Betrachtet man die Rolle Heinrichs des Löwen für die Entwicklung der frühen deutschen Literatur des Mittelalters, so kommt man nicht umhin, auch sein weiteres Wirken als Kunstmäzen zu beachten. Denn neben den bekanntesten Werken Rolandslied, Tristant und Lucidarius, betätigt sich Heinrich der Löwe auch auf den Gebieten der Buchmalerei, Architektur, Bildhauerei und Geschichtsschreibung als Förderer. Vor allem bei den nicht-literarischen Werken, die in der Zeit Heinrichs geschaffen werden, steht der Braunschweiger Hof im Mittelpunkt.
Wie ist es jedoch mit der herzoglichen Förderung früher deutscher
Literatur beschaffen? Zu den bereits angesprochenen Hauptwerken, also
dem Rolandslied des Pfaffen Konrad, dem Tristant des Eilhart von
Oberg und dem Braunschweiger Lucidarius, gesellt sich noch die
Geschichtsschreibung, die in Braunschweig durch die Chronica
Slavorum des Helmold von Bosau und die Steterburger Chronik des
Gerhard II. von Steterburg vertreten wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Heinrichs Entwicklung zum Mäzen
- Das Rolandslied des Pfaffen Konrad
- Der deutsche Lucidarius
- Der Tristant des Eilhart von Oberg
- Geschichtsschreibung in Braunschweig
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur. Sie beleuchtet seine Förderung von literarischen Werken wie dem Rolandslied, dem Tristant und dem Lucidarius, sowie seine Unterstützung der Buchmalerei, Architektur, Bildhauerei und Geschichtsschreibung.
- Heinrichs Entwicklung zum Mäzen und die Rolle seiner politischen Macht
- Die Förderung von literarischen Werken am Braunschweiger Hof
- Die Bedeutung von Heinrichs Ehe mit Mathilde für die Förderung der Literatur
- Die Verbindung von Kunstförderung und politischer Repräsentation
- Die Entwicklung Braunschweigs als Zentrum der Kunstförderung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Die Arbeit stellt Heinrichs Rolle als Mäzen der frühen deutschen Literatur vor und beleuchtet seine Förderung von literarischen und künstlerischen Werken.
- Heinrichs Entwicklung zum Mäzen: Dieses Kapitel untersucht Heinrichs politische Karriere und die Entstehung seines Mäzenatentums im Kontext seiner Machtposition und seiner Familienbeziehungen.
- Das Rolandslied des Pfaffen Konrad: Dieses Kapitel analysiert das Rolandslied als ein Beispiel für Heinrichs Förderung der Literatur. Es untersucht die Entstehungsgeschichte des Werks und seine Bedeutung im Kontext der Zeit.
- Der deutsche Lucidarius: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Lucidarius als einem weiteren Beispiel für Heinrichs Förderung der Literatur. Es analysiert das Werk und seine Bedeutung im Kontext der Zeit.
- Der Tristant des Eilhart von Oberg: Dieses Kapitel untersucht den Tristant als ein weiteres Beispiel für Heinrichs Förderung der Literatur. Es analysiert das Werk und seine Bedeutung im Kontext der Zeit.
- Geschichtsschreibung in Braunschweig: Dieses Kapitel beleuchtet die Förderung der Geschichtsschreibung am Braunschweiger Hof und die Bedeutung von Werken wie der Chronica Slavorum und der Steterburger Chronik.
Schlüsselwörter
Heinrich der Löwe, Mäzen, frühe deutsche Literatur, Rolandslied, Tristant, Lucidarius, Geschichtsschreibung, Braunschweig, Kunstförderung, politische Macht, Repräsentation.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielte Heinrich der Löwe für die deutsche Literatur?
Heinrich der Löwe war einer der bedeutendsten Mäzene des 12. Jahrhunderts. Er förderte wichtige Werke wie das „Rolandslied“, den „Tristant“ und den „Lucidarius“ und machte Braunschweig zu einem Zentrum der Kunst.
Was ist das „Rolandslied“ des Pfaffen Konrad?
Es ist eine bedeutende mittelhochdeutsche Adaption des französischen Rolandsliedes, die unter der Schirmherrschaft Heinrichs des Löwen entstand und christlich-ritterliche Ideale propagierte.
Was ist der „Lucidarius“?
Der Lucidarius ist das erste deutschsprachige Sachbuch des Mittelalters. Es wurde am Braunschweiger Hof initiiert, um theologisches und weltliches Wissen in der Volkssprache zugänglich zu machen.
Warum förderte Heinrich der Löwe die Kunst so intensiv?
Sein Mäzenatentum diente nicht nur der persönlichen Neigung, sondern vor allem der politischen Repräsentation und Legitimation seiner Macht als Herzog von Bayern und Sachsen.
Welchen Einfluss hatte seine Ehefrau Mathilde auf sein Mäzenatentum?
Mathilde, die Tochter des englischen Königs Heinrich II., brachte Einflüsse des anglo-normannischen Hofes nach Braunschweig, was die literarische Produktion und den kulturellen Austausch maßgeblich bereicherte.
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- Magister Artium Andre Hoffmann (Author), 2001, Die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen der frühen deutschen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167322