Die geriatrische Rehabilitation ist eine spezielle Rehabilitationsform für Patienten mit höherem Lebensalter - in der Regel älter als 70 Jahre - mit einer geriatrietypischen Multimorbidität. Diese liegt vor, wenn multiple strukturelle oder funktionelle Schädigungen nach der International Classification of Functioning Disability and Health (ICF) mit mindestens zwei behandlungsbedürftigen Erkrankungen zusammenkommen, die von Relevanz für die Bewältigung des Alltags sind. Eine eingeschränkte Selbsthilfetätigkeit und drohende bestehende Pflegebedürftigkeit sind ebenfalls wichtige Punkte.
Inhaltsverzeichnis
1) Geriatrische Rehabilitation
1.1) Der geriatrische Patient
1.2) Gesetzliche Rahmenbedingungen der geriatrischen Rehabilitation
1.3) Gestaltung und Ziele der geriatrischen Rehabilitation
1.4) Teamarbeit in der geriatrischen Rehabilitation
2) Soziale Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation
2.1) Rolle der Sozialen Arbeit im Team
2.2) Maßnahmen der Sozialen Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation
3) Soziale Arbeit und Nachsorgevorbereitung
4) Zukunft der Sozialen Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung der Sozialen Arbeit im Kontext der geriatrischen Rehabilitation, mit einem besonderen Fokus auf die Schnittstellen des Entlassungsmanagements und der Nachsorgevorbereitung für ältere Patienten.
- Grundlagen der geriatrischen Rehabilitation und Patientencharakteristika
- Gesetzliche Rahmenbedingungen und Versorgungsstrukturen
- Interdisziplinäre Teamarbeit und der Stellenwert des Sozialdienstes
- Konkrete Maßnahmen der Sozialen Arbeit zur Sicherung der Nachsorge
- Zukunftsherausforderungen durch demografischen Wandel und Ökonomisierung
Auszug aus dem Buch
1.1) Der geriatrische Patient
Die geriatrische Rehabilitation ist eine spezielle Rehabilitationsform für Patienten mit höherem Lebensalter - in der Regel älter als 70 Jahre - mit einer geriatrietypischen Multimorbidität. Diese liegt vor, wenn multiple strukturelle oder funktionelle Schädigungen nach der International Classification of Functioning Disability and Health (ICF) mit mindestens zwei behandlungsbedürftigen Erkrankungen zusammenkommen, die von Relevanz für die Bewältigung des Alltags sind. Eine eingeschränkte Selbsthilfetätigkeit und drohende bestehende Pflegebedürftigkeit sind ebenfalls wichtige Punkte.
Rehfeld und Runge definieren geriatrische PatientInnen wie folgt: „Ein geriatrischer Patient ist ein älterer Patient, der durch die Wirkungen und Wechselwirkungen multipler Erkrankungen und Behinderungen in seiner Fähigkeit zur Selbstpflege und selbstständigen Alltagsbewältigung eingeschränkt oder bedroht ist. Seine gesundheitliche Situation muss multidimensional erfasst werden, d.h. Diagnostik und Interventionen müssen die körperliche und psychische Ebene sowie das personelle und materielle Umfeld in ihren Wechselwirkungen erfassen.“ (Rehfeld u. Runge 2001: 5).
Geriatrische Krankheitsbilder und Syndrome können sein:
- Stürze, Gleichgewichts- und Gehstörungen
- Rehabilitation von Frakturen
- Rehabilitation von Arthrosen
- Rehabilitation der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit und der ge- fäßbedingten Amputationen
- Rehabilitation des Parkinson-Syndroms
- Rehabilitation bei Sehstörungen
- Rehabilitation bei Hörstörungen
- Rehabilitation bei urologischen Problemen
(Rehfeld u. Runge 2001: 268 ff.)
Zusammenfassung der Kapitel
1) Geriatrische Rehabilitation: Definition des geriatrischen Patienten unter Berücksichtigung von Multimorbidität sowie Erläuterung der gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der Rehabilitation.
2) Soziale Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation: Analyse der Funktion des Sozialdienstes im interdisziplinären Behandlungsteam und Darstellung der spezifischen Aufgabenbereiche in der geriatrischen Versorgung.
3) Soziale Arbeit und Nachsorgevorbereitung: Erläuterung der beratenden Tätigkeit des Sozialdienstes als Bindeglied zwischen stationärer Behandlung und ambulanter bzw. stationärer Nachsorge.
4) Zukunft der Sozialen Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation: Diskussion der Herausforderungen durch demografische Verschiebungen sowie der Auswirkungen einer zunehmenden Ökonomisierung auf die Qualität der Sozialarbeit.
Schlüsselwörter
Geriatrische Rehabilitation, Soziale Arbeit, Sozialdienst, Entlassungsmanagement, Nachsorgevorbereitung, Multimorbidität, Alter, Patientenberatung, Interdisziplinäre Teamarbeit, Ökonomisierung, Pflegebedürftigkeit, Versorgungsmanagement, Lebensweltorientierung, Selbstbestimmung, Demografischer Wandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Aufgaben und der Bedeutung des Sozialdienstes innerhalb von geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung älterer Menschen bei der Rückkehr in ihren Alltag.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der geriatrischen Patientendefinition, der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams, der sozialrechtlichen Beratung und der Organisation der Nachsorge.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die essenzielle Rolle der Sozialen Arbeit bei der Sicherung einer nachhaltigen Nachsorge zu verdeutlichen und die Herausforderungen für diesen Berufsstand in einem ökonomisch geprägten Umfeld aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und dem Studium einschlägiger gesetzlicher Rahmenbedingungen für die geriatrische Rehabilitation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die klinischen Voraussetzungen für geriatrische Patienten als auch die praktischen Maßnahmen der Sozialarbeit, wie die Koordination von Hilfen und die Sozialanamnese, detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Geriatrische Rehabilitation, Soziale Arbeit, Entlassungsmanagement, Nachsorge und Multimorbidität.
Wie unterscheidet sich die Sozialarbeit in der Geriatrie von der in einem Akutkrankenhaus?
In der geriatrischen Rehabilitation nimmt die Soziale Arbeit laut Autor einen deutlich größeren Stellenwert im Team ein, da die ganzheitliche, lebensweltorientierte Begleitung des Patienten für den Rehabilitationserfolg zentraler ist als im Akutbereich.
Welchen Einfluss hat die Ökonomisierung auf die Soziale Arbeit in diesem Bereich?
Die Ökonomisierung führt laut dem Text zur Gefahr, dass Sozialarbeiter durch günstigeres Pflegepersonal ersetzt werden, was die Qualität der psychosozialen Nachsorgevorbereitung beeinträchtigen kann.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Förster (Autor:in), 2009, Entlassungsmanagement geriatrischer Rehabilitation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166248