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Die Ökonomie der Anarchie: Braucht die Gesellschaft einen Staat?

Titel: Die Ökonomie der Anarchie: Braucht die Gesellschaft einen Staat?

Bachelorarbeit , 2009 , 41 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Eugen Dimant (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft

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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Zeiten von wirtschaftlichen Krisen, Bankenkollapsen und Rezessionsängsten wird die Frage laut, wie wirksam staatliche Interventionen sind, inwiefern sie ausgeweitet oder be-grenzt werden sollten und ob überhaupt ein System staatlicher Regulierungen den gestellten Anforderungen gerecht wird.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die staatlichen Interventionen in ihrer Vielfalt vergrößert. Der Staat schützt nicht mehr lediglich vor Raub und sichert das Eigentum eines jeden Individuums, welches im Einflussbereich des Staates ist. Vielmehr sind nun auch Rassendiskriminierung sowie unternehmensspezifische Regulierungen Gegenstand präsenter staatlicher Eingriffe [Becker 1968: S. 169]. Als ökonomische Rechtfertigung dient dabei das Selektionsprinzip, welches von Hans-Werner Sinn, einem der anerkanntesten deutschen Ökonomen, definiert wurde: „Das Selektionsprinzip besagt, dass Staaten jene ökonomische Aktivitäten übernommen haben, für deren Erledigung sich der private Markt als unfähig erwies.“ [Sinn 1997: S. 248]. Dadurch ergibt sich nach Sinn für den Staat die Implikation, dass dieser als essentielles Glied in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen muss, um die Unzulänglichkeit privater Institutionen auszugleichen.
Beispielhaft hierfür ist die Entwicklung der Staatsquote in Deutschland. Seit 1960 hat die Staatsquote bedingt durch Sozialreformen von 32,9% auf 48,5% (2003) zugenommen. Der von Bundesfinanzminister Steinbrück vorangetriebene Konsolidierungskurs führt nun erst seit 2004 zu einer stetigen Abnahme dieser Quote und rangierte im Jahr 2007 bei 43,8%. Allgemeine ökonomische Ansätze vertreten dabei den Standpunkt, dass eine adäquate Absenkung der Staatsquote „als positiv für das Wirtschaftswachstum eingeschätzt“ werden kann [Bundesinnenministerium für Finanzen 2008]. Daher ist die Staatsquote, zumindest der Theorie nach, ein Kalkül, um die Einfluss staatlicher Interventionen auf das wirtschaftliche System zu messen.

Vor dem Hintergrund des aktuellen wirtschaftlichen Zusammenbruchs, welcher zumindest teilweise Ausdruck eines Staatsversagens ist, ist es allerdings fraglich, ob die abnehmenden staatlichen Eingriffe zu mehr Prosperität führen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und Gliederung der Arbeit

2. Ökonomische Konzeptionen in der Anarchie

2.1. Die zwei Sichtweisen in der ökonomischen Lehre der Anarchie

2.2. Ökonomische Betrachtung von Kooperation

2.3. Kritische Folgerungen aus der Anarchie

3. Staatliches System als Status Quo

3.1. Staatliche Evolution aus der Kooperation: Eine modelltheoretische Analyse

3.2. Wirtschaftliche und soziale Begründung staatlicher Interventionen

4. Auflösung des staatlichen Verbundes

4.1. Motive und Rechtfertigungsgründe für die Wiederabschaffung des Staates

4.2. Konzeption eines Minimalstaates als alternative Herrschaftsform

5. Zusammenfassung und Politikimplikationen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Fundierung der Anarchie sowie deren Eignung als Alternative zum staatlichen System, indem sie die Kausalitätskette zwischen Anarchie, staatlicher Genese und staatlichem Versagen kritisch analysiert.

  • Ökonomische Analyse der Anarchie und ihrer Konzeptionen
  • Bedingungen für interpersonelle Kooperation in einem staatsfreien System
  • Modelltheoretische Untersuchung der staatlichen Evolution aus der Kooperation
  • Rechtfertigung staatlicher Interventionen vs. Kritik am staatlichen Monopol
  • Diskussion des Minimalstaates als alternative Herrschaftsform

Auszug aus dem Buch

2.2 Ökonomische Betrachtung von Kooperation

Eine Grundproblematik der Anarchie stellt die interpersonelle Kooperation dar. Jene Kooperation ist jedoch eine Notwendigkeit individueller Entfaltung. Dies hat seinen Ursprung darin, dass es in der Regel einem Individuum unmöglich ist sämtliche Bedürfnisse und Wünsche durch eigene Herstellung von Gütern zu befriedigen. Zum Einen liegt das an den Fähigkeiten, nicht alles selber herstellen zu können. Zum Anderen liegt dies an der zeitlichen Begrenztheit. Bedürfnisse sind vielfältig und die Produkte, die zur Befriedigung dieser Bedürfnisse dienen, brauchen mitunter viel Zeit zur Herstellung.

Diese Einsicht wurde historisch gesehen aus dem Übergang von der Selbstversorgung zum Urkommunismus getätigt, in dem die Bildung von Gemeinschaften zur Lösung wirtschaftlicher Aufgaben, wie das Herstellen verschiedener Güter, eingeführt wurde. Allerdings wurden erst im nächsten Schritt, dem einfachen Tauschhandel, erste Tauschaktivitäten arrangiert [Bliemel, Kotler 2007: S. 8]. Mit Tauschaktivitäten ist es daher möglich, eigene Bedürfnisse optimal zu befriedigen und somit eine Wohlfahrtsverbesserung vorzunehmen. Diese Kultivierung setzt daher einen Güteraustausch voraus, dessen Bedingungen in fünf Punkten zusammengefasst werden können: Erstens muss es zwei Parteien geben die, zweitens, jeweils etwas haben, dass für die andere Partei von Wert ist. Drittens muss jede Partei im Stande sein mit der anderen Partei in Interaktion zu stehen. Viertens obliegt es der freien Entscheidung jeder Partei ein Tauschangebot anzunehmen oder abzulehnen und schließlich, fünftens, muss es eine grundsätzliche Tauschbereitschaft geben [vgl. Kotler; Bliemel 2007: S. 14].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung und Gliederung der Arbeit: Einleitung in die Thematik der Wirksamkeit staatlicher Interventionen vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Krisen und Definition des Forschungsziels.

2. Ökonomische Konzeptionen in der Anarchie: Untersuchung der theoretischen Grundlagen der Anarchie, der Möglichkeiten interpersoneller Kooperation und der kritischen Würdigung dieses Modells.

3. Staatliches System als Status Quo: Modellierung des Übergangs vom anarchischen Zustand zum staatlichen System sowie Begründung für staatliche Interventionen.

4. Auflösung des staatlichen Verbundes: Darstellung von Motiven zur Abschaffung des Staates und Diskussion des Minimalstaates als Alternative.

5. Zusammenfassung und Politikimplikationen: Synthese der Ergebnisse sowie kritische Reflektion der ökonomischen und politischen Implikationen.

Schlüsselwörter

Anarchie, Staat, Kooperation, Staatsquote, öffentliche Güter, Marktversagen, Public Choice, Minimalstaat, Eigentumsrechte, Vertragsdurchsetzung, Interventionsökonomie, Wohlfahrt, Umverteilung, Transaktionskosten, Individuelle Freiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Anarchie und staatlicher Herrschaft aus ökonomischer Sicht und analysiert, ob eine Gesellschaft ohne Staat funktionieren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Kerngebiete umfassen die ökonomischen Grundlagen der Anarchie, die Entstehung von Staaten durch Kooperation, die Rechtfertigung staatlicher Eingriffe sowie Kritikpunkte am staatlichen System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es herauszufinden, ob Anarchie eine plausible Alternative zum Staat darstellt, wie ökonomische Kooperation ohne staatliche Institutionen gelingen kann und welche Anforderungen an ein staatsfreies System zu stellen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt modelltheoretische Ansätze und Analysen der Public Choice Theorie, um ökonomische Interaktionen unter verschiedenen Regelsystemen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse anarchischer Konzepte, die Evolution des Staates aus der Kooperation, die wirtschaftliche Begründung staatlicher Interventionen sowie die Kritik am staatlichen Gewaltmonopol.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Zentrale Begriffe sind das Selektionsprinzip, das Gefangenendilemma, der Schatten der Zukunft, die Transaktionskostentheorie und die Definition des Minimalstaates nach Nozick.

Warum ist der "Schatten der Zukunft" für die Anarchie wichtig?

Laut Axelrod ist dieser Diskontfaktor entscheidend, da er die Bedeutung zukünftiger Interaktionen hervorhebt und somit Anreize für gegenseitige Kooperation statt einseitiger Defektion schafft.

Welche Problematik sieht Nozick bei der Umverteilung durch den Staat?

Nozick argumentiert, dass ein umverteilender Staat die vorstaatlichen Eigentumsrechte der Individuen verletzt und somit die Grenze zum legitimierbaren Staat überschreitet.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der "goldenen Mitte"?

Der Autor stellt fest, dass sowohl die Anarchie als auch der totalitäre Staat theoretische und praktische Schwächen aufweisen, wobei der Minimalstaat als mögliches gesundes Mittelmaß zwischen diesen Extrema diskutiert wird.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ökonomie der Anarchie: Braucht die Gesellschaft einen Staat?
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1.7
Autor
Eugen Dimant (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
41
Katalognummer
V165867
ISBN (eBook)
9783640817603
ISBN (Buch)
9783640821181
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ökonomie Sozialstaat Gesellschaft Staat Wirtschaft Economy Anarchie Anarchy State
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eugen Dimant (Autor:in), 2009, Die Ökonomie der Anarchie: Braucht die Gesellschaft einen Staat?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165867
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Leseprobe aus  41  Seiten
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