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Machtverhältnisse zwischen Orts- und Auslandsdienstlehrkräften im Spannungsfeld von “Interkulturalität” und Diskriminierung an deutschen Begegnungsschulen im Ausland

Titel: Machtverhältnisse zwischen Orts- und Auslandsdienstlehrkräften im Spannungsfeld von “Interkulturalität” und Diskriminierung an deutschen Begegnungsschulen im Ausland

Forschungsarbeit , 2025 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sherina Beha (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, welche Rolle Machtverhältnisse zwischen Ortslehrkräften und Auslandsdienstlehrkräften (ADLKs) im Kontext von sogenannter “Interkulturalität” und Diskriminierungserfahrungen an deutschen Begegnungsschulen im Ausland spielen. Genauer soll dabei erfragt werden, wie Ortslehrkräfte diese Machtverhältnisse im Schulalltag erleben und welche Auswirkungen diese auf ihr Verständnis und ihre Wahrnehmung von “Interkulturalität” haben. Darüber hinaus wird erfragt, welche konkreten Diskrimininierungserfahrungen Ortslehrkräfte an deutschen Begegnungsschulen im Ausland machen und wie sich institutionelle Diskriminierungsmechanismen aus ihrer Perspektive im schulischen Kontext manifestieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Thema und Erkenntnisinteresse
  • 2. Fragestellung
  • 3. Forschungsstand
  • 4. Theoriebezüge
  • 5. Methodisches Vorgehen
    • 5.1 Datenerhebung
    • 5.2 Datenauswertung
  • 6. (Vorläufige) Gliederung des Artikels
  • 7. Vorläufige Literaturliste
  • 8. Zeitplan

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung von Machtverhältnissen und Diskriminierungserfahrungen zwischen Ortslehrkräften und Auslandsdienstlehrkräften an deutschen Begegnungsschulen im Ausland. Sie hinterfragt, inwiefern das Leitbild der „Interkulturalität“ tatsächliche Ungleichheiten überdeckt und welche Auswirkungen dies auf die Wahrnehmung der Lehrkräfte hat.

  • Analyse von Machtasymmetrien zwischen unterschiedlichen Lehrkräftegruppen.
  • Untersuchung von Diskriminierungserfahrungen im schulischen Kontext.
  • Kritische Betrachtung des Konzepts der „Interkulturalität“ an deutschen Auslandsschulen.
  • Erfassung der Perspektiven von Ortslehrkräften im Schulalltag.
  • Beleuchtung institutioneller Diskriminierungsmechanismen und struktureller Ungleichheiten.

Auszug aus dem Buch

3. Forschungsstand

Heute handelt es sich bei den meisten DAS um sogenannte „Begegnungsschulen“, mit einer überwiegend nicht-deutschen Schülerschaft. Ziel dieser Begegnungsschulen ist es, eine international ausgerichtete deutsche Bildung zu vermitteln, ein Ansatz, der sich unter anderem im Abschlusszertifikat DIAP (Deutsche Internationale Abiturprüfung) widerspiegeln soll. In der Regel sind die DAS nach dem jeweiligen Recht des Gastlandes beaufsichtigte Privatschulen, für die Schulgebühren entrichtet werden müssen. Die einheimische Klientel besteht hauptsächlich aus der Bildungselite, die den teuren Besuch dieser Privatschulen finanzieren kann. Die DAS werden von der ZfA koordiniert und finanziell aus dem Kulturhaushalt des Auswärtigen Amtes unterstützt. Zudem ist sie für die Organisation und Abwicklung der Entsendung deutscher Lehrkräfte zuständig. Zu den Motiven für die Vermittlung an eine Deutsche Auslandsschule gehören die Kategorien „Verbreitung deutscher Kultur“, „Engagement für Auswärtige Kulturpolitik" und „Interesse an DaF“ (vgl. Adick 2017, S. 353-355).

Das Lehrpersonal der DAS setzt sich zum einen aus deutschen Lehrkräften zusammen, die als Auslandsdienstlehrkräfte (ADLK), Bundesprogrammlehrkräfte (BPLK) oder Landesprogrammlehrkräfte (LPLK) für einen Beurlaubungszeitraum von drei bis sechs Jahren an die Auslandsschulen entsandt werden. Zum anderen setzt es sich aus deutschen und einheimischen Ortslehrkräften (OLK) zusammen, welche von den örtlichen Schulträgern eingestellt und bezahlt werden. Die Zahl der zu vermittelnden Auslandsdienstlehrkräfte bemisst sich dabei nach der Größe der Schule und der für die Anerkennung der Schulabschlüsse vereinbarten Anzahl an ADLKS. Auslandsdienstlehrkräften werden zumeist Funktionsstellen übertragen. Sie stellen aber mit durchschnittlich acht Lehrkräften pro Schule einen kleinen Anteil des Lehrerkollegiums, verglichen mit durchschnittlich jeweils 29 weiteren deutschsprachigen Lehrkräften und 29 Ortslehrkräften, dar. Von diesen erhält insbesondere die letztgenannte Gruppe ein deutlich geringeres Gehalt, da sich dieses nach dem oftmals niedrigeren Gehaltsniveau des Sitzlandes richtet, was ein strukturelles Machtgefälle innerhalb der Schulen weiter verstärkt (vgl. Mersch und Kühn 2014, S. 137).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Stellt das Forschungsvorhaben und die Kernfragen zu Machtverhältnissen und Diskriminierung an Begegnungsschulen dar.

2. Forschungsstand und Theoriebezüge: Beleuchtet den aktuellen Kenntnisstand und die theoretischen Grundlagen wie Interkulturelle Pädagogik und postkoloniale Perspektiven.

3. Erhebungsmethode: Leitfadengestützte Experteninterviews: Beschreibt die qualitative Methode der Datenerhebung durch Interviews mit Ortslehrkräften.

4. Auswertung: Erläutert das Vorgehen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Interpretation der Interviewdaten.

5. Ergebnisse: Präsentiert die zentralen Erkenntnisse der Studie bezüglich Machtverhältnissen und Diskriminierungserfahrungen.

6. Literaturverzeichnis: Listet alle im Exposé und voraussichtlich im Artikel verwendeten wissenschaftlichen Quellen auf.

7. Anhang (Transkripte): Enthält die Transkripte der durchgeführten Experteninterviews als Belegmaterial.

Schlüsselwörter

Machtverhältnisse, Interkulturalität, Diskriminierung, Begegnungsschulen, Ortslehrkräfte, Auslandsdienstlehrkräfte, deutsche Auslandsschulen, qualitative Forschung, Experteninterviews, postkoloniale Perspektive, Ungleichheit, Bildungspolitik, Kulturbegriff, Sozialwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Machtverhältnisse und Diskriminierungserfahrungen zwischen Orts- und Auslandsdienstlehrkräften an deutschen Begegnungsschulen im Ausland im Kontext von „Interkulturalität“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind strukturelle Ungleichheit, Machtasymmetrien, die Rolle von „Interkulturalität“ als Leitbild versus Realität sowie Diskriminierungserfahrungen im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Perspektiven von Ortslehrkräften zu Machtverhältnissen und Diskriminierung an deutschen Begegnungsschulen zu erfassen und zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativ-empirischer Forschungsansatz gewählt, insbesondere leitfadengestützte Experteninterviews mit Ortslehrkräften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil des geplanten Artikels behandelt den Forschungsstand, theoretische Bezüge (Interkulturelle Pädagogik, postkoloniale Perspektiven), die Erhebungsmethode und die Auswertung der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Machtverhältnisse, Interkulturalität, Diskriminierung, Begegnungsschulen, Ortslehrkräfte, Auslandsdienstlehrkräfte, deutsche Auslandsschulen, qualitative Forschung, Experteninterviews, postkoloniale Perspektive, Ungleichheit, Bildungspolitik, Kulturbegriff, Sozialwesen.

Warum werden deutsche Auslandsschulen als „Begegnungsschulen“ bezeichnet und welche Problematik birgt dies?

Sie werden so bezeichnet, um einen gleichwertigen interkulturellen Austausch zu suggerieren, obwohl in der Realität oft asymmetrische Machtverhältnisse und eine Dominanz der deutschen Perspektive bestehen bleiben.

Inwiefern sind deutsche Auslandsschulen historisch geprägt?

Ein großer Anteil der DAS entstand aus ehemaligen Kolonien- und Missionsschulen, deren Gründung nicht auf antikoloniale oder antirassistische Zielsetzungen abzielte, sondern der Vereinheitlichung und Deutschförderung diente.

Welchen Einfluss hat das Gehaltsgefälle zwischen Ortslehrkräften und Auslandsdienstlehrkräften?

Das deutlich geringere Gehalt der Ortslehrkräfte, das sich am niedrigeren Gehaltsniveau des Sitzlandes orientiert, verstärkt ein strukturelles Machtgefälle innerhalb der Schulen.

Welche Rolle spielt die ZfA (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) im Kontext der deutschen Auslandsschulen?

Die ZfA koordiniert und finanziert die DAS, ist für die Entsendung deutscher Lehrkräfte zuständig und trägt zur Verbreitung deutscher Kultur und Sprache bei.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Machtverhältnisse zwischen Orts- und Auslandsdienstlehrkräften im Spannungsfeld von “Interkulturalität” und Diskriminierung an deutschen Begegnungsschulen im Ausland
Hochschule
Hochschule RheinMain  (Sozialwesen)
Veranstaltung
Handlungsforschungsprojekt
Note
1,7
Autor
Sherina Beha (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
11
Katalognummer
V1665880
ISBN (eBook)
9783389163924
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auslandschulswesen Machtverhältnisse Diskriminierung Institutionelle Diskrminierung Organisationen Schule Auslandsdienst Interkulturalität Begegnungsschule Ortslehrkräfte ADLK
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sherina Beha (Autor:in), 2025, Machtverhältnisse zwischen Orts- und Auslandsdienstlehrkräften im Spannungsfeld von “Interkulturalität” und Diskriminierung an deutschen Begegnungsschulen im Ausland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1665880
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Leseprobe aus  11  Seiten
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