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Erstes Dogma des Empirismus nach Quine

Die Unterscheidung von analytischen und synthetischen Aussagen

Titel: Erstes Dogma des Empirismus nach Quine

Essay , 2010 , 5 Seiten

Autor:in: Mendina Morgenthal (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das erste Dogma des Empirismus ist die Unterscheidung zwischen synthetischen und analytischen Wahrheiten. Quine kritisiert in seinem Aufsatz "Zwei Dogmen des Empirismus" die Begründung einer solchen Unterscheidung; sie sei nicht sinnvoll.

Während analytische Wahrheiten unabhängig von Tatsachen gelten, sind synthetische Wahrheiten von empirischen Tatsachen abhängig.
Synthetische Wahrheiten sind demnach Tatsachenwahrheiten. Sie gründen sich auf empirische Tat-sachen und konnten nicht allein durch Denken erschlossen werden.
Analytische Aussagen hingegen sind wahr aufgrund ihres Sinnes. Folgt man der Kantischen Definition, so sind es Aussagen, die ihrem Subjekt nichts hinzufügen.

Quine argumentiert für einen Empirismus ohne Dogmen. Im letzten Abschnitt will er zeigen, dass die Verwerfung beider Dogmen dazu führt, dass eine klare Unterscheidung von Naturwissenschaft und Metaphysik nicht korrekt ist und somit eine Unterscheidung analytischer und synthetischer Aussagen nicht sinnvoll ist. Eine weitere Folge bei der Ablehnung beider Dogmen sei die Hinwen-dung zum Pragmatismus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Synthetische und analytische Wahrheiten

3. Logische Empiristen und die Definition von Analytizität

4. Kritik am Begriff der Synonymie

5. Schlussbetrachtung und Pragmatismus

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Willard Van Quines Aufsatz „Zwei Dogmen des Empirismus“ auseinander, wobei der Fokus primär auf dem ersten Dogma liegt: der Unterscheidung zwischen synthetischen und analytischen Wahrheiten. Ziel ist es, Quines Argumentation gegen die Haltbarkeit dieser Differenzierung darzulegen und die daraus resultierenden erkenntnistheoretischen Konsequenzen zu beleuchten.

  • Kritische Analyse des ersten Dogmas des Empirismus
  • Unterscheidung zwischen synthetischen und analytischen Wahrheiten
  • Problematisierung der Begriffe Synonymie und Analytizität
  • Diskussion der Bedeutungsgleichheit (intensional vs. extensional)
  • Implikationen der dogmenfreien Sichtweise und Hinwendung zum Pragmatismus

Auszug aus dem Buch

Die Problematik der Synonymie

Auch der Begriff der Synonymie ist keineswegs so deutlich, wie er zunächst erscheinen mag. Aufgrund von Konventionen kamen wir in unserer Sprachgemeinschaft darüber überein, dass „Junggeselle“ durch „unverheirateter Mann“ definiert wird. Aber die Definition kann nicht als Ursache der Synonymität angesehen werden. Sie erklärt die Synonymie nämlich nicht näher, da sie sich eben auf einen bereits bestehenden Sprachgebrauch gründet. Außerdem nennt Quine drei Arten von Definitionen: lexikographisch, explikatorisch und konventionell.

Konventionelle Definitionen begründen zwar eine Bedeutungsgleichheit (Sprachgebrauch), aber nicht alle Definitionen sind eben dieser Art. Die ersten beiden Arten wiederum setzen bereits eine Bedeutungsgleichheit voraus und können somit nicht als Begründung derselben dienen.

Der Leibniz‘schen Definition folgend, sind Begriffe synonym, wenn sie vertauschbar salva veritate sind, d.h. beide Begriffe, welche wir als synonym bezeichnen, sind ohne Einfluss auf den Wahrheitswert der Aussage eines Satzes austauschbar. Quine spricht hier von einer kognitiven Synonymität, die ebenfalls erst geklärt werden müsse, ohne auf den Begriff der Analytizität zurückgreifen zu müssen. Sonst drehen wir uns im Kreis: Wir wollen Analytizität klären mithilfe des Begriffes der Synonymie und können somit nicht den Begriff der Synonymie von der Analytizität herleiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der zwei Dogmen des Empirismus ein und stellt Quines zentrale Kritik an der Unterscheidung zwischen synthetischen und analytischen Wahrheiten vor.

2. Synthetische und analytische Wahrheiten: Hier werden die begrifflichen Grundlagen definiert, wobei analytische Wahrheiten als wahr aufgrund ihres Sinnes und synthetische Wahrheiten als abhängig von empirischen Tatsachen dargestellt werden.

3. Logische Empiristen und die Definition von Analytizität: Dieses Kapitel thematisiert die Versuche der logischen Empiristen, Analytizität zu begründen, und zeigt auf, dass diese Definitionen in einen Begründungszirkel führen.

4. Kritik am Begriff der Synonymie: Der Autor erläutert Quines Kritik an der Annahme, Synonymie sei ein hinreichendes Kriterium für Analytizität, und differenziert zwischen intensionaler und extensionaler Bedeutung.

5. Schlussbetrachtung und Pragmatismus: Das Abschlusskapitel fasst zusammen, dass die Verwerfung der Dogmen die Trennung von Naturwissenschaft und Metaphysik infrage stellt und zu einer Hinwendung zum Pragmatismus führt.

Schlüsselwörter

Analytische Wahrheit, synthetische Wahrheit, Empirismus, Willard Van Quine, Dogma, Reduktionismus, Synonymie, kognitive Synonymität, Bedeutungsgleichheit, salva veritate, Pragmatismus, intensional, extensional, logische Empiristen, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das erste Dogma des Empirismus, nämlich die theoretische Unterscheidung zwischen synthetischen (empirischen) und analytischen (logischen) Wahrheiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die erkenntnistheoretische Fundierung von Wahrheit, die Definition von Synonymie, die Grenzen der Analytizität sowie die Kritik am logischen Empirismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum nach Quine kein hinreichend gültiges Kriterium existiert, um analytische von synthetischen Aussagen sauber voneinander zu trennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Argumentationsanalyse, die sich kritisch mit den Definitionen von Kant und Leibniz sowie den Positionen der logischen Empiristen auseinandersetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den logischen Mängeln in den Definitionen von Analytizität und zeigt die zirkuläre Argumentation bei der Herleitung des Begriffs der Synonymie auf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Analytizität, Synonymie, empirische Tatsachen, Wahrheitswerte und Pragmatismus gekennzeichnet.

Warum führt die Definition von Analytizität laut Quine in einen Begründungszirkel?

Weil der Begriff „analytisch“ zur Erklärung benötigt wird, während man gleichzeitig versucht, diesen Begriff durch andere Konzepte zu definieren, die ihrerseits wieder eine Klärung erfordern.

Wie illustriert Quine die Problematik der Austauschbarkeit von Begriffen?

Quine nutzt das Beispiel der „Zahl 9“ und „Anzahl der Planeten“, um zu zeigen, dass Bedeutungsgleichheit im Sinne der Vertauschbarkeit salva veritate in bestimmten Kontexten nicht immer gegeben ist.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erstes Dogma des Empirismus nach Quine
Untertitel
Die Unterscheidung von analytischen und synthetischen Aussagen
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Politikwissenschaften und Philosophie)
Veranstaltung
Grundfragen der Sprachphilosophie
Autor
Mendina Morgenthal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
5
Katalognummer
V166799
ISBN (eBook)
9783640827855
ISBN (Buch)
9783640827879
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erstes dogma empirismus quine unterscheidung aussagen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mendina Morgenthal (Autor:in), 2010, Erstes Dogma des Empirismus nach Quine, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166799
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  5  Seiten
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