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Die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur

Titel: Die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 24 Seiten , Note: 1

Autor:in: Magister Artium Andre Hoffmann (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtet man die Rolle Heinrichs des Löwen für die Entwicklung der frühen deutschen Literatur des Mittelalters, so kommt man nicht umhin, auch sein weiteres Wirken als Kunstmäzen zu beachten. Denn neben den bekanntesten Werken Rolandslied, Tristant und Lucidarius, betätigt sich Heinrich der Löwe auch auf den Gebieten der Buchmalerei, Architektur, Bildhauerei und Geschichtsschreibung als Förderer. Vor allem bei den nicht-literarischen Werken, die in der Zeit Heinrichs geschaffen werden, steht der Braunschweiger Hof im Mittelpunkt.
Wie ist es jedoch mit der herzoglichen Förderung früher deutscher
Literatur beschaffen? Zu den bereits angesprochenen Hauptwerken, also
dem Rolandslied des Pfaffen Konrad, dem Tristant des Eilhart von
Oberg und dem Braunschweiger Lucidarius, gesellt sich noch die
Geschichtsschreibung, die in Braunschweig durch die Chronica
Slavorum des Helmold von Bosau und die Steterburger Chronik des
Gerhard II. von Steterburg vertreten wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einführung

2) Heinrichs Entwicklung zum Mäzen

3) Das Rolandslied des Pfaffen Konrad

4) Der deutsche Lucidarius

5) Der Tristant des Eilhart von Oberg

6) Geschichtsschreibung in Braunschweig

7) Schlussbetrachtung

8) Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur und hinterfragt kritisch die wissenschaftliche These, dass der Braunschweiger Hof ein zentraler Ort für die Entstehung bedeutender literarischer Werke des Mittelalters war.

  • Analyse der Selbstdarstellung Heinrichs des Löwen durch Literatur und Kunst.
  • Kritische Überprüfung der Entstehungskontexte von "Rolandslied", "Tristant" und "Lucidarius".
  • Untersuchung der Bedeutung der Geschichtsschreibung am Braunschweiger Hof.
  • Einordnung aktueller Forschungsergebnisse zur Mäzenatentätigkeit des Herzogs.
  • Bewertung der Historizität von Auftraggeberschaft und Entstehungsorten.

Auszug aus dem Buch

4) Der deutsche Lucidarius

Mit dem Braunschweiger Lucidarius tritt nun ein Werk in den Vordergrund, das lange Zeit als der sicherste Beweis für die herausragende Rolle des Literaturbetriebs am Welfenhof galt. Ernsthafte und belegbare Zweifel an dieser Annahme gibt es jedoch spätestens seit den Forschungsergebnissen von Georg Steer. Der Ansatzpunkt dieser neuen Erkenntnisse findet sich auf kuriose Weise genau in dem Aspekt, der bislang als das sicherste Zeugnis für die Herkunft des Lucidarius angesehen wurde.

Die Rede ist hierbei vom sogenannten Prolog A. Demzufolge gibt Heinrich der Löwe den Lucidarius in Braunschweig in Auftrag und befiehlt den Geistlichen, sowohl nach lateinischen Quellen zu arbeiten, als auch das Gesamtwerk in Prosa zu verfassen. Allein aus diesen Fakten ergeben sich weitreichende Konsequenzen. Nimmt man zunächst das ungefähre Jahr 1190 für den Beginn des Lucidarius an, so bedeutet die Forderung eines Prosastils einen revolutionären Schritt auf dem Gebiet der deutschen Literatur. Da Heinrich selbst als quasi litterae anzusehen ist, muss es für ihn eine Anregung in Prosa gegeben haben, die wiederum nur aus Frankreich stammen kann.

Des Weiteren ergibt sich als zweite Schlussfolgerung, dass der Lucidarius „für den volkssprachigen Literaturbetrieb am Hofe Heinrichs des Löwen“ das einzige direkte Beweismittel ist. Denn der Prolog A liefert durch seine inhaltliche Genauigkeit ein besseres Zeugnis als das Rolandslied oder der Tristant.

Nun allerdings gibt es vom besagten Prolog A des Lucidarius nur eine Überlieferung in acht mittel- und niederdeutschen Handschriften. Alle weiteren mehr als 70 Textzeugen beinhalten den sogenannten Prolog B, der ungleich weniger detailliert ist als sein Gegenstück. Darüber hinaus beziehen sich alle acht Überlieferungen des Prologs A auf eine eigenständige Redaktion des Lucidarius, die von einer Fassung abhängig ist, die unzählige Kürzungen und Umgestaltungen aufweist (Buch I wesentlich verändert, Buch II auf ein Drittel gekürzt, Buch III fehlt komplett). Da aber nun die Fassungen mit dem Prolog B beinahe ausnahmslos älter sind als die oben genannten mittel- und niederdeutschen Handschriften, stellt sich die Frage, wieso der jüngere Prolog A über genauere Details zu Heinrich dem Löwen und Braunschweig verfügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einführung: Das Kapitel erläutert die Ambitionen Heinrichs des Löwen als Kunstmäzen und führt in die wissenschaftliche Debatte um die literarische Bedeutung seines Braunschweiger Hofes ein.

2) Heinrichs Entwicklung zum Mäzen: Hier wird der machtpolitische Aufstieg Heinrichs des Löwen sowie sein Streben nach Selbstdarstellung und königsgleicher Repräsentation thematisiert.

3) Das Rolandslied des Pfaffen Konrad: Das Kapitel untersucht die Entstehung und den politischen Kontext des Rolandslieds als mögliches Werk in Auftrag des Braunschweiger Hofes.

4) Der deutsche Lucidarius: Diese Sektion analysiert die Diskrepanz zwischen den Prologen A und B und hinterfragt kritisch die Rolle des Lucidarius als Beweis für das literarische Mäzenatentum am Welfenhof.

5) Der Tristant des Eilhart von Oberg: Es werden die Zweifel an der direkten Verbindung des Tristant-Epos zum Braunschweiger Hof sowie die Diskussion um die Datierung und den Wirkungskreis des Autors erörtert.

6) Geschichtsschreibung in Braunschweig: Dieses Kapitel befasst sich mit dem späten Interesse des Herzogs an der Chronistik und der Entstehung verschiedener Geschichtswerke in seinem Umkreis.

7) Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Annahme eines Braunschweiger Literaturzentrums für viele Werke historisch nur schwer haltbar ist und das Mäzenatentum differenzierter betrachtet werden muss.

8) Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Heinrich der Löwe, Mäzenatentum, Welfenhof, Braunschweig, Rolandslied, Lucidarius, Tristant, Eilhart von Oberg, mittelalterliche Literatur, Geschichtsschreibung, Hofkultur, literarische Repräsentation, Mittelalter, Prologe, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch die historische Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur und hinterfragt, inwieweit der Braunschweiger Hof tatsächlich ein Zentrum für die Entstehung wichtiger literarischer Werke war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Selbstdarstellung des Herzogs, die Analyse der Entstehungskontexte bedeutender Epen wie dem Rolandslied, dem Lucidarius und dem Tristant sowie die Rolle der Geschichtsschreibung am Welfenhof.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob die bisherige Forschung zu Recht den Braunschweiger Hof Heinrichs des Löwen als zentrales literarisches Zentrum identifiziert hat oder ob diese Zuschreibung revidiert werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine philologisch-historische Untersuchung, die auf der Analyse von Prologen, Sprachvergleichen, handschriftlichen Überlieferungen und dem Abgleich mit aktuellen Forschungsergebnissen zur mittelalterlichen Literaturgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen literarischen Hauptwerke (Rolandslied, Lucidarius, Tristant) und die Geschichtsschreibung in Braunschweig einzeln analysiert und auf ihre Verbindung zum Herzog Heinrich hin überprüft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mäzenatentum, Welfenhof, literarische Repräsentation, historischer Entstehungskontext und kritische Quellenanalyse charakterisiert.

Warum wird der "Lucidarius" in der Forschung so kontrovers diskutiert?

Die Kontroverse ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen dem späteren "Prolog A", der den Herzog als Auftraggeber nennt, und dem älteren "Prolog B", der diese Information nicht enthält, was auf eine spätere Konstruktion hindeuten könnte.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Rolle Heinrichs als Mäzen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das literarische Mäzenatentum Heinrichs des Löwen für volkssprachige Dichtung deutlich fragwürdiger ist, als bisher angenommen, und nur für das Rolandslied als weitgehend gesichert gilt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Veranstaltung
Schrift und Hof. Hofkultur zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
Note
1
Autor
Magister Artium Andre Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
24
Katalognummer
V167322
ISBN (eBook)
9783640838035
ISBN (Buch)
9783640838523
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Germanistik Mittelalter Heinrich der Löwe Mäzenatentum Hofkultur Mündlichkeit Schriftlichkeit Marburg Literatur Mäzen Rolandslied Braunschweig Pfaffe Konrad Lucidarius
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Andre Hoffmann (Autor:in), 2001, Die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167322
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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