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Das IOC als Dachorganisation der Olympischen Bewegung

Vorherrschaft bei der Programmgestaltung der Olympischen Spiele von 1992 bis 2008

Title: Das IOC als Dachorganisation der Olympischen Bewegung

Diploma Thesis , 2008 , 79 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andreas Grill (Author)

Sport - Sport History

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Summary Excerpt Details

Die Olympischen Spiele sind eines der größten sportlichen Ereignisse weltweit und rufen bei Millionen von Menschen eine rege Anteilnahme und Aufmerksamkeit hervor. Nur wenigen ist es vorbehalten als Athlet, Trainer oder im Auftrag der Presse hautnah dabei zu sein(Altenberger, Haag & Holzweg, 2004, S. 7). Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten haben die Olympischen Spiele verschiedenste sportliche, wirtschaftliche und auch politische Veränderungen erfahren. Um den sehr komplexen und vielschichtigen Sachverhalt der Olympischen Bewegung und dessen Olympischen Spiele als zeitlichen Höhepunkt richtig zu verstehen, ist es notwendig, die Olympiade und die dahinter stehende Olympische Idee näher zu betrachten und zu analysieren. Allem voran ist hierbei das Internationale Olympische Komitee zu nennen, welches die oberste Instanz der Olympischen Bewegung darstellt und somit weitreichende und exklusive Entscheidungsanrechte besitzt. Somit bedarf es der Beschäftigung mit einigen grundsätzlichen Fragen, dessen Antworten gleichsam einen Bezugsrahmen für die Zielsetzung, Wesensart, Entwicklung aber auch Gefährdung der kommenden Olympischen Spiele bilden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das IOC als nichtstaatliche Organisation im Weltsport

2.1 Die Sonderstellung des IOC im Weltsport

2.2 Die Olympische Charta als Grundlage für die Olympische Bewegung

2.3 An der Olympischen Bewegung beteiligte Akteure

2.3.1 Handlungsfelder und Ziele des IOC innerhalb der Olympischen Bewegung

2.3.2 Die Internationalen Sportfachverbände und Nationalen Olympischen Komitees

2.4 Organe, Kommissionen und Administration des IOC

2.5 Resulotionsprozesse des IOC

2.5.1 Bestimmungen zur Mitgliedschaft

2.5.2 Die Vergabe der Olympischen Spiele

2.5.3 Richtlinien bei der Gestaltung des Wettkampfprogramms

2.6 Interaktion des IOC mit elementaren und externen Akteursgruppen zur Produktion der Olympischen Spiele

2.7 Kritik am IOC und daraus resultierende Reformvorschläge

3 Das Programm der Olympischen Spiele im Zeitraum von 1992 - 2008

3.1 Historischer Exkurs und zeitliche Einordnung des Geschehens

3.2 Die Programmentwicklung der Olympischen Sommerspiele seit 1992

3.3 Die Programmentwicklung der Olympischen Winterspiele seit 1992

3.4 Perspektiven der olympischen Programmentwicklung

3.5 Olympische Randsportarten an der Existenzgrenze

4 Die Olympischen Spiele in der Krise?

4.1 Die Zukunft der Olympischen Bewegung

4.2 Wachstumsprozesse und Strukturwandel

4.2.1 Der olympische Sport als inszenierter Teil der Unterhaltungsindustrie

4.2.2 Einbahnstraße zum Gigantismus und zur Globalisierung

4.3 Aktuelle Tendenzen in der Sportentwicklung

4.4 Doping im Hochleistungssport als zentrales Problem der Olympischen Bewegung

5 Sport und Politik – eine symbiotische Beziehung

5.1 De-Politisierung als Kehrseite der Re-Kulturalisierung der olympischen Sportgeschichte

5.2 Gegenseitige Einflussnahme von Sport und Politik aufeinander

5.3 Die Olympischen Spiele in Peking aus sportpolitischer Sichtweise

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als zentrale Dachorganisation und dessen maßgeblichen Einfluss auf die Programmgestaltung der Olympischen Spiele zwischen 1992 und 2008. Ziel ist es, die Machtstrukturen und Entscheidungsprozesse des IOC zu beleuchten, die Programmentwicklung kritisch zu analysieren und die Wechselwirkungen zwischen Sport, Politik und wirtschaftlichen Interessen im Kontext der Olympischen Bewegung darzustellen.

  • Struktur, Handlungsfelder und Reformprozesse innerhalb des IOC
  • Programmentwicklung der Sommer- und Winterspiele (1992–2008)
  • Wachstumsprozesse, Gigantismus und Kommerzialisierung im Sport
  • Doping als zentrales Problem des modernen Hochleistungssports
  • Die symbiotische und konfliktgeladene Beziehung zwischen Sport und Politik

Auszug aus dem Buch

2.5.2 Die Vergabe der Olympischen Spiele

Das IOC legt großen Wert darauf, die Austragungsorte über die ganze Welt zu zerstreuen, deshalb bekommt ein Land nie zweimal hintereinander den Zuschlag (Oxlade & Ballheimer, 2005, S. 58). Den Austragungsort der Olympischen Spiele ermittelt das IOC seit den Reformen von 1999 in einem zweistufigen, institutionalisierten Vergabeverfahren. Dieses Verfahren wurde erstmals für die Wahl des Austragungsortes der Sommerspiele 2008 verwendet. Sieger dieses Bewerbungsverfahrens war bekanntlich die Stadt Peking, welche die 29. Olympischen Sommerspiele vom 8. August bis 24. August austrug. Den Zuschlag erhielt Peking am 13. Juli 2001, vor denen zur Wahl zugelassenen Städten Paris, Toronto, Istanbul und Osaka (IOC, 2008a). Die Auswahl erfolgt immer sieben Jahre vor Beginn der Spiele (IOC, 2007a, rule 34).

In diesem zweistufigen Prozess findet zunächst eine nationale Vorauswahl statt, bei welcher das zuständige NOK, die an der Ausrichtung interessierte Bewerberstadt des Landes nominiert. Sollte es jedoch mehrere potentielle Bewerberstädte aus einem Land geben, entscheidet das NOK, welche für die Bewerbung nominiert wird. Ist eine Stadt ernannt worden, muss sie sich in einem ersten Auswahlprozess dem IOC stellen, bei welchem der offizielle Kandidatenstatus verliehen wird. Diese zum Kandidatenkreis gewählten Städte müssen dem IOC versichern, dass sie finanziell und technisch in der Lage sind, die Olympischen Spiele auszutragen (IOC, 2007a, rule 28, 34). Jede Bewerberstadt verpflichtet sich darüber hinaus, die erlassenen Bedingungen und die technischen Normen zu beachten, die zum Programm der Olympischen Spiele gehörigen Sportart vom IF vorgeschrieben werden (Vedder & Lämmer, 1996, S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der olympischen Bewegung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Struktur des IOC sowie die Entwicklung der Spiele zwischen 1992 und 2008 zu analysieren.

2 Das IOC als nichtstaatliche Organisation im Weltsport: Dieses Kapitel beschreibt die Sonderstellung des IOC als höchste Instanz, seine organisatorische Struktur, die Bedeutung der Olympischen Charta sowie die entscheidungsrelevanten Prozesse bei Mitgliedschaften und der Vergabe von Spielen.

3 Das Programm der Olympischen Spiele im Zeitraum von 1992 - 2008: Dieser Teil analysiert die historische Entwicklung der olympischen Sportprogramme, inklusive der Expansion, der Auswahlkriterien für Sportarten und der spezifischen Herausforderungen für Randsportarten.

4 Die Olympischen Spiele in der Krise?: Kapitel vier untersucht kritische Aspekte der olympischen Bewegung, insbesondere Wachstumsprozesse, Kommerzialisierung, Medienabhängigkeit und die Dopingproblematik im Spitzensport.

5 Sport und Politik – eine symbiotische Beziehung: Dieser Abschnitt thematisiert die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen sportlichen Ereignissen und politischen Interessen, am Beispiel historischer Ereignisse und der Spiele in Peking.

6 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Entwicklung, die Machtstrukturen des IOC und die aktuellen Herausforderungen der olympischen Bewegung zusammen.

Schlüsselwörter

Internationales Olympisches Komitee, Olympische Spiele, Olympische Charta, Programmgestaltung, Sportpolitik, Doping, Kommerzialisierung, Sportvermarktung, Gigantismus, Leistungssport, Sportorganisation, Medialisierung, Reformen, Globalisierung, Athleten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das IOC als Dachorganisation der Olympischen Bewegung und analysiert dessen zentrale Rolle bei der Programmgestaltung der Spiele im Zeitraum von 1992 bis 2008.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Machtressourcen des IOC, die Entwicklung der Sportprogramme für Sommer- und Winterspiele, die Auswirkungen kommerzieller Interessen sowie das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Sport und Politik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Strukturen des IOC zu erlangen und aufzuzeigen, wie das Komitee seine Vorherrschaft bei der Gestaltung der olympischen Programme ausübt und welche Herausforderungen (z.B. Krise, Doping) die Bewegung prägen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine tiefgehende Literatur- und Dokumentenanalyse durch, wobei er sich auf die Olympische Charta, offizielle Berichte des IOC sowie sportwissenschaftliche Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der IOC-Strukturen, eine detaillierte Untersuchung der Programmentwicklung der Jahre 1992–2008, eine kritische Betrachtung von Wachstumsprozessen und Doping sowie eine Diskussion über die Verflechtung von Sport und Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Olympische Bewegung, IOC, Programmgestaltung, Sportpolitik, Kommerzialisierung, Dopingproblematik und Gigantismus.

Wie beeinflussen Sponsoren die Programmgestaltung der Olympischen Spiele?

Sponsoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Planung, da sie neben Fernsehsendern eine der Hauptfinanzierungsquellen darstellen; ihre kommerziellen Interessen, wie etwa das Maximieren von Einschaltquoten, beeinflussen die Auswahl von Sportarten und die zeitliche Ausrichtung der Wettbewerbe.

Welche Rolle spielt China bei der Darstellung der politischen Verflechtung im Sport?

China dient im Werk als Paradebeispiel für die Instrumentalisierung olympischer Sportereignisse zur Demonstration nationaler Leistungsfähigkeit sowie zur Modernisierung des eigenen Images, trotz der damit einhergehenden Kritik an Menschenrechtsverletzungen.

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Details

Title
Das IOC als Dachorganisation der Olympischen Bewegung
Subtitle
Vorherrschaft bei der Programmgestaltung der Olympischen Spiele von 1992 bis 2008
College
Martin Luther University  (Sportwissenschaft)
Course
Sportgeschichte
Grade
2,0
Author
Andreas Grill (Author)
Publication Year
2008
Pages
79
Catalog Number
V167085
ISBN (Book)
9783640834624
ISBN (eBook)
9783640835072
Language
German
Tags
IOC Olympische Spiele Programmgestaltung Olympia Peking
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Grill (Author), 2008, Das IOC als Dachorganisation der Olympischen Bewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167085
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