In der öffentlichen Meinung nimmt Ronald Reagan eine ganz besondere Stellung ein: Viele konservative Amerikaner verehren den ehemaligen Schauspieler noch immer als den besten Präsidenten der USA. Ihrer Meinung nach waren sie es, die ihm zu seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus verhalfen. Diese Amerikaner, die so genannte New Christian Right, zeichnete sich vor allem durch ultra-konservative Ansichten aus. Doch die historische Forschung hat bisher noch keinen Blick auf die Beziehung der beiden Pole aus der Sicht des Präsidenten genommen, was diese Arbeit nachholt.
Inhaltsverzeichnis
I. Introduction
II. Research history on the NCR
III. Ronald Reagan and the NCR in general
IV. Reagan’s stand on social issues and the NCR
A) Public School Prayer
B) Anti-abortion
C) Women’s rights
D) Civil Rights
E) LGBT Rights
F) Explicit TV program
V. Ronald Reagan – a friend to the NCR or a political calculator?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Ronald Reagan und der sogenannten "New Christian Right" (NCR) im Kontext der US-Präsidentschaftswahl von 1980, mit dem Ziel zu ergründen, ob Reagan ein ideologischer Verbündeter dieser Bewegung oder ein pragmatischer politischer Kalkulator war.
- Analyse des Einflusses der "New Christian Right" auf den Wahlerfolg von 1980
- Untersuchung von Reagans Positionen zu gesellschaftspolitischen Themen wie Schulgebet, Abtreibung und Frauenrechten
- Gegenüberstellung der Erwartungen der evangelikalen Rechten und Reagans pragmatischem politischem Handeln
- Bewertung von Reagans Umgang mit religiösen Interessengruppen im Vergleich zu seinem Herausforderer Jimmy Carter
Auszug aus dem Buch
IV. Reagan’s stand on social issues and the NCR
Candidate Reagan and Jerry Falwell, leader of the Moral Majority, had several points on which they held opposing views. One arouse after a meeting between the two in early October 1980, nearly one month before Election Day. Falwell had stated that God would only hear the prayers of the right-wing Christians and not those of Jews or other Christian denominations. Reagan commented on that by saying that he is sure that God hears all of these prayers, since both pray to the same God. But even more striking is his next sentence in which he argues, “[…] I guess everyone can make his own interpretation of the Bible, and many individuals have been making differing interpretations for a long time.” He sublimely neglected Falwell’s view without explicitly saying so. It proves that Reagan tried to get passed any clear statement on the issue and simultaneously distanced himself from the actual phrase by Falwell. But because of Falwell’s controversial proclamations concerning school prayer, “[…] it was a potentially risky appearance [for Reagan] at a religious broadcasters' convention that has provoked national controversy.” Reagan yet, as already pointed out, appeared at those congregations and took a speech.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Introduction: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach Reagans tatsächlicher Haltung gegenüber der christlichen Rechten und definiert das Verhältnis als politisches Spannungsfeld.
II. Research history on the NCR: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Forschungsstand zur "New Christian Right" und identifiziert die Forschungslücke hinsichtlich der Rolle des Präsidenten.
III. Ronald Reagan and the NCR in general: Hier werden die biografischen und politischen Hintergründe beleuchtet, die eigentlich gegen Reagan als Kandidaten der christlichen Rechten hätten sprechen können.
IV. Reagan’s stand on social issues and the NCR: Eine detaillierte Analyse der Diskrepanzen zwischen Reagan und der NCR in strittigen Themenfeldern wie Schulgebet, Abtreibung, Frauenrechte, Bürgerrechte, LGBT-Rechte und Medieninhalte.
V. Ronald Reagan – a friend to the NCR or a political calculator?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Reagan eher pragmatisch handelte, um ein breites Wählersegment anzusprechen, als die ideologischen Ziele der NCR zu verfolgen.
Schlüsselwörter
Ronald Reagan, New Christian Right, Moral Majority, US-Präsidentschaftswahl 1980, Evangelikale, politischer Pragmatismus, Konservatismus, Schulgebet, Abtreibung, Frauenrechte, Bürgerrechte, LGBT-Rechte, Jerry Falwell, Religion und Politik, Wahlkampfstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Ronald Reagan zur "New Christian Right" im Präsidentschaftswahlkampf 1980 und hinterfragt, ob er deren ideologische Ziele teilte oder sie als strategische Wählergruppe nutzte.
Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?
Die Schwerpunkte liegen auf gesellschaftspolitischen Themen wie Schulgebet, Abtreibungsverbot, Frauenrechte, Bürgerrechte für Minderheiten, LGBT-Rechte sowie die Haltung zu expliziten Medieninhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu belegen, dass Reagans Handeln durch einen pragmatischen politischen Kalkül bestimmt war, um einerseits die evangelikale Wählerbasis zu mobilisieren und andererseits die breite Wählerschaft nicht zu verschrecken.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Analyse zeitgenössischer Zeitungsartikel aus der Phase vor dem Wahltag im November 1980 sowie auf Sekundärliteratur zur historischen Entwicklung der christlichen Rechten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine allgemeine Betrachtung des Verhältnisses zwischen Reagan und der christlichen Rechten sowie eine spezifische Untersuchung der Differenzen in zentralen sozialen Streitfragen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlagworte sind Ronald Reagan, New Christian Right, politischer Pragmatismus, Evangelikale und Wahlkampfstrategie.
Wie stand Reagan persönlich zu den moralischen Forderungen der NCR?
Obwohl Reagan die Unterstützung der NCR suchte, wich er oft konkreten, radikalen Forderungen aus und stellte wirtschaftliche Probleme über soziale oder moralische Anliegen.
Warum war Jimmy Carter aus religiöser Sicht eigentlich der "bessere" Kandidat für die NCR?
Carter war bekennender "wiedergeborener" Christ und Baptisten-Diakon, was ihn theoretisch zum idealen Kandidaten für die moralisch orientierte Wählerschaft machte, er war jedoch in sozialpolitischen Fragen zu liberal.
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- Moritz Tonk (Author), 2010, Ronald Reagan and the NCR in the 1980 presidential election – sincere friendship or political calculation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165747