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Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Wie konnte Friedrich II. trotz seiner schwierigen Kindheit der selbstbewusste, souverän agierende, ab 1208 selbständig regierende Herrscher werden?

Untersuchungen zur Entstehung des Selbstwertgefühls und der Bildung Friedrichs II. für den Zeitraum seiner Minderjährigkeit

Titel: Wie konnte Friedrich II. trotz seiner schwierigen Kindheit der selbstbewusste, souverän agierende, ab 1208 selbständig regierende Herrscher werden?

Hausarbeit , 2008 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details


Seit Jahrhunderten fasziniert die Gestalt Friedrichs II., des letzten Stauferkaisers, Forschergenerationen sämtlicher Epochen. Die Masse der stetig wachsenden Zahl an Forschungsbeiträgen droht derzeit den ambitionierten Historiker zu übermannen. Neben Karl Hampes Schriften zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte vor allem das umstrittene Werk Ernst Kantorowicz’ (1927-1931) in der Friedrich-Forschung für Aufsehen. Die Mythisierung der Person Friedrichs II. in dieser Biographie wirke auch auf die jüngeren Arbeiten zum Leben des Staufers. Dem Beitrag Hans Martin Schallers von 1964 folgte das Buch Eberhard Horsts. In den folgenden Jahren wand sich die Forschung von Endzeiterwartung- und Antichrist-Schwerpunkten ab, um sich sozialgeschichtlichen Ansätzen zu widmen. Neue Forschungsarbeiten thematisierten vor allem Friedrich II. im Kontext der Naturphilosophie und der Naturwissenschaften, sowie sein künstlerisches und literarisches Schaffen, ferner auch seine Bauwerke, die Arbeit seiner Kanzlei und der Großgerichtshöfe . Die aktuellsten Arbeiten legten Theo Kölzer, mit verfassungsgeschichtlichem Schwerpunkt, und Wolfgang Stürner mit der ausführlichsten Biographie seit Kantorowicz, vor. Jedoch bleiben viele Lebensbereiche Friedrichs II. unbeleuchtet oder bedürfen eines neuen Ansatzes.
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, darzulegen, wie sich aus dem jungen König von Sizilien der ab 1208 selbstständige und eigenmächtig regierende Herrscher entwickelte. Beginnend mit dem Streit um die Neubesetzung des Erzbischofstuhles von Palermo begegnet Friedrich II. dem Betrachter im Jahr 1208 als eine Persönlichkeit, die eine erstaunliche Bildung und ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Stellung und Rechte des sizilischen Königs besaß. Seine konsequente Revokationspolitik, Kirchenämterneubesetzungen und die Unabhängigkeitsbestrebungen von Papst Innozenz III., sowie sein selbstsicheres, keine Reglementierung duldendes Auftreten , charakterisieren den Herrscher nach seinem Regierungsantritt im Besonderen .
Doch wie war es möglich, dass Friedrich II., nach einer aus den Fugen geratenen, schwierigen Kindheit, überhaupt in dieser Weise auftrat?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Selbstwahrnehmung der Bedeutung der eigenen Person

2.1. Wirkung der Schar verschiedener Vormunde und seiner Legitimationsfunktion

2.2. Bewusstseinsschaffung durch Bedrohung und Schutz

3. Das Erlernen des königlichen Handwerks

3.1. Legaten und Lehrer

3.2. Erziehung durch die „Straße“ ?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich aus dem jungen, in einer schwierigen Minderjährigkeit aufgewachsenen Friedrich II. bis zum Jahr 1208 ein selbstbewusster und souverän regierender Herrscher entwickeln konnte, wobei insbesondere die Entstehung seines Selbstwertgefühls und seiner umfassenden Bildung im Fokus stehen.

  • Entwicklung des Selbstwertgefühls durch die Wahrnehmung der eigenen Stellung und Würde.
  • Analyse des Einflusses wechselnder Vormunde und der Bedeutung der Legitimationsfunktion.
  • Untersuchung der pädagogischen Einflüsse durch kirchliche Legaten und Lehrer am Hof.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der Erziehung durch die „Straße“.
  • Widerlegung von Mythen über Versorgungsengpässe und mangelnde Erziehung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Legaten und Lehrer

Schon Ernst Kantorowicz war nicht von einer angemessenen Erziehung des Staufers überzeugt, denn „[…] den Aristoteles Friedrichs hat man nicht gefunden […]“72. Der „Nicht-Schüler“73 Friedrich sei angeblich im Kontext seines im nächsten Abschnitt diskutierten freizügigen Straßenlebens vom Leben selbst erzogen worden74. Diese abenteuerlichen Thesen nährte Eberhard Horst mit der Aussage, deutsche Adlige hätten keine Ambitionen zur Förderung Friedrichs II. besessen. Jedoch ist Horst durchaus erstaunt darüber, dass Friedrich II. trotz seiner angeblichen Verwahrlosung geistig nicht verkümmerte75.

Um eine königliche Bildung Friedrichs II. nachvollziehen zu können, sowie zu belegen und vor allem, um die älteren Forschungsergebnisse zu widerlegen, ist die Betrachtung der Personen, die eine Erziehungs- oder Vorbildfunktion für den jungen Staufer einnahmen, unumgänglich. Die für den Sachverhalt relevanten Quellen sind mehrere Briefe Innozenz’ III., aus der Zeit der Regentschaft Wilhelm Capparones, welche auf Berichten von Papstlegaten beruhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Forschungsstand zu Friedrich II. und umreißt die Fragestellung nach der Entwicklung seiner Persönlichkeit während seiner Minderjährigkeit.

2. Die Selbstwahrnehmung der Bedeutung der eigenen Person: Dieses Kapitel erläutert, wie Friedrich II. durch den beständigen Machtkampf um seine Person und die notwendige Legitimationsfunktion ein frühes Bewusstsein für den Wert seiner königlichen Stellung entwickelte.

2.1. Wirkung der Schar verschiedener Vormunde und seiner Legitimationsfunktion: Hier wird untersucht, wie die verschiedenen Vormunde und deren politisches Handeln im Namen des Königs Friedrichs Selbstwahrnehmung prägten.

2.2. Bewusstseinsschaffung durch Bedrohung und Schutz: Das Kapitel analysiert, wie existenzielle Gefahren und Sicherheitsvorkehrungen dem jungen König die Unersetzbarkeit seiner Person vor Augen führten.

3. Das Erlernen des königlichen Handwerks: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung der Ausbildung Friedrichs II. und hinterfragt, wie er trotz der turbulenten Umstände ein so hohes Bildungsniveau erreichen konnte.

3.1. Legaten und Lehrer: Der Abschnitt identifiziert die verschiedenen Bezugspersonen und Legaten am Hof, die für die kontinuierliche Erziehung und Wissensvermittlung an Friedrich II. verantwortlich waren.

3.2. Erziehung durch die „Straße“ ?: Kritische Auseinandersetzung mit der in der älteren Forschung verbreiteten, aber unbewiesenen Theorie, Friedrich sei wie ein Straßenkind in Palermo aufgewachsen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Friedrich II. aufgrund seiner höfischen Erziehung und trotz der schwierigen Umstände 1208 als ein souveräner Herrscher auftreten konnte.

Schlüsselwörter

Friedrich II., Minderjährigkeit, Staufer, Sizilien, Vormundschaft, Selbstwertgefühl, Bildung, Erziehung, Papst Innozenz III., Markward von Annweiler, Wilhelm Capparone, Walther von Pagliara, Legitimationsfunktion, Königsherrschaft, Quellenkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Jugendzeit Friedrichs II. und untersucht, wie er trotz einer als schwierig geltenden Minderjährigkeit zu einem selbstbewussten und souveränen Herrscher heranreifen konnte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die Entwicklung des Selbstwertgefühls durch die Wahrnehmung der eigenen Bedeutung sowie die Frage nach der Qualität und den Trägern seiner höfischen Bildung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich Friedrich II. aus seiner belastenden Kindheit heraus bis 1208 zu einer eigenmächtig regierenden Herrscherpersönlichkeit entwickeln konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung und kritischen Diskussion zeitgenössischer Quellen und aktueller Forschungsergebnisse basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung seiner Selbstwahrnehmung im Kontext der Vormundschaftsstreitigkeiten und in die Analyse seiner tatsächlichen Bildung unter Berücksichtigung von Lehrern und Legaten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Staufer, Minderjährigkeit, Selbstwahrnehmung, königliche Erziehung und Quellenkritik definieren.

Warum wird die Theorie der „Erziehung durch die Straße“ abgelehnt?

Die Arbeit lehnt diese Theorie ab, da keine Beweise für eine verwahrloste Kindheit vorliegen und historische Fakten (z.B. die notwendige Bewachung des Königs) diese Darstellung widerlegen.

Welche Bedeutung hatten die Briefe von Papst Innozenz III. für die Argumentation?

Die Briefe dienen als wichtige Primärquelle, da sie belegen, dass der Papst als Vormund ein ständiges Interesse an Friedrichs Entwicklung hatte und dessen Bildungsfortschritte dokumentierte.

Welche Rolle spielten die Vormunde für Friedrichs Entwicklung?

Die Vormunde und der Machtkampf um den Zugriff auf den jungen König verdeutlichten Friedrich paradoxerweise durch die ständige Instrumentalisierung seiner Person seine eigene hohe Bedeutung für das Königreich.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Arbeit bezüglich Friedrichs Regierungsantritt 1208?

Der Regierungsantritt 1208 war kein Zufall, sondern das Resultat einer kontinuierlichen, wenn auch durch Umbrüche geprägten, adäquaten Erziehung und Förderung innerhalb des höfischen Umfelds.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie konnte Friedrich II. trotz seiner schwierigen Kindheit der selbstbewusste, souverän agierende, ab 1208 selbständig regierende Herrscher werden?
Untertitel
Untersuchungen zur Entstehung des Selbstwertgefühls und der Bildung Friedrichs II. für den Zeitraum seiner Minderjährigkeit
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V166847
ISBN (Buch)
9783640827572
ISBN (eBook)
9783640827862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
friedrich kindheit herrscher untersuchungen entstehung selbstwertgefühls bildung friedrichs zeitraum minderjährigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2008, Wie konnte Friedrich II. trotz seiner schwierigen Kindheit der selbstbewusste, souverän agierende, ab 1208 selbständig regierende Herrscher werden?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166847
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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