Einleitung
1 Künstlerische Zusammenarbeit Jelinek/ Neuwirth
1.1 Allgemeines
1.2 Ästhetisches Konzept bei Neuwirth
1.3 Ästhetisches Konzept bei Jelinek
1.4 Ähnlichkeiten im ästhetischen Verfahren
2 Exkurs: Ein Sportstück
2.1 Einige Charakteristika des Stücks
2.2 Themen
2.3 Inszenierung am Tiroler Landestheater
3 Hörspiel „Todesraten“
4 Literatur
5 Anhang: Kurzbiographien
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Künstlerische Zusammenarbeit Jelinek/ Neuwirth
1.1 Allgemeines
1.2 Ästhetisches Konzept bei Neuwirth
1.3 Ästhetisches Konzept bei Jelinek
1.4 Ähnlichkeiten im ästhetischen Verfahren
2 Exkurs: Ein Sportstück
2.1 Einige Charakteristika des Stücks
2.2 Themen
2.3 Inszenierung am Tiroler Landestheater
3 Hörspiel „Todesraten“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Kooperation zwischen Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth, wobei das Hörspiel „Todesraten“ als zentrales Fallbeispiel dient, um die ästhetischen Gemeinsamkeiten von Jelineks literarischem Sprachverfahren und Neuwirths Musikkomposition aufzuzeigen.
- Analyse der ästhetischen Konzepte von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth
- Untersuchung der strukturellen Gemeinsamkeiten von Sprachverarbeitung und Musikkomposition
- Betrachtung von Jelineks Theaterstück „Ein Sportstück“ als Grundlage des Hörspiels
- Interpretation der Figuren „Andi“ und „die alte Frau“ sowie deren Bedeutung für das Hörspiel
- Vergleich zwischen der szenischen Inszenierung und der auditiven Umsetzung im Hörfunk
Auszug aus dem Buch
1.2 Ästhetisches Konzept bei Neuwirth
Neuwirths Musikstücke stellen Klangwelten dar, die an verschlungene Labyrinthe erinnern.
„Die labyrinthische Verschlungenheit der realen Welt bildet den Ansatzpunkt für Olga Neuwirths Komponieren.“
Sie mischt dabei natürliche und elektronische Klänge und arbeitet auch natürliche Klänge ein, die elektronisch verfremdet wurden. Sie verändert aber nicht nur die Klangfarbe traditioneller Instrumente, sondern auch manchmal die menschliche Stimme. Ihre Klangwelten weisen eine verwirrende Fülle von Klangmustern auf, hinter denen sich eine systematische Dekonstruktion akustischer Alltagserfahrungen verbirgt: Es wird hier Alltägliches und Bekanntes stark verfremdet und in neue Kontexte gestellt. In gleichem Maße, wie die Erkennbarkeit von Klängen abnimmt, werden sie und ihre Klangqualitäten durchlässig für mögliche Assoziationen des Hörers.
Sie begreift ihre Musik als Experiment mit neuen Interaktionsräumen – sowohl zwischen Künstler/ Publikum als auch zwischen den einzelnen Kunstsparten. Dabei versucht sie das Periphere, Abgründige, Absurde und die Vielstimmigkeit der menschlichen Existenz durch Irritation, Provokation, Verfremdung und Aggression offen zu legen. Dem Hörer wird dabei das Gefühl vermittelt in einem Spiegelkabinett der Klänge zu sein:
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur künstlerischen Zusammenarbeit zwischen Jelinek und Neuwirth und Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand von „Ein Sportstück“ und „Todesraten“.
Künstlerische Zusammenarbeit Jelinek/ Neuwirth: Untersuchung der gemeinsamen ästhetischen Ansätze, der politischen Positionierung der Künstlerinnen und der Transformation von Jelineks literarischen Texten in die musikalische Sphäre von Neuwirth.
Exkurs: Ein Sportstück: Detaillierte Betrachtung des Theaterstücks, seiner thematischen Schwerpunkte wie Gewalt und Sport sowie der unterschiedlichen Inszenierungsansätze, die als Basis für das Hörspiel dienen.
Hörspiel „Todesraten“: Analyse der Umsetzung des Hörspiels, der musikalischen Strukturierung der Monologe und der spezifischen auditiven Gestaltung als Form der künstlerischen Auseinandersetzung.
Schlüsselwörter
Elfriede Jelinek, Olga Neuwirth, Todesraten, Ein Sportstück, Musiktheater, Hörspiel, Sprachkomposition, Dekonstruktion, Gewalt, Intertextualität, Autorenschaft, Performanz, Stimme, Ästhetik, Musik-Text-Relation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert die langjährige künstlerische Zusammenarbeit zwischen der Schriftstellerin Elfriede Jelinek und der Komponistin Olga Neuwirth, fokussiert auf deren gemeinsame ästhetische Strategien.
Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?
Zentrale Themen sind die Dekonstruktion von Sprache und Alltag, das Verhältnis von Musik und Text, die Thematisierung von Gewalt im Sport sowie Fragen der Autorenschaft.
Was ist das primäre Forschungsziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jelineks sprachliches Demontage-Verfahren mit Neuwirths kompositorischen Methoden korrespondiert und im Hörspiel „Todesraten“ eine neue ästhetische Form bildet.
Welche wissenschaftlichen Methoden nutzt die Verfasserin?
Die Autorin kombiniert eine literaturwissenschaftliche Analyse der Textvorlagen mit einer musikwissenschaftlichen Untersuchung der kompositorischen Verfahren und greift zudem auf Inszenierungsvergleiche zurück.
Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der gemeinsamen Konzepte, einen Exkurs zum Theaterstück „Ein Sportstück“ und die spezifische Analyse des Hörspiels „Todesraten“.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachkomposition, Intertextualität, Performanz, Künstlichkeit, Identitätsschaffung und die Arbeit mit heterogenem Material.
Welche Rolle spielt „Ein Sportstück“ für das Hörspiel „Todesraten“?
„Ein Sportstück“ bildet die inhaltliche Basis; insbesondere die Monologe der Figuren „Andi“ und „die alte Frau“ dienen als Ausgangsmaterial für die musikalisch-auditive Transformation im Hörspiel.
Wie unterscheidet sich die Inszenierung am Tiroler Landestheater von der Uraufführung?
Während die Uraufführung durch Einar Schleef die Masse und faschistische Ästhetik betonte, fokussierte die Inszenierung am Tiroler Landestheater auf das Individuum, Familiengeschichte und Generationskonflikte.
- Arbeit zitieren
- Verena Wiesner (Autor:in), 2005, Hörspiel als Widerstand am Beispiel von "Todesraten" von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167664