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Parteienkrise oder Parteienanpassung?

Funktionen und Probleme der Parteien in den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland

Title: Parteienkrise oder Parteienanpassung?

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Johannes Schiefer (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison

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In der modernen Demokratie sind politische Parteien ein wichtiger Bestandteil, welche vielfältige Funktionen zu erfüllen haben. Diese variieren von System zu System. Durch die ständige Weiterentwicklung einer sich stetig verändernden westlichen Gesellschaft sehen sich Parteien konstant mit neuen Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Im 21. Jahrhundert beeinflussen beispielsweise die Medien ungemein das Verhältnis von Bürgern als Wählern und Mitgliedern zu den etablierten Parteien und formen diese in bisher unbekannterweise um. Daraus lässt sich folgern, dass sich die Rolle der Parteien im politischen System und deren Bedeutung gewandelt hat. Medial wird regelmäßig von einer Krise der (Volks-)Parteien gesprochen und diese, soweit sie wirklich existiert, forciert. Die vorliegende Arbeit soll die genannte Problematik an den Beispielen der Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland aufzeigen.

In der BRD und den USA entwickelten sich über die Jahrhunderte hinweg aufgrund von variierender sozialer, historischer und politischer Bedingungen unterschiedliche Parteisysteme und Parteien, welche unterschiedliche Funktionen zu erfüllen haben. Hierdurch ergibt sich eine relativ starke oder relativ schwache Position im System. Um diese in Zusammenhang zu setzen soll der erste Teil dieser Arbeit sich mit den unterschiedlichen Funktionen der Parteien in den beiden gegebenen Systemen auseinander setzen. Später wird auf die schwerwiegendsten Probleme und aufkommenden Herausforderungen einzugehen sein, welche sich die beiden Parteisysteme gegenüber sehen. Es handelt sich hierbei um eine sinkende Wahlbeteiligung, eine geringere Parteiidentifikation, sowie eine sinkende Mitgliederzahl, welche auf eine geringere Rolle der Parteien schließen lässt und die medial heraufbeschworene Niedergangsthese aufwertet. In diesem Zusammenhang wird erläutert werden, ob die modernen Parteien noch ihre angestammten Funktionen vollständig erfüllen oder dies nicht ausreichend leisten können. Befinden sich deutsche und amerikanische Parteien aufgrund einer mangelnden Bindungskraft und einer fehlenden Verankerung in der Gesellschaft in einer unabdingbaren Krise?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Amerikanische und deutsche Parteien

2.1 Parteifunktionen in den USA

2.2 Parteifunktionen in Deutschland

3. Aktuelle Probleme und Herausforderungen der nahen Zukunft

3.1 Vereinigte Staaten

3.2 Bundesrepublik

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle politischer Parteien in den USA und der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund medial diskutierter Krisenszenarien. Dabei wird analysiert, inwieweit moderne Parteien ihre angestammten Funktionen noch erfüllen können und ob eine mangelnde Bindungskraft tatsächlich auf eine existenzielle Krise hindeutet.

  • Vergleichende Analyse der Parteifunktionen in den USA und Deutschland.
  • Untersuchung von Strukturunterschieden (z. B. präsidentielles vs. parlamentarisches System).
  • Analyse von Problemen wie sinkender Wahlbeteiligung und nachlassender Parteiidentifikation.
  • Bewertung der Niedergangsthese im Kontext von Anpassungsprozessen und Wandel.
  • Rolle der Massenmedien und des Kapitals bei der Professionalisierung von Wahlkämpfen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Parteifunktionen in den USA

„A party is to elect“ ist die wohl kürzeste Beschreibung der Funktion und Aufgabe der amerikanischen Parteien. Doch mit alleine dieser Aufgabe würden sich wohl kaum tausende Politikwissenschaftler und Berufspolitiker weltweit begnügen. Demnach läge die einzige Bedeutung der Parteien in der Nominierung der Kandidaten für die Wahlen öffentlicher Ämter. Peter Lösch misst dem Begriff party für die USA drei unterschiedliche Funktionen zu: party organization, party in Congress oder party in parliament oder auch party in government und zuletzt party in the electorate. Erstere Funktion beschreibt die amerikanischen Parteien als lockere Föderationen, welche auf lokaler, auf staatlicher und auf Bundesebende verbunden sind ohne dabei auch nur ansatzweise einen Bürokratieapperat für sich zu beanspruchen, wie dies beispielsweise deutsche Parteien pflegen. Unter party in Congress versteht man den Zusammenschluss der Gewählten unter dem gemeinsamen Banner einer Partei. Amtsinhaber und Parlamentarier unterliegen bei ihren Entscheidungen und ihrem Abstimmunsgverhalten keiner Fraktionsdisziplin und können somit freier entscheiden.

Im deutschen Regierungssystem hingegen herrscht ein solcher fester Verbund um sicher zu gehen, dass die Regierung im Parlament einen Handlungsverbund darstellt, da sich die Regierung systembedingt aus dem Parlament rekrutiert. Letztgenannte der obigen Bedeutungen, die party in the electorate, meint eine mittel- oder langfristig gebildete Wählerkoalition, welche sich aus „unterschiedlichsten sozialen, ethnischen, rassischen und religiösen Bevölkerungsgruppen verschiedener regionaler Herkunft zusammensetzt“.

Mit dem genannten „a party is to elect“ wird der Fokus der Betrachtung des amerikanischen Parteiensystems hauptsächlich auf die Nominierungs-, Wahl- und damit Elitenrekrutierungsfunktion gelegt. Weitere typische Funktionen, welche beispielsweise deutsche Parteien wahrnehmen und welche durch Ulrich von Alemann formuliert wurden, werden zwar realisiert, jedoch treten sie im Vergleich zum parlamentarischen System deutlich in den Hintergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Parteienwandels im 21. Jahrhundert ein und stellt die vergleichende Forschungsfrage zwischen den USA und Deutschland.

2. Amerikanische und deutsche Parteien: Dieses Kapitel arbeitet die strukturellen Unterschiede der Parteisysteme und deren spezifische Entwicklungsphasen sowie grundlegende Funktionen heraus.

2.1 Parteifunktionen in den USA: Hier werden die Funktionen der amerikanischen Parteien fokussiert, insbesondere die „party to elect“-Mentalität und die Bedeutung von Nominierungs- und Wahlprozessen.

2.2 Parteifunktionen in Deutschland: Dieser Abschnitt erläutert die zentrale Rolle deutscher Parteien als verfassungsrechtlich verankerte Akteure und deren spezifische Funktionen wie Transmission, Selektion und Integration.

3. Aktuelle Probleme und Herausforderungen der nahen Zukunft: Dieses Kapitel widmet sich den globalen Trends wie sinkender Wahlbeteiligung und dem veränderten Verhältnis zwischen Parteien und Wählern.

3.1 Vereinigte Staaten: Hier wird der Einfluss von De-Alignment-Tendenzen und Veränderungen in der Wählerkoalition auf die amerikanische Parteienlandschaft untersucht.

3.2 Bundesrepublik: Dieser Teil analysiert die Politikverdrossenheit in Deutschland, den Rückgang der Stammwählerschaft und die Herausforderung der Integration neuer Wählergruppen.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Parteien trotz Schwierigkeiten wandlungsfähig bleiben und vorerst nicht untergehen werden.

Schlüsselwörter

Parteienkrise, Parteienanpassung, USA, Deutschland, Parteiendemokratie, Wahlbeteiligung, Parteifunktionen, Parteiidentifikation, politische Willensbildung, Volksparteien, De-Alignment, Realignment, Politische Partizipation, Parteienfinanzierung, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den Status und die Funktionsfähigkeit politischer Parteien in den USA und Deutschland im 21. Jahrhundert vor dem Hintergrund medialer Krisenberichterstattung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die unterschiedliche Verankerung von Parteien in den jeweiligen politischen Systemen, die Analyse ihrer Kernfunktionen und der Wandel des Wählerverhaltens.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob moderne Parteien ihre angestammten Funktionen noch erfüllen können oder ob sie sich aufgrund mangelnder Bindungskraft in einer unabdingbaren Krise befinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsvergleichende und systemanalytische Untersuchung, die auf politikwissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Parteifunktionen (wie Selektion, Transmission, Integration) sowie aktuelle Herausforderungen wie sinkende Wahlbeteiligungsraten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Parteikrise, Parteienanpassung, Volksparteien, Wahlbeteiligung und Demokratiequalität.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "party in government" und "party in the electorate" eine so große Rolle?

Diese Differenzierung nach Lösch hilft zu verstehen, warum Parteien in den USA zwar als Wahlorganisationen sehr stark sind, aber in der gesellschaftlichen Bindung (electorate) kriseln können.

Inwiefern unterscheidet sich die deutsche Parteienfinanzierung von der amerikanischen?

In Deutschland spielen staatliche Zuwendungen und Mitgliederbeiträge eine zentrale Rolle, während im US-System das individuelle Fundraising (oft durch PACs) das primäre Standbein der Parteifinanzierung ist.

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Details

Title
Parteienkrise oder Parteienanpassung?
Subtitle
Funktionen und Probleme der Parteien in den Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland
College
University of Freiburg  (Seminar für Wissenschaftliche Politik)
Course
"What a President Can"
Grade
1,7
Author
Johannes Schiefer (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V167863
ISBN (Book)
9783640844463
ISBN (eBook)
9783640847846
Language
German
Tags
parteienkrise parteienanpassung funktionen probleme parteien vereinigten staaten bundesrepublik deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Schiefer (Author), 2010, Parteienkrise oder Parteienanpassung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167863
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