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Handel mit Zertifikaten als Instrument der Umweltpolitik

Der EU Emissionshandel - Ausweitung, Zuteilungsregeln und Wohlfahrtswirkungen, ökologische Wirksamkeit

Title: Handel mit Zertifikaten als Instrument der Umweltpolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Stein (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography

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Summary Excerpt Details

Die Funktionsweise des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) wird erläutert (cap and trade, clean development mechanism, joint implementation). Bei der Betrachtung der Ausweitung des EU ETS zeigt sich, dass durch uneinheitliche und versetzte Einbindung der Verkehrsträger (Schiene, Straße, Wasser, Luft) ein „modal shift“ ausgelöst werden kann, der zu einer Zunahme von Treibhausgasen führt. Die ökologische Wirksamkeit des EU ETS wird dadurch konterkariert. Die politische Durchsetzbarkeit des EU ETS wird durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise problematisiert. Vor- und Nachteile einer kostenlosen Zuteilung im Vergleich zu einer Versteigerung der Emissionsberechtigungen werden dargelegt. Es folgt eine Wohlfahrtsanalyse verschiedener Auktionsregeln. Die gleichzeitige Existenz von EU ETS und der Förderung regenerativer Energien und anderer Instrumente der Umweltpolitik wird kritisch diskutiert. Ökonomische Ursachen des Versagens eines Emissionshandelssystems, an dem nicht ein Großteil der Emittenten teilnimmt, werden angeführt. Hieraus ergeben sich grundsätzliche Schritte, die zur Weiterentwicklung des Emissionshandels unabdingbar sind, um dessen ökologische Wirksamkeit zu schaffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Instrumente der Umweltpolitik

2. Funktionsweise des EU-Emissionshandelssystems

3. Bisherige Entwicklung des Handelssystems

4. Einbindung des Transportsektors in den Emissionshandel

5. Versteigerung oder kostenlose Zuteilung?

5.1 Nachteile einer Versteigerungslösung gegenüber einer kostenlosen Zuteilung

5.2 Vorteile einer Versteigerungslösung gegenüber einer kostenlosen Zuteilung

5.3 Wohlfahrtsanalyse von Versteigerungslösungen

6. Clean Development Mechanism (CDM)

7. Emissionshandel & Co.

7.1 Kombination von Emissionshandel und Förderung regenerativer Energien

7.2 Emissionshandel und andere Instrumente der Umweltpolitik

8. Systematisches Versagen des Emissionshandels

8.1 Emissionsreduktion innerhalb der EU

8.2 Versagen des global lückenhaften Emissionshandels

9. Bewertung und Weiterentwicklung des Emissionshandels

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des EU-Emissionshandels als umweltpolitisches Instrument unter Berücksichtigung von Zuteilungsregeln, Wohlfahrtswirkungen und der Integration verschiedener Sektoren. Im Zentrum steht die kritische Analyse, ob das System in seiner aktuellen Ausgestaltung ökologische Ziele effektiv erreichen kann oder ob systemische Mängel, wie das "grüne Paradoxon" oder sektorale Verzerrungen, die Wirksamkeit mindern.

  • Analyse der Funktionsweise und ökonomischen Effizienz des EU-Emissionshandels.
  • Vergleich zwischen kostenloser Zertifikatezuteilung und Versteigerungsmodellen.
  • Untersuchung der Integration des Verkehrssektors und der Rolle des Clean Development Mechanism (CDM).
  • Kritische Diskussion systemischer Versagensgründe und deren Auswirkungen auf die globale Klimapolitik.

Auszug aus dem Buch

8. Systematisches Versagen des Emissionshandels

Bereits unter bei der Einbindung des Verkehrssektors haben sich Probleme des Emissionshandels offenbart. Die folgenden Überlegungen sollen zeigen, dass der Emissionshandel wegen seiner derzeitigen Ausgestaltung keinerlei Reduktion von Treibhausgasen bewirken kann. Empirische Nachweise zu dieser Aussage können noch nicht gefunden werden, da dieses Instrument schlichtweg zu jung ist. Stattdessen sollen Sinns theoretische Argumente hierzu angeführt werden.

Zentral ist die Annahme, dass das Angebot an fossiler Energie nicht elastisch auf Nachfrageänderungen reagieren muss, sondern auch unelastisch sein kann (vgl. SINN, 2009, 340). Falls also ein kleiner Teil der Welt erheblich weniger fossile Energie nachfragt, muss nicht zwangsläufig das weltweite Angebot zurückgehen, sondern kann auf gleichem Niveau verharren. Grund hierfür ist eine Erhöhung der Förderung durch die Eigentümer der fossilen Energieträger (v.a. Öl und Gas) auf ein Niveau, das den Markt wieder bei einem geringeren Preis ins Gleichgewicht bringt (vgl. SINN, 2009, 342). Die nötige Marktmacht erhalten diese Eigentümer durch die geographisch ungleichmäßige Verteilung von Erdöl und Erdgas. Jeweils ca. 70% der weltweiten konventionellen Öl- und Gasreserven liegen in der sog. „strategischen Ellipse […] vom Nahen Osten über den Kaspischen Raum bis nach Nordwest-Sibirien“ (REMPEL, 2008, 23-25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Instrumente der Umweltpolitik: Einführung in verschiedene umweltpolitische Instrumente und deren Bewertung anhand von Kriterien wie ökologische Wirksamkeit und ökonomische Effizienz.

2. Funktionsweise des EU-Emissionshandelssystems: Erläuterung der Grundprinzipien des "cap and trade"-Systems und der sektoralen Abgrenzung des Emissionshandels.

3. Bisherige Entwicklung des Handelssystems: Analyse der Preisentwicklungen und der Probleme bei der Festlegung der Emissionsobergrenzen in den ersten Handelsphasen.

4. Einbindung des Transportsektors in den Emissionshandel: Untersuchung der Emissionssituation im Verkehrssektor und der potenziellen Auswirkungen einer stärkeren regulatorischen Integration.

5. Versteigerung oder kostenlose Zuteilung?: Gegenüberstellung von Versteigerungsmodellen und kostenloser Zuteilung hinsichtlich ihrer Anreizwirkungen und Verteilungseffekte.

6. Clean Development Mechanism (CDM): Diskussion des CDM als Instrument zur Nutzung kostengünstigerer Emissionsminderungspotenziale in anderen Weltregionen.

7. Emissionshandel & Co.: Erörterung der Wechselwirkungen zwischen Emissionshandel, der Förderung erneuerbarer Energien und anderen umweltpolitischen Maßnahmen.

8. Systematisches Versagen des Emissionshandels: Theoretische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit des Systems unter Berücksichtigung von Angebotsunelastizitäten fossiler Brennstoffe und internationalen Trittbrettfahrereffekten.

9. Bewertung und Weiterentwicklung des Emissionshandels: Zusammenfassende Einschätzung des Systems und Ausblick auf notwendige Reformschritte für einen global wirksamen Klimaschutz.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, EU-Emissionshandelssystem, CO2-Zertifikate, Umweltpolitik, Klimawandel, ökologische Wirksamkeit, ökonomische Effizienz, Versteigerung, kostenlose Zuteilung, Clean Development Mechanism, grünes Paradoxon, fossile Energien, Emissionsreduktion, Treibhausgase, Nachfragekartell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Instrument des Emissionshandels, insbesondere im EU-Kontext, und prüft dessen Eignung als wirksames Mittel zur globalen Emissionsreduktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Zuteilungsregeln von Zertifikaten, die ökonomische Effizienz, sektorale Besonderheiten (Transportsektor), den Clean Development Mechanism und die systemischen Schwachstellen wie das "grüne Paradoxon".

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der theoretischen ökonomischen Effizienz des Emissionshandels und dessen tatsächlicher ökologischer Wirksamkeit in einem global lückenhaften System aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und ökonomische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Statistiken und theoretischen Argumentationsmustern, etwa von Hans-Werner Sinn, basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Funktionsweise des Systems, einen Vergleich der Zuteilungsverfahren, die Integration des CDM, die Problematik der Kombination mit anderen Fördermaßnahmen sowie eine theoretische Herleitung systemischer Versagensgründe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind EU-Emissionshandel, ökologische Wirksamkeit, Versteigerung, Zertifikate, grünes Paradoxon und Klimaschutz.

Warum funktioniert der Emissionshandel im Verkehrssektor aktuell nicht optimal?

Laut der Arbeit führt die ungleiche Behandlung der Verkehrsträger und die fehlende Einbindung von Pkw und Lkw dazu, dass ökologische Ziele verfehlt werden und sogar Rebound-Effekte auftreten können.

Was ist das "grüne Paradoxon" im Kontext dieser Arbeit?

Es beschreibt das Phänomen, dass unzureichende oder unkoordinierte Klimaschutzmaßnahmen dazu führen können, dass fossile Energieträger schneller abgebaut und verbrannt werden, anstatt sie im Boden zu belassen, was den Klimawandel eher beschleunigt als bremst.

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Details

Title
Handel mit Zertifikaten als Instrument der Umweltpolitik
Subtitle
Der EU Emissionshandel - Ausweitung, Zuteilungsregeln und Wohlfahrtswirkungen, ökologische Wirksamkeit
College
University of Würzburg  (Institut für Geographie)
Course
Ökologische Wirtschaftsgeographie
Grade
1,3
Author
Florian Stein (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V166981
ISBN (eBook)
9783640831869
ISBN (Book)
9783640831937
Language
German
Tags
cap and trade clean development mechanism joint implementation modal shift Auktionsregeln grandfathering Versteigerung Emissionsvermeidungskosten Erneuerbare Energien Trittbrettverhalten grünes Paradoxon Kohlendioxid-Intensität Emissionshandel Umweltpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Stein (Author), 2009, Handel mit Zertifikaten als Instrument der Umweltpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166981
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