Diese Hausarbeit entstand im Rahmen des Seminars 'Lernausgangsdiagnostik im Sachunterricht' an der Uni Oldenburg. Zudem ging ihr ein Praxisbesuch voraus, bei dem Kindergartenkinder im Fokus einer Untersuchung zur Grundschulfähigkeit standen. Im Folgenden wird das angewandte Untersuchungsverfahren näher erläutert und anhand von Beobachtungen und Zusatzinformationen spezielle Förderaspekte für ein bestimmtes Kind erarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Gegenstand der Untersuchung - das beobachtete Kind
1.1. Persönliche Daten
1.2. Aktuelle Situation
2. Gründe der Untersuchung
2.1. Zusammenhang zwischen Wahrnehmungsstörungen und Lernerfolg
2.2. Anlass der Untersuchung
3. Das Untersuchungsverfahren – „Die Hexe Mirola“
4. Beobachtungsergebnisse & Interpretation
5. Förderempfehlungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, auf Basis einer Lernausgangsdiagnostik individuelle Förderaspekte für ein Kindergartenkind zu entwickeln, um dessen Grundschulfähigkeit zu evaluieren und gezielt zu unterstützen.
- Durchführung und Reflexion der Lernausgangsdiagnostik „Die Hexe Mirola“
- Analyse der motorischen, sprachlichen und sozial-emotionalen Kompetenzen des Kindes
- Interpretation von Verhaltensauffälligkeiten im Untersuchungsprozess
- Erstellung eines individuellen Förderplans zur Stärkung von Selbstvertrauen und Sicherheit
Auszug aus dem Buch
3. Das Untersuchungsverfahren – „Die Hexe Mirola“
„Es handelt sich um ein Beobachtungsverfahren, das eingebunden ist in eine Spielgeschichte. Eine kleine Hexe meistert ihren Schulweg mit Hilfe der Kinder, die sie unterstützen und ihr bei verschiedenen Aufgaben helfen.“
Um für die Kinder eine Atmosphäre ohne Leistungscharakter und somit Leistungsdruck zu schaffen, ist die Untersuchung in die Geschichte „Die Hexe Mirola“ (die zugleich Namensgeber der Untersuchungsmethode ist) eingebettet. Wie oben bereits erwähnt, helfen die Kinder der fiktiven Hexe Mirola ihren Schulweg durch den Zauberwald zu bestreiten. Dabei führt eine pädagogische Fachkraft, die mit einer Handpuppe die Hexe verkörpert, die Kinder durch einen Parcours aus Stationen. Dieser Parcours befindet sich in einem extra dafür präparierten Raum, der neben der begleitend vorgetragenen Geschichte und den passenden Aktivitäten an den Stationen für stimmige Atmosphäre sorgen soll.
Auf diese Weise nehmen die Kinder vordergründig an einem Spiel mit vielen verschiedenen Elementen teil, wobei sie (möglichst) unbemerkt die Untersuchung absolvieren und dabei von weiterem pädagogischen Personal beobachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Gegenstand der Untersuchung - das beobachtete Kind: Hier werden die persönlichen Daten des Kindes X1 M. sowie seine aktuelle familiäre und soziale Lebenssituation dargestellt.
2. Gründe der Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert den Zusammenhang zwischen frühzeitigen Wahrnehmungsstörungen und späteren Lernstörungen sowie das konkrete Ziel der Einschätzung der Grundschulfähigkeit.
3. Das Untersuchungsverfahren – „Die Hexe Mirola“: Es wird das methodische Vorgehen durch eine spielerische Geschichte erläutert, die zur unbefangenen Kompetenzprüfung eingesetzt wird.
4. Beobachtungsergebnisse & Interpretation: Die erhobenen Daten zu Motorik, Sprache, Wahrnehmung und Sozialverhalten werden systematisch ausgewertet und im Hinblick auf das mangelnde Selbstvertrauen des Kindes gedeutet.
5. Förderempfehlungen: Abschließend werden konkrete Maßnahmen für den Elternhaushalt und den Kindergarten sowie die Anwendung von Trainingsprogrammen vorgeschlagen, um das Kind zu stärken.
Schlüsselwörter
Lernausgangsdiagnostik, Grundschulfähigkeit, Einzelfalldiagnostik, Wahrnehmungsstörungen, Förderplan, Motorik, Sprachkompetenz, Sozial-emotionales Verhalten, Selbstvertrauen, Hexe Mirola, Frühförderung, Verhaltensbeobachtung, Schulfähigkeit, Rituale, Trainingsprogramme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung?
Die Arbeit befasst sich mit der Lernausgangsdiagnostik eines fünfjährigen Kindes, um dessen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schuleintritt zu prüfen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der motorischen und sprachlichen Leistungsfähigkeit sowie der Analyse der sozial-emotionalen Entwicklung des Kindes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, durch eine strukturierte Beobachtung mögliche Entwicklungsdefizite frühzeitig zu erkennen und einen individuellen Förderplan zu erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird das Beobachtungsverfahren „Die Hexe Mirola“ verwendet, das Kinder spielerisch durch verschiedene Kompetenzstationen führt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der Untersuchungsergebnisse und deren pädagogische Interpretation im Kontext der Verhaltensauffälligkeiten des Kindes.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lernausgangsdiagnostik, Grundschulfähigkeit, individuelle Förderung und Verhaltensbeobachtung definiert.
Warum zeigt das Kind während der Untersuchung Verweigerungshaltungen?
Die Autoren deuten die Verweigerung als Ausdruck einer tief sitzenden Verunsicherung und eines Mangels an Selbstvertrauen, nicht als mangelnde intellektuelle Fähigkeit.
Welchen Nutzen haben die vorgeschlagenen Rituale?
Rituale sollen dem Kind Struktur, Vorhersehbarkeit und somit Sicherheit in seinem Alltag vermitteln, um Ängste abzubauen.
Warum wird das Programm „Mutig werden mit Til Tiger“ empfohlen?
Das Programm wird als geeignet angesehen, da es durch die Arbeit mit einer Handpuppe und gezielte Übungen in einer Gruppe das Selbstvertrauen sozial unsicherer Kinder effektiv stärken kann.
Welche Rolle spielt die Trennung der Eltern für die Interpretation?
Die familiäre Situation wird als ein möglicher Erklärungsfaktor für die Verunsicherung des Kindes genannt, allerdings aufgrund fehlender Daten nicht weiter vertieft.
- Arbeit zitieren
- M.Ed. Georg Rabe (Autor:in), R. Röhling (Autor:in), 2006, Lernausgangsdiagnostik im Sachunterricht - Einzelfalldiagnostik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166270