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Empirische Exploration zur Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden

Titel: Empirische Exploration zur Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden

Bachelorarbeit , 2010 , 113 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Laura Cordes (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit begegnet der Forschungslücke zur externen Generierung von Geschäftsmodellinnovationen mit Hilfe einer empirischen Exploration auf Basis von Experteninterviews. Es wird spezifisch die Eignung der kontextübergreifenden Geschäftsmodellübertragung, z.B. in eine andere Branche oder ein anderes Land, als mögliche Quelle für Geschäftsmodellinnovationen untersucht. Dabei werden verschiedene Akteure, Kontexte, Inhalte, Dimensionen sowie Innovationsergebnisse berücksichtigt.

So zeigt sich, dass die Geschäftsmodellübertragung durchaus ein großes Potenzial hat, um Geschäftsmodellinnovationen hervorzubringen. Besonders die industrielle (branchenübergreifende) Übertragung lässt ein hohes Innovationspotenzial vermuten, ist allerdings mit größeren Umsetzungsschwierigkeiten verbunden. Die Möglichkeit der Geschäftsmodellinnovationsgenerierung gilt zunächst für alle Unternehmen. Es zeigt sich jedoch, dass die Übertragung für Startups vermeintlich einfacher ist als für Incumbents. Die Geschäftsmodelle werden in der Regel an das Ziel der Übertragung angepasst.
Aus den Ergebnissen folgt für Unternehmensführungen wie -gründer der Ratschlag, das Rad nicht immer neu zu erfinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Definitionen

2.1.1 Geschäftsmodell

2.1.2 Innovation

2.1.3 Geschäftsmodellinnovation

2.1.4 Übertragung von Geschäftsmodellen

2.2 Eingrenzung des Forschungsphänomens

2.2.1 Prozess der Geschäftsmodellinnovationsgenerierung

2.2.2 Versionen der Geschäftsmodellübertragung

2.3 Stand der Forschung zur Geschäftsmodellinnovationsgenerierung

2.3.1 Interne Geschäftsmodellinnovationsgenerierung

2.3.2 Externe Geschäftsmodellinnovationsgenerierung

3. Konzeption und Durchführung der empirischen Studie

3.1 Datenerhebung

3.1.1 Auswahl der Interviewpartner

3.1.2 Entwicklung des Interviewleitfadens

3.1.3 Durchführung der Interviews

3.1.4 Transkription der Interviews

3.2 Datenauswertung

3.2.1 Entwicklung eines Suchrasters

3.2.2 Extraktion

3.2.3 Aufbereitung und Auswertung der Daten

4. Empirische Befunde zur Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen

4.1 Akteursbezogen

4.1.1 Etablierungsgrad und Größe

4.1.2 Branche

4.2 Kontextbezogen

4.3 Inhaltsbezogen

4.3.1 Ausrichtung

4.3.2 Komponenten

4.4 Dimensionsbezogen

4.4.1 Umfang

4.4.2 Grad der Anpassung

4.5 Ergebnisbezogen

5. Ableitung von Hypothesen

6. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse, unter welchen Bedingungen und durch welche Akteure diese Art der Innovationsgenerierung effektiv genutzt werden kann, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

  • Prozess der Geschäftsmodellinnovationsgenerierung
  • Unterscheidung verschiedener Versionen der Geschäftsmodellübertragung
  • Einfluss von Akteurstypen (Startups vs. Incumbents) und Branchen
  • Analyse der Übertragung von Inhalten und Komponenten
  • Bewertung des Innovationsgrads durch Übertragungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Geschäftsmodell

Häufig lassen sich definitorische Ansätze für den Begriff Geschäftsmodell auf einen Strategiefokus (vgl. Knyphausen-Aufsess/ Meinhardt, 2002b: 64 ff.), eine handlungsorientierte Umsetzungsperspektive (vgl. Bieger et al., 2002: 36 ff.), einen Wertkettenansatz in Anlehnung an PORTER (1996, 59 ff.; vgl. Timmers, 2000: 39 ff.; Tomczak et al., 1999: 32 ff.) oder eine E-Business-Ausrichtung (vgl. Amit/ Zott, 2001; Wölfle, 2000) zurückführen.

Dabei wird zwischen Partial- und Universalansätzen unterschieden (Meinhardt, 2002: 219 ff.). Der Partialansatz zeichnet sich durch den Fokus auf einzelne Theorieelemente (z.B. Wertkettenansatz) oder bestimmte Branchen aus (Meinhardt, 2002: 219 ff.). Dagegen umfassen Universalansätze verschiedene Theorieelemente, die in einem Geschäftsmodellkonstrukt vereint werden (Meinhardt, 2002: 227 ff.).

Weitgehender Konsens zwischen den verschiedenen Definitionen besteht darin, dass das Geschäftsmodell die „value proposition“, das heißt das Kundennutzenversprechen, beschreibt (vgl. Chesbrough, 2000: 355; Hamel, 2000: 74; Johnson et al., 2008: 52).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende globale Marktdynamik und definiert das Forschungsziel, die Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Innovationen zu explorieren.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Geschäftsmodell und Innovation, grenzt das Forschungsphänomen ein und analysiert den aktuellen Stand der Forschung zur Geschäftsmodellinnovation.

3. Konzeption und Durchführung der empirischen Studie: Hier wird der methodische Ansatz der explorativen Analyse mittels Experteninterviews beschrieben, von der Auswahl der Interviewpartner bis zur Datenauswertung.

4. Empirische Befunde zur Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen: Die empirischen Ergebnisse werden nach Akteuren, Kontexten, Inhalten, Dimensionen und Ergebnissen systematisch präsentiert und diskutiert.

5. Ableitung von Hypothesen: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden sechs zentrale Hypothesen zur weiteren Forschung abgeleitet.

6. Zusammenfassung und Diskussion: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse, diskutiert Limitationen der Studie und gibt Anregungen für zukünftige Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Geschäftsmodellinnovation, Geschäftsmodellübertragung, Innovation, Copycats, Experteninterview, qualitative Inhaltsanalyse, Strategie, Unternehmensgründung, Wettbewerbsvorteil, Incumbents, Startups, Innovationskultur, Branchen, Skalierbarkeit, Prozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Übertragung von bestehenden Geschäftsmodellen (z.B. aus anderen Ländern oder Branchen) als Quelle für die Generierung neuer Geschäftsmodellinnovationen genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Geschäftsmodellen, den Prozess ihrer Entstehung, die Rolle von Startups gegenüber etablierten Unternehmen (Incumbents) sowie die Risiken und Potenziale beim Kopieren oder Adaptieren von Geschäftsmodellkomponenten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Inwiefern ist die Geschäftsmodellübertragung eine valide und interessante Option zur Generierung von Geschäftsmodellinnovationen?

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wählt einen explorativen Ansatz und führt zehn Experteninterviews mit Strategieberatern und Vertretern von Venture-Capital-Unternehmen durch, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Konzeption der Studie und die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse, gegliedert nach akteurs-, kontext-, inhalts-, dimensions- und ergebnisbezogenen Kriterien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den prägenden Begriffen gehören die Geschäftsmodellübertragung, Innovation, Copycats, der Proof of Concept und die Unterscheidung zwischen Startups und Incumbents.

Warum fällt es Incumbents schwerer als Startups, Geschäftsmodelle zu übertragen?

Die Experten führen dies auf eine tendenziell schwächere Innovationskultur, starre bestehende Strukturen, die Angst vor Kannibalisierung des eigenen Kerngeschäfts und eine zu starke Bindung an die "dominante Logik" des eigenen Marktes zurück.

Welche Rolle spielt die Branche bei der Geschäftsmodellübertragung?

Während das Internet-Umfeld als besonders geeignet für Übertragungen gilt (aufgrund niedriger Markteintrittsbarrieren), sind stark regulierte Industrien wie der Finanzsektor oder die Energiebranche deutlich komplexer für diesen Ansatz.

Wird bei der Übertragung grundsätzlich alles kopiert?

Nein, die Ergebnisse zeigen, dass meist eine Anpassung des Ursprungsmodells an den Zielmarkt erfolgt; eine reine "Copy-Paste-Strategie" wird von den befragten Experten eher kritisch gesehen.

Ende der Leseprobe aus 113 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Empirische Exploration zur Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden
Hochschule
Zeppelin University Friedrichshafen  (Lehrstuhl für Innovation, Technologie & Entrepreneurship)
Note
1,0
Autor
Laura Cordes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
113
Katalognummer
V167523
ISBN (Buch)
9783640839063
ISBN (eBook)
9783640839414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exploration geschäftsmodellübertragung quelle geschäftsmodellinnovationen geschäftsmodellinnovationsgenerierung Analogietransfer business model innovation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Cordes (Autor:in), 2010, Empirische Exploration zur Geschäftsmodellübertragung als Quelle für Geschäftsmodellinnovationen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167523
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