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Rationierung im Gesundheitswesen - Ein Weg aus der Misere?

Titel: Rationierung im Gesundheitswesen - Ein Weg aus der Misere?

Seminararbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bastian Hoffmann (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nicht zuletzt durch die Diskussion um Zusatzbeiträge der Versicherten in den Gesetzlichen Krankenversicherungen wird deutlich, dass das Gesundheitssystem der Bundesrepublik vor größeren finanziellen Problemen steht. Durch den medizinischen Fortschritt, verbunden mit einer immer größeren Nachfrage nach Behandlungen, einer negativen demographischen Entwicklung, die immer ältere und damit auch behandlungsbedürftige Menschen mit sich bringt, wird sich die Situation im Gesundheitssystem in den nächsten Jahren noch verschärfen (vgl. Hoppe 2008: 304).
Es stellt sich also gerade für die Politik die Frage, wie ein Ausweg aus der Misere zu finden ist.
Hauptlösungsvorschläge, die sich in politischen und wissenschaftlichen Diskussion finden, sind (neben der Steigerung von Einnahmen im Gesundheitssystem) die Rationierung, die Rationalisierung und die Priorisierung von Gütern und Leistungen um eine angemessene Reaktion auf die kommende Entwicklung zu finden.

Die Frage, mit der sich diese Arbeit beschäftigt ist daher, ob das Konzept der Leistungsbegrenzung notwendig oder sogar unvermeidlich ist, um die Probleme im Gesundheitssystem zu lösen. Um die Kontroversität klar zu machen, sollen zwei Gegenargumente betrachtet werden. Zum einen handelt es sich um die Aussage, dass Rationierung nicht notwendig ist, da auch Rationalisierung die Probleme lösen kann. Die andere Position geht davon aus, dass Rationierung im Gesundheitssystem nicht vorgenommen werden darf, da Gesundheit als höchstes Gut so elementar ist, dass jede erdenklich Form der Leistung erbracht werden muss und eher eine Einsparung in anderen Bereichen in Kauf genommen werden soll.
Zunächst wir die Ausgangssituation im Gesundheitssystem dargestellt um deutlich zu machen, wie die negative Situation entstanden ist und warum eine Diskussion um Lösungen überhaupt geführt werden muss.
Im weiteren Verlauf wird das Konzept der Rationierung erläutert und kurz auf die Praxis übertragen. Im Anschluss daran werden die beiden oben genannten Gegenargumente angeführt und überprüft, ob sie eine angemessene Lösung darstellen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangssituation

2.1 Medizinischer Fortschritt

2.2 Demographischer Wandel

2.3 Finanzierungsproblem und Knappheit

3. Lösungsvorschlag: Rationierung

3.1 Grundlagen und Definition

3.2 Wie kann effektive Rationierung aussehen?

3.2.1 Das „Vier Stufen Modell“ nach Engelhardt

3.2.2 Explizite und implizite Rationierung

4. Gegenargumente

4.1 Rationalisierung statt Rationierung

4.1.1. Grundlagen

4.1.2 Praktische Umsetzung

4.2 Keine Rationierung in der GKV, da Gesundheit ein „besonderes Gut“ ist

4.2.1 Gesundheit – ein besonderes Gut

4.2.2 Praktische Umsetzung

4.3 Kritik an den Gegenargumenten

4.3.1 Rationalisierung statt Rationierung

4.3.2 Keine Rationierung in der GKV, da Gesundheit ein „besonderes Gut“ ist

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Konzept der Leistungsbegrenzung (Rationierung) im Gesundheitssystem der Bundesrepublik notwendig oder unvermeidlich ist, um der finanziellen Misere zu begegnen. Dabei werden zentrale Gegenargumente, wie das Potenzial der Rationalisierung und der besondere Stellenwert der Gesundheit, kritisch analysiert und auf ihre praktische Relevanz geprüft.

  • Medizinischer Fortschritt und demographischer Wandel als Ursachen der Knappheit
  • Differenzierung zwischen expliziter und impliziter Rationierung
  • Die Rolle der Rationalisierung als Alternative zur Rationierung
  • Ethische und ökonomische Dimensionen der Gesundheitsversorgung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Das „Vier Stufen Modell“ nach Engelhardt

Das „Vier Stufen Modell“ geht auf den amerikanischen Philosoph Tristram H. Engelhardt (vgl. 1988 41 f.) zurück. Es unterschiedet zwischen vier Ebenen der Ressourcenzuteilung: Makroallokation auf hoher Ebene, Makroallokation und unterer Ebene; Mikroallokation auf oberer Ebene, Mikroallokation auf unterer Ebene. Folgendermaßen lässt sich das Modell graphisch darstellen (vgl hierzu: Bobbert 2003: 11).

Verteilungsentscheidungen werden nach diesem Modell also entweder auf oberer Makroebene getroffen, indem der „Anteil am Bruttosozialprodukt, der dem Gesundheitssektor zugeteilt werden soll“ (zit. Engelhardt 1988: 41) berechnet wird. Auf der unteren Makroebene werden dementsprechend Entscheidungen zur Mittelverteilung zwischen verschiedenen Bereichen (z.B. zwischen präventiv, kurativ, palliativ) der Medizin getroffen (vgl. Bobbert 2003:11).

Verteilungsentscheidungen auf der oberen Mikroebene betreffen Mittelzuweisungen an ganze Patientengruppen (z.B. durch Behandlungsrichtlinien oder DRGs), die untere Markoebene meint individuelle Fallentscheidungen an einzelne Patienten, z.B. im direkten Arzt Patienten Gespräch während der Behandlung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die finanzielle Problematik des deutschen Gesundheitssystems ein und stellt die Kernfrage nach der Notwendigkeit einer Leistungsbegrenzung.

2. Ausgangssituation: Das Kapitel erläutert die Ursachen der schwierigen Finanzlage, insbesondere durch den medizinischen Fortschritt und den demographischen Wandel.

3. Lösungsvorschlag: Rationierung: Hier werden Definitionen und Formen der Rationierung vorgestellt, inklusive des Modells nach Engelhardt zur Allokation von Ressourcen.

4. Gegenargumente: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Rationalisierungsansätzen und dem Argument auseinander, Gesundheit dürfe aufgrund ihres besonderen Status nicht rationiert werden.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt, dass eine Rationierung im Gesundheitssystem aufgrund der strukturellen Herausforderungen in weiten Teilen unvermeidlich ist.

Schlüsselwörter

Gesundheitssystem, Rationierung, Rationalisierung, Finanzierung, medizinischer Fortschritt, demographischer Wandel, GKV, Leistungsbegrenzung, Allokation, Mikroallokation, Makroallokation, Grundgüter, Gesundheitsökonomie, Priorisierung, Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die finanzielle Schieflage des deutschen Gesundheitswesens und diskutiert, ob Rationierung ein notwendiges Instrument zur Sicherung des Systems darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Ursachen der Knappheit, die Differenzierung zwischen Rationierung und Rationalisierung sowie die ethischen Fragen zur Allokation medizinischer Leistungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob das Konzept der Leistungsbegrenzung im Gesundheitssystem notwendig oder unvermeidlich ist, um die Probleme der Finanzierung zu lösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze zur Allokation von Gesundheitsleistungen (z. B. das Vier-Stufen-Modell) und ethische Gerechtigkeitstheorien miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Ausgangssituation, dann das Konzept der Rationierung und schließlich kritische Gegenargumente sowie deren Widerlegung durch den Autor dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Kernbegriffe sind insbesondere Rationierung, Rationalisierung, demographischer Wandel, GKV und gesundheitsökonomische Allokation.

Was unterscheidet explizite von impliziter Rationierung?

Die explizite Rationierung erfolgt durch verbindliche, transparente Regeln auf Planungsebene, während die implizite Rationierung individuell durch Leistungserbringer, oft intransparent, im direkten Patientenkontakt stattfindet.

Warum ist Rationalisierung laut dem Autor keine vollständige Lösung?

Der Autor argumentiert, dass Rationalisierungsmaßnahmen zwar Effizienzreserven mobilisieren können, jedoch bei weitem nicht ausreichen, um die drastischen Kostensteigerungen durch medizinischen Fortschritt und Demographie vollständig aufzufangen.

Welche Rolle spielt Gesundheit als „besonderes Gut“ in der Debatte?

Das Konzept besagt, dass Gesundheit eine prioritäre Bedeutung hat und somit nicht rationiert werden sollte. Der Autor kritisiert jedoch, dass Einsparungen in anderen Bereichen (wie Bildung) soziale Ungleichheit fördern könnten, was wiederum die Gesundheit der Bevölkerung indirekt negativ beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rationierung im Gesundheitswesen - Ein Weg aus der Misere?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Die Verteilung von Gesundheitsgütern als Gerechtigkeits- und Steuerproblem
Note
2,0
Autor
Bastian Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V167988
ISBN (Buch)
9783640845453
ISBN (eBook)
9783640848638
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rationierung Priorisierung Gesundheitsgüter Gesundheitssystem Rationalisierung demographischer Wandel Finanzierungsproblem PKV GKV Gerechtigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bastian Hoffmann (Autor:in), 2010, Rationierung im Gesundheitswesen - Ein Weg aus der Misere?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167988
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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