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Der Widerstandsbegriff - Eine Definitionsanalyse

Title: Der Widerstandsbegriff - Eine Definitionsanalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Volker Trotte (Author)

Politics - Miscellaneous

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Der Begriff Widerstand wird im Deutschen oft mit Widerstandsaktivisten und -gruppen bzw. deren Aktionen während der Zeit der Nationalsozialistischen Herrschaft assoziiert. Diese geistige Einengung beschreibt zugleich eine auf Deutschland ausgerichtete Ethnozentrik, welche als „Selektionsmechanismus gegenüber dem gesamten Gegenstandsbereich auftritt.“ Diese singuläre Beschränkung hat sich in der Forschung manifestiert. Der Widerstandsbegriff ist schwer zu fassen und zu kategorisieren. Aufgrund der langen „Tradition“ Widerstand als primär deutsches Phänomen aufzufassen und zu erforschen, entstanden zahlreiche Werke und Forschungsarbeiten mit besonderem Bezug auf einen „deutschen“ Widerstandsbegriff. Dieser allgemeinen Forschungsströmung muss und wird entsprechend Rechnung getragen. Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit Veröffentlichungen einiger exemplarisch ausgewählter deutscher Autoren zur Definition des Widerstandsbegriffes auseinander und analysiert diese. Sie zeichnen sich durch unterschiedliche Ausgangspunkte und Vorüberlegungen aus und versprechen, die große Varianz in den Forschungsdebatten aufzuzeigen.
Die Analyse ihrer Definition und Zielstellung zeichnet ein übersichtsartiges Bild des Verständnisses von „Widerstand“ in Deutschland vor dem Hintergrund der NS-Herrschaft. Diese Übersicht stellt einen Querschnitt der Meinungen dar, welche unter deutschen Historikern vertreten werden. Neben der reinen Darstellung und Analyse werden Probleme sowie Vor- und Nachteile einzelner Interpretationsansätze benannt und charakterisiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Richard Löwenthal: „Widerstand im totalen Staat“

3. Martin Broszat: „Resistenz und Widerstand. Eine Zwischenbilanz des Forschungsprojektes“

4. Klaus Gotto u.a.: Nationalsozialistische Herausforderung und kirchliche Antwort. Eine Bilanz

5. Peter Hüttenberger: Vorüberlegungen zum „Widerstandsbegriff“

6. Fazit

7. Quellenverzeichniss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der wissenschaftlichen Begriffsbestimmung von „Widerstand“ im Kontext der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse exemplarisch ausgewählter historischer Texte aufzuzeigen, wie unterschiedlich der Widerstandsbegriff definiert wird und welche Probleme sowie Vor- und Nachteile mit den jeweiligen Interpretationsansätzen verbunden sind.

  • Historische Definition des Widerstandsbegriffs im Nationalsozialismus
  • Vergleich von kategorialen versus dichotomen Widerstandsmodellen
  • Analyse der Unterscheidung zwischen Widerstand, Resistenz und Dissidenz
  • Bewertung der Aussagekraft von Stufenmodellen zur Erfassung von Oppositionsverhalten
  • Auseinandersetzung mit der Problematik von "deutschen" vs. allgemeinen Widerstandsdefinitionen

Auszug aus dem Buch

2. Richard Löwenthal: „Widerstand im totalen Staat“

Löwenthal wurde 1908 in Berlin geboren. Bereits während des Studiums von Nationalökonomie und Soziologie mit anschließender Promotion war er zwischen 1926 und seinem Ausschluss als „Rechter“ 1929 Mitglied der KPD. Seit dem Jahr der „Machtübergabe“ an Hitler, 1933, leistete er Widerstandsarbeit in der Gruppe „Neu Beginnen“, bevor er 1935 über mehrere Stationen nach London emigrierte, wo er als Exilant weiterhin politisch aktiv blieb. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb er journalistisch und wissenschaftlich tätig. Zwischen 1961 und 1974 hatte er eine Professur für politische Wissenschaft an der FU Berlin. Er verstarb 1991 in seiner Heimatstadt.

Sein Lebenslauf ist in diesem Rahmen insofern von besonderem Interesse, als dass er sich nicht rein historisch-distanziert mit dem Widerstandsbegriff beschäftigte, sondern selbst aktiv im Widerstand Position gegen den Nationalsozialismus bezogen hatte und somit persönliche Erfahrungen auf diesem Gebiet in seine Definition einfließen lassen konnte.

Bereits der Titel verdeutlicht, dass „Widerstand“ in seinen Augen im Wesentlichen in einem totalitären Staat geschehen kann. So unterscheidet er zwischen „modernen Einparteiensystem einerseits, den autoritären Regimen, die sich primär auf militärische Gewalt und zum Teil auch noch auf monarchische Traditionen stützen, andererseits.“ Letzteren bescheinigt er, dass sie im Grunde eine vordemokratische Regierungsform darstellen, da sie „das Bestehen einer Vielfalt organisierter gesellschaftlicher Kräfte durchaus als normal“ ansehen. Dementsprechend muss Widerstand in autoritären Regimen andere Formen als in einer totalitären Parteiendiktatur annehmen, da diese sich selbst auf eine Massenbewegung stützt und alle Elemente des gesellschaftlichen, privaten und geistigen Lebens zu durchdringen versucht. Daher seien die Grenzen für Widerstand wesentlich enger gesteckt, als in einer autoritären Diktatur, in welcher das gesellschaftliche Eigenleben größtenteils geduldet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des deutschen Widerstandsbegriffs ein und definiert den methodischen Rahmen der vergleichenden Analyse von vier ausgewählten historischen Beiträgen.

2. Richard Löwenthal: „Widerstand im totalen Staat“: Das Kapitel erläutert Löwenthals Modell, welches Widerstand in einem totalitären System in drei Grundformen unterteilt: bewusste politische Opposition, gesellschaftliche Verweigerung und weltanschauliche Dissidenz.

3. Martin Broszat: „Resistenz und Widerstand. Eine Zwischenbilanz des Forschungsprojektes“: Hier wird Broszats dichotome Unterscheidung zwischen aktivem, fundamentalem Widerstand und wirkungsgeschichtlicher Resistenz analysiert.

4. Klaus Gotto u.a.: Nationalsozialistische Herausforderung und kirchliche Antwort. Eine Bilanz: Dieses Kapitel untersucht das von Gotto, Repgen und Hockerts entwickelte Stufenmodell, das den Widerstand in Abhängigkeit von den konkreten Rahmenbedingungen des Herrschaftssystems kategorisiert.

5. Peter Hüttenberger: Vorüberlegungen zum „Widerstandsbegriff“: Der Autor stellt Hüttenbergers Einteilung des Widerstands in drei Hauptformen vor, die insbesondere die Rolle von desaggregierten Einheiten und immanenten Konflikten innerhalb des Regimes betont.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bewertet die Vor- und Nachteile der verschiedenen Definitionsansätze sowie deren wissenschaftliche Relevanz.

7. Quellenverzeichniss: Auflistung der im Rahmen der Hausarbeit herangezogenen Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Widerstandsbegriff, Nationalsozialismus, Resistenz, Richard Löwenthal, Martin Broszat, Peter Hüttenberger, Stufenmodell, Politische Opposition, Weltanschauliche Dissidenz, Totalitarismus, Gesellschaftliche Verweigerung, Historische Definitionsanalyse, NS-Herrschaft, Innere Emigration, Oppositionsforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Definitionsanalyse des Begriffs „Widerstand“ im Kontext der nationalsozialistischen Herrschaft anhand ausgewählter historischer Texte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Widerstand gegenüber anderen Verhaltensweisen wie Resistenz oder Dissidenz sowie die theoretische Kategorisierung von Oppositionsverhalten in totalitären Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Varianz der Forschungsdebatten abzubilden und aufzuzeigen, wie verschiedene Historiker das Phänomen Widerstand definieren, einordnen und bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Definitionsanalyse, die vier zentrale Texte der historischen Forschung gegenüberstellt und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Einzelanalysen der Ansätze von Richard Löwenthal, Martin Broszat, Klaus Gotto u.a. sowie Peter Hüttenberger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Widerstandsbegriff, Resistenz, Stufenmodell, totalitärer Staat, politische Opposition und gesellschaftliche Verweigerung.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Martin Broszat von den anderen Autoren?

Broszat bevorzugt ein dichotomes Modell, das zwischen aktivem Widerstand und einer wirkungsgeschichtlichen Resistenz unterscheidet, während andere Autoren komplexere Drei-Formen-Modelle verwenden.

Warum ist laut Gotto u.a. die Einordnung in ein Stufenmodell problematisch?

Die Autoren des Stufenmodells arbeiten detailarm und vernachlässigen Trennschärfe, was dazu führt, dass die Grenzen zwischen den Stufen verschwimmen und die Nutzbarkeit des Modells leidet.

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Details

Title
Der Widerstandsbegriff - Eine Definitionsanalyse
College
Technical University of Chemnitz  (Institut für Europäische Geschichte)
Course
Widerstand-Resistance-Resistenza
Grade
1,0
Author
Volker Trotte (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V166160
ISBN (eBook)
9783640818969
ISBN (Book)
9783640822218
Language
German
Tags
Widerstand Widerstandsbegriff Widerstand im Nationalsozialismus Richard Löwenthal Klaus Gotto Martin Broszat Peter Hüttenberger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Volker Trotte (Author), 2011, Der Widerstandsbegriff - Eine Definitionsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166160
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