Die vorliegende Hausarbeit bezieht sich auf das Aufbaumodul Geschichtsdidaktik, mit dem Schwerpunkt „Geschichte unterrichten“.
Ich habe mich für das Proseminar mit dem Titel: „Projektunterricht: Schüler erarbeiten eine Ausstellung zur Geschichte der Schule“ entschieden. Inhalt des Seminars, das im Block stattfand, war der Realisierungsprozess der Gestaltung einer Ausstellung zur Schulgeschichte einer Mädchenrealschule. Mit den Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe der Mädchenrealschule erarbeiteten wir Studentinnen, im Rahmen des Projektunterrichts, an drei Vormittagen der Woche die jeweiligen Einheiten der Ausstellung.
Ich möchte in der Hausarbeit auf die Arbeit meiner Gruppe eingehen, diese behandelte die Ausstellungseinheit der Zeitzeugeninterviews und deren Auswertung. Hierfür standen zwei ehemalige und aktuelle Schülerinnen, sowie zwei ehemaligen und aktuelle Lehrerrinnen zur Verfügung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Meine Erwartungen
3. Sachanalyse
4. Didaktische Analyse
4.1.Gegenwartsbedeutung
4.2. Zukunftsbedeutung
4.3. Exemplarität
4.4. Struktur des Inhalts
5. Lernziele
6.Strukturierung und Methoden
7. Verlaufsplanung
8. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert ein geschichtsdidaktisches Projekt, in dessen Rahmen Schülerinnen einer siebten Klasse die Geschichte ihrer Mädchenrealschule in Form einer Ausstellung aufarbeiteten. Das primäre Ziel bestand darin, den Schülerinnen durch handlungsorientierte Methoden – insbesondere durch Zeitzeugeninterviews – einen Zugang zur historischen Forschung zu ermöglichen und ihre sozialen Kompetenzen sowie ihr Interesse an der eigenen Schulgeschichte zu fördern.
- Projektunterricht und handlungsorientiertes Lernen im Geschichtsunterricht
- Methodik der Oral History durch Zeitzeugeninterviews
- Didaktische Aufarbeitung von Schulgeschichte
- Förderung historischer Kompetenzen bei Schülerinnen der Sekundarstufe
- Reflexion der Lehrereolle und des Projekterfolgs
Auszug aus dem Buch
3. Sachanalyse
1912 eröffnet die X ein kleines Töchterpensionat in Y. Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht 1919 eine staatlich anerkannte Haushaltungsschule in der 60 bis 80 junge Frauen für ein Jahr lang das Backen, Bügeln und Bohnern erlernen können.
1933 wird in Haus Z die Haustöchterschule gegründet, die später als Mädchenrealschule mit drei Klassen geführt wird. 1935 wird die Schule staatlich anerkannt. Die „mittlere Reife“ ist der Abschluss, den die Mädchen nun dort erhalten. 1938 erfolgt die Umwandlung der Schule in eine Mädchenmittelschule. Zu Kriegsbeginn jedoch wird die Schule geschlossen und das Gebäude als Lazarett genutzt. Nach dem Krieg werden die Schulen in Z wiedereröffnet. Viele Schülerinnen kommen von auswärts und leben in angeschlossenen Internaten der X. Die Mädchenmittelschule wird in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Die Schülerinnen können als fachlichen Schwerpunkt hauswirtschaftliche oder wirtschaftskundliche Fächer wählen. Zum Angebot der Schule gehören neben Schulandachten das tägliche Morgengebet und freiwillige Bibelgespräche.
Ab 1965 wird die Schule als „Realschule“ geführt. Danach erfolgt die Ausweitung auf vier Jahrgangsstufen. Die Schule benötigt nun auch mehr Platz, so dass 1970 ein neues Schulhaus gebaut wird. Die Mädchenrealschule besteht viele Herausforderungen. Das Schulgebäude wird bis 2001 umfassend saniert und erhält sein heutiges Bild. Danach wird die Schule zur sechsstufigen Realschule umgestellt. Wichtig ist die Vorbereitung auf den Beruf: Die Schülerinnen der 9. Klassen durchlaufen ein einwöchiges Betriebspraktikum.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Verfasserin stellt den Rahmen des Aufbaumoduls Geschichtsdidaktik vor und erläutert den organisatorischen Ablauf des Projekts an einer Mädchenrealschule.
2. Meine Erwartungen: In diesem Kapitel legt die Autorin ihre persönlichen Zielsetzungen für die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen dar, insbesondere hinsichtlich der Motivation und Kommunikationsfähigkeit.
3. Sachanalyse: Hier wird der historische Werdegang der Schule von der Gründung 1912 bis zur modernen sechsstufigen Realschule in kompakter Form nachgezeichnet.
4. Didaktische Analyse: Die Autorin wendet das Modell von Wolfgang Klafki an, um die Relevanz der Schulgeschichte in Bezug auf Gegenwart, Zukunft und exemplarische Bedeutung zu prüfen.
5. Lernziele: Dieses Kapitel definiert die angestrebten Kompetenzen der Schülerinnen in den Bereichen Wissen, Erkenntnis und methodisches Handeln.
6.Strukturierung und Methoden: Die Autorin beschreibt den konkreten zeitlichen Ablauf der drei Projekttage sowie die angewandten Sozialformen und Medieneinsätze.
7. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht über die Phasen, Zeitansätze und Unterrichtsinhalte des dreitägigen Projekts.
8. Resümee: Die Autorin bewertet den Projekterfolg anhand des Engagements der Schülerinnen und der Auswertung der Feedback-Fragebögen.
Schlüsselwörter
Projektunterricht, Geschichtsdidaktik, Mädchenrealschule, Zeitzeugeninterviews, Oral History, Schulgeschichte, Handlungsorientierung, Kompetenzentwicklung, Didaktische Analyse, Unterrichtsplanung, Schulentwicklung, Interviewführung, Schülermotivation, Praxiserfahrung, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Durchführung eines geschichtsdidaktischen Projekts an einer Mädchenrealschule, bei dem Schülerinnen die Geschichte ihrer eigenen Schule durch Zeitzeugeninterviews und Ausstellungen aktiv erforschten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Verknüpfung von theoretischer Geschichtsdidaktik mit handlungsorientiertem Unterricht, die Methode der Oral History und die pädagogische Begleitung von Schülergruppen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel war es, Schülern historische Kompetenzen durch die Gestaltung einer eigenen Ausstellung zur Schulgeschichte zu vermitteln und zu reflektieren, wie erfolgreich diese Form des projektorientierten Lernens ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die methodische Basis bildet die Didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki, ergänzt durch handlungsorientierte Konzepte der Schüleraktivierung und der Oral History.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Sachanalyse, eine didaktische Begründung des Vorhabens, die Festlegung von Lernzielen sowie eine detaillierte Verlaufsplanung und methodische Beschreibung der Durchführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Projektunterricht, Geschichtsdidaktik, Oral History, Zeitzeugeninterviews und handlungsorientiertes Lernen.
Wie bereiteten die Schülerinnen die Interviews inhaltlich vor?
Die Schülerinnen arbeiteten in Kleingruppen und entwarfen nach einer methodischen Einführung selbstständig Fragebögen, die spezifisch auf die befragten Gruppen (ehemalige/aktuelle Lehrerinnen und Schülerinnen) zugeschnitten waren.
Was war ein wesentliches Ergebnis der Feedback-Auswertung?
Die Schülerinnen empfanden den projektorientierten Unterricht als motivierender und lehrreicher als den „herkömmlichen“ Unterricht, da sie aktiver in den Prozess eingebunden waren.
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- Verena König (Author), 2010, Projektunterricht an der Realschule im Fach Geschichte. Schülerinnen erarbeiten eine Ausstellung zur Geschichte der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168002