Um eine Ausführliche Auseinandersetzung mit der Fragestellung „Welche Rolle spielt Kinderfernsehen in den Alltagsgesprächen von Kindern“ zu ermöglichen, habe ich nach ausführlicher Literaturrecherche des weiteren noch Interviews mit Kindern durchgeführt.
In dieser Hausarbeit werde ich zuerst meine Vorgehensweise ausführlich darlegen. Dem folgt eine kurze Analyse jedes Interviews, in der ich auf die speziellen Besonderheiten und Auffälligkeiten sowie auf die Interviewsituation genauer eingehen werde. Anschließend werden die Ergebnisse der Interviews miteinander vergleichen und dem aktuellen Forschungsstand gegenüber gestellt.
In der gesamten Analyse werde ich mich vorwiegend auf die von mir erhobenen Daten beziehen, da es mir wichtig erscheint möglichst „unbelastet“ an das Untersuchungsmaterial heran zu gehen. Dennoch werde ich versuchen, die von mir erhobenen Ergebnisse mit dem aktuellen Stand der Forschung in Beziehung zu setzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorgehensweise
3. Interviews
3.1. Anna
3.2 Andrea
3.3 Donna
3.4 Toni
4. Vergleich der Interviews
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Kinderfernsehens innerhalb der Alltagsgespräche von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren. Ziel ist es, durch eine qualitative Analyse von vier Fallbeispielen herauszuarbeiten, welche Rolle das Fernsehen als Medium im sozialen Kontext der Kinder einnimmt und wie diese ihre medialen Erfahrungen in der Kommunikation mit Freunden und innerhalb der Familie verarbeiten.
- Analyse des Fernsehverhaltens in verschiedenen familiären Lebensumfeldern
- Bedeutung von Fernsehinhalten für die Kommunikation in Peer-Groups
- Rolle des Kinderfernsehens als Identifikations- und Wissensquelle
- Untersuchung der familiären Interaktion während der Mediennutzung
- Vergleich von individuellen Rezeptionsmustern und persönlichen Vorlieben
Auszug aus dem Buch
3.1 Anna
Das erste Interview wurde am 20. Januar dieses Jahres mit einem 12 Jahre alten Mädchen geführt und dauerte etwa 30 Minuten. Ich habe Anna ausgewählt, da sie aus einem sozial schwachen Umfeld kommt und ich nicht nur alle Altergruppen, sondern auch alle gerne alle soziale Gruppen vertreten haben möchte.
Anna lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Greifswald. Ihr Vater (41) ist zur Zeit auf Arbeitssuche und ihre Mutter (45) hat einen „Ein-Euro-Job im Tierpark gehabt und sie arbeitet jetzt noch woanders … also in der Steinstraße“. Ihre Schwester (17) besucht die elfte Klasse des Fachgymnasiums und ist meine Nachhilfeschülerin. Da die Nachhilfe nicht bei ihr zu Hause stattfand, hatte ich vor diesem Besuch keinerlei Kontakt zu Anna sowie ihrem näheren Lebensumfeld. Die Familie besitz einen Hund.
Die Wohnung hat für eine Drei-Zimmer-Wohnung eine durchschnittliche Größe. In der Wohnstube steht eine Schrankwand, eine Couch und ein Couchtisch. Die kleinen Fenster und Erdtöne der Wände und Teppiche lassen die Zimmer jedoch klein und beengt wirken. Anna teilt sich ein Zimmer mit ihrer älteren Schwester.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Fragestellung der Arbeit und legt dar, dass durch eine Kombination aus Literaturrecherche und geführten Interviews eine detaillierte Analyse angestrebt wird.
2. Vorgehensweise: Hier wird das methodische Vorgehen bei der Auswahl und Befragung der vier Kinder beschrieben, wobei der Fokus auf einer heterogenen Gruppe bei gleichzeitig ähnlichem sozialen Milieu liegt.
3. Interviews: In diesem Hauptteil werden vier Fallstudien (Anna, Andrea, Donna, Toni) präsentiert und detailliert hinsichtlich ihres Lebensumfeldes sowie ihres individuellen Fernseh- und Kommunikationsverhaltens analysiert.
4. Vergleich der Interviews: Dieses Kapitel setzt die Einzelergebnisse in Bezug zueinander, vergleicht sie mit vorhandenen Statistiken und arbeitet gemeinsame Rezeptionsmuster heraus.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Fernsehen zwar im Alltag der Kinder präsent ist, aber keine primäre Rolle spielt, sondern vielmehr als Ausgangspunkt für soziale Kommunikation, insbesondere innerhalb der Peer-Group, dient.
Schlüsselwörter
Kinderfernsehen, Mediennutzung, Qualitative Medienforschung, Alltagsgespräche, Rezeptionsmuster, Peer-Group, Anschlusskommunikation, Fernsehverhalten, Familienalltag, Kindheit, Mediensozialisation, Trickfilm, Wissensvermittlung, Fallstudien, Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Rolle, die das Kinderfernsehen im Alltag von Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren einnimmt, und wie diese Kinder über das Gesehene in ihrem sozialen Umfeld kommunizieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind das individuelle Fernsehverhalten, der Einfluss des sozialen Milieus auf die Mediennutzung und die Bedeutung medialer Erlebnisse für die soziale Interaktion mit Freunden und Familie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, durch eine Analyse von vier Fallbeispielen zu ergründen, ob und wie Kinder mediale Fernsehinhalte in ihre tägliche Kommunikation integrieren und welche Bedeutung dem Fernsehen dabei zukommt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Medienforschung, bei der durch persönliche Leitfadeninterviews mit vier Kindern Daten erhoben und anschließend in Form von Einzelfallanalysen und einem abschließenden Vergleich ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung und Analyse der vier befragten Kinder (Anna, Andrea, Donna, Toni), wobei sowohl die häusliche Situation als auch die spezifischen Fernsehmuster und Kommunikationsweisen jedes Kindes beleuchtet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kinderfernsehen, Anschlusskommunikation, Peer-Group, Rezeptionsmuster, Mediennutzung und qualitative Fallstudien charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Kommunikation über Fernsehen bei Freunden im Vergleich zur Familie?
Die Arbeit stellt fest, dass die Kommunikation über Fernsehinhalte in der Peer-Group deutlich intensiver ist, da sie als Austausch über Erlebtes oder zum Wissensaustausch dient, während familiäre Gespräche oft auf fachliche Verständnisfragen zum Inhalt begrenzt bleiben.
Welche Rolle spielt das Alter der Kinder bei der Wahrnehmung von Kinderfernsehen?
Die Ergebnisse zeigen, dass mit zunehmendem Alter eine leichte Distanzierung vom "Kindsein" einhergeht, wobei die Kinder den Begriff "Kinderfernsehen" unterschiedlich interpretieren und ihre eigene Nutzung oft in Relation zu ihrem Selbstbild als Heranwachsende setzen.
- Arbeit zitieren
- B.A. Liane Giese (Autor:in), 2007, Welche Rolle spielt Kinderfernsehen in den Alltagsgesprächen von Kindern zwischen 8 und 12 Jahren , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166966