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Religiöser Fundamentalismus

Konflikt und Gewalt in und zwischen Glaubensgemeinschaften

Titel: Religiöser Fundamentalismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 31 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Omar Castillo (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts sieht sich die Weltöffentlichkeit immer mehr gezwungen in allen Bereichen überwiegend Aufmerksamkeit auf das Phänomen des religiösen Fundamentalismus zu richten. Viele terroristische Akte, Kriege und andere kulturübergreifende Konflikte sind die unmittelbaren Folgen einer Konfrontation zwischen radikalen Glaubensbewegungen, die in der heutigen Welt eine gewaltbereite Religiosität ausüben. Ob in Nahen Osten (Jerusalem oder Gazastreifen), Nordamerika (Oklahoma City oder New York) oder Europa (London, Madrid oder Moskau) werden die gewaltsamen Spuren dieser globalen Gefahren häufiger sichtbar. Fundamentalismus kann als eine allgemeine Bezeichnung für verabsolutierende, konservative, in einer einzigen Wahrheit verankerten Sichtweisen verwendet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Themenstellung

1.1. Zum mesianischen Wahrheitsanspruch der Religionen

2. Theoretischer Rahmen und historischer Hintergrund

2.1 . „Fundamentalismus“: ein allgemeiner Definitionsversuch

2.1.1. Was ist religiöser Fundamentalismus?

2.2. Die epische Konfrontation zwischen Religionen

2.2.1. Das VI. Jahrhundert: Die neueste Religion auf den militärischen Vormarsch

2.2.2. Eskalation des Konfliktes: Die christliche militärische Reaktion

2.2.3. Eine dritte Partei: die Reiberei mit den Juden

2.3. Konfliktanalyse

2.3.1. Konfliktlösung

3. Kulturübergreifende Problematik radikaler Glaubensaussichten

3.1. Israel und Palästina: ein endloser Streit im Nahem Osten

3.2. Die USA, den Westen und der Islam: Der Krieg gegen den Terrorismus

4. Schlussfolgerungen: Konfliktbearbeitung und Vorschläge für eine friedliche Interaktion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den religiösen Fundamentalismus als ein gesellschaftliches, strukturelles Problem in monotheistischen Religionen. Ziel ist es, die tieferen Ursachen und Mechanismen fundamentalistischer Konflikte zu analysieren, um Ansätze für eine friedliche Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention durch eine kritische Sozialpädagogik aufzuzeigen.

  • Phänomenologie des modernen Fundamentalismus
  • Historische und theologische Wurzeln monotheistischer Konfrontationen
  • Konfliktanalyse nach Johan Galtung (Tiefenkultur, Tiefenverhalten, Tiefenstruktur)
  • Kulturübergreifende Fallbeispiele (Nahostkonflikt, westlich-islamisches Verhältnis)
  • Perspektiven für eine Friedenspädagogik und gewaltfreie Interaktion

Auszug aus dem Buch

2.1. „Fundamentalismus“: ein allgemeiner Definitionsversuch

Bei der gegenwärtigen Verwendung des (Fach)Begriffs „Fundamentalismus“ ist es zu beachten, dass das Wort nicht selten, v.a. im wissenschaftlichen theoretischen Diskurs mit den Kategorien eines ideologischen Totalitarismus gleichgesetzt wird. Dogmatische Positionen werden aus erkenntnistheoretischer Perspektive unmittelbar mit Fundamentalismus assoziiert. Allerdings benutzen die einzelnen Fachgebiete eigene bedingte Begriffsdefinitionen, die immer wieder ergänzt werden und auch neue kommen dazu. Es gibt generell keine allgemein akzeptierte Definition für das Phänomen des Fundamentalismus.

Um den Versuch einer Begriffsbestimmung zu unternehmen ist es zuerst nötig die etymologischen Ursprünge des Wortes „Fundamentalismus“ festzulegen. Diese sind im Lateinischen „fundus“ (Grund) oder „fundare“ (das Verb: einen Grund legen) zu finden. Darin werden die Konzepte „Fundamente“ und „Fundamental“ explizit gemeint. Das Wort wurde bis in das 14. Jahrhundert ausschließlich im Baugewerbe verwendet, danach erweiterte sich der Gebrauch und wurde von den Geisteswissenschaften übernommen. Es hatte einen Stellenwert für Grundlagen und Prinzipienlehre, der mit der positiven Idee einer festen sicheren Basis kognitiv verbunden war.

Aufgrund der in der Zeit der Renaissance herrschenden kulturell-historischen Weltsicht gewann der Begriff an Bedeutung und Beliebtheit. Diese positive Inwertsetzung des Wortes widerspiegelte ohne zweifel die sozial-sinnlichen Bedürfnisse dieser Epoche. Sie drückte den Bedarf nach der Existenz eines unwiderlegbaren, stabilen Halts aus, auf den sich problemlos alles mögliche stützen, aufbauen oder ableiten lässt. Nicht umsonst ließen sich die elitären Königsdisziplinen der Wissenschaft, wie die „Fundamentaltheologie“ oder die „Fundamentalphilosophie“ so benennen. (vgl. Salamun, 2005, S 22.) Im Laufe der Jahrhunderte und spätestens nach der Erscheinung religiöser fundamentalistischer Protestantenbewegungen in den USA am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, verlor das Wort Fundamentalismus alle positiven Wertkonnotationen und verwandelte sich in eine negativ aufgeladene kontroverse Bezeichnung, die heute sogar direkt mit „Terrorismus“ in Verbindung gebracht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Themenstellung: Einführung in das Phänomen des religiösen Fundamentalismus als globale Gefahr und als Reaktion auf die Moderne.

2. Theoretischer Rahmen und historischer Hintergrund: Theoretische Abgrenzung des Begriffs, Darstellung historischer Konfrontationen zwischen Religionen und methodische Grundlagen der Konfliktanalyse.

3. Kulturübergreifende Problematik radikaler Glaubensaussichten: Analyse konkreter Konflikte wie des Nahostkonflikts und des Spannungsfeldes zwischen dem Westen und der islamischen Welt.

4. Schlussfolgerungen: Konfliktbearbeitung und Vorschläge für eine friedliche Interaktion: Plädoyer für eine neue Friedenspädagogik und die Notwendigkeit, Religion als Faktor der Konfliktbearbeitung ernst zu nehmen.

Schlüsselwörter

Religiöser Fundamentalismus, Konfliktanalyse, Johan Galtung, Monotheismus, Gewaltpotential, Friedenspädagogik, Moderne, Identitätskonstruktion, Nahostkonflikt, Kulturkonflikt, Transformationsmethode, Sozialpädagogik, Religiöse Toleranz, Tiefenkultur, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den religiösen Fundamentalismus als radikalisierten Konflikt zwischen Glaubensgemeinschaften und dessen Auswirkungen auf die heutige Weltgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung des Fundamentalismus, der historischen Analyse religiös motivierter Gewalt und der Entwicklung von Lösungsansätzen für eine friedliche Interaktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, religiösen Fundamentalismus als strukturelles Problem zu verstehen und Möglichkeiten der Einflussnahme sowie Konfliktlösung durch Bildung und Pädagogik zu explorieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird primär die Konfliktanalyse (insbesondere nach Johan Galtung mit dem ABC-Schema) angewendet, ergänzt um historisch-theologische Perspektiven.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Definition, der historischen Aufarbeitung von Konflikten zwischen Christentum, Islam und Judentum sowie der Analyse aktueller Spannungsfelder wie dem Nahostkonflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind religiöser Fundamentalismus, Konfliktanalyse, Friedenspädagogik, Monotheismus und kulturelle Identität.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Tiefenkultur, Tiefenverhalten und Tiefenstruktur?

Tiefenkultur bezeichnet das kollektive Unterbewusste, Tiefenverhalten spiegelt die Bedürfnisse und Aktionen auf der Oberfläche wider, während Tiefenstruktur die zugrunde liegenden Widersprüche und sozialen Hierarchien beschreibt.

Welche Rolle spielt die Moderne bei der Entstehung von Fundamentalismus?

Fundamentalismus wird hier als „Aufstand gegen die Moderne“ verstanden – eine Reaktion auf die als krisenhaft und orientierungslos erlebte säkularisierte, individualisierte Welt.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Religiöser Fundamentalismus
Untertitel
Konflikt und Gewalt in und zwischen Glaubensgemeinschaften
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Department Pädagogik und Rehabilitation. Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung)
Veranstaltung
HS: Gewalt und Gewaltlosigkeit – Möglichkeiten der Einflussnahme im alltäglichen Handeln
Note
2,0
Autor
Omar Castillo (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
31
Katalognummer
V165516
ISBN (Buch)
9783640812394
ISBN (eBook)
9783640812516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religiöser Fundamentalismus Konfliktbearbeitung Religion und Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Omar Castillo (Autor:in), 2010, Religiöser Fundamentalismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165516
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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