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Krankenhausfinanzierung - Privatwirtschaftliche Alternativen

Titel: Krankenhausfinanzierung - Privatwirtschaftliche Alternativen

Diplomarbeit , 2007 , 87 Seiten , Note: 2

Autor:in: Jörg Stahl (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der deutsche Gesundheitsmarkt hatte 2005 ein Volumen von etwa 239 Mrd. EUR, was einem Anteil von 10,6 % am BIP entspricht.1 Die Ausgaben der GKV und PKV machten mit 121 Mrd. EUR rund 50 % davon aus, wobei die Ausgaben für die Krankenhausbehand-lung 2005 mit steigender Tendenz etwa 54 Mrd. EUR betrugen.2 Als einer der bekanntes-ten Vertreter der Theorie der langen Wellen, die auf den Arbeiten des Konjunkturforschers Nikolai Kondratieff basiert, postuliert Nefiodow, dass der Gesundheitssektor nicht nur überproportional wachsen wird, sondern dass das Thema Gesundheit den 6. Kondratieff-Zyklus und damit das Wirtschaftswachstum der nächsten 50 Jahre bestimmen wird.3 Eine zentrale Aussage der Theorie der langen Wellen ist dabei, dass diejenigen Sektoren und Bedarfsfelder einer Gesellschaft am stärksten wachsen und damit einen Kondratieff-Zyklus bestimmen werden, welche neben dem Bedarfspotenzial auch die größten ungenügend genutzten Produktivitäts- bzw. Innovationspotenziale und damit Wertsteigerungspotenziale beinhalten.4 Diese Potenziale werden vor allem in der Gesundheitsbranche vermutet.5 Etwas prägnanter identifizieren Rasche und Braun von Reinersdorff das staatliche Gesund-heitswesen in diesem Zusammenhang etwa als „mismanaged industry“.6 Die demografi-sche Entwicklung, der Strukturwandel im Gesundheitssystem und die derzeit festzustellen-de Inflation der Ansprüche aller Stakeholder gegenüber dem Krankenhaussektor hinsicht-lich Kosten, Zeit und Qualität bzw. Produktivität und Effizienz verdecken zunehmend den Fokus auf die zentralen Fragen auf dem Weg zum 6. Kondratieff-Zyklus.
[...]
1 Vgl. Statistisches Bundesamt (2007 a) i.V.m. Statistisches Bundes (2007 b).
2 Vgl. DKG (2007), S. 7 f.
3 Vgl. Nefiodow, L. A. (2002), S. 64 ff.
4 Vgl. Richter-Kaup, S. (2006), S. 1 ff.
5 Vgl. Nefiodow, L. A. (2002), S. 64; Braun von Reinersdorff (2006), S. 3.
6 Vgl. Braun von Reinersdorf, A. / Rasche, C. (2003) zit. nach Braun von Reinersdorff (2006), S. 9.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Der Gesundheits- und Krankenhaussektor im Wandel

1.2 Das dualistische System der Krankenhausfinanzierung

1.3 Die Krankenhausfinanzierung und Investitionsstau

1.3 Rechtlicher Regulierungsrahmen – Träger & Rechtsformen

1.4 Theoretischer Bezugsrahmen

1.4.1 Structure-Conduct-Performance Paradigma

1.4.2 Das Resource-Conduct-Performance Paradigma

1.5 Aufbau der Arbeit

2. Eigenkapitalfinanzierung

2.1 Finanzierung: Begriff, Systematik, Eigenkapitalcharakteristika

2.2 Private Equity

2.2.1 Begriff und Wesen von Private Equity

2.2.2 Der Krankenhaussektor aus Sicht der Private Equity Branche

2.2.3 Private Equity aus der Perspektive der Krankenhaussektors

3. Rating

3.1 Die Pivotrolle des Ratings für Krankenhäuser

3.2 Basel II

3.3 Die Grundzüge eines Ratings

3.4 Das Rating für Krankenhäuser

3.5 Die derzeitige Ratinglage deutscher Krankenhäuser

4. Fremdkapitalfinanzierung

4.1 Klassische Bankkreditfinanzierung

4.1.1 Allgemeines zur Kreditfinanzierung

4.1.2 Kreditbesicherung

4.1.3 Die Kreditfinanzierung im Krankenhaussektor

4.1.3.1 Bedeutung der Kreditfinanzierung für den Krankenhaussektor

4.1.3.2 Besonderheiten der Kreditfinanzierung von Krankenhäusern

4.2 Kreditsubstitute

4.2.1 Factoring

4.2.1.1 Allgemeines zum Factoring

4.2.1.2 Factoring im Krankenhaussektor

4.3.2 Asset-Backed Securities

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen deutscher Krankenhäuser bei der Finanzierung vor dem Hintergrund staatlicher Regulierungen und eines Investitionsstaus. Ziel ist es, privatwirtschaftliche Finanzierungsmöglichkeiten – insbesondere Private Equity, Kreditsubstitute wie Factoring und Asset-Backed Securities – als Alternativen und Ergänzungen zur klassischen Kreditfinanzierung aufzuzeigen und deren Eignung unter Berücksichtigung von Rating-Anforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu analysieren.

  • Analyse des Wandels und der Finanzierungsstrukturen im Krankenhaussektor
  • Untersuchung von Private Equity als Eigenkapitalalternative
  • Bedeutung von Ratings (unter Basel II) für die Kapitalbeschaffung
  • Evaluation von Fremdkapitalinstrumenten (Bankkredit, Factoring, Asset-Backed Securities)

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Begriff und Wesen von Private Equity

Bei der Beteiligungs- bzw. Einlagenfinanzierung (externe Eigenkapitalfinanzierung) können grundsätzlich zwei Formen unterschieden werden: die Finanzierung über den Zugang zur Börse (IPO – Initial Public Offering) und die Finanzierung ohne Börsenzugang.73 Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Public Equity und Private Equity als grundsätzlichen Alternativen der Eigenkapitalfinanzierung.74

Vor dem Hintergrund der seit mehr als zwei Jahren geführten „Heuschrecken-Debatte“75 soll an dieser Stelle eine etwas sachlichere Analyse dieser Finanzierungsoption für den deutschen Krankenhausmarkt erfolgen. Auf die Darstellung von Public Equity wird hier zugunsten einer detaillierten Betrachtung von Private Equity verzichtet, da nach herrschender Meinung ein Börsengang nur für wenige Krankenhäuser in den nächsten Jahren eine ernst zu nehmende Alternative darstellen wird. Erstens seien sie „sowohl in ihrer ökonomischen Struktur als auch in ihrer ökonomischen Potenz nicht börsenfähig“.76 Zweitens ist der Kapitalmarkt Analysten zufolge aufgrund der starken Konsolidierung auf dem Krankenhausmarkt und der Ungewissheit bezüglich gesundheitspolitischer Reformen noch nicht für eine große Zahl von IPOs aus dem Krankenhaussektor aufnahmebereit.77

Der Begriff Private Equity ist nicht eindeutig definiert, weshalb hierfür die unterschiedlichsten Erklärungsansätze existieren. Auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, ist Private Equity die außerbörsliche Beteiligung von Private Equity Gesellschaften (PEG) an nicht börsennotierten Unternehmen durch Bereitstellung von Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsmitteln.78 In dieser weiten Fassung schließt Private Equity die Finanzierung sämtlicher Unternehmensphasen und Finanzierungsanlässe mit ein.79

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Strukturwandel im Gesundheitssektor, das dualistische Finanzierungssystem und die daraus resultierende Notwendigkeit privater Finanzierungsoptionen.

2. Eigenkapitalfinanzierung: Analysiert Private Equity als Finanzierungsalternative, bewertet deren Eignung für den Krankenhaussektor und diskutiert die Herausforderungen bei der Umsetzung.

3. Rating: Erläutert die wachsende Bedeutung von Ratings für Krankenhäuser unter den Anforderungen von Basel II und analysiert die aktuelle Ratinglage.

4. Fremdkapitalfinanzierung: Untersucht klassische Bankkredite sowie Kreditsubstitute wie Factoring und Asset-Backed Securities als Mittel zur Liquiditätsgewinnung und Finanzierung.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Krankenhäuser, ein individuelles Finanzierungsmix-Portfolio zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Krankenhausfinanzierung, Private Equity, Rating, Basel II, Bankkredit, Factoring, Asset-Backed Securities, Eigenkapital, Fremdkapital, Investitionsstau, Krankenhaussektor, Gesundheitsmarkt, Unternehmensfinanzierung, Konsolidierung, Liquiditätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten, Grenzen und Entwicklungstendenzen der privaten Krankenhausfinanzierung in Deutschland, um den wachsenden Investitionsbedarf zu decken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Eigenkapitalfinanzierung (Private Equity), die wachsende Bedeutung von Ratings (gemäß Basel II) und verschiedene Fremdkapitalinstrumente wie Kredite, Factoring und Asset-Backed Securities.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung geeigneter privatwirtschaftlicher Finanzierungsalternativen, um Krankenhäuser bei der Bewältigung des Strukturwandels und der Finanzierung notwendiger Investitionen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Structure-Conduct-Performance-Paradigma und dem Resource-based View sowie auf eine Analyse bestehender Finanzierungsinstrumente anhand aktueller Fachliteratur und Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Eigenkapitalfinanzierung, der Rolle von Ratings, der klassischen Kreditfinanzierung und spezifischen Kreditsubstituten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Krankenhausfinanzierung, Private Equity, Rating, Basel II, Factoring, Asset-Backed Securities und Investitionsstau stehen im Mittelpunkt der Analyse.

Welche Rolle spielt die Rechtsform für die Finanzierung?

Die Rechtsform ist ausschlaggebend für die Gestaltungsoptionen; während private Krankenhäuser den größten Spielraum besitzen, unterliegen öffentliche und freigemeinnützige Träger durch Gemeinnützigkeitsstatus und politische Bindungen stärkeren Restriktionen.

Warum ist Factoring für Krankenhäuser interessant?

Factoring ermöglicht es Krankenhäusern, gebundene Liquidität aus Forderungen gegenüber Krankenkassen freizusetzen, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken und Bilanzkennzahlen zu verbessern.

Inwiefern beeinflusst Basel II die Krankenhausfinanzierung?

Durch Basel II werden Banken verpflichtet, Kreditrisiken stärker an internen oder externen Ratings auszurichten, was für Krankenhäuser zu einer Differenzierung der Kreditzinsen führt und ein professionelles Finanzmanagement unerlässlich macht.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krankenhausfinanzierung - Privatwirtschaftliche Alternativen
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2
Autor
Jörg Stahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
87
Katalognummer
V167814
ISBN (Buch)
9783640845491
ISBN (eBook)
9783640847549
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krankenhausfinanzierung privatwirtschaftliche alternativen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jörg Stahl (Autor:in), 2007, Krankenhausfinanzierung - Privatwirtschaftliche Alternativen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167814
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