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Die Zerreißprobe zwischen Ordnung und Freiheit

Die württembergischen Volksvereine in der Revolution von 1848/49

Title: Die Zerreißprobe zwischen Ordnung und Freiheit

Bachelor Thesis , 2010 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - Modern History

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Summary Excerpt Details

Die gemäßigten Demokraten waren während der deutschen Revolution von 1848/49 sowohl auf der nationalen Ebene als auch im Königreich Württemberg eine weit verbreitete und agil agierende politische Gruppierung.
In der allgemeinen Euphorie der bewegten Märzereignisse betraten sie die politische Bühne mit dem Ziel, das Land nachhaltig zu verändern. In Württemberg organisierten sie sich bald selbstständig in den Volksvereinen. Neben ihrer Forderung nach einer staatlichen Neuordnung zeichnete sich die politische Strömung der gemäßigten Demokraten dadurch aus, dass ihr Handeln in gesetzlich legitimierten Bahnen ablaufen sollte. Der Stuttgarter Literat und Repräsentant der durch die württembergischen Volksvereine verkörperten Strömung der gemäßigten Demokraten, Johannes Scherr , äußerte bereits im April 1848 den Leitspruch, dass es galt „durch Ordnung zur Freiheit“ zu gelangen. Doch war es wirklich möglich durch die Verinnerlichung dieses Gedankens im Württemberg der Revolutionszeit Veränderung zu erreichen?
Diese Arbeit geht der Frage nach, ob und wie es den gemäßigten Demokraten gelang auf die Revolution Einfluss zu nehmen, indem sie ihre freiheitlichen Ziele vertraten und dennoch die gesetzliche Ordnung durch legitimes Handeln aufrecht erhielten. Mit einem genauen Blick auf die Organisation und Partizipation der gemäßigten Demoraten innerhalb der württembergischen Volksvereine soll versucht werden, die Entwicklung ihrer Position und Art der Profilierung in der Revolution zu charakterisieren.
Die Untersuchung des zeitweise inkonsequenten und widersprüchlichen Auftretens der Demokraten soll mit Hilfe der modernen Forschungsliteratur erfolgen. Die Revolution steht seit über 100 Jahren zentral im Mittelpunkt des Interesses der Geschichtswissenschaft. Die Auseinandersetzung mit den Vereinswesen der unterschiedlichen politischen Strömungen hat in jüngeren auch regionalgeschichtlich orientierten Forschungsarbeiten neue Erkenntnisse hervorgebracht. Auf den Ergebnissen des etablierten Forschungsfeldes soll die folgende Analyse aufgebaut werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verein und Revolution

2.1 Der Verein in der Forschung

2.2. Die demokratischen Vereine in der Revolution von 1848/49

2.3. Württemberg und die Revolution

3. Die Entwicklung der württembergischen Volksvereine

3.1. Organisation und Struktur

3.1.1. Aufbau und Verbreitung

3.1.2. Spektrum der Mitglieder

3.1.3. Medien der Artikulation

3.2. Politische Partizipation: Die außerparlamentarische Arbeit

3.2.1. Herbst und die Konterevolution

3.2.2. Frühling und die Reichsverfassung

3.2.3. Sommer und das Ende

4. Fazit: Erfolgreich „durch Ordnung zur Freiheit“?

5. Literaturnachweis

5.1. Quellen

5.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie es den gemäßigten Demokraten in Württemberg während der Revolution 1848/49 gelang, freiheitliche Ziele zu verfolgen und gleichzeitig einen legalen, gesetzestreuen Handlungsrahmen zu wahren. Im Zentrum steht die Analyse der Organisationsformen, der politischen Partizipation und der internen Profilierung der württembergischen Volksvereine im Spannungsfeld zwischen revolutionärem Aufbruch und ordnungspolitischer Mäßigung.

  • Entwicklung und Binnendifferenzierung des demokratischen Vereinswesens in Württemberg.
  • Die Rolle der politischen Kommunikation und der Medien für die Mobilisierung.
  • Die Spannung zwischen außerparlamentarischer Arbeit und staatlicher Gesetzlichkeit.
  • Reaktionen der Volksvereine auf nationale Ereignisse und die Konterrevolution.
  • Das Spannungsfeld zwischen konstitutionellem Kompromiss und republikanischen Ambitionen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Aufbau und Verbreitung

Doch bereits nach der Konstituierung des Stuttgarter Hauptvereins im April 1848 zeichnete sich der nahende Bruch der Bewegung ab. Die organisatorische Einheit konnte bis zur Spaltung der Bewegung im Juli 1848 aufrecht erhalten werden. Erst danach waren die Demokraten Württembergs eigenständig in den Volksvereinen organisiert. Die Spaltung übertrug sich auch auf die Ortsvereine. Bereits am 10. Juli wurden im demokratischen Vereinsblatt „Der Beobachter“ die Statuten des Stuttgarter Volksvereins vom 8. Juli 1848 abgedruckt.

Der Grund für die Spaltung ist in der Konzeption der Zusammenarbeit bis zum Sommer zu suchen. Die Vereine des Frühjahres 1848 waren vor allem auf die Wahlorganisation ausgerichtet. Die Punkte 5-10 und I–V des Gründungsprogramms der vaterländischen Vereine betrafen die Wahl, beziehungsweise die jeweiligen Aufgaben der Abgeordneten. Nach der Wahl der Nationalversammlung fehlte es besonders dem Hauptverein Stuttgart an einer Handlungsmotivation. Seine Tätigkeit ging schnell zurück.

Die Demokraten Württembergs reagierten auf ihre im Vergleich zum Beginn der Revolution veränderte Position auf der Bühne der politischen Partizipation, indem sie aus den Vaterländischen Vereinen austraten. In der Frankfurter Nationalversammlung waren die Liberal-konstitutionellen in der Mehrheit und auch das württembergische Märzministerium entsprach dieser politischen Strömung. Im Sommer 1848 herrschte bei den Demokraten die Überzeugung, dass „die Scheidung der Bürger in Parteien die notwendige Folge eines freiwerdenden Staatswesens sei“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die gemäßigten Demokraten in Württemberg ihre freiheitlichen Ziele durch legitimiertes Handeln innerhalb gesetzlicher Bahnen erreichen konnten.

2. Verein und Revolution: Dieses Kapitel verortet die württembergischen Vereine forschungsgeschichtlich und analysiert die demokratische Vereinsorganisation im Kontext der Gesamt-Revolution von 1848/49.

3. Die Entwicklung der württembergischen Volksvereine: Das Hauptkapitel untersucht detailliert die organisatorischen Strukturen, das soziale Mitgliederspektrum, die Medien der Artikulation sowie die politische Partizipation der Volksvereine in verschiedenen Phasen der Revolution.

4. Fazit: Erfolgreich „durch Ordnung zur Freiheit“?: Das Fazit resümiert, dass das Festhalten an der gesetzlichen Ordnung zwar die Entfesselung einer sozialen Revolution verhinderte, aber auch das Zurückstecken freiheitlicher Ziele erforderte.

5. Literaturnachweis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primärquellen und die wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Württemberg, Revolution 1848/49, Volksvereine, gemäßigte Demokraten, politische Partizipation, Vereinswesen, Gesetzlichkeit, Märzrevolution, Reichsverfassung, Nationalversammlung, Centralmärzverein, Öffentlichkeitsarbeit, liberale Bewegung, Republik, außerparlamentarische Arbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und politische Rolle der demokratischen Volksvereine in Württemberg während der deutschen Revolution 1848/49.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die organisatorische Struktur der Vereine, deren Mobilisierungsstrategien sowie ihr Spannungsverhältnis zwischen radikalen Zielen und der Einhaltung der gesetzlichen Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie die gemäßigten Demokraten Einfluss auf die Revolution nahmen, während sie ihre Forderungen innerhalb eines legitimierten, legalen Rahmens vertraten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der modernen Forschungsliteratur sowie zeitgenössischer Zeitungsberichte und Quellen, um die Entwicklung der Volksvereine phasenweise nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die organisatorische Entwicklung der Volksvereine (Aufbau, Mitglieder, Medien) und deren konkrete politische Partizipation in verschiedenen Phasen der Revolution, etwa während der Reichsverfassungskampagne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: württembergische Volksvereine, gemäßigte Demokraten, Gesetzlichkeit, 1848er Revolution und politische Partizipation.

Wie reagierten die Vereine auf die Spaltung zwischen Liberalen und Demokraten im Sommer 1848?

Die demokratischen Vereine distanzierten sich von den konstitutionellen Liberalen und organisierten sich eigenständig, wobei sie weiterhin an der Ablehnung gewaltsamer Umsturzmittel festhielten.

Warum leisteten die Demokraten trotz Enttäuschung über die Nationalversammlung keinen offenen Widerstand?

Aufgrund ihrer Verinnerlichung demokratischer Prinzipien und der Sorge, durch ungesetzliches Handeln die bereits erreichten Errungenschaften der Revolution im eigenen Land zu gefährden, blieb die Mehrheit der gemäßigten Demokraten bei einer defensiven und legalistischen Haltung.

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Details

Title
Die Zerreißprobe zwischen Ordnung und Freiheit
Subtitle
Die württembergischen Volksvereine in der Revolution von 1848/49
College
University of Tubingen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2010
Pages
31
Catalog Number
V166862
ISBN (eBook)
9783640831821
ISBN (Book)
9783640832026
Language
German
Tags
zerreißprobe ordnung freiheit volksvereine revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2010, Die Zerreißprobe zwischen Ordnung und Freiheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166862
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