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Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied

Title: Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Veronika Luther (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied ist der Dreh- und Angelpunkt des Handlungsverlaufs, dessen weitreichende Folgen den weiteren Fortlauf motivieren. Doch die 14. Aventiure ist nur die Eskalation der Feindseligkeiten der beiden Protagonistinnen, die in der vorhergehenden Geschichte vorbereitet wird. In dieser Arbeit werden der Frauenstreit zwischen Krimhild und Brünhild und seine Motivationen genauer beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Der Streit der Königinnen

2.1 Die Beunruhigung Brünhilds

2.2 Der Frauenstreit

2.3 Die Folgen

3 Ring und Gürtel

4 Der Eid

5 Die Öffentlichkeit

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den zentralen „Streit der Königinnen“ im Nibelungenlied als entscheidenden Wendepunkt der Handlung. Ziel ist es, die Motivik hinter diesem Konflikt sowie dessen funktionale Bedeutung für die eskalierende Gewalt und den späteren Untergang der Nibelungen unter Einbeziehung zeitgenössischer gesellschaftlicher Strukturen und gender-theoretischer Ansätze zu analysieren.

  • Analyse der Ursachen für die Beunruhigung Brünhilds und den darauffolgenden Frauenstreit.
  • Untersuchung der Bedeutung symbolischer Objekte wie Ring und Gürtel für die Eskalation.
  • Betrachtung der Rolle von Eiden und öffentlichem Ansehen in der höfischen Gesellschaft.
  • Deutung der geschlechterrelevanten Verschiebung bei der Motivation für Siegfrieds Ermordung.
  • Einordnung der Handlung in den Kontext des höfischen Lebens und der gesellschaftlichen Reputation.

Auszug aus dem Buch

Die Beunruhigung Brünhilds

Der Zank zwischen den beiden Protagonistinnen wird durch den Betrug der Männer auf Isenstein angelegt. Gunther will um die überlegene Brünhild werben, Siegfried spielt vor den Damen des Landes den Vasallen für den burgundischen König, indem er ihm den Steigbügel hält und vor Brünhild erklärt, dass Gunther sein „herre“ (420,4) sei. Anschließend besiegen die Männer Brünhild im Zweikampf, indem Siegfried, unsichtbar durch seine Tarnkappe, die Streiche ausführt und Gunther nur die Bewegungen nachahmt. Brünhild ist besiegt, doch ist sie keineswegs glücklich darüber, vor allem nicht über den Freier. Sie ist die stärkste Frau und ihre selbstauferlegten Werbungsregeln sollen auch sichern, dass nur der stärkste Mann sie zur Frau erhält und das ist bekanntlich Siegfried, den sie auch zunächst als Werber vermutet.

Zunächst stellt sich jedoch kein Problem dar. Die Werbung gelingt, Brünhild reist mit den Helden nach Worms und es wird eine große Doppelhochzeit gefeiert. Gunther heiratet Brünhild und Siegfried heiratet seinen verdienten Lohn für die Hilfe zum Sieg über Brünhild, Kriemhild. Doch bei der Festtafel kommt es zum ersten Mal dazu, dass Brünhild beunruhigt wird: Sie kann es nicht fassen, dass ihre Schwägerin die Gattin eines Vasallen geworden ist. Über das Weinen Brünhilds auf dem Fest herrscht in der Forschung keine Einigkeit. Ob Brünhild weint, weil sie eifersüchtig ist oder weil sie durch die unstandesgemäße Vermählung der Schwester ihres Gemahls mit einem Vasallen eine Schmach für Gunther und dadurch auch für sich sieht, bleibt offen. Wichtig ist aber, dass sie „aus Wut, aus Enttäuschung oder um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen [weint], aber wohl kaum um Kriemhild, wie sie vorgibt. Jene dürfte eher das Objekt sein, das ihr die Rechtfertigung bietet.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Streit der Königinnen: Dieses Kapitel führt in den zentralen Konflikt des Werkes ein und verdeutlicht dessen Funktion als Dreh- und Angelpunkt des Handlungsverlaufs.

2.1 Die Beunruhigung Brünhilds: Hier wird der Ursprung des Konflikts im Betrug auf Isenstein und der daraus resultierenden Unruhe der Königin bei der Doppelhochzeit beleuchtet.

2.2 Der Frauenstreit: Die Analyse konzentriert sich auf die Eskalation des Konflikts in den drei Phasen des Zwiegesprächs und die Demütigung Brünhilds durch Kriemhild.

2.3 Die Folgen: Dieses Kapitel zeigt auf, dass der Streit als Vorwand für Hagen dient, um das lange gehegte Vorhaben der Ermordung Siegfrieds zu legitimieren.

3 Ring und Gürtel: Hier wird die symbolische Rolle dieser Gegenstände untersucht, die als Zeichen der Defloration Kriemhilds Gewissheit geben und den Konflikt anheizen.

4 Der Eid: Das Kapitel widmet sich der Ambivalenz der Forschung hinsichtlich des geleisteten Eides und der Frage, ob Brünhild die Sühne durch ein öffentliches Bekenntnis erreicht.

5 Die Öffentlichkeit: Die Autorin erläutert, wie das höfische Umfeld und der öffentliche Raum zur zentralen Bühne für den Machtkampf und die Wiederherstellung der Ehre werden.

6 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Streit der Königinnen der Ausgangspunkt für die Katastrophe ist und die Figuren unausweichlich ins Verderben führt.

Schlüsselwörter

Nibelungenlied, Streit der Königinnen, Brünhild, Kriemhild, Siegfried, Gunther, Hagen, Frauenstreit, Ehre, Öffentlichkeit, höfische Gesellschaft, Defloration, Machtkampf, Gender Studies, Literarische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den „Streit der Königinnen“ im Nibelungenlied und dessen weitreichende Konsequenzen für den Handlungsverlauf des Epos.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern, die Bedeutung von Ehre in der höfischen Gesellschaft, die Rolle von Symbolen sowie das Zusammenwirken von Betrug und gesellschaftlicher Reputation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Streit nicht als isoliertes Ereignis zu betrachten, sondern ihn als essenziellen Wendepunkt zu identifizieren, der die Gewalteskalation und den Untergang der Nibelungen motiviert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt literaturwissenschaftliche Analyseansätze, interpretiert Textstellen im Kontext des Epos und zieht dabei relevante Forschungsliteratur sowie gender-theoretische Perspektiven heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorgeschichte (Beunruhigung Brünhilds), den eigentlichen Konflikt (Frauenstreit), die symbolische Aufladung durch Ring und Gürtel sowie die rechtlichen und sozialen Implikationen von Eiden und Öffentlichkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Nibelungenlied, Streit der Königinnen, Ehre, Machtkampf, Öffentlichkeit und Gender Studies.

Warum ist die „Öffentlichkeit“ im Nibelungenlied so wichtig?

Die Öffentlichkeit ist essenziell, da die Figuren im höfischen Kontext keine Privatpersonen sind; ihr Handeln und ihr Status hängen maßgeblich von der Anerkennung durch die Gesellschaft ab.

Welche Rolle spielt Hagen von Tronje in Bezug auf den Streit der Frauen?

Hagen nutzt den Streit der Frauen als günstigen Vorwand, um seine eigenen, lange verfolgten Interessen – den Gewinn von Siegfrieds Besitz und Hort – durch dessen Ermordung zu realisieren.

Was bedeuten die Symbole „Ring und Gürtel“ für die Handlung?

Diese Gegenstände fungieren als eindeutige, wenn auch täuschende Indizien für die Entjungferung Brünhilds durch Siegfried, was Kriemhild zur triumphierenden Demütigung Brünhilds verleitet.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied
College
University of Vienna  (Institut für deutsche Philologie)
Course
Nibelungenlied
Grade
1
Author
Veronika Luther (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V166844
ISBN (eBook)
9783640828609
ISBN (Book)
9783640828920
Language
German
Tags
streit königinnen nibelungenlied
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Luther (Author), 2009, Der Streit der Königinnen im Nibelungenlied, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166844
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