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Kontextuale Autopsie des antiautoritären Pädagogikkonzeptes von Alexander Sutherland Neill

Title: Kontextuale Autopsie des antiautoritären Pädagogikkonzeptes von Alexander Sutherland Neill

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maren Jannusch (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology

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Um zu verstehen was sich hinter dem Begriff antiautoritärer Erziehung verbirgt, kommt man nicht umhin, sich kurz den Gegenbegriff der autoritären Erziehung zu vergegenwärtigen. Dabei handelt es sich um einen Erziehungsstil, bei dem alle lenkenden Maßnahmen vom Erzieher ausgehen. Diese Lenkung begründet sich auf Übermacht und kontrolliert bzw. legt jedes Verhalten fest. Gleichzeitig werden detaillierte Verbote und Gebote sowie Befehle und Anordnungen verhängt, somit bleiben jede Art von spontanen Absichten und Wünschen der Kinder unberücksichtigt. Schon geringe Abweichungen vom erwünschten Verhalten werden bestraft. Im Dienste der angestrebten Unterwerfung, Anpassung und Konformität steht nicht nur verletzende oder demütigende persönliche Kritik, sondern auch Tadeln, Zurechtweisung oder das Androhen von Strafen, wobei auch vor körperlichen Strafen nicht zurückgeschreckt wird. Ein derartiger dominanzbetonter und repressiver Erziehungsstiel entspricht den Vorstellungen einer autoritären Gesellschaft, die sich auf hierarchische Strukturen beruft und um die Aufrechterhaltung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse bemüht ist.
Innerhalb dieser Hausarbeit wird nicht auf die antiautoritäre Erziehung der sozialistischen Strömung eingegangen, sondern nur auf den antiautoritären Erziehungsstils von Alexander S. Neill. Im ersten Teil findet eine Auseinandersetzung der Pädagogikkonzepte von Rousseau und Neill statt, in dem die Schwerpunkte auf das Menschbild und den Freiheitbegriff beider Persönlichkeiten gelegt werden. Daran schließt sich eine Beschreibung der Neillschen Pädagogik an, wobei der sexuelle Aspekt ausgeklammert bleibt, jedoch die biographischen Details Berücksichtigung finden, um im darauf folgenden Teil die Pro- und Kontrapunkte zu diesem Konzept eingehender diskutieren zu können. In der Schlussbetrachtung wird die antiautoritäre Erziehung Neills auf ihre Auswirkungen bis in die heutige Zeit hin kurz beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Antiautoritäre Pädagogikkonzepte: Von Rousseau zu Neill

2.1 Das Menschenbild und der Freiheitsbegriff

2.2 Die Elemente der Neillschen Pädagogik und seine Lebensgeschichte im Überblick

3. Konsens und Dissens der Neillschen Pädagogik

4. Schlussbetrachtungen: Ist Neills antiautoritäre Erziehung ein gescheitertes Konzept?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem antiautoritären Pädagogikkonzept von Alexander Sutherland Neill auseinander. Dabei wird das Ziel verfolgt, Neills Theorie im Vergleich zu Rousseau zu beleuchten, die biographischen sowie methodischen Grundlagen von Summerhill zu analysieren und das Konzept einer kontroversen Prüfung auf seine heutige Relevanz und etwaiges Scheitern hin zu unterziehen.

  • Vergleichende Analyse der Menschenbilder von Rousseau und Neill
  • Biographische Einflüsse und Entwicklung der Summerhill-Schule
  • Diskussion der Pro- und Kontra-Argumente zur Freiheitspädagogik
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit antiautoritärer Erziehung in der modernen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Menschenbild und der Freiheitsbegriff

Die Beschreibung des Menschenbildes von Rousseau und Neill klingen in der Tat äußerst ähnlich, für Rousseau bewegt sich zwar die Menschheit im stetigen Lauf auf die Apokalypse zu, dennoch beginnt ein menschliches Leben immer mit einer ursprünglichen Güte (bonté naturelle). Das heißt er glaubt an das von Natur aus gute Kind. Neill ist auch vom Guten im Kind überzeugt: „Wenn wir einen Säugling betrachten, dann wissen wir, das an ihm keine Schlechtigkeit ist – […].“ Die Ursache für den Umstand, dass beim Menschen diese bonté naturelle verschüttet wird führen beide Autoren auf die Gesellschaft zurück und sehen den Beginn jeweils in der Familie begründet.

Schon in diesem frühen Stadium der Entwicklung des Kindes wird es Zwängen unterworfen, sei es in der Bewegungseinschränkung oder im Bereich der stundenweise geplanten Essens- und Schlafenszeiten. Nicht nur diese „Unfreiheit“ in der Entwicklung des Kindes, sondern auch die moralischen Vorschriften und Verbote greifen in die natürliche Entwicklung des Kindes ein, die es zu bewahren gilt, indem der Erzieher nicht aktiv in die Entwicklung des Kindes eingreift. Dennoch bedarf es im gesellschaftlichen Zusammenleben regulierender Funktionen, also der Moral, welche jedoch von der Natur aus dem Menschen nicht gegeben ist, sondern eine funktionierende Moral ist vielmehr eine Leistung der kulturellen Tradition und wird durch die Leistung des Vorbildes und der Erziehung vermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung kontrastiert den Begriff der antiautoritären Erziehung mit der traditionellen autoritären Erziehung und bettet Neills Lebenswerk in den gesellschaftlichen Kontext der viktorianischen Ära ein.

2. Antiautoritäre Pädagogikkonzepte: Von Rousseau zu Neill: Dieses Kapitel vergleicht die Menschenbilder und Freiheitskonzepte von Rousseau und Neill und zeichnet den biographischen Weg Neills von seinen ersten Erfahrungen in der Dorfschule bis zur Gründung von Summerhill nach.

3. Konsens und Dissens der Neillschen Pädagogik: Hier werden die zentralen Ansätze von Summerhill, wie die Selbstregierung und die Liebe zum Kind, einer kritischen Diskussion unterzogen, wobei insbesondere die Kritik an der mangelnden Vorbereitung auf die Leistungsgesellschaft im Fokus steht.

4. Schlussbetrachtungen: Ist Neills antiautoritäre Erziehung ein gescheitertes Konzept?: Das abschließende Kapitel reflektiert die Beständigkeit von Summerhill und bewertet, inwiefern libertäre Ansätze Kinder tatsächlich auf die Herausforderungen einer pluralistischen und modernen Gesellschaft vorbereiten können.

Schlüsselwörter

Alexander Sutherland Neill, Summerhill, antiautoritäre Erziehung, Reformpädagogik, Rousseau, Menschenbild, Freiheit, Selbstregierung, Pädagogik, Erziehungsstil, freie Erziehung, Schulkritik, Sozialisation, Individualität, Lebensgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das antiautoritäre Pädagogikkonzept von Alexander Sutherland Neill und stellt dieses in den Kontext zur historischen und aktuellen bildungstheoretischen Diskussion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit konzentriert sich auf den Vergleich der Menschenbilder von Rousseau und Neill, die Entwicklung der Summerhill-Schule sowie eine kritische Debatte über die Vor- und Nachteile einer Erziehung ohne autoritäre Zwänge.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine „kontextuale Autopsie“, also eine tiefgehende Analyse des Neillschen Modells, um zu klären, ob es sich um ein gescheitertes Konzept handelt oder ob es wertvolle Ansätze für eine emanzipatorische Pädagogik bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und einem Vergleich pädagogischer Konzepte unter Heranziehung von biographischen Details und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Rousseau und Neill gegenübergestellt, anschließend Neills Lebensweg analysiert und schließlich eine kontroverse Diskussion über die Stärken und Schwächen der Summerhill-Erziehung geführt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Summerhill, Antiautoritarismus, Freiheit, Selbstregierung und Reformpädagogik.

Inwiefern beeinflusste Wilhelm Reich die Pädagogik von Neill?

Durch den Austausch mit Reich und die Psychoanalyse Freuds erkannte Neill die Bedeutung des Gefühlslebens für die menschliche Existenz, was zum Herzstück seiner Pädagogik wurde: Kopf und Herz ungetrennt zu halten.

Warum ist laut der Autorin Kritik an der „Selbstregierung“ in Summerhill berechtigt?

Die Arbeit führt an, dass die Selbstregierung die Kinder zwar zur Mitbestimmung befähigt, jedoch die Gefahr besteht, dass notwendige fachliche Anleitung und Herausforderungen vernachlässigt werden und die soziale Integration in die Familie als soziale Gruppe leidet.

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Details

Title
Kontextuale Autopsie des antiautoritären Pädagogikkonzeptes von Alexander Sutherland Neill
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen  (Fachbereich IV Sozial- und Gesundheitswesen)
Course
Erwachsenenbildung
Grade
1,7
Author
Maren Jannusch (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V165695
ISBN (eBook)
9783640814381
ISBN (Book)
9783640814602
Language
German
Tags
Antiautoritäre Erziehung Alexander Sutherland Neill Summerhill Rousseau Neillsche Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maren Jannusch (Author), 2008, Kontextuale Autopsie des antiautoritären Pädagogikkonzeptes von Alexander Sutherland Neill, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165695
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