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Grundzüge merkantilistischer Wirtschaftslehren

Englische Vertreter

Titel: Grundzüge merkantilistischer Wirtschaftslehren

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 45 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Denis Reis (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff „Merkantilismus“ erlangte erst durch Adam Smith Bedeutung. Er dient dazu, das Muster der Wirtschaftspolitik der europäischen Staaten im Zeitalter des Absolutismus und die ihm zugrundeliegenden Wirtschaftslehren zu kennzeichnen. Jedoch erreichten diese Lehren zu keinem Zeitpunkt den Rang einer geschlossenen Theorie, die merkantilistischen Autoren hatten weder gemeinsame Grundsätze noch analytische Werkzeuge. Vielmehr bildeten die Lehren eine Vielfalt an praktischen, teils kontroversen, Empfehlungen und Rezepten. Dennoch tauchen bestimmte Doktrinen immer wieder auf, beispielweise das Streben nach einer aktiven Handelsbilanz, der Errichtung von Manufakturen und Wachstum der Bevölkerung. Außerdem werden in einigen Beiträgen merkantilistischer Schriftsteller die wirtschaftliche Zusammenhänge und Vorgänge mit großer Sorgfalt erläutert, dass es gerechtfertigt erscheint, die Arbeiten als Ansätze zu einer Wirtschaftstheorie einzustufen.
Dabei führte England die Entwicklung der merkantilistischen Theorie an, da dort die Herausbildung der industriellen Produktionsweise nicht durch eine lange Periode des niedergehenden Feudalismus unterbrochen wurde. Auf der Insel befanden sich Grund und Boden im Privateigentum, es wurde eine „kapitalistische“ Agrarwirtschaft betrieben. Ferner ergriff der britische Staat akkumulationsfreundliche Maßnahmen, so wurden billige Rohstoffe aus den Kolonien eingeführt und die königliche Flotte sicherte das Handelsmonopol. Darüber hinaus schützte die Navigationsakte von 1651, die festlegte, dass der Transport aller Export- und Importgüter durch englische Schiffe zu erfolgen habe, vor ausländischer Konkurrenz. Die bürgerliche Revolution in England trieb die Fortsetzung dieser Wirtschaftspolitik voran.
In der vorliegenden Arbeit werden die englischen Vertreter der merkantilistischen Wirtschaftslehren dargestellt. Zunächst ist es nötig sich mit dem Merkantilismus als Begriff auseinander zu setzen. Ferner wird eine zeitliche Abgrenzung der Epoche vorgenommen. Anschließend werden besonders wichtige Vertreter detailiert dargestellt, sowie die Beiträge weniger herausragender, aber dennoch bedeutender Vertreter erläutert. Der abschließende Teil der Arbeit fasst die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Abgrenzung

1.1. Merkantilismus als Begriff

1.2. Zeitliche Abgrenzung

2. Englische Vertreter merkantilistischer Wirtschaftslehren

2.1. Thomas Mun

2.2. Edward Misselden

2.3. William Petty

2.4. William Temple

2.5. Thomas Culpeper

2.6. Josiah Child

2.7. John Cary

2.8. John Pollexfen

2.9. Charles Davenant

2.10. James Steuart

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Vertreter der englischen merkantilistischen Wirtschaftslehre und beleuchtet deren Beiträge zur theoretischen Entwicklung sowie zur praktischen Wirtschaftspolitik im 17. und 18. Jahrhundert. Ziel ist es, die Konzepte, die sich teilweise als rudimentäre Ansätze einer ökonomischen Theorie verstehen lassen, sowie deren Verflechtung mit politischen Machtinteressen und den Belangen der großen Handelsgesellschaften darzustellen.

  • Historische Einordnung des Merkantilismus als Begriff und Epoche.
  • Analyse der theoretischen Beiträge bedeutender englischer Vertreter wie Thomas Mun, William Petty und Josiah Child.
  • Untersuchung der Bedeutung von Handelsbilanz und Zahlungsbilanz für das wirtschaftliche Wachstum.
  • Diskussion über Beschäftigungspolitik, Geldtheorie und staatliche Eingriffe in die Wirtschaft.
  • Bewertung des Einflusses des Merkantilismus auf die spätere ökonomische Wissenschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1. Thomas Mun

Mun, einer der bedeutendsten Vertreter des englischen Merkantilismus, wurde als Sohn eines Kaufmanns und Enkels eines Vorstehers der Königlichen Münze im Juni 1571 geboren. Über seine Ausbildung ist wenig bekannt, jedoch war er relativ früh in Handelsgeschäften selbstständig tätig, vor allem in Italien und in der Levante. Nach eigenen Angaben hat er lange in Italien gelebt. Er trat in den Dienst der 1600 gegründeten Ostindien-Kompanie und betätigte sich so erfolgreich im Handel mit Ostindien, dass er 1615 Mitglied des Direktoriums wurde, dem er auch bis zu seinem Tode angehörte. Den Posten eines „deputy-governor“ lehnte er jedoch im Jahre 1624 ebenso ab, wie den 1621 an ihn ergangenen, wohl nicht ganz ungefährlichen Antrag, im Namen der East India Company eine Inspektionsreise nach Ostindien zu unternehmen. In Zeiten der Wirtschaftskrise um 1620 fungierte er, ein angesehener und erfahrener Kaufmann, als Berater der Regierung. Anschließend wurde er Mitglied der „Comission of Trade“, die im Jahre 1622 von der Regierung zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise eingesetzt wurde. Sein stattliches Vermögen erlaubte es ihm in Kent einen Landsitz zu erwerben, den er jedoch nicht ständig bewohnte. Mun starb als wohlhabender Mann im Juli 1641 in London.

Die bereits erwähnte Wirtschaftskrise der 1620er Jahre machte die Ostindische Kompanie zum bevorzugten Angriffsziel öffentlicher Kritik, da ein hervorstehendes Merkmal dieser Krise ein ständiger Geldmangel war. Deswegen lag es nahe, die Geldknappheit als Ursache der Depression anzusehen. Folglich beschuldigte man die East India Company durch die Edelmetallausfuhr die Depression mit verursacht zu haben. Selbstverständlich ging es einigen Kritikern der Gesellschaft weniger um das öffentliche Wohl als um die Beseitigung der übermächtigen Konkurrenz. Jedoch wurde die Angelegenheit nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch im Parlament und Privy Council diskutiert, so das für die Handelsgesellschaft einiges, vermutlich sogar ihre Existenz auf dem Spiel stand. So meldete sich einer der führenden Vertreter der Kompanie zu Wort, um die Interessen der Kompanie zu vertreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Abgrenzung: Definitorische Klärung des Merkantilismus und zeitliche Einordnung im englischen Kontext.

2. Englische Vertreter merkantilistischer Wirtschaftslehren: Detaillierte Betrachtung der Ansichten und Beiträge von zehn bedeutenden englischen Merkantilisten.

3. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der gemeinsamen Motive wie Staatsmacht und Handelsbilanz-Optimierung sowie Reflexion über die Bedeutung dieser Lehren im historischen Prozess.

Schlüsselwörter

Merkantilismus, England, Handelsbilanz, Zahlungsbilanz, Wirtschaftspolitik, Außenhandel, Thomas Mun, William Petty, Josiah Child, Manufakturen, Vollbeschäftigung, Geldtheorie, Zinspolitik, Wirtschaftswachstum, ökonomische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und die theoretischen Grundlagen der merkantilistischen Wirtschaftslehren in England durch die Analyse ihrer bedeutendsten Vertreter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Außenhandelstheorie, das Handelsbilanz-Theorem, die Rolle der Geldmenge, Zinspolitik sowie Maßnahmen zur Förderung der inländischen Produktion und Beschäftigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse der englischen merkantilistischen Denker, um deren Ansätze für eine Wirtschaftstheorie im Kontext der damaligen praktischen Wirtschaftspolitik zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung historischer Quellen und Denkschriften der behandelten merkantilistischen Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich ausführlich den Biografien und den wirtschaftstheoretischen sowie politischen Beiträgen von zehn ausgewählten Vertretern, von Thomas Mun bis James Steuart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Merkantilismus, Handelsbilanz, Vollbeschäftigung, Protektionismus und das Wechselverhältnis von Staat und Wirtschaft.

Welche Rolle spielt die East India Company in dieser Arbeit?

Sie fungiert als wichtiges Fallbeispiel, da viele der behandelten Autoren, wie Thomas Mun oder Josiah Child, in leitender Funktion für diese Kompanie tätig waren und ihre Theorien häufig zur Verteidigung deren Handelsinteressen entwickelten.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Staates nach merkantilistischem Verständnis?

Der Staat nimmt eine dirigierende und regulierende Funktion ein, um durch gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen, wie etwa die Förderung von Exporten und die Steuerung der Arbeitsmärkte, die nationale Macht und den Reichtum zu vermehren.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundzüge merkantilistischer Wirtschaftslehren
Untertitel
Englische Vertreter
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Denis Reis (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
45
Katalognummer
V166774
ISBN (Buch)
9783640830954
ISBN (eBook)
9783640831241
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Merkantilismus Wirtschaftslehre Mun Misselden Petty Temple Culperer Child Cary Pollexfen Davenant Steuart Wirtschaftstheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Denis Reis (Autor:in), 2010, Grundzüge merkantilistischer Wirtschaftslehren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166774
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  45  Seiten
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