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Die Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht

Lehrertypen im Sportunterricht

Title: Die Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht

Term Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marek Hofmann (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Die Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht“. Sie soll einen Einblick geben, welche Möglichkeiten der Lehrer durch die Auswahl der Aufgabenstellung auf die Motivation und die Identitätsentwicklung der Schüler hat.
Diese Arbeit befasst sich im ersten Teil mit der Bedeutung der Aufgabenstellung im Sportunterricht. Ebenso werden hier die Ziele betrachtet, welche durch Erziehung erreicht werden sollen. Der Einfluss der beiden Wirklichkeitsebenen des Sportes auf diese Ziele wird in diesem Teil verdeutlicht. Im Anschluss wird der Schulsport und der Auftrag der Erziehung zur Sozialisation vorgestellt.
Im zweiten Teil dieser Arbeit geht es um die Entscheidungsfreiräume im Sportunterricht. Nach der Definition von „Handlung“ werden die einzelnen Phasen einer Handlung betrachtet, um Einblicke in die Motivation der Schüler zu bekommen. Danach werden die Entscheidungsfreiräume anhand von vier Vermittlungstypen dargestellt. Abschließend erfolgt ein Fazit.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit auf die weibliche Personalform wie „Schüler“, „Lehrer“ etc. verzichtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgabenstellung und der Auftrag der institutionalisierten Erziehung

2.1 Die Bedeutung der Aufgabenstellung

2.2 Institutionalisierte Erziehung

2.3 Die Bedeutung der Leiblichkeit und der Bewegung für das Selbst- und Weltverhältnis des Menschen

2.4 Sport und Erziehung

2.4.1 Schulsport und der Auftrag der Erziehung zur Sozialisation

3. Entscheidungsfreiräume im Sportunterricht

3.1 Erläuterung: „Handlung“

3.2 Phasen der Handlung

3.2.1 Die innere Seite der Beteiligung

3.2.2 Die äußere Seite der Beteiligung

3.2.3 Die Auswertung

3.3 Entscheidungsfreiräume bei aktuellen Vermittlungstypen

3.3.1 Aktuelle Vermittlungstypen

3.3.2 Typ 1: Lehrerzentrierung

3.3.3 Typ 2: Schwierigkeitszentrierung

3.3.4 Typ 3: Schülerzentrierung

3.3.5 Typ 4: Die Spielzentrierung

3.4 Reihenfolge bei der Einführung der Elemente des Volleyballspiels

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Aufgabenstellung im Sportunterricht auf die Lernprozesse, die Motivation und die Identitätsentwicklung von Schülern. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch die bewusste Gestaltung von Aufgaben Entscheidungsfreiräume schaffen können, um sowohl motorische Kompetenzen als auch die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

  • Bedeutung der Aufgabenstellung als Verbindung zwischen Lehrerintention und Schülererfahrung
  • Erziehungsauftrag der Schule (Sozialisation und Individuation) im Sportunterricht
  • Modelle zur Handlungspsychologie und deren Anwendung auf sportliches Handeln
  • Klassifizierung und Analyse verschiedener Vermittlungstypen im Sportunterricht
  • Strategien zur Förderung der Entscheidungsfreiräume und Identitätsentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.3.4 Typ 3: Schülerzentrierung

Dieser Vermittlungstyp bietet den Schülern die größten Freiräume. Sie haben Einfluss auf die Lernabschnitte, Lernsequenzen und die Lernzeit. Die technisch-organisatorischen Maßnahmen und die Sozialformen können hier ebenso beeinflusst werden. In diesem Unterricht ist die charakteristische Aufgabenstellung die der Bewegungsaufgabe. Diese Maßnahme im motorischen Lernprozess ist geprägt von bewusst eingeplanten Umwegen und Versuch- Irrtum Phasen. Die Schüler sollen hier Bewegungsprobleme selbstständig lösen und somit bietet die Bewegungsaufgabe einen Beitrag zum kreativen und problemlösenden Lernen.

Seybold unterscheidet folgende Lösungsmöglichkeiten:

• die „freie Bewegungsaufgabe“: Schüler lösen Probleme selbstständig

• die „gebundene Bewegungsaufgabe“: die Lösungsmöglichkeiten sind eingeengt, wodurch wenig Entscheidungsfreiräume verbleiben und

• die „Übungsaufgabe“: bekannte Lösungen sollen geübt werden

Grössing teilt den Unterricht in folgende Teilabschnitte ein:

• (freie) Bewegungsaufgabe

• Suchen und Erproben

• Herausstellen der besten Lösung

• Üben

• Auswerten

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik ein, beleuchtet die Bedeutung von Aufgabenstellungen für die Motivation der Schüler und definiert den strukturellen Aufbau der Untersuchung.

2. Aufgabenstellung und der Auftrag der institutionalisierten Erziehung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Erziehung sowie die Rolle der Aufgabenstellung im Kontext der Sozialisation und Individuation dargelegt.

3. Entscheidungsfreiräume im Sportunterricht: Das Hauptkapitel klassifiziert Handlungsphasen und analysiert unterschiedliche Vermittlungstypen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Entscheidungsspielräume der Schüler.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Art der Aufgabenstellung maßgeblich über die Qualität der Bewegungserfahrungen und die individuelle Entwicklung der Schüler entscheidet.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Aufgabenstellung, Lernprozesse, Motivation, Identitätsentwicklung, Handlungsmodell, Vermittlungstypen, Sozialisation, Individuation, Entscheidungsfreiräume, Bewegungsaufgabe, Schülerzentrierung, Lehrerzentrierung, Soziales Lernen, Sportdidaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Gestaltung von Aufgabenstellungen durch den Lehrer auf die Lernprozesse und die Entwicklung der Schüler im Sportunterricht hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Aufgabenstellung, die Zielsetzungen institutionalisierter Erziehung sowie die psychologischen Grundlagen sportlichen Handelns.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Auswahl von Aufgabenstellungen sowohl die Motivation als auch die Identitätsbildung der Schüler positiv beeinflusst werden können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit nutzt unter anderem das „Rubikon-Modell“ zur Handlungspsychologie nach Heckhausen sowie die triadische Handlungsstruktur nach Nitsch, um sportliche Lernprozesse zu differenzieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Handlungsphasen, die Erläuterung der Motivation sowie die Einteilung und Bewertung von vier spezifischen Vermittlungstypen im Sportunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sportdidaktik, Handlungsspielräume, Schülerzentrierung und Identitätsentwicklung beschreiben.

Was unterscheidet die „Lehrerzentrierung“ von der „Schülerzentrierung“?

Während bei der Lehrerzentrierung die Kontrolle über alle Entscheidungsprozesse beim Lehrer liegt, räumt die Schülerzentrierung den Lernenden weitreichende Freiräume bei der Gestaltung von Lernwegen und Aufgabenlösungen ein.

Wie definiert der Autor das „Rubikon-Modell“ im Kontext von Sport?

Das Modell wird genutzt, um den chronologischen Prozess von der Motivationsphase über die Intentionsbildung bis hin zur Realisierung und Bewertung einer sportlichen Handlung darzustellen.

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Details

Title
Die Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht
Subtitle
Lehrertypen im Sportunterricht
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
2,0
Author
Marek Hofmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V165411
ISBN (eBook)
9783640809738
ISBN (Book)
9783640809981
Language
German
Tags
bedeutung aufgabenstellung lernprozesse sportunterricht lehrertypen sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marek Hofmann (Author), 2008, Die Bedeutung der Aufgabenstellung für Lernprozesse im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165411
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