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Natürliche und aktuelle Vegetation im Allgäu

Title: Natürliche und aktuelle Vegetation im Allgäu

Seminar Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Matthias Jüttner (Author), Nicole Romeike (Author), Volker Störchel (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies

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Summary Excerpt Details

Das Allgäu umfasst ein großes Gebiet im Süden des Regierungsbezirks Schwaben mit überwiegend planaren und kollinen Landschaften mit Schottern der Alt- und Jungmoränen der pleistozänen Eisvorstöße. Der südlichste Teil des bayerischen Allgäus, sowie die teilweise in Österreich gelegenen Allgäuer Alpen, erheben sich bis in die alpine Höhenstufe und sind größtenteils aus jurazeitlichen Kalken und Hauptdolomit aufgebaut. Auch Teile des eher tonigen, mergeligen Flysch und Helvetikum sind dort zu Finden. Das Westallgäu auf Baden-Württembergischer Seite gleicht dem Flachland auf der bayerischen. Vereinzelt finden sich auch Stellen wo die verschiedenen Schichten der Molasse aufgeschlossen sind.
Die so unterschiedlichen Gesteinsuntergründe die im Gebiet des Allgäus zu finden sind machen auch viele Formen der Bodenbildung und Bodenentwicklung möglich. Gerade die Situation im Gebirge beeinflusst die Bodenbildung stark, aber im negativen Sinne. Die Hanglage macht es oft unmöglich Lockermaterial zu halten so dass Bodenbildungsprozesse erst gar nicht initiiert werden können. Hält sich eine Auflage und setzt Bodenentwicklung ein ist die Gefahr des Bodenverlustes durch Wassererosion nach wie vor um ein Vielfaches Höher als im flachen Terrain, auch hier ist der Hang ein negativer Faktor für Entwicklung von ausgeprägten Bodenhorizonten. Das abgespülte Material sammelt sich jedoch am Fuß des Hanges und dort entstehen auch für eine derartige Situation typische Böden. Dort wo das Wasser der Alpenflüsse das Bergland verlässt entstehen nicht selten Moore mit Torfböden und sumpfigen Wasserflächen. Im Moränengebiet zeigen sich auch Böden auf Kies und, anders als in den Alpen, auch mit zum Teil silikatischem Ausgangsmaterial der Schotter. Im gesamten Gebiet verbreitet sind die an den Flussläufen gelegenen Auenböden mit sandigen und lehmigen Korngrößen, sowie quartäre Flussschotter aus den Alpen.
Zunächst liegt der Fokus auf der Vegetation im potentiell natürlichen Zustand, im zweiten Teil dann eine Beschreibung der aktuell vorzufindenden Situation. Den Abschluss bildet eine genaue Betrachtung des Naturraums Wald, seine Verbreitung, seine Nutzung und seine Zukunftsaussichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Geologische und Pedologische Situation im Allgäu

2. Die natürlichen Pflanzengesellschaften des Allgäus

2.1. Gebirgsregion

2.2. Alpenvorland

2.3. Moorvegetation

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der kleinräumigen geologischen und pedologischen Variabilität im Allgäu und der daraus resultierenden standortspezifischen Vegetationszusammensetzung, um ein umfassendes Verständnis der natürlichen Pflanzengesellschaften von der alpinen Hochgebirgsregion bis in das Alpenvorland zu vermitteln.

  • Analyse der geologischen und bodenkundlichen Grundlagen des Allgäus
  • Differenzierung der Pflanzengesellschaften in der Gebirgsregion
  • Untersuchung der Waldgesellschaften im Alpenvorland
  • Charakterisierung der spezifischen Moorvegetation
  • Verknüpfung von Standortfaktoren mit dem aktuellen Vegetationszustand

Auszug aus dem Buch

2.1. Gebirgsregion

In den Gebirgsregionen ohne jegliche Bodenbildung können sich nur Pflanzen ansiedeln die auf trockene, steinige Untergründe ohne viel Feinerde spezialisiert sind. Die extremste Fälle bilden die alpinen Felsspaltengesellschaften die fast nur oberhalb der montanen Stufe in den Spalten des Gesteins wurzeln, und sich mit Überlebenstaktiken wie beispielsweise Sukkulenz oder Rosettenwachstum vor dem Austrocknen an diesen Wasserarmen Standorten zu schützen. Die Gesellschaften bevorzugen hoch gelegene Gebirgsregionen da hier geringere Verdunstung von den Gesteinsoberflächen geschieht, sowie, ebenfalls aus Gründen des Wasserangebots, eher schattige Lagen. Die Allgäuer Alpen ist das Anstehende zum Großteil stark carbonatisch, es bilden sich also auch typische Kalkfelsspaltengesellschaften aus, die im Verband des Potentillion caulescentis zusammengefasst werden.

Häufig findet man auf solchen Böden das Androsacetum helveticae (Schweizer Mannsschild Gesellschaft) welches auf Kalk- und Dolomitstein der alpinen Stufe verbreitet ist, v.a. in sonnenexponierten, windgeschützten Rissen im Felsen. Die Charakterarten sind Androsace helvetica (Schweizer Mannsschild), Draba tomentosa (Filz-Felsenblümchen) und Festuca alpina (Alpenschwingel), und unterscheiden sich vollkommen von denen der eher trockenheitsliebenden Gesellschaft des Potentillo caulescentis-Hieracietum humilis (Stengelfingerkraut-Gesellschaft). Diese ist in den Alpen seltener anzutreffen, jedoch im Allgäu in vielen Höhenstufen verbreitet (ca. 400-2000m). Sie setzt sich hauptsächlich aus den zwei Namen gebenden Arten zusammen, nämlich Potentilla caulescens (Stengel Fingerkraut) und Hieracium humile (Niedriges Habichtskraut).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geologische und Pedologische Situation im Allgäu: Dieses Kapitel erläutert die geologische Beschaffenheit und die daraus resultierenden Bodentypen im Allgäu, die als Grundlage für die standortspezifische Pflanzenentwicklung dienen.

2. Die natürlichen Pflanzengesellschaften des Allgäus: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert die verschiedenen Vegetationsformationen, unterteilt in die Gebirgsregion, das Alpenvorland und die Moorvegetation, unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Charakterarten.

Schlüsselwörter

Allgäu, Vegetation, Geologie, Pedologie, Pflanzengesellschaften, Alpen, Waldgesellschaften, Moor, Bodenbildung, Standortfaktoren, Nadelwald, Laubwald, Charakterarten, Vegetationskunde, Ökologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der natürlichen und aktuellen Vegetation im Allgäu und analysiert, wie geologische und bodenkundliche Gegebenheiten die Verbreitung verschiedener Pflanzengesellschaften steuern.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die zentralen Themen sind die Bodenbildung unter variierenden Gesteinsbedingungen, die Vegetationsstufen der Alpen, die Waldgesellschaften im Alpenvorland sowie die spezifische Ökologie der Moorgebiete.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den engen Zusammenhang zwischen den Standortfaktoren (Gestein, Boden, Wasserhaushalt) und der charakteristischen Pflanzendecke im Allgäu aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine ökologische und geographische Raumanalyse, die auf der Auswertung geologischer Karten, vegetationskundlicher Grundlagen und der Beschreibung typischer Pflanzengesellschaften basiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil ist in drei wesentliche Abschnitte gegliedert: die Besiedlung der Hochgebirgsregion, die Differenzierung der Laub- und Nadelwaldgesellschaften im Alpenvorland und die komplexe Flora der Allgäuer Moore.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Vegetationskunde, Bodenbildung, Allgäuer Alpen, Waldgesellschaften, Moorvegetation sowie standortspezifische Pflanzenarten.

Warum spielt der Wasserhaushalt im Boden eine entscheidende Rolle für die Allgäuer Moore?

Da Niederschläge die Verdunstung überwiegen, können sich in vernässten Muldenlagen Moorkörper bilden, die vom Grundwasser isoliert sind und durch Torfaufwuchs spezifische, saure Lebensbedingungen für Spezialisten bieten.

Wie unterscheidet sich die Vegetation der Hochgebirgsregion von jener im Alpenvorland?

Während in der Gebirgsregion Felsspalten- und Schuttgesellschaften sowie Krummholz dominieren, wird das Alpenvorland durch mächtigere Böden und eine größere Vielfalt an Laubwaldgesellschaften wie Buchen- und Eschen-Ahorn-Wälder geprägt.

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Details

Title
Natürliche und aktuelle Vegetation im Allgäu
College
University of Augsburg  (Geographie)
Course
Projektseminar "Allgäu"
Grade
1,5
Authors
Matthias Jüttner (Author), Nicole Romeike (Author), Volker Störchel (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V167735
ISBN (eBook)
9783640854103
ISBN (Book)
9783640854288
Language
German
Tags
Vegetationskunde Allgäu Bodenkunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Jüttner (Author), Nicole Romeike (Author), Volker Störchel (Author), 2007, Natürliche und aktuelle Vegetation im Allgäu, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167735
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