung und die analoge Geldpolitik ein langfristig höherer ökonomischer Nutzen entstehe.

Der Erfolg einer solchen Währungsunion wird auch sehr stark an der Preisstabilität gemessen, da dies eine bedeutsame Grundlage für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Wohlstand darstellt. Die Euro-Skeptiker hielten diese Bedingung für nicht gesichert. Sie argumentierten, solange die Zentralbanker von Regierungen bestellt werden und diese mit einer anschließenden politischen Karriere liebäugeln, sei eine klare Unabhängigkeit nicht gesichert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Gründung der EWU im Jahr 1999 und formuliert die Leitfrage, ob die Vorbehalte der Euro-Skeptiker gegenüber der wirtschaftlichen Heterogenität und den politischen Rahmenbedingungen berechtigt waren.

2. Der Weg zu einer einheitlichen Währungsunion: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom Europäischen Währungssystem (EWS) über den Werner-Plan bis hin zum Maastrichter Vertrag und den Konvergenzkriterien nach.

3. Voraussetzungen einer gem. funktionierenden Währungspolitik: Hier werden die zentralen Argumente der Maastricht-Kritiker, die Anforderungen an die EZB sowie die Bedeutung der Fiskalpolitik in einer Währungsunion detailliert analysiert.

4. Ist Europa ein optimaler Währungsraum?: Die theoretische Fundierung erfolgt durch die Gegenüberstellung der exogenen (alten) und endogenen (neuen) Theorie optimaler Währungsräume unter Berücksichtigung von Arbeitsmarktflexibilität und Schockanfälligkeit.

5. Erfolgsanalyse der EWU: Im Hauptteil werden die Stabilität des Euro, die Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Handel sowie die Einhaltung und Problematik des Stabilitäts- und Wachstumspakts empirisch untersucht.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert die bisherigen Erfahrungen der zehnjährigen Währungsunion und kommt zu einer differenzierten Einschätzung der Maastricht-Kritik unter Berücksichtigung der realwirtschaftlichen Divergenzen.

Schlüsselwörter

Europäische Währungsunion, EWU, Maastricht-Kriterien, EZB, Preisstabilität, optimale Währungsräume, OCA-Theorie, fiskalische Disziplin, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Handel, Wechselkurs, wirtschaftliche Divergenz, Konvergenz, Geldpolitik, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Implementierung der Europäischen Währungsunion und prüft, ob die kritischen Stimmen im Vorfeld der Euro-Einführung retrospektiv betrachtet berechtigt waren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Entstehungsgeschichte des Euro, die theoretischen Voraussetzungen für eine stabile Währungsunion (OCA-Theorie) sowie die empirische Analyse der Preisstabilität und Handelseffekte nach der Euro-Einführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Erfolgsanalyse der EWU, um zu bewerten, inwieweit die Euro-Skeptiker hinsichtlich der wirtschaftlichen Herausforderungen und der politischen Stabilität recht behielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische ökonomische Konzepte mit einer empirischen Analyse aktueller Daten und Studien zur Funktionsweise der EWU verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung mittels OCA-Theorie sowie eine empirische Erfolgsanalyse, die unter anderem die Zinspolitik, den Handel und die fiskalischen Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts beleuchtet.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Europäische Währungsunion, Konvergenzkriterien, OCA-Theorie, Preisstabilität und fiskalische Disziplin.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der Konvergenzkriterien?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Kriterien oft weit und lax ausgelegt wurden und das Defizitkriterium in der Praxis häufig nicht die notwendige Ernsthaftigkeit erfuhr.

Welche Rolle spielt die Unabhängigkeit der Zentralbank für den Autor?

Die Unabhängigkeit der EZB wird als zentraler Pfeiler für die Preisstabilität und Glaubwürdigkeit der Geldpolitik hervorgehoben, wobei der Autor auch die Risiken einer politischen Vereinnahmung thematisiert.

Welches Fazit zieht der Autor zur "Exit-Option"?

Der Autor merkt an, dass der Vertrag von Lissabon zwar eine Austrittsoption vorsieht, ein Austritt für das betroffene Land jedoch mit erheblichen wirtschaftlichen Hürden und Risiken verbunden wäre.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Euro auf Erfolgskurs - Hatten die Maastricht-Kritiker Unrecht?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
Bachelor of Arts Lukas Brinkmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
43
Katalognummer
V168106
ISBN (Buch)
9783640849635
ISBN (eBook)
9783640849871
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Maastricht Euro Konvergenz Währungsunion EWU EU Stabilitäts- und Wachstumspakt Zentralbank Integration EG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Lukas Brinkmann (Autor:in), 2009, Euro auf Erfolgskurs - Hatten die Maastricht-Kritiker Unrecht?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168106
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Leseprobe aus  43  Seiten
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