Ich werde mich in dieser Hausarbeit mit genetischen Vorraussetzungen für Schnelligkeit und Ausdauer im Spitzensport befassen. Grundlage meiner Hausarbeit ist mein gleichnamiges Referat dieses Seminars.
Ich habe mich dazu entschieden, mein Hauptaugenmerk auf die männlichen Sportler zu richten. Der Männersport bringt, zumindest in den meisten Fällen, zum Einen, höhere Leistungen hervor, und zum Anderen, oder gerade wegen dieser besseren Leistungen, ist dieser auch populärer. Da es im Leistungssport nun mal um Höchstleistungen geht, habe ich mich dazu entschlossen, mich der leistungsstärkeren Gruppe anzunehmen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Athleten
1.2 Ausdauer und Schnelligkeit
1.3 Gene
2 Blick auf die Besten
3 Schwarz und weiß
4 Nord, Ost oder West?
4.1 Afrika
5 Die Muskelfasern
6 Andere Sportarten
7 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss genetischer Voraussetzungen auf die Leistungsfähigkeit von männlichen Athleten in verschiedenen Sportarten, wobei insbesondere die Korrelation zwischen ethnischer Herkunft, Körperkonstitution und motorischen Fähigkeiten analysiert wird.
- Genetische Determinanten von Schnelligkeit und Ausdauer
- Physiologische Unterschiede in der Muskelfaserzusammensetzung
- Einfluss geografischer und klimatischer Faktoren auf die Athletik
- Körperbau und biomechanische Vorteile bei spezifischen Sportarten
- Dominanz bestimmter ethnischer Gruppen im professionellen Laufsport
Auszug aus dem Buch
5 Die Muskelfasern
Jeder Muskel der Quergestreiften Muskulatur, also jene, die für die Bewegungen des Körpers verantwortlich ist, bestehen aus mehreren Muskelfaserbündeln. Jedes Muskelfaserbündel besteht aus einer Vielzahl von Muskelfasern. Jede Muskelfaser ist eine einzige Zelle mit mehreren Zellkernen. Schnelle Muskelfasern (auch: FT-Fasern - fast twich fibers) werden für schnelle und kraftvolle Kontraktionen eingesetz. Sie können eine sehr hohe Spannung entwickeln, ermüden jedoch auch relativ schnell.
Langsame Muskelfasern (auch: ST-Fasern – slow twich fibers) entwickeln zwar nur eine wesentlich geringere Spannung, können diese jedoch auch erheblich länger aufbringen, als die schnellen Fasern. Beeinflusst wird die Kontraktionsgeschwindigkeit der Muskelfasern durch zwei Faktoren. Ein Faktor ist die Geschwindigkeit und die Menge, mit der in der Muskelzelle Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) bereitgestellt wird. Und der Andere Faktor ist die Geschwindigkeit, mit welcher das ATP gespalten werden kann.
Wenn man zum Beispiel anfängt zu rennen, muss der Körper auf verschiedene Energiestoffwechselprozesse zurückgreifen, um die, für die Belastung, benötigte Energie bereitzustellen. Zunächst werden die Energiereserven in Form von Kreatinphosphat (KP) ausgeschöpft, doch diese sind schon nach ein paar Sekunden verbraucht. Danach muss neue Energie hergestellt werden.
Wenn ein westafrikanischer Sprinter zu einem 400m Lauf ansetzt, benötigt dieser schnellst möglich so viel Energie wie möglich. Die Muskeln von Sprintern bestehen überwiegend aus schnell zuckenden Muskelfasern. Diese sind dazu ausgelegt, über einen kurzen Zeitraum viel Energie herzustellen, obwohl sie ein Sauerstoffdefizit eingehen. Dass heißt, dass eigentlich zu wenig Sauerstoff aufgenommen wird, als tatsächlich benötigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der genetischen Voraussetzungen im Leistungssport mit Fokus auf männliche Athleten.
2 Blick auf die Besten: Untersuchung der Bedeutung konstitutioneller Faktoren wie Körpergröße und Gewicht für den sportlichen Erfolg.
3 Schwarz und weiß: Analyse der auffälligen Dominanz von Sportlern schwarzer Hautfarbe bei internationalen Lauf-Weltrekorden.
4 Nord, Ost oder West?: Differenzierung zwischen westafrikanischen Sprinttalenten und ostafrikanischen Ausdauerläufern basierend auf geografischer Herkunft.
5 Die Muskelfasern: Detaillierte wissenschaftliche Erläuterung der verschiedenen Muskelfasertypen und deren energetische Stoffwechselprozesse.
6 Andere Sportarten: Vergleich der genetischen Voraussetzungen in Sportarten wie Schwimmen oder Tischtennis gegenüber der Leichtathletik.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle der Genetik als limitierender oder begünstigender Faktor für sportliche Höchstleistungen.
Schlüsselwörter
Genetik, Spitzensport, Ausdauer, Schnelligkeit, Muskelfasern, Leichtathletik, Westafrika, Ostafrika, Leistungsphysiologie, Körperkonstitution, Anaerob, Aerob, ATP, Weltrekorde, Sportmedizin.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, inwiefern genetische Veranlagungen die sportliche Leistungsfähigkeit bestimmen und warum bestimmte Ethnien in spezifischen Sportarten überdurchschnittlich erfolgreich sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Physiologie der Muskulatur, dem Einfluss von Genen auf Körpermerkmale und der Korrelation zwischen geografischer Herkunft und sportlicher Spezialisierung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die biologischen Hintergründe für die Dominanz bestimmter Sportlergruppen zu beleuchten und zu hinterfragen, welche Rolle die Natur bei der Erbringung von sportlichen Höchstleistungen spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literatur- und Datenanalyse aktueller sportwissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der Auswertung von Weltrekordstatistiken basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in der "Körper-Physik" und "Körper-Physiologie", insbesondere die Rolle der Muskelfasertypen (Typ I vs. Typ II) und deren Energiebereitstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Genetik, Leistungsphysiologie, Muskelfaserzusammensetzung und ethnische Differenzierung im Leistungssport beschreiben.
Welchen Einfluss hat das Terrain in Afrika auf die Athletik?
Der Autor argumentiert, dass die unterschiedlichen topografischen Gegebenheiten – wie das Flachland in Westafrika gegenüber den Gebirgsregionen in Ostafrika – die genetische Anpassung und damit die sportliche Spezialisierung (Sprint vs. Ausdauer) beeinflusst haben.
Warum gibt es keine erfolgreichen schwarzen Schwimmer?
Die Arbeit führt dies auf eine höhere Muskel- und Knochendichte bei Menschen afrikanischer Herkunft zurück, was im Wasser einen hydrodynamischen Nachteil gegenüber den für das Schwimmen vorteilhaften Körperproportionen weißer Sportler darstellt.
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- Sebastian Schopp (Author), 2007, Der geborene Athlet - genetische Voraussetzungen für Ausdauer und Schnelligkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165820