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Narrativik im Detektivroman

Die Erzählerfiguren bei A. Christie und F. Glauser am Beispiel von "The Murder of Roger Ackroyd" und "Wachtmeister Studer"

Title: Narrativik im Detektivroman

Bachelor Thesis , 2004 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nikola Schulze (Author)

Literature - Comparative Literature

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Summary Excerpt Details

„Ein Kriminalroman ist nicht eine Geschichte von Opfer, Täter, Detektiv, Verdächtigen; das sind Materialien, mit denen er arbeitet. Ein Kriminalroman entsteht einzig durch die Art und Weise, wie er erzählt wird.“

Die Kriminalliteratur wird bei vielen Literaturwissenschaftlern immer noch als niedere Gattung bezeichnet, weil sie als nicht anspruchsvoll und trivial gilt und die Bedürfnisse der Massen befriedigt. Deshalb wird dieses Genre erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit ernsthaft wissenschaftlich untersucht und auch eine einheitliche Definition des Begriffs steht noch immer aus.
In dieser Arbeit soll es darum gehen, die Erzählperspektiven zweier sehr unterschiedlicher Detektivromane gegenüberzustellen. Der bekanntere von Agatha Christie beinhaltet die am häufigsten auftretende Form des Erzählens im Detektivroman, die Perspektive der sogenannten Watson-Figur, betitelt nach dem gleichnamigen Freund und Helfer von Sherlock Holmes. Der unbekanntere von Friedrich Glauser zeigt eine ebenso vielseitige wie interessante Form des Erzählens anhand eines außerhalb des Geschehens stehenden Er-Erzählers. Ziel dieser Arbeit ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Erzählweisen herauszustellen und ihre Wirkung auf den Leser zu erörtern.

Bei der Definition des Begriffs Detektivroman halte ich mich an Peter Nusser, da dessen Ausführungen mir schlüssig erscheinen. Das bedeutet, dass ich Kriminalliteratur bzw. Kriminalroman als Oberbegriff der Gattung sehe, der die Untergattungen Detektivroman und Thriller beinhaltet. In beiden Formen des Kriminalromans kann der Protagonist ein Amateur- oder Profi-Detektiv sein, jedoch ist der Detektivroman vom Thriller insofern zu unterscheiden, als dass dort der Schwerpunkt auf der Verfolgung des meist bekannten Täters liegt und nicht auf der Lösung eines Rätsels.

Wenn im Folgenden also vom (klassischen) Detektivroman gesprochen wird, ist damit eine spezielle Art von Kriminalroman gemeint, in welchem die zentrale Gestalt ein Detektiv ist, der ein Verbrechen aufklärt. In der Forschungsliteratur wird dies auch häufig als „Whodunit“ bezeichnet.

Genauer könnte man einen Detektivroman in Aufklärungs- und Verbrechensgeschichte aufteilen. Die Aufklärungsgeschichte wird in chronologischer Reihenfolge anhand der Aktivitäten des Detektivs erzählt und die Verbrechensgeschichte in umgekehrter Reihenfolge, also retrospektiv.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE TYPISCHEN ERZÄHLERFIGUREN IM DETEKTIVROMAN

2.1. ALLGEMEINES

2.2. DER AUKTORIALE ERZÄHLER

2.3. DER NEUTRALE ERZÄHLER

2.4. DIE WATSON-FIGUR

2.5. DIE TÄTER-PERSPEKTIVE

2.6. DIE DETEKTIV-PERSPEKTIVE

2.7. DIE OPFER-PERSPEKTIVE

2.8. DIE MULTIPERSPEKTIVE

3. DIE ERZÄHLERFIGUR IN THE MURDER OF ROGER ACKROYD

3.1. DIE WATSON-FIGUR

3.2. DIE WATSON-FIGUR ALS SONDERFALL

3.3. DIE WIRKUNG DIESER PERSPEKTIVE

4. DIE ERZÄHLERFIGUR IN WACHTMEISTER STUDER

4.1. DER AUKTORIALE ER-ERZÄHLER

4.2. DIE WIRKUNG DIESER PERSPEKTIVE

5. DER VERGLEICH DER ERZÄHLERFIGUREN

5.1. ICH- UND ER-ERZÄHLER

5.2. DIE WIRKUNG DER UNTERSCHIEDLICHEN ERZÄHLPERSPEKTIVEN

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Erzählperspektiven in Agatha Christies "The Murder of Roger Ackroyd" und Friedrich Glausers "Wachtmeister Studer", um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erzählweise sowie deren Wirkung auf den Leser herauszuarbeiten.

  • Analyse typischer Erzählerfiguren im klassischen Detektivroman
  • Untersuchung der "Watson-Figur" als Sonderfall (Täter-Perspektive)
  • Vergleichende Analyse von Ich-Erzähler und auktorialem Er-Erzähler
  • Rolle der Erzählerfigur bei der Spannungs- und Irreführung des Lesers
  • Reflexion über Gattungskonventionen und deren Verletzung

Auszug aus dem Buch

Die Watson-Figur als Sonderfall

Die Besonderheit an dieser Watson-Figur ist jedoch, dass sie gleichzeitig der Täter ist. Deshalb erfüllt sie nur scheinbar die Erwartungen des Lesers. Erst im nachhinein wird diesem die Doppelbödigkeit des Erzählers bewusst gemacht und er auf alle Textstellen hingewiesen, an denen der Erzähler absichtlich Leerstellen gelassen hat, die seine Täterschaft betreffen. „Diese Leerstellen umfassen den Mord selbst sowie diejenigen Handlungen des Arztes, mit welchen er seine eigene Spur zu verwischen sucht.“ Er weist sogar selbst darauf hin, dass er Dinge verschweigt, und begründet dies mit seinem Beruf:

“As a professional man, I naturally aim at discretion. Therefore I have got into the habit of continually withholding all information possible from my sister.”

Dabei kann der Leser ihm noch nicht einmal den Vorwurf der Lüge machen, da der Erzähler zwar einige relevante Dinge auslässt, aber ansonsten alles wiedergibt. Er stellt sich dabei nur so geschickt an, dass der Leser die eigentlich wichtigen Sätze, die Sheppard als Täter entlarven könnten, nicht als solche wahrnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die Zielsetzung der Arbeit erläutert, die Erzählperspektiven von Christie und Glauser gegenüberzustellen und den Begriff des Detektivromans einzugrenzen.

2. DIE TYPISCHEN ERZÄHLERFIGUREN IM DETEKTIVROMAN: Vorstellung gängiger Erzählformen wie auktorialer Erzähler, Watson-Figur und Täter-Perspektive sowie deren Bedeutung für die Leserlenkung.

3. DIE ERZÄHLERFIGUR IN THE MURDER OF ROGER ACKROYD: Analyse des Ich-Erzählers Dr. Sheppard, der sowohl Watson-Figur als auch Täter ist.

4. DIE ERZÄHLERFIGUR IN WACHTMEISTER STUDER: Untersuchung des auktorialen Er-Erzählers bei Glauser und dessen filmische Erzählweise.

5. DER VERGLEICH DER ERZÄHLERFIGUREN: Zusammenfassender Vergleich der unterschiedlichen Erzählstile und deren Auswirkungen auf die Spannungserzeugung und Leserwahrnehmung.

6. FAZIT: Resümee über die Bedeutung der Erzählerfigur für die Qualität und den Erfolg eines Detektivromans.

Schlüsselwörter

Detektivroman, Erzählerfigur, Watson-Figur, Auktorialer Erzähler, Leserlenkung, Whodunit, Kriminalliteratur, Perspektive, Spannungsaufbau, Irreführung, Agatha Christie, Friedrich Glauser, The Murder of Roger Ackroyd, Wachtmeister Studer, Gattungskonventionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie unterschiedliche Erzählerfiguren in Detektivromanen gestaltet sind und wie sie die Wahrnehmung des Lesers steuern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Im Zentrum stehen die Erzähltheorie im Detektivroman, die Rolle von "Watson-Figuren", auktoriales Erzählen und die bewusste Irreführung durch den Erzähler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Vergleich der Erzählweisen von Agatha Christie ("The Murder of Roger Ackroyd") und Friedrich Glauser ("Wachtmeister Studer"), um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur zur Narrativik und Kriminalliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Es werden zunächst theoretische Typen von Erzählerfiguren definiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der spezifischen Romane von Christie und Glauser sowie einem direkten Vergleich dieser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Detektivroman, Erzählperspektive, Watson-Figur, Leserlenkung und Gattungskonventionen definiert.

Warum ist die Wahl des Erzählers bei Agatha Christie in "The Murder of Roger Ackroyd" so besonders?

Weil die Autorin hier eine Watson-Figur als Ich-Erzähler einsetzt, die sich am Ende als der Täter selbst entpuppt, was eine klassische Regel des Genres bricht.

Wie unterscheidet sich Glausers Erzählweise bei "Wachtmeister Studer" von der klassischen Schule?

Glauser nutzt einen auktorialen Er-Erzähler mit filmischen Zügen, der Gedanken des Protagonisten mit der äußeren Handlung verknüpft, statt den Leser durch eine klassische "Watson-Figur" zu führen.

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Details

Title
Narrativik im Detektivroman
Subtitle
Die Erzählerfiguren bei A. Christie und F. Glauser am Beispiel von "The Murder of Roger Ackroyd" und "Wachtmeister Studer"
College
Ruhr-University of Bochum  (Komparatistik)
Course
-
Grade
1,7
Author
Nikola Schulze (Author)
Publication Year
2004
Pages
31
Catalog Number
V166206
ISBN (eBook)
9783640819102
ISBN (Book)
9783640822096
Language
German
Tags
Narrativik Detektivroman Kriminalroman Agatha Christie Friedrich Glauser The Murder of Roger Ackroyd Wachtmeister Studer Erzählerfiguren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nikola Schulze (Author), 2004, Narrativik im Detektivroman, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166206
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