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Die Organschaft im Steuerrecht

Titel: Die Organschaft im Steuerrecht

Seminararbeit , 2010 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ramazan Topal (Autor:in)

Jura - Steuerrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland gibt es kein Konzernsteuerrecht. Daher ist die Organschaft das einzige Konstrukt zur Besteuerung von verbundenen Unternehmen. Grundsätzlich erfolgt bei Kapitalgesellschaften eine individuelle Besteuerung. Dieser Grundsatz wird durchbrochen, wenn sich rechtlich selbständige Unternehmen unter Aufgabe ihrer wirtschaftlichen Selbständigkeit zusammenschließen. Derartige Zusammenschlüsse sind auch unter dem Begriff „Konzern“ nach § 18 AktG bekannt. Jedoch kommt für die Organschaft nur das Gebilde eines Unterordnungskonzerns in Frage, da sich das rechtlich selbständige Unternehmen einer einheitlichen Leitung eines anderen Unternehmens unterwirft.
Die untergeordnete Kapitalgesellschaft (Organgesellschaft) wird steuerrechtlich als unselbständiger Teil des übergeordneten Unternehmens (Organträger) betrachtet und beide zusammen bilden eine wirtschaftliche Einheit. Nach der Zurechnungstheorie werden innerhalb des Organkreises die Gewinne oder Verluste der Organgesellschaft den Einkünften des Organträgers zugerechnet und auf dessen Ebene versteuert. Der Hauptvorteil der Organschaft liegt somit in der steuerlichen Verlustverrechnung.
Die vorliegende Arbeit soll eine Übersicht über die Organschaft im Körper-schafts- und Gewerbesteuerrecht geben. Die umsatzsteuerliche Organschaft wird im Rahmen dieser Arbeit nicht berücksichtigt. Nach einer kurzen Einfüh-rung in das Thema Organschaft werden die ertragssteuerlichen Voraussetzun-gen für die Begründung einer Organschaft analysiert. Im Hauptteil dieser Arbeit werden die steuerlichen Rechtsfolgen dahingehend erläutert, dass zwei Aspekte nämlich die körperschaftssteuerliche Einkommensermittlung und die gewerbesteuerlichen Auswirkungen genauer aufgegriffen werden. In einem Fallbeispiel wird im Vergleich die Besteuerung einer Organschaft und einer Nicht-Organschaft untersucht. Die Arbeit schließt mit einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung und Aufbau

B. Voraussetzungen der ertragssteuerlichen Organschaft

1. Organträger

2. Organgesellschaft

3. Finanzielle Eingliederung

4. Gewinnabführungsvertrag

C. Rechtsfolgen der ertragssteuerlichen Organschaft

1. Körperschaftssteuerliche Einkommensermittlung

2. Gewerbesteuerliche Auswirkungen

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Voraussetzungen und steuerlichen Folgen einer ertragssteuerlichen Organschaft im deutschen Steuerrecht. Ziel ist es, die Komplexität dieses Konstrukts als Mittel zur steuerlichen Verlustverrechnung und Ergebniszusammenfassung zwischen verbundenen Unternehmen darzulegen.

  • Grundlagen der Organschaft im deutschen Steuerrecht
  • Persönliche und sachliche Voraussetzungen für Organträger und Organgesellschaften
  • Finanzielle Eingliederung und Anforderungen an den Gewinnabführungsvertrag
  • Körperschaftssteuerliche Gewinnermittlung bei Organschaften
  • Gewerbesteuerliche Auswirkungen und Zerlegungsprinzipien

Auszug aus dem Buch

4. Gewinnabführungsvertrag

Die letzte essenzielle Voraussetzung für die Begründung einer ertragssteuerlichen Organschaft ist der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages zwischen Organgesellschaft und Organträger. Der Gewinnabführungsvertrag muss gemäß § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Satz 1 KStG auf mindestens fünf Jahre abgeschlossen sein und während seiner gesamten Geltungsdauer tatsächlich durchgeführt werden. Hierin verpflichtet sich die Organgesellschaft, ihren gesamten Gewinn an den Organträger abzuführen und der Organträger einen eventuell anfallenden Verlust bei der Organgesellschaft auszugleichen. Der Abführung des ganzen Gewinns besteht insoweit eine Ausnahme, als die Bildung von Rücklagen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erlaubt ist (§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 KStG).

Der Gewinnabführungsvertrag muss spätestens bis zum Ende des Wirtschaftsjahres der Organgesellschaft wirksam werden, zu dem die Organschaft in Kraft treten soll (§ 14 Abs. 1 Satz 2 KStG). Die zivil- und steuerrechtliche Wirksamkeit wird mit Eintragung ins Handelsregister herbeigeführt (§ 294 Abs. 2 AktG, § 54 Abs. 1, 3 GmbHG). Folgendes Beispiel soll die Situation verdeutlichen. Am 30.11.2010 wird ein Gewinnabführungsvertrag für die Zeit vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2014 abgeschlossen mit dem Ziel, bereits ab dem Wirtschaftsjahr (= Kalenderjahr) 2010 eine ertragssteuerliche Organschaft zu begründen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgt jedoch erst am 10.01.2011, so dass der Vertrag im Wirtschaftsjahr 2010 nicht wirksam wird. Wegen einer Befristung des Vertrages bis zum 31.12.2014 scheitert die Anerkennung der Organschaft am nicht vorliegenden Fünfjahreszeitraum.

Eine vorzeitige Kündigung des Gewinnabführungsvertrags ohne wichtigen Grund innerhalb der Fünfjahresfrist führt zur rückwirkenden Nichtanerkennung der Organschaft, d.h. die Gesellschaften werden von Beginn an so besteuert, als wenn keine Organschaft bestanden hätte. Die bereits abgeführten Gewinne sind als verdeckte Gewinnausschüttungen und Verlustübernahmen seitens Organträger als verdeckte Einlagen zu behandeln.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung und Aufbau: Diese Einführung erläutert das Fehlen eines Konzernsteuerrechts in Deutschland und stellt die Organschaft als wesentliches Instrument zur steuerlichen Unternehmensverflechtung vor.

B. Voraussetzungen der ertragssteuerlichen Organschaft: Das Kapitel definiert die essenziellen Bedingungen wie die Wahl der Organträger, die Eingliederung der Organgesellschaft sowie die Notwendigkeit eines Gewinnabführungsvertrags.

C. Rechtsfolgen der ertragssteuerlichen Organschaft: Hier werden die steuerlichen Konsequenzen, insbesondere die körperschaftssteuerliche Ergebniszurechnung und die Besonderheiten bei der Gewerbesteuer erläutert.

D. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Organschaft als Instrument zur Verlustverrechnung bei gleichzeitigem Hinweis auf bestehende Haftungsrisiken und EU-rechtliche Kritikpunkte.

Schlüsselwörter

Organschaft, Steuerrecht, Organträger, Organgesellschaft, Gewinnabführungsvertrag, Verlustverrechnung, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, finanzielle Eingliederung, Ertragssteuer, Unternehmensbesteuerung, Handelsregister, Verlustübernahme, Konzern, Betriebsstätte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das steuerliche Konstrukt der Organschaft in Deutschland als Methode, um verbundene Unternehmen steuerlich zusammenzufassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Voraussetzungen der Begründung einer Organschaft sowie deren steuerliche Auswirkungen auf die Gewinnermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, eine systematische Übersicht über die ertragssteuerliche Organschaft zu geben und die komplexen Regelungen zur Verlust- und Gewinnverrechnung zwischen Organträger und Organgesellschaft zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive und analysierende Auswertung einschlägiger Steuergesetze und Fachliteratur sowie die Verwendung von Fallbeispielen zur Veranschaulichung der steuerlichen Auswirkungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die gesetzlichen Voraussetzungen (Organträger, Eingliederung, Vertrag) und die spezifischen steuerlichen Rechtsfolgen bei der Körperschafts- und Gewerbesteuer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Organschaft, Organträger, Organgesellschaft, Gewinnabführungsvertrag, Gewerbeertrag und Ergebniszurechnung.

Warum ist ein Gewinnabführungsvertrag für eine Organschaft zwingend erforderlich?

Der Gewinnabführungsvertrag sichert die ertragssteuerliche Zusammenrechnung der Ergebnisse; ohne ihn oder bei vorzeitiger Kündigung wird die Organschaft steuerlich nicht anerkannt.

Welche steuerlichen Vorteile bietet eine Organschaft?

Der Hauptvorteil liegt in der Möglichkeit der steuerlichen Verlustverrechnung innerhalb des Organkreises, was zu einer optimierten Steuerlast führen kann.

Welche Rolle spielt die finanzielle Eingliederung?

Sie ist eine notwendige Voraussetzung und erfordert, dass der Organträger die Mehrheit der Stimmrechte an der Organgesellschaft hält, um eine einheitliche Leitung sicherzustellen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Organschaft im Steuerrecht
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm; früher Fachhochschule Neu-Ulm
Note
2,0
Autor
Ramazan Topal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V167579
ISBN (Buch)
9783640840373
ISBN (eBook)
9783640841882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
organschaft steuerrecht organträger organgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramazan Topal (Autor:in), 2010, Die Organschaft im Steuerrecht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167579
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