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Fairness im Experiment: Vom Homo Oeconomicus zum Homo Reciprocans?

Title: Fairness im Experiment: Vom Homo Oeconomicus zum Homo Reciprocans?

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Wessel (Author)

Economics - Micro-economics

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Summary Excerpt Details

Menschen sind vor allem eigennützig! Diese Annahme ist die Grundlage für wesentliche
Theorien der Wirtschaftswissenschaften. Gleichzeitig stößt diese Annahme aber
auch immer wieder auf Protest. Dieses Menschenbild scheint nicht nur gegen ein
Wunschbild zu verstoßen, sondern es kann auch vermutlich jeder Mensch von Situationen
berichten, in denen sich andere Menschen tatsächlich nicht eigennützig verhalten
haben. So tauschen Menschen Geschenke aus und belohnen einander für positives
Verhalten. Auf der anderen Seite kann man aber auch beobachten, wie schlechtes
Verhalten bestraft wird, obwohl das dem Strafenden keinen erkennbaren Nutzen bringt.
Diese Beobachtungen sind nur schwer mit dem traditionellen wirtschaftswissenschaftlichen
Modell des Homo Oeconomicus zu vereinbaren. Daher wird im Folgenden untersucht
werden, ob ein anderes Modell menschliches Verhalten nicht besser modellieren
kann. Dabei stützt sich diese Arbeit im wesentlichen auf die Experimentelle
Wirtschaftsforschung, mit deren Hilfe menschliches Verhalten unter kontrollierten Bedingungen
erforscht werden kann. Im Folgenden werden einige Experimente beschrieben
und aus ihnen einige allgemeine Erkenntnisse abgeleitet. Dann sollen die
wesentlichen Theorien, die versuchen, dieses Phänomens zu erfassen, erläutert und
kritisch betrachtet werden. Abschließend soll grundsätzlich Stellung genommen werden
zu dem Ansatz, die Reziprozität in die wirtschaftswissenschaftliche Theorie einzuführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der „Homo Oeconomicus“ und seine Kritik

3. Reziprozität

4. Experimentelle Wirtschaftsforschung

5. Experimente und Ergebnisse

5.1 Ultimatumspiel

5.2 Marktexperimente

5.3 Öffentliche Güter

6. Formale Modelle

6.1 Die Verteilungshypothese

6.1.1 ERC - Das Modell von Ockenfels und Bolton

6.1.2 Eine Theorie von Fairness, Wettbewerb und Cooperation – Das Modell von Fehr und Schmidt

6.1.3 Vergleich der beiden Modelle

6.2 Die Intentionshypothese

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, ob das klassische Modell des Homo Oeconomicus durch Modelle des menschlichen Verhaltens ergänzt oder ersetzt werden kann, die Fairness und Reziprozität berücksichtigen. Dabei wird insbesondere analysiert, wie experimentelle Ergebnisse die ökonomische Theorie herausfordern und wie diese durch formale Modelle abgebildet werden können.

  • Kritische Analyse des Standardmodells "Homo Oeconomicus"
  • Grundlagen der experimentellen Wirtschaftsforschung zur Erfassung menschlichen Verhaltens
  • Diskussion empirischer Phänomene wie Ultimatumspiele und Reziprozität
  • Vergleich formaler Modellansätze (Verteilungshypothese vs. Intentionshypothese)

Auszug aus dem Buch

3. Reziprozität

„Reziprozität bedeutet das Belohnen von fairem Verhalten und das Bestrafen von unfairem Verhalten“ (Falk und Fischbacher 2000: S.1). Ein reziproker Akteur richtet sein Verhalten also am Verhalten des anderen aus. Dadurch unterscheidet sich ein reziproker Akteur vom Homo Oeconomicus, der ausschließlich den eigenen Nutzen maximiert, unabhängig von den Einkommen, die die anderen Akteure erzielen. Er unterscheidet sich aber ebenso von einem reinen Altruisten, der ohne Bedingung „Gutes“ tut (vgl. Fehr und Gächter 2000: S.160). Entscheidend für die Klassifikation als reziprokes Verhalten ist das Fehlen von zukünftigen materiellen Anreizen für das Belohnen oder Bestrafen. Ein reziproker Akteur belohnt faires Verhalten, auch wenn er von diesem Verhalten nicht in der Zukunft profitieren wird. Auch bestrafen reziproke Akteure, ohne dass ihnen dies materiellen Nutzen bringt. Man kann sogar beobachten, dass Akteure selbst dann noch bestrafen und belohnen, wenn dies für sie mit Kosten verbunden ist. Reziprozität unterscheidet sich daher von strategischem Kooperations-Verhalten, bei dem es darum geht, das eigene Einkommen über mehrere Runden zu maximieren. In diesem Fall kann die Zusammenarbeit rational und im eigenen Interesse sein. Reziproke Akteure bestrafen und belohnen auch dann, wenn dies ihr Gesamteinkommen verringert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, ob ein alternatives Modell menschlichen Verhaltens den Homo Oeconomicus in der ökonomischen Theorie besser ergänzen kann.

2. Der „Homo Oeconomicus“ und seine Kritik: Dieses Kapitel erläutert das Standardmodell des Homo Oeconomicus als Nutzenmaximierer und führt die Kritik an diesem idealisierten Menschenbild ein.

3. Reziprozität: Hier wird das Konzept der Reziprozität als Verhaltensmuster definiert, das über rein eigennütziges Handeln hinausgeht und Bestrafungs- bzw. Belohnungsmechanismen umfasst.

4. Experimentelle Wirtschaftsforschung: Dieses Kapitel beschreibt die Methode der experimentellen Wirtschaftsforschung als Werkzeug zur Untersuchung menschlichen Verhaltens unter kontrollierten Bedingungen.

5. Experimente und Ergebnisse: Hier werden bekannte Experimente wie das Ultimatumspiel, Marktexperimente und öffentliche Güter vorgestellt, um empirische Belege für reziprokes Verhalten zu liefern.

6. Formale Modelle: Dieses Kapitel analysiert verschiedene theoretische Ansätze zur Modellierung reziproken Verhaltens, unterteilt in Verteilungs- und Intentionshypothesen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Nützlichkeit der vorgestellten Modelle sowie die Grenzen der Modellierung menschlichen Verhaltens.

Schlüsselwörter

Homo Oeconomicus, Reziprozität, Fairness, Experimentelle Wirtschaftsforschung, Ultimatumspiel, Homo Reciprocans, Verteilungshypothese, Intentionshypothese, Nutzenmaximierung, Spieltheorie, altruistisches Verhalten, ökonomische Modelle, Kooperation, ökonomische Anreize.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Eignung des Homo Oeconomicus Modells in der Wirtschaftswissenschaft und diskutiert, inwiefern Konzepte wie Fairness und Reziprozität notwendig sind, um menschliches Verhalten präziser zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Kritik am klassischen Nutzenmaximierungsmodell, die experimentelle Analyse von Fairness-Phänomenen sowie die formale Modellierung von menschlicher Reziprozität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Modelle, die Fairness und Reziprozität integrieren, eine bessere Erklärungsgrundlage für beobachtetes Verhalten in Experimenten bieten als das Standardmodell.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf experimenteller Wirtschaftsforschung, um verschiedene theoretische Modellansätze miteinander zu vergleichen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der empirischen Evidenz aus ökonomischen Experimenten sowie der theoretischen Modellierung dieser Ergebnisse durch verschiedene Ansätze, insbesondere die Verteilungs- und Intentionshypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Homo Oeconomicus, Reziprozität, Fairness, Experimentelle Wirtschaftsforschung und Spieltheorie charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Homo Reciprocans vom Homo Oeconomicus?

Während der Homo Oeconomicus rein eigennützig handelt, zeichnet sich der reziproke Akteur dadurch aus, dass er faires Verhalten anderer belohnt und unfaire Handlungen bestraft, selbst wenn dies mit eigenen Kosten verbunden ist.

Warum sind die untersuchten Modelle für die ökonomische Theorie relevant?

Die Modelle sind relevant, da sie helfen, empirische Phänomene in Experimenten – etwa bei der Steuerzahlung oder in Marktsituationen – zu erklären, die mit dem klassischen Modell des Homo Oeconomicus nicht greifbar sind.

Welche Rolle spielen "Kosten" bei der Bestrafung in diesen Experimenten?

In den untersuchten Experimenten zeigt sich, dass Akteure bereit sind, Bestrafungen gegen andere auszuüben, obwohl dies ihr eigenes Gesamteinkommen reduziert, was gegen die klassische Nutzenmaximierungsannahme spricht.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der Verteilungs- und der Intentionshypothese?

Die Verteilungshypothese fokussiert sich primär auf das Ergebnis bzw. die Auszahlungsverteilung, während die Intentionshypothese zusätzlich die Absicht des Gegenübers bei der Handlungsentscheidung berücksichtigt.

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Details

Title
Fairness im Experiment: Vom Homo Oeconomicus zum Homo Reciprocans?
College
University of Münster
Grade
1,3
Author
Jan Wessel (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V166645
ISBN (Book)
9783640829941
ISBN (eBook)
9783640830022
Language
German
Tags
fairness experiment homo oeconomicus homo reciprocans
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Wessel (Author), 2009, Fairness im Experiment: Vom Homo Oeconomicus zum Homo Reciprocans?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166645
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