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Zu Arthur W. Burks "Eine Theorie der Eigennamen"

Titel: Zu Arthur W. Burks "Eine Theorie der Eigennamen"

Seminararbeit , 2004 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Wörther (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Arthur W. Burks modifiziert die von Frege und Russell eingeführte Beschreibungstheorie durch seinen Versuch, eine eigene Theorie über den Begriff des Eigennamens der gewöhnlichen Rede zu entwickeln. Darin behauptet er, daß man allein mit beschreibenden Kennzeichnungen keinen Gegenstand ausreichend identifizieren könne. Auch die von Searle und Wittgenstein gemachten Vorschläge der Bündeltheorie, daß die Bedeutung eines Eigennamens in einem Bündel von Kennzeichnungen bestehe, lehnt er ab. Immerhin, so Burks, sei es möglich, daß es zwei identische Gegenstände gibt, die exakt dieselben Eigenschaften aufweisen. Auch deiktische Ausdrücke allein reichen nicht aus, da der gemeinte Gegenstand ohne zusätzliche Beschreibung nicht eindeutig bezeichnet werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fragestellung

3 Indexikalischer Ausdruck

4 Die Bedeutung von Eigennamen

5 Fiktionale Personen

6 Definition des Eigennamens

7 Zusammenfassung

8 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch Arthur W. Burks' Theorie der Eigennamen und analysiert seinen Versuch, Eigennamen durch indexikalische Ausdrücke in einer objektsprachlichen Beschreibung zu definieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob eine vollständige, eigennamenfreie Ersetzung von Eigennamen möglich ist.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Beschreibungstheorie nach Frege und Russell.
  • Analyse des Konzepts indexikalischer Symbole zur Referenz von Gegenständen.
  • Untersuchung der Bedeutung von Eigennamen in der gewöhnlichen Sprache.
  • Diskussion der Problematik fiktionaler Personen und der Eigennamendefinition.
  • Kritik an der praktischen Anwendbarkeit und empirischen Nachprüfbarkeit von Burks' Thesen.

Auszug aus dem Buch

3 Indexikalischer Ausdruck

Burks unterscheidet zwei Arten von Symbolen: indexikalische Symbole und nicht-indexikalische Symbole. Die grundlegende Form des indexikalischen Symbols sei “dies P”, wobei “dies” ein indexikalisches Symbol ist und “P” ein nicht-indexikalisches (z.B. “fest”, “der längste Fluß Europas”). Eine indexikalische Kennzeichnung ist ein zusammengesetztes Symbol aus indexikalischem und nicht-indexikalischem Symbol. Das zusammengesetzte Symbol, z.B. “dieser Zeitpunkt”, kann unter gewissen Umständen durch ein elementares Symbol wie “jetzt” ersetzt werden.

Zur Bedeutung dieser indexikalischen Ausdrücke benutzt Burks folgendes Beispiel: Man stelle sich eine Sprache vor, die keine Eigennamen kennt. Herr A könnte Herrn B bezeichnen durch: “der Mann mit der und der Eigenschaft, der sich jetzt in dieser allgemeinen raumzeitlichen Region befindet.” Kurz: “dies P1”.

Auch ein Herr C, der in einer völlig anderen Beziehung zu Herrn B steht, ihn womöglich nicht einmal kennt, kann mit Hilfe indexikalischer Symbole auf Herrn B referieren. Er wird vermutlich andere nicht-indexikalische Symbole verwenden, was “dies P2” zur Folge hätte. Dennoch ist Herr B durch die raumzeitliche Konstante ausreichend bestimmt (selbst wenn es einen Herrn D mit denselben “P2”-Eigenschaften geben sollte). Führte man nun einen Eigennamen ein, wäre er lediglich die Abkürzung für die indexikalischen Symbole “dies P1” und “dies P2”.

Somit kommt Burks zu folgendem Resultat: Eigennamen sind mit indexikalischen Symbolen synonym.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in Burks’ Modifikation der Beschreibungstheorie von Frege und Russell sowie Vorstellung der These über indexikalische Ausdrücke.

2 Fragestellung: Untersuchung des Problems der unendlichen Erklärungskette bei Kennzeichnungen und die Suche nach einer objektsprachlichen Alternative.

3 Indexikalischer Ausdruck: Differenzierung zwischen indexikalischen und nicht-indexikalischen Symbolen sowie Darlegung der Synonymität von Eigennamen mit indexikalischen Symbolen.

4 Die Bedeutung von Eigennamen: Analyse der Vielfalt an Bedeutungen in der Sprachpraxis und Ablehnung der Theorie wesentlicher Prädikate.

5 Fiktionale Personen: Diskussion, ob Namen fiktionaler Personen einen bezeichnenden Status besitzen und Einordnung der Eigennamen als grammatische Kategorie.

6 Definition des Eigennamens: Versuch der Beweisführung, dass Eigennamen wesentlich beschreibende Elemente enthalten und objektsprachlich substituiert werden können.

7 Zusammenfassung: Resümee der theoretischen Ergebnisse von Burks hinsichtlich der Referenzfunktion und der inhärenten Schwierigkeiten bei der präzisen Bedeutungskonstitution.

8 Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Eigennamen, Burks, Beschreibungstheorie, Indexikalität, Referenz, Bedeutung, Objektsprache, Kennzeichnung, Fiktionale Personen, Raumzeitliche Lokalisierung, Sprachphilosophie, Semantik, Identifizierungskriterium, Sprachpraxis, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Arthur W. Burks' sprachphilosophischem Aufsatz "Eine Theorie der Eigennamen" und hinterfragt kritisch dessen Ansätze zur Definition und Bedeutung von Namen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Beschreibungstheorie, die Funktion von Eigennamen als indexikalische Symbole, die Referenzproblematik sowie die Unterscheidung zwischen Bedeutung und Bezeichnung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der These von Burks, ob sich Eigennamen vollständig und korrekt durch objektsprachliche, indexikalische Beschreibungen ersetzen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische und sprachphilosophische Methode, um die Argumentation des Autors zu dekonstruieren und auf logische Konsistenz sowie empirische Anwendbarkeit zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Es werden die einzelnen Thesen von Burks chronologisch analysiert – von der Einführung indexikalischer Symbole über die Bedeutungsvariabilität bis hin zur Problematik fiktionaler Personen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Eigennamen, Referenz, Indexikalität, Beschreibungstheorie, Semantik und Objektsprache.

Wie bewertet der Autor Burks' Verwendung von Raum-Zeit-Koordinaten?

Der Autor erkennt die Bedeutung der raumzeitlichen Lokalisierung für die Identifizierung von Gegenständen an, sieht aber methodische Schwachstellen in der praktischen Umsetzung bei Burks.

Warum ist das Beispiel "Aristoteles" für Burks' Theorie problematisch?

Der Autor kritisiert den Beweissatz von Burks als vage und unspezifisch, da er auf Relationen und Zeitkoordinaten basiert, die in der Praxis kaum zur eindeutigen Identifikation taugen.

Können Eigennamen laut Burks fiktionale Personen korrekt bezeichnen?

Burks argumentiert, dass Eigennamen auch bei fiktionalen Personen als rein grammatische Kategorie fungieren, auch wenn sie keine dingliche Entsprechung in der Realität besitzen.

Inwieweit unterscheidet sich Burks' Ansatz von der Bündeltheorie?

Der Autor hinterfragt, ob sich Burks tatsächlich ausreichend von der Bündeltheorie abgrenzt, da sein Beweissatz letztlich selbst auf einer Kette von Kennzeichnungen aufzubauen scheint.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu Arthur W. Burks "Eine Theorie der Eigennamen"
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Philosophie)
Veranstaltung
Seminar Eigennamen
Note
1,0
Autor
Thomas Wörther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
10
Katalognummer
V165568
ISBN (eBook)
9783640819485
ISBN (Buch)
9783640822676
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eigennamentheorie Burks
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Wörther (Autor:in), 2004, Zu Arthur W. Burks "Eine Theorie der Eigennamen", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165568
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Leseprobe aus  10  Seiten
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