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Aktuelle Entwicklungen im Energiehandel: Europäische Marktplätze für Stromhandel

Title: Aktuelle Entwicklungen im Energiehandel: Europäische Marktplätze für Stromhandel

Seminar Paper , 2011 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian Kocheise (Author)

Business economics - Trade and Distribution

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Summary Excerpt Details

Die Ideen zur Strommarktliberalisierung, welche seit mittlerweile über 20 Jahren Schritt für Schritt weltweit umgesetzt werden, haben zu einer weitreichenden Umgestaltung der ehemals starren Branche geführt. Dass dieser Prozess auch in Deutschland und Europa noch immer nicht zu einem zufriedenstellenden Zustand geführt hat, zeigte die öffentliche Diskussion anlässlich der Erhöhung der Strompreise der größten Energieversorger Deutschlands zum Jahreswechsel. Die Rolle der Strombörsen wurde in diesem Zusammenhang nur am Rande beleuchtet. Nach Auswertung der (day-ahead) Preisverläufe aller größeren europäischen Strombörsen ist das durchaus verwunderlich, würden doch gerade die Kursverläufe an den Strombörsen den Kritikern der großen Stromversorger nicht ganz unrecht geben: Denn noch sind die Spotpreise bis zu 20 € pro MWh von den Höchstständen im Jahr 2008 entfernt und eine neue Preisrally war Ende 2010 nicht in Sicht (vgl. 3.1 Überblick); wenngleich die Preise in den letzten Monaten angezogen haben. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in zwei Abschnitte: Im ersten Teil werden Theorie und Funktionsweise der europäischen Strombörsen vorgestellt. Dafür soll die European Power Exchange (EPEX) mit Sitz in Paris und Leipzig als Referenzpunkt dienen. Im zweiten Schritt werden dann die großen europäischen Strombörsen behandelt. Die Analyse beschränkt sich aufgrund des Umfangs der vorliegenden Arbeit, auf die Spotmärkte, insbesondere den day-ahead Handel. Vorausgesetzt, dass die .Preise in allen vorgelagerten Strommärkten die erwarteten Spotmarktpreise reflektieren und somit die Spotpreise auch in der langen Frist die Stromkosten determinieren. (Ockenfels et al., 2008) schränkt dies die Untersuchungsergebnisse nicht ein.
Während naturgemäß die großen Strombörsen im Fokus der Arbeit stehen, werden im letzten Teil auch drei kleinere Börsen näher beleuchtet. Ein kurzer Abschnitt über das Price Coupling of Regions soll die Perspektiven und Entwicklungspotenziale für die europäischen Strombörsen aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Technische, politische und ökonomische Hintergründe

2.1 Das europäische Verbundsystem

2.2 Der europäische Strommarkt

2.3 Die europäische Gesetzgebung

2.4 Die Strombörse EEX bzw. EPEX

2.4.1 Struktur

2.4.2 Ermittlung des Spotpreises und volkswirtschaftliche Überlegungen

3. Die Strombörsen Europas

3.1 Überblick

3.2 Nord Pool

3.2.1 Struktur

3.2.2 Nord Pool Spot

3.3 IPEX

3.3.1 Struktur

3.3.2 Mercato elettrico a pronti

3.4 MIBEL

3.4.1 Struktur

3.4.2 Der iberische Spotmarkt

3.5 Andere Strombörse in Europa

3.5.1 APX

3.5.2 POLPX

3.5.3 EXAA

4. Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Funktionsweise und aktuelle Entwicklung europäischer Strombörsen mit Fokus auf den Spotmarkt und day-ahead Handel, um ein tieferes Verständnis für die Preisbildung und die Marktintegration in Europa zu schaffen.

  • Grundlagen des europäischen Stromverbundsystems und der Marktliberalisierung.
  • Struktur, Preisfindung und Funktionsweise der EPEX als Referenzmodell.
  • Detaillierte Untersuchung der großen Strombörsen Nord Pool, IPEX und MIBEL.
  • Kurzanalyse ausgewählter kleinerer Börsen (APX, POLPX, EXAA).
  • Entwicklungsperspektiven durch das Price Coupling of Regions.

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Ermittlung des Spotpreises und volkswirtschaftliche Überlegungen

Wie alle europäischen Strombörsen ist die EPEX als Börsenmodell konzipiert. Damit ist sie charakterisiert durch „dezentrale Marktorganisation und dezentrale Entscheidungen“ (Oeckenfels, 2008c). Eine verpflichtende Teilnahme der Stromproduzenten ist – zumindest in Deutschland - nicht vorgesehen. Es sind also auch bilaterale Geschäfte zwischen Produzenten und Abnehmer möglich (auf Englisch „Over The Counter“ bzw. OTC genannt). Ein Vorteil von OTC Geschäften ist, dass die Vertragsbedingungen frei zwischen Produzent und Abnehmer ausgehandelt werden können. Nachteilig ist die feste Bindung an einen Vertragspartner und dessen Fähigkeit zum vereinbarten Zeitpunkt die benötigte Menge zu produzieren bzw. abzunehmen.

Als weitere Marktform existiert das so genannte Poolmodell, wie es beispielsweise in den USA, Teilen Asiens und bis 2001 in Großbritannien verwendet wird bzw. wurde. Beim Poolmodell sind alle Anbieter verpflichtet, ihren Strom über den Pool zu verkaufen.

Am Spotmarkt EPEX, ist der Handel für die Marktgebiete Deutschland/ Österreich, Frankreich und die Schweiz möglich. Dabei wird für jede Marktzone ein eigener Spotpreis ermittelt. Der Stromhandel findet in Form einer geschlossenen Auktion statt, was bedeutet, dass nur die Börse die jeweiligen Gebote der Anbieter und Nachfrager kennt. Handelszeitraum für die physische Erfüllung ist immer der folgende Tag, welcher in einem ersten Schritt in 24 Blöcke à einer Stunde aufgeteilt wird. Anbieter können für jeden der Blöcke eine beliebige Strommenge zu einem Preis von -3000 €/MWh bis +3000 €/MWh anbieten. Für die Schweiz gilt eine Untergrenze von 0 €/MWh pro Gebot. Aus den eingegangenen Angeboten wird per Computeralgorithmus nach dem „Meistausführungsprinzip der Preis ermittelt, zu dem im jeweiligen Zeitpunkt die größtmögliche Umsatzmenge mit dem geringsten Überhang nicht erledigter Optionen abgewickelt werden kann.“ (Alt, 2007) Die Börse bringt also Angebot und Nachfrage in Einklang, wie im Anhang in Abb. 2 dargestellt. Am Spotmarkt der EPEX ist es möglich, verschiedene Stromprodukte für den nachfolgenden Tag zu erwerben. Wobei grundsätzlich die Möglichkeit besteht, entweder einzelne Stunden, standardisierte Blöcke oder frei gewählte Kombinationen zu handeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langsame Liberalisierung der europäischen Strommärkte und stellt die Untersuchung der Spotmärkte an großen europäischen Strombörsen in den Mittelpunkt.

2. Technische, politische und ökonomische Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Grundlagen des europäischen Verbundnetzes, die Rolle der Gesetzgebung und die Struktur der EPEX als Referenz-Strombörse.

3. Die Strombörsen Europas: Hier werden die bedeutendsten Handelsplätze wie Nord Pool, IPEX und MIBEL sowie kleinere Börsen detailliert hinsichtlich ihrer Struktur und Spotmarkt-Funktionalität analysiert.

4. Ausblick und Fazit: Das Fazit betrachtet die Zukunftsperspektiven durch das Price Coupling of Regions und kritisiert potenzielle Interessenskonflikte durch die Eigentümerstrukturen der Börsen.

Schlüsselwörter

Stromhandel, Strombörse, EPEX, Nord Pool, IPEX, MIBEL, Spotmarkt, Day-Ahead-Handel, Strommarktliberalisierung, Market Splitting, Preisbildung, Merit Order, Energiepolitik, Stromnetz, Strompreise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Struktur, die Funktionsweise und die aktuelle Marktsituation der führenden europäischen Strombörsen im Kontext der Strommarktliberalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Spotmärkte, der Preisbildungsmechanismen an Strombörsen sowie der technischen und politischen Rahmenbedingungen für den europäischen Stromhandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Prozesse an europäischen Strombörsen transparent zu machen und zu verstehen, wie nationale Besonderheiten und Marktintegration die Strompreisentwicklung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine empirische Auswertung von Preis- und Handelsvolumendaten der untersuchten Strombörsen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur EPEX und eine detaillierte Betrachtung der großen Strombörsen Nord Pool, IPEX und MIBEL sowie einer Übersicht zu kleineren Anbietern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Strombörse, Spotmarkt, Merit Order, Market Splitting und Strommarktliberalisierung.

Welche Rolle spielt das "Market Splitting" bei den untersuchten Börsen?

Market Splitting ist ein Verfahren zur effizienten Marktallokation, bei dem das Handelsgebiet bei Engpässen in verschiedene Regionen mit jeweils eigenen Preisen unterteilt wird.

Welche kritischen Punkte nennt der Autor in Bezug auf Strombörsen?

Der Autor kritisiert die teilweise mangelnde Transparenz bei der Datenveröffentlichung sowie potenzielle Interessenskonflikte, da Stromproduzenten oder große Marktteilnehmer teilweise Miteigentümer der Börsen sind.

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Details

Title
Aktuelle Entwicklungen im Energiehandel: Europäische Marktplätze für Stromhandel
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Industrielle Produktion)
Grade
1,7
Author
Florian Kocheise (Author)
Publication Year
2011
Pages
30
Catalog Number
V166849
ISBN (eBook)
9783640922536
ISBN (Book)
9783640922802
Language
German
Tags
Energiehandel Strombörse;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Kocheise (Author), 2011, Aktuelle Entwicklungen im Energiehandel: Europäische Marktplätze für Stromhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166849
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