Diese Arbeit verfolgt die Zielsetzung eine Übersicht über die Entwicklungspolitik und deren Wandel zu geben. Folgende Leitfragen, die diese Arbeit begleiten werden, können
demnach formuliert werden:
1. Welche Organisationen sind für die Entwicklungsländer bedeutsam?
2. Wie hat sich die Entwicklungspolitik seit 1960 verändert? Welche Entwicklungsleitbilder prägten die jeweiligen Abschnitte?
3. Welche Ergebnisse hat die Entwicklungspolitik in den letzten vierzig Jahren erzielt?
4. Welche Entwicklungsbereiche werden, wenn die Rede von Entwicklungspolitik ist, überhaupt
angesprochen?
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
1 Organisationen
1.1 Die Gruppe der 20
1.2 Die Gruppe der 77
1.3 OPEC
1.4 OECD
2 Der Wandel in der Entwicklungspolitik
2.1 Entwicklungsleitbild „Modernisierung“ (60er Jahre)
2.2 Entwicklungsleitbild „Befriedigung der Grundbedürfnisse“ (70er und 80er Jahre)
2.3 Entwicklungsleitbild „Nachhaltigkeit“ (seit den 90er Jahren)
3 Ausgewählte Ergebnisse der Entwicklungspolitik
4 Entwicklungsbereiche
4.1 Entwicklungsbereiche nach Engelhard
4.2 Entwicklungsbereiche nach dem „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklungspolitik der letzten vierzig Jahre, beleuchtet deren stetigen Wandel durch verschiedene Entwicklungsleitbilder und analysiert die dabei erzielten Ergebnisse sowie die zentralen strukturellen Entwicklungsbereiche.
- Bedeutsame internationale Organisationen für Entwicklungsländer
- Historische Entwicklungspolitik seit 1960
- Die Paradigmenwechsel: Modernisierung, Grundbedürfnisse und Nachhaltigkeit
- Statistische Auswertung entwicklungspolitischer Ergebnisse
- Vergleich von Modellen der Entwicklungsbereiche (Engelhard vs. BMZ)
Auszug aus dem Buch
2.1 Entwicklungsleitbild „Modernisierung“ (60er Jahre)
Zwei Annahmen prägten dieses Entwicklungsleitbild und somit auch die Entwicklungspolitik zu dieser Zeit:
Die Vorstellung Unterentwicklung sei zum größten Teil durch technischen und wirtschaftlichen Rückstand bedingt.
Das Modell der wirtschaftlichen Entwicklung der Industrieländer sei universell anwendbar.
Die treibende Kraft der Entwicklung in dieser Dekade war die finanzielle und technische Unterstützung der Entwicklungsländer und so war das Hauptziel die nachholende Entwicklung bzw. Industrialisierung.
Man ging davon aus, dass Entwicklung von außen gefördert bzw. beeinflusst werden kann. Auf die kulturellen und geschichtlichen Eigenheiten der jeweiligen Länder wurde nicht eingegangen (vgl. ebd., S. 14).
Es wurde zudem geglaubt, dass der sogenannte „trickly-down-Effekt“ einsetzt, d. h., dass „Einkommenswachstum durch Modernisierung im Industriebereich der Entwicklungsländer allmählich auf die breite Schicht der Landbevölkerung durchsickern werden (ebd., S. 14)“.
Eine Grundvoraussetzung für diese Art der Entwicklungspolitik war, dass ein anhaltendes Wirtschaftswachstum in den Industrieländern, sowie eine uneingeschränkte Nutzung von (natürlichen) Ressourcen möglich sei. Entwicklung, so glaubte man, ist mit wirtschaftlichem Wachstum und Modernisierung gleichzusetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Ungleichheit ein und erläutert die Zielsetzung, den Wandel der Entwicklungspolitik über ca. 40 Jahre sowie deren Strukturen und Ergebnisse aufzuzeigen.
1 Organisationen: Dieses Kapitel stellt wichtige Zusammenschlüsse von Entwicklungs- und Industrieländern wie die Gruppe der 20, die Gruppe der 77, die OPEC und die OECD hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und Bedeutung vor.
2 Der Wandel in der Entwicklungspolitik: Hier werden die drei großen Entwicklungsleitbilder – Modernisierung, Befriedigung der Grundbedürfnisse und Nachhaltigkeit – beschrieben, die die Entwicklungspolitik seit 1960 maßgeblich geprägt haben.
3 Ausgewählte Ergebnisse der Entwicklungspolitik: Anhand statistischer Daten wird die Entwicklung in Bereichen wie Ernährung, Alphabetisierung und Lebenserwartung analysiert, um Erfolge der vergangenen Jahrzehnte aufzuzeigen.
4 Entwicklungsbereiche: In diesem Kapitel werden zwei Modelle von Entwicklungsbereichen – das von Engelhard und das des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) – vorgestellt und vergleichend betrachtet.
Schlüsselwörter
Entwicklungspolitik, Globalisierung, Organisationen, G20, Gruppe der 77, OPEC, OECD, Modernisierung, Grundbedürfnisse, Nachhaltigkeit, Entwicklungsbereiche, Armutsbekämpfung, Wirtschaftswachstum, soziale Gerechtigkeit, BMZ
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Wandel der internationalen Entwicklungspolitik seit den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf relevanten internationalen Organisationen, historischen Entwicklungsleitbildern, erzielten Ergebnissen sowie der Kategorisierung entwicklungspolitischer Bereiche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, eine strukturierte Übersicht über die Entwicklungspolitik und die Paradigmenwechsel der letzten vierzig Jahre zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Daten und Modellen zur Entwicklungspolitik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung internationaler Organisationen, die historische Analyse der Leitbilder, die Darstellung statistischer Ergebnisse und den Vergleich aktueller Modelle zu Entwicklungsbereichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Entwicklungspolitik, Nachhaltigkeit, Modernisierung, Grundbedürfnisse und internationale Organisationen.
Wie unterscheidet sich das Modell von Engelhard von dem des BMZ bezüglich politischer Stabilität?
Bei Engelhard gilt die politische Stabilität als Grundvoraussetzung für alle weiteren Ziele, während sie im BMZ-Modell als gleichwertiges Teilziel neben anderen Dimensionen eingeordnet wird.
Welche Rolle spielt der sogenannte Trickle-down-Effekt im historischen Kontext?
Im Modernisierungsleitbild der 60er Jahre wurde angenommen, dass wirtschaftliches Wachstum im Industriesektor automatisch auf die breite Bevölkerung durchsickert, was sich jedoch als Fehlannahme herausstellte.
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- Holger Müller (Author), 2010, Entwicklungsbereiche - Ergebnisse von 40 Jahren „Entwicklung“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167883